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Rosen Tanz

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
05.11.2016
18.09.2020
21
24.853
8
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
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09.10.2018 1.730
 
POV Rose

Die vielen Menschen und bunten lichter verwirren mich sehr. Lissa hatte mir erklärt, dass es für menschliche Zeit bereits sehr spät ist und doch ist so viel los hier im Einkaufszentrum.
Nachdem Lissa und ihr Verlobter Christian mich und Dimitri abgeholt haben sind wir zusammen mit 10 Wächtern in 4 beinahe gleichen Autos los gefahren. Die Autos unterscheiden sich nur in ihren Farben ansonsten sind es vier Mercedes Benz SUV's mit rundum getönten scheiben.
Das Einkaufszentrum in welchem wir gerade sind befindet sich eine Stunde fahrt von der Academy entfernt. Als wir das Academy Gelände verlassen haben, habe ich das erste mal gesehen wo wir uns befinden. Nicht das es viel zu sehen gäbe, denn die Schule befindet sich mitten in einem riesigen Wald. Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben waren nur vereinzelt kleine Dörfer zu sehen, bis wir in der Stadt mit dem Einkaufszentrum angekommen sind.

„Lissa bitte geh etwas langsamer! Wir haben doch genug Zeit.“, rufe ich Lissa hinterher, da mir langsam die Füße weh tun. Obwohl ich jeden Tag zusammen mit den Novizen Trainiere strängt mich eine Shopping Tour mit Lissa einfach an.

„Komm schon Rose du brauchst dringend neue Klamotten! Um dir eine neue Garderobe zusammen zu stellen reicht die Zeit niemals aus!“

„Ich hab dir doch gesagt, das mir die paar Sachen reichen die ich habe.“

„Und ich habe dir gesagt du brauchst dringendst neue.“ Das hat sie wirklich. Vor ein paar Tagen, als wir miteinander Telefonierten, hatten wir darüber geredet. Meine alte Kleidung, welche Lissa aufgehoben hatte in der Hoffnung ich würde wiederkommen, ist mir viel zu locker und mindestens 2 Nummern zu groß.

„Na gut ich gebe mich geschlagen. Walte deines Amtes.“

„Super! Komm wir gehen hier rein.“ Lissa nimmt meine Hand und zieht mich in den nächsten Laden hinein. Das Geschäft hat ein knall Buntes Neonschild mit der Aufschrift > BE THE ONE<. Ich finde den Namen etwas merkwürdig, aber da ich eigentlich kaum weis was normal ist höre ich einfach auf das was Lissa sagt. Sie scheint gleich Feuer und Flamme für die ganzen Sachen zu sein. Ich hingegen laufe nur etwas durch den Laden aber wirklich gefallen tut mir kaum etwas. Nach fünf Minuten kommt Lissa mit einem Berg Klamotten auf mich zu: „Komm mit du musst unbedingt die Sachen probieren, die ich raus gesucht habe.“

„Hab ich den eine Wahl?“, frage ich.
Sie tut so als würde Sie überlegen, bis Sie mit einem grinsen im Gesicht sagt: „Nein hast du nicht!“

