♦ End ♦

KurzgeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16
06.11.2016
06.11.2016
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"Hier geht's lang."
"G-Große Schwester?"
"Sie ist meine Schwester!"
"Wir sind deine Familie."

Verzweiflung, Angst und Unentschlossen.
Soviele negative Gefühle in sich zu haben... Sayuri fühlte sich schrecklich entzweit. Sie sollte sich entscheiden. Zwischen ihren nohrischen und ihren hoshidoischen Geschwistern. Mit starren Blick blickte die junge Prinzessin auf den blutbefleckten Grasboden, entdeckte dazwischen eine einsame, kleine Blume, die neben all ihren zertrampelten Freunden sanft im Wind hin und her wiegte.

Ein Kloß, so dick wie ihre Faust - so fühlte es sich an - bildete sich in ihrer Kehle, schnürte ihr die Stimme und die Atmung ab. Unentschlossen stierte sie die Blumen an, versuchte irgendwelche Worte hervor zu bringen. Es folgte toten Stille, bis ihre Brüder, Ryoma und Xander, erneut ihre Stimmen erhoben.

"Zweifle nicht, kleine Prinzessin. Wir sind deine Familie! Denk an unsere gemeinsame, schöne Vergangenheit!"
"Hör nicht auf diesen nohrischen Abschaum, Sayuri. Wir sind deine wirkliche Familie!"

Ein Zittern befiel ihren Körper, ein Schauer kroch über ihren Rücken und der Kloß schwoll weiter an. Sie sollte sich entscheiden...sie musste sich entscheiden.

"Ich..."

Ihre Stimme brach. Sie konnte nicht. Sie konnte sich nicht...auf keinen Fall, zwischen ihren beiden Familien entscheiden.

Xander, Camilla, Leo und Elise. Gemeinsam mit ihnen verbrachte Sayuri ihre Vergangenheit, erlebte schöne, sowie schlechte Zeiten. Sie konnte sich immer auf ihre Geschwister verlassen.

Ryoma, Hinoka, Takumi und Sakura. Die kurze Zeit, die Sayuri mit ihren blutsverwandten Geschwistern verbringen durfte, waren ein Segen für ihre Seele. Trotz Unbekanntheit, fühlte sie sich wohl und verbunden.

Eine lauwarme Brise umwehte die beiden Familien, die Armeen und Sayuri, riss einige Blütenblätter der einsamen Blume ab, bevor Sayuri tief durchatmete. Ihr Zittern ließ noch, sie entspannte ihre Haltung und begann zu Lächeln.

Verwunderte Blicke trafen sie, nahmen mit Verwunderung die Tränen wahr, die sich langsam ihren Weg hinab über ihre perlweiße Haut suchten.

"Sayuri.."
"Es tut mir leid."

Mit dem Lächeln auf den Lippen zog sie die heilige Klinge Yato, betrachtete die goldene Schneide mit verschwommenen Blick, das Lächeln ewig wehrend auf ihren Lippen.

"Ich kann mich nicht zwischen meinen Familien entscheiden...", flüsterte sie leise, kaum hörbar und schaffte es nicht ihren Geschwistern in die Augen zu sehen.

Sie nahm den leichten, einfachen Weg.

"Sayuri? Was hast du vor?"
"Kleine Prinzessin? Überdenk deine Entscheidung!"

Ihr Lächeln vertiefte sich, als sie langsam ihren Kopf hob und jeden ihrer Geschwister noch einmal ins Gesicht sah.

"Bitte beendet diesen unsinnigen Krieg. Er bringt doch nur Trauer und Hass."

Ein letzter Versuch. Sie versuchte es ein letztes Mal, wollte nicht dabei zusehen, wie sich ihre Familien gegenseitig zerstörten.

"Dieser Krieg ist unvermeidlich."

Ausnahmsweise schienen sich die Geschwister einig zu sein. Ein leises Lachen löste sich aus ihrer Kehle, bevor sie ihre Klinge erhob.

"Ich liebe euch."

Sie stach ohne Zögern zu und hoffte durch ihr Opfer den Krieg, diesen unsinnigen und hasserfüllten Krieg, zu beenden.

~*~

Inspiriert durch ein kleines FE Fates Video entstand diese kleine Geschichte.
Ich bedanke mich fürs Lesen. :3

Sayuri, Over and Out.
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