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Rosen Tanz

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
05.11.2016
18.09.2020
21
24.853
8
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Dieses Kapitel
1 Review
 
22.11.2016 935
 
Zwei Wochen sind nun vergangenen. Der Alltag ist in der Akademie wieder eingekehrt. Es wird immer noch über die Vorfälle während des Strigoi Angriffs geredet aber nicht mehr so viel, wie noch kurz danach. Auch ich habe einen gewissen Trott nachgegeben. Ich tu meinen Dienst und die restliche Zeit verbringe ich in meinem Zimmer oder in einem abgelegenen Waldstück, wo keiner hinkommt und trainiere dort.

Schlafen gehe ich nicht gern, denn immer wenn ich schlafen geh, dann kommt dieser Traum von Rose und mir wieder und immer ist sie am Ende ein Strigoi.

Gerade sitze ich mal wieder in meinem Zimmer. Es ist klein und die Wände sind weiß. Ein Schrank, ein Tisch, ein Stuhl und das Bett mehr enthält dieses Zimmer nicht. Jeder andere würde es wahrscheinlich etwas einrichten, um den Anschein von Gemütlichkeit zu erwecken, aber ich habe es nicht für nötig befunden, da ich früher kaum in meinem Zimmer war. Nur ein Stapel Western Romane zeigen, dass hier jemand wohnt.

Einen dieser Western Romane halte ich in der Hand und versuche ihn zu lesen. Ich habe bereits die Hälfte des Buches geschafft, aber wie immer gelingt es mir nicht, der Geschichte zu folgen. Ich weis nur noch das es um einen Mann geht, dessen Familie nicht mehr lebt und er deswegen eine Aufgabe für sich sucht. Dabei traf er auf eine Frau, welche aus spaß vor Ihm wegläuft und der Mann läuft Ihr nach durch das ganze Land, wobei er auf die unterschiedlichsten Menschen trifft. Er muss immer wieder dafür kämpfen einen Hinweis zu bekommen, wo sich die Frau aufhält.

Ich schaue auf die Uhr und sehe das es an der Zeit ist zu meinem Termin mit Alberta zu gehen. Prompt stehe ich auf und ziehe mir noch etwas anderes an. Bisher saß ich nur in meiner blauweiß karierten Schlafhose da. Denn es ist nach vampirischem Zeitplan gerade einmal Morgen. Ich schnappe mir meinen Ledermantel, denn ich über meine frische schwarze Hose und den dunkelgrauen Pullover ziehe.
Schon bin ich zur Tür hinaus und stehe auf dem unteren Hof.

Von weiten sehe ich, dass Alberta vor dem Wächter Gebäude auf mich wartet.

„Dimitri! Da sind Sie ja!“, ruft Sie von Weitem.

„Was gibt es den? Ich bin doch nicht zu spät, oder?“

„Nein nein, kommen Sie rein. Ich habe schon Kaffee für uns vorbereitet.“

Ich folge Ihr in das Gebäude hinein. Wir gehen in den zweiten Stock. Am ende des langen Ganges, an dem links und rechts Türen zu weiteren Büros sind, ist Albertas Büro.

Nachdem wir uns gesetzt haben und jeder von uns eine Tasse Kaffee in den Händen hat, fragt Sie mich, was ich von Ihr möchte.

„Nun Alberta ich habe mich entschieden. Ich werde einige Zeit Urlaub machen.“ Ich habe lange darüber nachgedacht und nun glaube auch ich, dass es nicht verkehrt wäre, ein paar Tage freizunehmen.

Und wieder versucht sich dieser merkwürdige Gedanken zu formen, der schon in der Kirche vor einiger Zeit da war.

„Das ist ja großartig. Sie haben es sich, nach allem was war, redlich verdient. Doch Dimitri irgendwie habe ich das Gefühl, dass das noch nicht alles war.“ Mit hochgezogenen Augenbrauen schaut Sie mich an.

„Schauen Sie nicht so. Es stimmt, dass war noch nicht alles. Bereits vor einigen Tagen habe ich am Hof nachgefragt, ob ich an eine andere Academy wechseln oder einem Moroi zugeteilt werden kann.“

Einen Moment lang schaut Sie mich nur an und ich denke, dass Sie mir gar nicht mehr Antworten wird, doch dann: „A…Aber warum? Sie waren in den letzten Monaten eine sehr große Hilfe für uns. Nicht nur das Sie Prinzessin Vasilisa Dragomir zurück geholt haben und Rosemary Hathaway trainiert haben, damit Sie das versäumte nachholen konnte. Sie haben auch einen großen Teil dazu beigetragen die St. Vladimir Academy sicherer zu machen, nicht zuletzt bei dem Angriff. Und da wäre noch etwas, über das ich mit Ihnen reden wollte. Ich habe nur gewartet, bis der Alltag wieder eingekehrt ist. Die Zeit, welche Sie als Rosemarys Trainer zugebracht haben, hat mich zum Nachdenken gebracht. Die Idee war, dass sie das Wächtertraining für die Älteren Schüler übernehmen könnten. Wächter Galov möchte gerne bald seinen Dienst beenden, da er bereits ein für uns ungewöhnliches Alter erreicht hat und seine letzten Tage genießen möchte. Er würde fürs erste die Jüngeren weiter betreuen und erst in ein zwei Jahren ganz aufhören.“

„Alberta, ich … ich weis nicht, was ich sagen soll. Das ist ein wirklich großzügiges Angebot, doch ich muss ablehnen. Ich habe mich bereits entschieden.
Ich werde Ihnen noch bescheid geben, wann ich meinen Urlaub genau nehmen werde. Es wird wahrscheinlich so sein, dass ich nach meinem Urlaub nicht mehr zurückkommen werde und stattdessen meine neue Stelle antrete.“

Ich stehe auf und wende mich zur Tür. Es gibt nichts mehr zu sagen. Meine Entscheidung steht fest und niemand kann daran etwas ändern.
Wir verabschieden uns kurz und schon flüchte ich aus dem Wächter Gebäude hinein in den angrenzenden Wald.

Es ist sehr schön hier, auch wenn nachts nicht viel zu sehen ist. Diese Ruhe und die Ungestörtheit ist das Schönste. Ich laufe zuerst eine weile geradeaus, bevor ich in einem bogen zurück laufe.

Diese leere hier, ist nicht mehr zu ertragen. Nachdem ich herausgefunden habe, wie schön das Leben sein konnte, ist alles andere nur noch leer und unbedeutend. Darum möchte ich auch meine Stelle wechseln. Vielleicht gelingt es mir dann mein Leben neu zu ordnen.

Jetzt heißt es erst mal warten, wohin ich versetzt werde.


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Ich hoffe euch gefällt meine FF bisher. Ich würde mich über Reviews von euch freuen. Ansonsten noch viel Spaß beim weiter Lesen.
Lg VVampireFanRose
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