Insomnia

von Cissylein
GeschichteDrama, Romanze / P18
Hermine Granger Lucius Malfoy Minerva McGonagall Narzissa Malfoy Severus Snape
06.11.2016
18.10.2020
28
109.726
131
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Dieses Kapitel
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18.10.2020 3.361
 
Wir sind ein gutes Team! Ich schreibe, ihr seid bezaubernd, ich schreibe weiter. Es freut mich sehr, dass euch das vorige Kapitel so glücklich gemacht hat. Wir sind jetzt bei Kapitel 28 angelangt. Danach werden noch zwei weitere folgen, mit anderen Worten bedeutet das: Kapitel 30 wird das letzte sein. Ich werde selber ein bisschen sentimental, wenn ich daran denke, aber hey, wenn diese Geschichte hier endet, beginnen neue (und das meine ich wortwörtlich).
Die letzten drei Kapitel waren eher fluffig, dieses hier reiht sich da ein. Aber nein, ich habe nicht vergessen, dass diese Story auch als „Drama“ gelistet ist und ihr seid hiermit auch nochmal dran erinnert :D
Weil ich weiß, dass einige von euch gerne mal auf Arbeit lesen: Wenn ihr nicht grad im Homeoffice sitzt, dann ist dieses Kapitel nicht unbedingt fürs Büro geeignet ;)

Insomnia


Kapitel 28


Hermine stampfte den Schnee von ihren Schuhen, als sie vor der Tür des Schulleiterbüros stand. Es hatte über Nacht geschneit und sie und Ginny hatten sich nach dem Unterricht eine Schneeballschlacht im Schlosshof geliefert. Zuerst gegeneinander, später vereint gegen Astoria Greengrass und eine ihrer Freundinnen. Hermine musste lächeln. Seltsam, wie sich manche Dinge entwickelt hatten. Sie klopfte und im nächsten Moment schwang die Tür auf.
„Hallo Professor“, sagte sie, als sie sich in dem Besucherstuhl vor dem Schreibtisch der Schulleiterin niederließ.
„Hermine“, sagte diese lächelnd. „Du siehst durchgefroren aus. Tee?“
„Gern, danke!“ Sie sah zu, wie McGonagall zwei Tassen füllte und eine davon zu ihr über den Tisch schob.
„Haben Sie sich gut vom Wochenende erholt?“, fragte Hermine, während sie nach der Tasse griff. Die Wärme bescherte ihr eine angenehme Gänsehaut.
„Oh, fang nicht damit an“, sagte McGonagall und verzog das Gesicht. „Dieses Getränk, das George Weasley uns da spendiert hat. Ich weiß nicht, was es war, aber es kam wohl direkt aus der Hölle!“
Hermine lachte. Und nun wurde ihr klar, weshalb Snape ihr nicht geantwortet hatte, als sie ihm nach ihrer Rückkehr nach Hogwarts geschrieben hatte. Sie kannte ihn mittlerweile gut genug, um deshalb nicht mehr auszuflippen. Sie wusste, dass es einen Grund gab, wenn sie nichts von ihm hörte, aber es war nett, den Grund zu kennen, vor allem wenn er so amüsant war.

