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Rosen Tanz

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
05.11.2016
18.09.2020
21
24.853
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05.11.2016 617
 
Langsam bewege ich mich vorwärts. Ich weis nicht, wohin ich gehen soll. In mein Zimmer will ich nicht gehen, da ich da zu alleine wäre. Ins Wächtergebäude möchte ich aber auch nicht. Da könnte es passieren, dass doch einer bemerkt, wie nah ich einem Nervenzusammenbruch bin. Auch wenn ich es mir selber ungerne eingestehen will: Ich bin kurz davor durchzudrehen.
Ohne es bemerkt zu haben, bin ich in Richtung Kirche gelaufen. Auch wenn ich nicht weis, warum eigentlich, gehe ich hinein und setzte mich auf die letzte Bank in die hinterste Ecke. Ich glaube nicht an Gott. Doch wer weis warum verschlägt es mich immer wieder hier her. Ich schließe die Augen und versuche an nichts zu denken.
>>Du wirst verlieren, was Dir am wichtigsten ist.<<
Dieser eine Satz von Ronda schwirrt in meinen Gedanken herum. Sie hatte recht. Neben meiner Familie ist – nein – war sie das wichtigste in meinem Leben.
Ein paar wundervolle Stunden durften wir zusammen sein. Endlich habe ich meine Gefühle für Sie zu gelassen. Und doch so schnell war alles vorbei. Ich würde es immer wieder tun. Sie war so wundervoll. Ihr Mut und Ihre Selbstlosigkeit immer zuerst daran zu denken, dass sie Moroi beschützen muss, obwohl sie selbst in der größten Gefahr schwebte. Und das in Ihrem Jungen alter. Sie hat mehr überstanden als so mancher erwachsener Wächter.
Ich breche in Tränen aus und weine leise vor mich hin. Es ist so schwer.
Bevor ich Rose traf, dachte ich, alles wäre in Ordnung. Ich hatte meine Wächter Pflichten, besucht regelmäßig meine Familie in Russland und lebte ansonsten ruhig vor mich hin. Doch jetzt weis ich das ich all diese ruhigen Jahre nur auf Rosemary Hathaway gewartet habe.
Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinem Arm. Ich schrecke hoch und sehe in Prinzessin Vasilisas verweinte Augen.
„Sie haben Sie geliebt.“
Keine Frage – eine Feststellung.
„Ja.“ Ein kleines Wort, was so viel ausdrückt. Jetzt weis Sie es. Aber ich bin überzeugt das Sie es für sich behalten wir.
„Hat Rose Sie ebenfalls geliebt?“
„Ja das hat Sie.“
„Das wusste ich nicht. Ich dachte immer, wir würden uns alles erzählen. Aber da hatte ich mich wohl getäuscht. Doch ich glaube, Sie hatte einen guten Grund dafür. Wann hat das angefangen?“
Ich will nichts sagen nicht darüber reden aber es sprudelt nur so aus mir heraus. Ich muss mich endlich jemanden öffnen und Lissa ist jemand, dem man vertrauen kann.
„Ich weis nicht genau wann ich begonnen habe Sie zu lieben oder wann Sie begonnen hatte, mich zu lieben. Aber Sie wusste noch vor mir, dass ich Sie liebe. Ich war jedes Mal aufs Neue erstaunt, wie mutig sie war und wie sehr sie Sie geliebt hat und dafür gekämpft hat nach Euerm Abschluss Eure Wächterin zu werden Prinzessin. Es war so wenig Zeit … “ Meine Stimme bricht und mir kommen aufs neue die Tränen.
„Nicht Wächter Belikov.“
Ich weine so lange, bis mir keine Tränen mehr kommen. Lissa war die ganze Zeit da und hat selbst ein wenig geweint. Ich muss hier raus. Irgendetwas tun, auch wenn es nur trainieren ist.
„Prinzessin Sie sollten auf Ihr Zimmer gehen und noch etwas Schlafen“, sage ich ohne den Hauch eines Gefühls in der Stimme.
„Bitte nennen Sie mich Lissa. Ich glaube, nach diesen Tagen brauchen wir uns nicht mehr siezen. Wenn es ihnen leichter fällt, werde ich Sie von nun an auch Dimitri nennen. Natürlich  nur, wenn wir unter uns sind.“
„Prinzessin… Ähm Lissa, wenn es dein Wunsch ist, dann bin ich damit einverstanden.“
„Dimitri Sie sind mal wieder so förmlich. Sie sollten ein paar Tage Urlaub nehmen, um mal hier raus zu kommen. Gute Nacht.“
Damit entlockte sie mir ein kleines Lächeln.
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