Mich meinem Schicksal ergebend folge ich Lissa zu den Umkleiden und fange an ein Stück nach dem anderen zu Probieren. Zuerst fange ich mit den Hosen an, da ich davon wirklich neue brauche. Einige davon passen andere wiederum sind zu groß oder zu klein. Lissa hat mir verschiedene Größen gebracht, da wir nicht genau wussten was ich jetzt eigentlich trage. Früher habe ich eine 38 getragen. Zumindest ist das die Größe, die in meinen alten Sachen steht. Die Hosen, die ich aus dem Stapel ausgesucht habe haben die Größe 34. Ich glaube ich verstehe etwas, warum alle immer so erschrocken geschaut haben, als sie mich gesehen haben. Jedoch kenne ich mich nur so wie ich jetzt aussehe, deswegen stört es mich nicht besonders. Ich fange an die Pullover und T-Shirts zu probieren. Dieses mal ist es schwierig, weil Lissa viele grell bunte Farben herausgesucht hat. Mir allerdings gefällt das nicht besonders. Nachdem ich alles probiert habe geht Lissa schon einmal zur Kasse um zu bezahlen. Langsam gehe ich Ihr nach als ich an einem Ständer vorbei komme. Ich kann nicht anders und bleibe stehen. Hier hängen verschiedene Mäntel. Einer davon ist mir direkt ins Auge gestochen. Ein dunkelbrauner fast schwarzer Staubmantel, welcher bis zu den Knien reicht. Er sieht beinahe genauso aus wie Dimkas Staubmantel. Er hatte seinen Mantel zwar nur ein paar wenige Male getragen und dennoch finde ich, das er unglaublich gut darin aussieht. Ich wende mich von dem Mantel ab und gehe zu Lissa. Da ich selber kaum Geld habe außer das bisschen, was mir meine Mom gegeben hat, hat Sie darauf bestanden alles für mich zu bezahlen. Warum auch immer fühle ich mich nicht gut dabei, deswegen nehme ich wirklich nur das Nötigste. Die wichtigsten Sachen bestehen aktuell aus 4 Hosen, 5 Pullover, 5 T-Shirts, Unterwäsche und eine Jacke für kalte Nächte. Ich hatte eigentlich zunächst weniger genommen, doch auf das eine und andere Kleidungsstück hat Lissa bestanden.

Lissa ist bereits fertig mit bezahlen und gibt mir einen Beutel. In dem Beutel ist ein Teil meiner neuen Garderobe drin. Lissa hat einen Identischen Beutel mit dem zweiten Teil meiner Sachen.

„Rose wir haben nicht mehr viel Zeit aber du musst auf jeden fall noch zum Friseur.“

„Friseur?“, frage ich etwas vorsichtig, da ich nicht weis was das ist.

„Ja. Friseur. Keine Angst das ist nichts schlimmes. Bei einem Friseur werden dir die Haare gemacht.“

„Ok. Geht klar.“ Beim gehen fasse ich mir etwas an die Haare. Sie sind wirklich sehr Trocken. Ich weis nicht ob dieser ‚Friseur‘ das wirklich schafft die wieder in Ordnung zu bringen. Ich mag meine langen Haare sehr, deswegen hoffe ich, dass sie nicht ab müssen.

Der Friseurladen >Century Cut< ist fast leer. Irgendwie haben die Läden in diesem Einkaufszentrum alle komische Namen. Es ist nur noch ein Kunde im Laden, weswegen wir nicht lang warten müssen. Nach ein paar Minuten kommt die Frisösin zu mir.

„Guten Abend . Was kann ich für Sie tun?“

„Ähmm… Äh…“

„Könnten Sie ihr bitte die Haare Waschen, die Spitzen schneiden und Frisieren. Schneiden Sie nur das nötigste ab aber machen Sie einen einfachen Schnitt der leicht zu Frisieren ist. Oh und eine Kopfmassage dazu wäre fabelhaft.“, springt Lissa für mich eine. Ich bin froh, dass Lissa das reden übernimmt, weil ich keine Ahnung habe was ich eigentlich will. Mit dem was Lissa sagt bin ich einverstanden und so gehe ich ohne etwas zu sagen mit der Frau mit. Nach 2 Stunden bin ich fertig. Meine Haare sind noch immer so lang wie zuvor, jedoch liegen sie jetzt in weichen Wellen über meine Schultern.

Leider oder auch zum Glück ist die Zeit vorbei und wir müssen zurück zur Schule fahren. Es ist bereits Spät als wir in den Wald zur Schule einbiegen. Aus irgend einem Grund habe ich ein mulmiges Gefühl. Ich ignoriere es. Bestimmt ist das nur Einbildung.

Auf einmal schlägt etwas gegen die Seite unseres Autos. Lissa neben mir schreit kurz auf. Christian hält Lissa fest und schaut sich wachsam um. Dimitri stoppt sofort das Auto und versteift sich. Auch die anderen Autos vor und hinter unserem bleiben stehen.

„Dimitri! Was war das?“, frage ich.

„Macht euch keine sorgen und bleibt im Auto ich werde nachsehen gehen.“, weicht er meiner frage aus. Mein Bauchgefühl war Richtig. Irgend etwas kann nicht stimmen. Dimitri steigt aus und schließt den Wagen ab. Durch die Windschutzscheibe beobachte ich wie er zu dem Auto vor unserem geht und mit den Wächtern im inneren redet.