„Und du?“, fragte McGonagall. „Das Wurfspiel scheint dich ziemlich entsetzt zu haben.“
„Oh, ja, ein wenig, aber abgesehen davon hatte ich einen wunderbaren Tag.“
„Das freut mich zu hören. Es war schön, dich und deine Freunde wieder einmal zusammen zu sehen.“ Die Direktorin schlug einen großen, abgegriffenen Lederband auf. „Also Hermine, kommen wir zu dem Grund, aus dem du hier bist. Dein letztes Halbjahr hier in Hogwarts steht an und deshalb wird es Zeit, über deine Pläne nach der Schule zu sprechen. Ich bin sicher, dass du dir darüber schon Gedanken gemacht hast.“
„Ja. Es gibt zwei Optionen, die ich für möglich halte. Ich dachte, es wäre klug, im Zaubereiministerium zu arbeiten. Ich könnte mir jedoch auch vorstellen, in Hogwarts zu unterrichten.“
„Wofür würdest du dich aus dem Bauch heraus entscheiden?“
„Für Hogwarts“, sagte Hermine ohne zu zögern.
McGonagall nickte. „Das kommt für mich keineswegs überraschend. Und es überrascht dich sicher nicht, wenn ich sage, dass du eine Bereicherung für unser Kollegium wärst.“ Sie lächelte flüchtig, dann sah sie sie über ihre Brille hinweg prüfend an. „Hat dieser Wunsch mit Professor Snape zu tun?“
„Nein.“ Hermine schüttelte den Kopf. Sie hatte mit dieser Frage gerechnet. „Er wäre eher ein Grund, mich dagegen zu entscheiden.“
McGonagall nickte erneut. „Verstehe. Denke ich. Ich fände es jedoch schade, diese Entscheidung von einer anderen Person abhängig zu machen, als von dir selbst.“
Hermine lächelte schief und nahm einen Schluck von ihrem Tee.
„Nun“, fuhr McGonagall fort, „deine Noten sind in allen Fächern hervorragend, aber du hast sicherlich Präferenzen.“
„Ja. Zaubertränke und Zauberkunst.“
„Severus wird noch lange unterrichten und ich habe gerade erst einen neuen Professor eingestellt, wie du weißt. Zudem wäre es womöglich....unangebracht, wenn er dein Mentor wäre.“ McGonagall hob eine Augenbraue, angesichts der Ironie ihrer Worte. „In Zauberkunst sieht die Sache anders aus. Filius ist nicht mehr der Jüngste und würde sich über Entlastung freuen. Wie du vielleicht schon gemerkt hast, möchte ich das Schulsystem etwas erneuern. Die Professoren der Hauptfächer haben sehr viele Schüler und in den nächsten Jahren werden es sicherlich mehr werden, jetzt wo Voldemort besiegt ist.“
„Ich finde das eine gute Lösung, Professor“, sagte Hermine.
„Sollte Zauberkunst für dich in Frage kommen, wäre es denkbar, dass du die jüngeren Stufen unterrichtest, sagen wir die ersten drei, und Filius den Rest. Du bist noch sehr jung, vermutlich würden sich damit sowohl die Schüler, als auch du besser fühlen.“
„Gibt es ein Mindestalter für eine Professorenschaft hier?“
McGonagall schüttelte den Kopf. „Nicht wirklich. Severus war 21, du könntest ihn also übertrumpfen, je nachdem, wann du anfangen wollen würdest.“
„Und gibt es ein bestimmtes Verfahren?“
„Es gibt zwei Wege. Entweder du fängst einfach an. Oder aber, und ich denke, das wäre der Weg deiner Wahl, du machst eine dreimonatige Ausbildung in Pädagogik, die aus Theorie und Praxis besteht. Zwei Tage Seminar in London, der Rest der Woche hier. Filius würde dich einarbeiten, du würdest hospitieren und auch schon Unterrichtsstunden übernehmen.“
„Das könnte ich mir tatsächlich gut vorstellen“, sagte Hermine beflügelt. „Darf ich fragen, wie viele der Professoren in Hogwarts diesen Weg gewählt haben?“
„Jedenfalls keiner der Professoren für Verteidigung gegen die dunklen Künste“, sagte McGonagall und schürzte die Lippen. „Und dass Professor Snape keine pädagogische Ausbildung hat, muss ich dir nicht erzählen. Auch wenn ich zu seiner Verteidigung sagen muss, dass die Umstände, aus denen er Professor wurde, dafür auch keine Zeit gelassen haben.“ Sie hob ihre Tasse Tee und überlegte einen Moment. „Machen wir uns nichts vor. Wir wissen beide, dass diese Ausbildung bei Severus ohnehin ergebnislos gewesen wäre.“
Hermine unterdrückte ein Grinsen, griff nach einem Keks und biss hinein.
„Hermine“, sagte McGonagall, nachdem sie ihre Tasse zurück auf den Unterteller gestellt hatte. „Solltest du den Weg als Professorin einschlagen, kann ich mich auf deine Professionalität verlassen?“
„Was meinen Sie?“, fragte Hermine und ließ den Rest des Keks sinken.
„Ich meine diese Sache mit Severus. Wie auch immer das...ausgeht...kann ich damit rechnen, dass die Beziehung zwischen euch beiden, welche es dann am Ende auch ist, nicht unmittelbar so offensichtlich sein wird, dass jemand auf die Idee kommen könnte, dass sie schon länger besteht?“
Hermine schluckte. „Natürlich. Das ist mir mindestens genauso wichtig, wie Ihnen.“
„Gut“, sagte McGonagall und lehnte sich zurück.
„Aber nur, dass ich Sie richtig verstehe...“, Hermine rutschte unruhig auf ihrem Stuhl hin und her, „Professoren dürfen...ich meine...Beziehungen untereinander sind nicht verboten, oder?“
„Oh, absolut nicht“, sagte McGonagall und winkte ab. Dann lächelte sie. „Mir wurde hin und wieder eine Liebelei mit Albus angedichtet. Er war früher sehr adrett, weißt du, sehr gutaussehend. Und nur die wenigsten hatten Kenntnis von seiner wahren Neigung.“
„Hat er es Ihnen gesagt, oder haben Sie es selber herausgefunden?“
„Ich habe es vermutet und irgendwann hat er es mir erzählt. Wir waren gute Freunde. Und ich vermisse ihn jeden Tag.“ Sie lächelte traurig.
Hermine blickte zu Dumbledores Portrait, in dem der ehemalige Schulleiter friedlich schlummerte.
„Haben Sie es Professor Snape jemals verziehen?“
McGonagall seufzte tief. „Severus war eine Figur in einem grausamen Spiel. Der einzige, der ihm verzeihen muss, ist er selbst. Aber ich schätze, das wird er niemals tun.“
Hermine schüttelte den Kopf. „Nein, vermutlich nicht.“
Eine Weile tranken sie schweigend ihren Tee.
„Oh, das hätte ich beinahe vergessen“, sagte McGonagall plötzlich und griff nach einem Brief. „Gute Nachrichten vom Minister! Grebyack wurde gefasst!“
„Endlich!“, sagte Hermine erleichtert.
„Es ist noch nicht offiziell, deshalb behalte es bitte für dich. Shacklebolt möchte sichergehen, dass Grebyack sicher in Askaban weggesperrt ist, bevor es die Presse erfährt.“
„Verstehe. Natürlich.“
„Apropos Presse“, sagte McGonagall und hob eine Augenbraue. „Möchte ich wissen, weshalb dir Rita Kimmkorn eine Liebelei mit dem jungen Master Malfoy andichtet?“
Hermine schmunzelte und stellte ihre Tasse auf den Tisch. „Nein, wollen Sie nicht.“
„Das dachte ich mir.“ Die Direktorin rümpfte die Nase. „Ein Teil von mir hat gehofft, dass es wahr ist, denn dann könnte ich endlich wieder ruhig schlafen. Aber ein anderer Teil...nun ja...wusste sofort, dass dieses Szenario vermutlich noch unwahrscheinlicher wäre, als die Wahrheit.“
Hermine stimmte ihr zu. „Bis wann brauchen Sie eine Entscheidung, ob ich in Hogwarts lehren möchte oder nicht?“, fragte sie dann.
„Die Ausbildung würde, wie das neue Schuljahr, im September beginnen. Die Anmeldung dort kann kurzfristig passieren, aber es wäre schön, wenn ich vor deinen Abschlussprüfungen im Juni Bescheid wüsste.“
„In Ordnung“, sagte Hermine. „Danke, Professor.“ Sie aß den Rest des Kekses.


