Between light and darkness

von Milanora
GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Ezarel OC (Own Character)
06.11.2016
23.10.2018
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Er beobachtete sie schon mit 11 Jahren. Saß gut getarnt auf einem Baum und sah ihr nach. Fröhlich war sie in der Tat. Als wäre nie etwas passiert. >>Elende Menschen<<, fauchte er, aber insgeheim bewunderte er dieses Mädchen. Seit dem er sie einmal gerettet hat - das Mädchen dachte natürlich der liebe Herr im Himmel oder so war es -  verfolgte und beobachtete er sie immer wieder. Wie eine gute Fee wachte er über sie. Doch sie wurde von Tag zu Tag aufmerksamer...





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Kapitel 1

5 Jahre später

Wenn ich so manchmal auf der Wiese lag vergaß ich die Zeit. Ich betrachtete den wunderschönen Himmel, oder schloss die Augen und konzentrierte mich auf die Geräusche. Ich dachte über die Legenden nach. Die Legenden, wie wir hier her gekommen sind.  Ich malte Dinge in die Luft. Kaninchen, Pferde … In dem Moment war ich froh, dass ich die Luft nicht sichtbar anmalen konnte. Sie wäre sonst deutlich verunstaltet gewesen. Aber es wäre auch lustig gewesen. Jeder hätte die Luft verunstaltet. Manchmal wünschte ich mir den Himmel zu berühren, oder sogar fliegen zu können. Wie sich Wolken wohl anfühlten? Ich verlor mich oft in meinen Träumen und nahm nicht mal wahr, wenn jemand meinen Namen rief. Doch es gab eine Sache, die mich schnell aus meinen Träumen holte. Und diese Sache war leider nicht so angenehm. Jeden Tag, auch heute, hoffte ich, dass mich diese Sache heute verschont. Aber wie immer, hoffte ich vergebens. Ich spürte etwas Feuchtes, Warmes an meinem Gesicht und riss erschrocken die Augen auf. Ein kleiner Terrier sah mich hechelnd an. „Jesper! Hör auf!“ Ich drückte den kleinen Hund von mir weg und stand auf. Ein Zettel war an seinem Halstuch befestigt. Meine Mom benutzte diese Art oft, um mich nach Hause zu holen. Ich nahm den Zettel, und las ihn.

*Komm nach Hause. Die Torte ist bereit*

Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Heute war ja mein 16. Geburtstag! Sowas konnte ja auch nur ich vergessen! Ich lief nach Hause. Meine Mutter würde sich sowas von freuen. Heute hatte ich mein hellblaues Sommerkleid an. Nun war es voller Grasflecken. Um meine Mom nicht zu erschrecken (wegen dem Kleid) kletterte ich durch mein Zimmerfenster und zog mir schnell andere Sachen an. Ich kletterte wieder nach draußen, klopfte an der Tür und setzte mein süßestes Lächeln auf als meine Mutter die Tür öffnete.
>>Da bist du ja Liv! Hast heute sogar keine Grasflecken!<< Ich grinste in mich hinein. Wenn sie nur wüsste …
Sie strich mir durch meine langen dunkelbraunen Haare.
>>Komm rein Olivia.<<
Sie benutzte sonst nie meinen ganzen Namen. Sie nannte mich normalerweise immer Liv.
Ich trat in unser idyllisches Haus.
Wir gingen in die Küche, wo bereits eine leckere Erdbeertorte auf mich wartete. Daneben lag eine Schachtel. Fragend deutete ich darauf. Sie nickte. Ich nahm die Schachtel in meine Hände und öffnete sie. Dort drin lag eine Silberkette mit einem Jade – Anhänger.
>>Sie ist … wunderschön! Wofür habe ich sie verdient?<<, bringe ich heraus.
>>Ich hab sie dir  nicht geschenkt weil sie schön ist. Sondern weil sie dich beschützt.<< Alles klar Mom.
Ich wollte den Anhänger abknipsen und ihn mir genauer ansehen, aber sie griff nach meiner Hand. >>Trenne den Anhänger nie von der Kette. Sonst verliert er seine Wirkung.<<
Okeeeee. Ich nickte nur, trat zum Spiegel und machte sie mir um.
>>Trag die Kette immer bei dir, dann wird dir nichts passieren. Wenn du sie allerdings nicht bei dir trägst…<< Sie musste die Worte gar nicht aussprechen. Ich wusste was sie meinte, auch wenn ich ihr nicht glaubte. So verträumt und fantasievoll ich auch war, dass überschritt die Grenzen.
Ich nickte stumm, wollte noch was erwidern, aber sie löste sich in Luft auf. Mit aufgerissenen Augen schritt ich zurück, bis ich den Tisch in meinem Rücken spürte. Ich kniff mir in die Kniekehle, aber es nützte nichts. Das hier war real. Und zwar total.

Nach ein paar Minuten des Schocks, schaltete sich mein Hirn wieder ein und ich rannte raus. Einmal zu Wiese und wieder zurück. Nachdenken, nachdenken, nachdenken!!! Vielleicht stand es in einem Buch … nein gewiss nicht. Vielleicht ….
Vielleicht ….
Vielleicht, vielleicht, vielleicht ….
Vielleicht wusste meine gute Fee was! Oder mein Schutzengel. Was auch immer es war. Ich lief in den Wald. Dort spürte ich seine Anwesenheit immer. Auch jetzt wusste ich, dass er – oder sie – irgendwo in der Nähe war. Ungeduldig und nervös fummelte ich an meinem Jadeanhänger. Aufmerksam schaute ich mich um. Da! Ein Schatten huschte über die Bäume. Sprang von einem zum anderen. Dann verlor ich ihn wieder aus den Augen. Doch plötzlich lenkte etwas anderes meine Aufmerksamkeit auf sich: Ein Schrei!
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