Es geht so schnell. Ich kann kaum erkennen was vor sich geht. Alle Wächter, die uns begleiten steigen aus und… kämpfen! Einige Strigoi sind zwischen den Wächtern zu sehen. Ich erkenne sie nur an ihrer bleichen Haut. Es ist in der Dunkelheit kaum auszumachen wer die Oberhand hat. Der Kampf verlagert sich immer weiter weg  von uns. Mein Körper spannt sich an. Er will mit kämpfen. Ich will Dimitri beschützen.

„Lissa bleib hier ich komm gleich wieder.“

„Nein! Rose, geh nicht es ist zu gefährlich und du kannst doch gar nicht kämpfen.“, fleht Lissa mich an.

„Mach dir keine Sorgen ich weis, dass ich helfen kann.“ Ich weis genau wie ich helfen kann, auch wenn ich nicht direkt gegen die Strigoi kämpfe.

Zum Glück kann man ein abgeschlossenes Auto immer noch von innen öffnen um heraus zu kommen. Ich steige ganz vorsichtig aus dem Auto aus und versuche dabei keine Geräusche zu machen, die mich am Ende noch verraten könnten. Vorsichtig schließe ich hinter mir die Autotür wieder. Auf den ersten Blick ist nichts zu sehen aber von weiter vorne höre ich den Kampflärm. Langsam schleiche ich mich nahe an den Autos vorbei immer weiter in Richtung Kampf, bis ich fast alles sehe ohne gesehen zu werden.

Ein Wald. Wächter und Strigoi Kämpfen miteinander. Es sind so viel. Zu viele.
Was war das? Rose, reiß dich zusammen! Ich beobachte das Kampfgeschehen aber es sieht nicht gut aus für uns. Ich sehe… eins … zwei … drei Wächter auf dem Boden liegen vermutlich Tot. Die anderen Kämpfen noch aber die Strigoi gewinnen die Oberhand.

Ich kämpfe. Unerbittlich. Ich bin nicht allein. Neben mir jemand der die Strigoi mit Feuer bekämpft.
Sind das… Erinnerungen? Komm schon! Jetzt nicht!
Ich greife den silber Pflock, den ich unter einem der Autositze gefunden habe fester. Los Rose du schaffst das! Für Dimitri! Für Lissa!
Ich stehe auf. Den Pflock fest in der Hand. Schritt für schritt näher ich mich dem Kampf bleibe aber auf abstand. Es bemerkt mich keiner. Gut.

„Rose! Verschwinde! Lauf weg und bring dich in Sicherheit!“ Verdammt! Dimitri hat mich bemerkt. Jetzt kann ich nicht mehr zurück und ich will es auch gar nicht. Ich will helfen. Es ist meine Pflicht als Wächterin.

Ich bin Lissas Wächterin ich werde Sie immer beschützen.

Denk nicht drüber nach dafür ist später noch genug Zeit.
Ich hebe meine rechte Hand in dem mein Pflock ist.
Alle kämpfen.
Niemand beachtet mich weiter.
Bis auf Dimitri.
Ich schaff das.
LOS!
Der Pflock saust herab.
Ich ritze mir den linken Arm auf.
Blut fließt.
Die Strigoi hören sofort auf zu kämpfen und richten ihre Aufmerksamkeit auf das Blut, das meinen Arm herunter Tropft.
Die Wächter reagieren sofort und töten die Strigoi.
Alle Blicke sind auf mich gerichtet.
Und ich?
Mir wird etwas schwindlig. Die Ränder flackern.
Ich habe mir scheinbar etwas zu tief in den Arm geschnitten.
Ich sehe Dimitri an, der völlig erbleicht ist.
Das Blut fließt immer weiter meinen Arm herunter.
Ich habe es geschafft. Alle sind in Sicherheit.
Das letzte was ich sehe ist, wie Dimitri los rennt.
Alles ist Schwarz.


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Huhu :D
schön das Ihr noch immer weiter lest.
Na was meint Ihr? War es richtig was Rose getan hat oder hätte Sie lieber im Auto bleiben sollen?
Und was denkt Ihr, was Dimitri wohl gedacht hat?

Ich freu mich wie immer über eure Reviews bis bald.

LG VVampireFanRose
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