*


Du hattest also einen Kater.

Hermine hatte sich nach dem Termin bei McGonagall auf ihr Bett im Gryffindorturm plumpsen lassen und lag nun über das Pergament gebeugt, mit dem sie Snape eine Nachricht geschrieben hatte. Es dauerte nicht lange, bis eine Antwort erschien:

Nein, mein Begleiter war eine Eule. Ich habe schon als Kind praktisch gedacht.

Hermine musste grinsen. Das überrascht mich nicht unbedingt, schrieb sie. Und ha-ha! Professor McGonagall hat mir erzählt, dass ihr der Drink aus dem Pub ziemlich zugesetzt hat. Wie ging es dir? Kopfschmerzen? Übelkeit?

Eine desaströse Mischung aus beidem, schrieb Snape zurück.

Hermine lachte. Apropos Pub. Hat sich Mr Malfoy erholt, von dem, was er da gesehen hat?

Er hat weitaus schlimmere Dinge gesehen.

Ich wusste nicht, dass dich Publikum anturnt.

Diesmal dauerte es etwas länger, bis eine Antwort erschien. Es war weniger das Publikum, das mich angeturnt hat.

Hermine presste ihr Gesicht ins Kopfkissen und stöhnte laut, in einer Mischung aus Freude, Frustration und Erregung.

Können wir uns kommendes Wochenende sehen?, schrieb sie. Ich bin ausgehungert.

Nein.

Hermine seufzte, doch dann machte sie große Augen, als sie die nächsten Worte las.

Sofort, hatte Snape geschrieben. Ich werde dem Hauself einen Portschlüssel für dich hinterlassen. Du findest mich in S.

*


S. stellte sich als Spinner's End heraus, in dessen Wohnzimmer Hermine eine viertel Stunde später per Portschlüssel auftauchte. Snape war jedoch nicht hier, also ging sie die Treppe hinauf, die zu seiner kleinen Bibliothek führte. Er saß an seinem Schreibtisch und blickte auf, als Hermine an den obersten Stufen der Treppe erschien. Sie lächelte und blieb schließlich in der Mitte des Raums stehen, auch wenn sie am liebsten über ihn hergefallen wäre.
„Wie war ihr Name?“, fragte sie.
Snape hob eine Augenbraue. „Wessen Name?“
„Deiner Eule.“
„Artax. Er war ein Uhu.“ Snape legte seine Schreibfeder beiseite und verschränkte die Hände ineinander. „Deine Schuluniform stört mich. Zieh sie aus.“
„Sir“, sagte Hermine ruhig. Dann streifte sie ihre Robe von den Schultern. Sie öffnete den Reißverschluss an ihrem Rock, ließ diesen zu Boden gleiten und lockerte ihre Krawatte, bevor sie sie über den Kopf zog und ebenfalls auf den Boden warf. Sie knöpfte ihr Hemd zur Hälfte auf, sodass Snape ihre Unterwäsche deutlich sehen konnte, doch dann hörte sie auf.
„Darf ich das anlassen? Mir ist etwas kalt.“
„Du darfst“, sagte Snape sanft.
Hermine ging langsam auf den Schreibtisch zu und Snape ließ sie dabei nicht aus den Augen.
Sie trat direkt neben ihn, stützte sich mit den Händen auf den Tisch und hüpfte hinauf, sodass sie direkt vor ihm saß. Sie öffnete die Beine ein Stück und schob ihre Füße links und rechts in die Lücken zwischen Snapes Oberschenkeln und der Stuhllehne.
„Du hast schön ausgesehen“, sagte er, während er ihre Waden umfasste.
„Wann?“
„Im Pub.“
„Im Hinterhof?“, fragte Hermine neckend.
Snape nickte. „Auch. Aber vor allem am späteren Abend, als du dich geweigert hast, Billywigs zu malträtieren.“
„Da hast du mich kaum angeschaut.“
„Natürlich habe ich das. Ich kann Leute ansehen, ohne dass sie es merken, das solltest du wissen.“
Hermine lächelte. „Und was hat dir an mir so gefallen?“
„Du sahst...wild aus.“
„Wild“, wiederholte Hermine.
„Ungebändigt. Verschwitzt. Mit glühenden Wangen. So habe ich dich schon des öfteren gesehen, jedoch noch nie in der Öffentlichkeit.“
Hermine hob beide Augenbrauen, als sie seine Anspielung verstand. „Ich habe getanzt.“
„Das dachte ich mir.“
„Ich musste Energie loswerden nach unserer Begegnung im Hinterhof. Dieser Kuss“, sagte Hermine, als sie auf ihn hinabblickte, „war sehr, sehr schön. Und sehr, sehr heiß.“
„Hm“, machte Snape. Er griff mit einer Hand in ihre Locken, dann mit der anderen und brachte Hermine dazu, sich zu ihm hinunter zu beugen. „Du würdest das offenbar gern wiederholen“, sagte er leise und kam ihr so nahe, dass sich ihre Lippen beinahe berührten.
Hermine öffnete den Mund und nickte. Doch er küsste sie nicht. Er lächelte süffisant, senkte den Kopf und begann, die restlichen Knöpfe von Hermines Hemd zu öffnen. Sie lehnte sich zurück, stützte sich auf ihren Handballen auf und beobachtete Snapes Tun lächelnd.
Als er den Stoff beiseite geschoben hatte, küsste er sie zwischen ihren Brüsten, dann an ihrem Bauch. Hermine ließ sich langsam auf den Rücken sinken, während Snapes Lippen weiter an ihr hinab wanderten. Dann küsste er sie zwischen ihren Beinen, durch den Stoff ihres Slips hindurch. Hermine seufzte leise. Er tat es wieder. Und wieder. Bis seine Lippen dort verweilten und sie schließlich auch seine Zunge spürte, die sich heiß und feucht gegen den empfindlichsten Punkt ihres Körpers presste.
Hermine stöhnte und wand sich auf dem Tisch. Sie hatte seine Berührungen so sehr vermisst, ihr gesamter Körper fühlte sich wie ein offener Nerv an. Snape hatte einen Arm über ihren Bauch gelegt, um sie davon abzuhalten, sich zu sehr zu bewegen, der andere war um einen ihrer Oberschenkel geschlungen. Ein Teil von ihr wollte ihn von sich schieben und warten, bis er in ihr war, aber ein anderer Teil wollte einfach genießen.
„Severus“, stöhnte sie. Sie wusste nicht einmal wieso, ob es eine Warnung war, ein Flehen oder weil sie es liebte, seinen Namen auszusprechen. Snape verstärkte den Druck seiner Zunge nur noch mehr und Hermine spürte, wie sich die Lust in ihrem Schoß entlud und durch ihren gesamten Körper jagte.
„Das war schnell“, hörte sie Snape sagen, als sie versuchte, wieder zu Atem zu kommen. Ihre Beine fühlten sich wie Pudding an.
„Das....“, keuchte sie, „waren drei Wochen Sehnsucht.“
Sehnsucht nennst du das also.“ Snape klang amüsiert. „Und du willst mir weismachen, dass du in diesen drei Wochen abstinent warst?“
Hermine fuhr sich mit den Händen übers Gesicht. „War ich tatsächlich", murmelte sie, dann hob sie den Kopf. Snape saß noch immer auf dem Stuhl.
„Komm her“, sagte Hermine. Er erhob sich und beugte sich über sie, stützte sich mit den Händen neben ihrem Kopf ab. Hermine griff zwischen seine Beine und strich über die stattliche Beule in seinem Schritt. „Würdest du mich bitte endlich küssen?“, fragte sie, während sie ihn durch den Stoff hindurch massierte.
„Ich dachte, das hätte ich gerade“, raunte er.
„Auf den Mund“, sagte sie nachdrücklich und hob den Kopf um ihn zu küssen, doch Snape wich ihren Lippen aus und richtete sich wieder auf. Er zog ihren Slip aus, packte sie an den Hüften und zog sie näher zum Rand des Tischs. Hermine hörte das Rascheln von Stoff. Dann war er wieder über ihr. Und in ihr. Und schließlich küsste er sie. Er stöhnte in ihren Mund, während er sich in ihr bewegte und Hermine tat es ebenfalls. Sie spürte noch immer die Nachwehen ihres Orgasmus' und jeder seiner Stöße sandte neue Wellen der Erregung durch ihren Schoß.
Sie schlang ihre Beine um ihn und krallte ihre Hände in die Tischplatte, doch dabei stieß sie ein Tintenfässchen um, dessen Inhalt sich sofort auf dem Holz verteilte.
„Mist“, stöhnte sie und betrachtete ihre Hand, die sich schwarz gefärbt hatte.
Snape stieß das Fläschchen achtlos vom Tisch und nahm ihre Hand, ihre Finger verschränkten sich ineinander, während er weiter in sie stieß.
„Oh Gott“, stöhnte sie und schob ihre andere Hand zwischen sich und Snape zu ihrer Scham.
„Unersättliches Biest“, keuchte Snape und hielt kurz inne.
„Das ist deine Schuld, du machst das mit mir!“
„Mit dieser Schuldzuweisung kann ich leben“, raunte Snape. „Wäre Madame dann soweit? Denn ich bin es!“
„Ja“, stöhnte Hermine, „oh...“
Snape griff nach ihrer Hand, die zwischen ihnen lag, und zog sie eiskalt weg, hielt sie über ihrem Kopf fest und begann erneut in sie zu stoßen. Der Tisch knarzte lautstark und für einen Moment befürchtete Hermine, dass er unter ihnen zusammenbrechen würde. Doch Snape interessierte das herzlich wenig. Er dämpfte ihren Schrei mit seinen Lippen. Sein eigenes Stöhnen, als er kam, vibrierte an ihrer Haut. Er hatte seine Zähne sanft in ihren Hals gegraben. Ob geistesgegenwärtig oder bewusst, konnte Hermine nicht sagen.
Ihr erschöpftes Seufzen ging in ein Lachen über, als er seine Zähne von ihrem Hals zu ihrem Kinn zog und spielerisch hinein biss.
„Ich glaube“, sagte sie atemlos, „du hattest auch ein bisschen Sehnsucht, oder?“
Snape stieß noch einmal sanft in sie, woraufhin Hermine hörbar die Luft einsog, bevor er sich aufrichtete und seine Kleidung ordnete.
„Nun sieh dir die Sauerei an“, sagte er, als er seinen Blick über den riesigen Tintenfleck auf seinem Schreibtisch gleiten ließ.
„Sorry“, sagte Hermine und hob ihre verfärbte Hand. Er ergriff sie und küsste ihre Handfläche. Hermine gluckste. „Deine Lippen sind schwarz.“
„Tatsächlich?“
Hermine richtete sich auf und küsste ihn.
„Tatsächlich“ sagte er, während er mit seinem Daumen über ihre Lippen strich, die nun vermutlich auch dunkel gefärbt waren. Er griff nach seinem Zauberstab und brachte das Chaos in Ordnung, das sie bei ihrem Liebesspiel verursacht hatten.
„Würdest du mir meinen Slip zurückgeben?“, fragte Hermine.
Snape ließ ihn kommentarlos zu ihr schweben.
„Vielen Dank“, sagte sie und schlüpfte hinein, blieb aber weiter auf seinem Tisch sitzen. „Sind das Aufsätze?“, fragte sie und deutete auf einen kleinen Stapel Pergament.
„Nein, Korrespondenz mit dem Zaubereiminister. Greyback wurde gefasst.“
Hermine nickte. „Professor McGonagall hat es mir erzählt. Ich bin sehr erleichtert.“
Snape ließ sich in seinen Stuhl fallen und seufzte. „Ich wünschte nur, ich hätte die Chance gehabt, ihm noch einmal zu zeigen, was ich von ihm halte.“ Er tippte mit den Fingern nachdenklich auf die Stuhllehne.
Hermine musste lächeln. Snape sah ein wenig zerzaust aus und er hatte einen Tintenfleck an seinem weißen Kragen. Sie stellte ihre Füße auf seine Knie. „Ich liebe dich, Severus.“
„Es sprechen zwei Orgasmen aus dir“, sagte Snape unbeeindruckt.
Hermine grinste. „Das stimmt. Aber ich würde es auch ohne tun.“
„Nein, würdest du nicht, aber ich möchte dir nicht deine Illusion rauben.“
„Wenn du glaubst, dass die einzige Eigenschaft, die dich liebenswert macht, deine Künste im Bett sind, wäre das ziemlich traurig“, sagte Hermine, während sie ihr Hemd zuknöpfte.
„Es gibt schlimmere Qualitäten“, erwiderte er.
Sie hüpfte vom Tisch. „Meine zwei Orgasmen und ich stimmen dir zu.“
Snapes Mundwinkel hoben sich.
„Du solltest dein Hemd wechseln, bevor du nach Hogwarts zurückkehrst“, sagte Hermine, während sie in ihren Rock schlüpfte. Dann schnappte sie ihren Zauberstab und hielt ihn über ihre Handfläche. „Tergeo“, sagte sie und tat dasselbe noch einmal mit ihren Lippen. „Bei dir auch?“
„Danke, das schaffe ich allein“, sagte er, während er seinen Gehrock aufknöpfte.
„Oh.“ Sie ließ ihren Blick an ihm hinab wandern. „Ich ziehe mich an und du ziehst dich aus? Ich habe es nicht eilig!“
„Verschwinde, du unersättliches Weib“, sagte er und legte ihr ihre Robe um die Schultern. Er sah beinahe ein bisschen verlegen aus und das fand Hermine bezaubernd. In Sachen Sex war er nie verlegen, aber sobald sie ihm Komplimente machte oder sich ausführlicher seinem Äußeren widmete, schien er sich unwohl zu fühlen. Ihm wurde offenbar so lange das Gefühl gegeben, dass er nicht liebenswert war, sowohl innerlich als auch äußerlich, dass er sich seiner besonderen Wirkung nicht bewusst war.
„Bis zum nächsten Wochenende dann?“, fragte Hermine. „Oder bist du wieder zu einem feinen Tee eingeladen?“
„Ich nicht. Aber vielleicht bist du zum Elfenwein mit Miss Weasley verabredet.“
„Dir entgeht auch gar nichts, oder?“
„Es ist deine eigene Schuld, wenn du Hagrid damit beauftragst.“
„Ginny ist am Sonntag im Fuchsbau“, sagte Hermine. „Ich werde dann also sehr einsam sein.“
„Und wir wissen ja, wie schwer erträglich das für eine Gryffindor ist.“ Snape hob eine Augenbraue. „Ich denke, ich kann am Sonntag etwas Zeit erübrigen. Und jetzt geh! Ich habe noch ein Treffen mit dem Kollegium.“
„Sir“, sagte Hermine und zog ihre Krawatte fest. Dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn. „Da war noch Tinte.“
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