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Rosen Tanz

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
05.11.2016
18.09.2020
21
24.853
8
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23 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.11.2017 1.932
 
Wie Zoey in Ihrem Reviews so schön ausgedrückt hatt: 'freu freu Hüpf Hüpf freu freu' endlich ist das nächste Kapitel da (o.o).
Vie spaß und wie immer freue ich mich über eure Kommis.

LG VVampireFanRose



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„Was heißt das ich darf nicht zu Ihr?“, wütend starre ich die Ärztin an.
„Beruhigen Sie sich doch bitte erst einmal. Erstens führen wir noch einige Untersuchungen durch. Zweitens ist sie noch nicht bei Bewusstsein und des weiteren wissen wir gar nicht wer sie ist beziehungsweise was mit ihr passiert ist.“

„Ich sage Ihnen jetzt zum hundertsten mal, dass das Rosemary Hathaway ist, welche vor über einem halben Jahr verschwand! Und was mit ihr passiert ist möchte ich ebenfalls gerne erfahren, doch zu vor will ich zu ihr!“

Die Ärztin seufzt und versucht mir, bestimmt zum zehnten mal, zu erklären warum ich nicht zu Rose darf. Wiederwillig wende ich mich nun doch von ihr ab und stampfe den Flur Richtung Wartebereich hinunter. Weg von dem Krankenzimmer. Weg von Rose.
Circa ein Stunde später spähe ich aus einiger Entfernung auf die Tür des Krankenzimmers. Noch ist die Luft rein und keiner beachtet mich weiter. Ohne zu zögern und in dem bestreben so auszusehen, als ob alles in Ordnung wäre gehe ich mit schnellen schritten auf das Krankenzimmer zu. Ich trete ein und schließe ganz vorsichtig die Tür wieder. Eine kurzen Moment bleibe ich stehen und schaue mich aus reiner Wächter Gewohnheit im Zimmer um.  Das Zimmer ist nicht besonders groß. Gleich rechts neben der Zimmertür ist eine weitere Tür welche zu einem kleinen Bad gehört. An der linken Wand sind zwei schmale Schränke. Den Schränken gegenüber stehen zwei Betten. Das vordere Bett ist ordentlich gemacht und mit einer Plane abgedeckt, so dass das Bett nicht einstaubt und jederzeit für den nächsten Patienten bereit ist. In dem hinteren Bett jedoch liegt jemand ganz still da.
Ganz langsam gehe ich auf das hintere Bett zu. Am Fußende bleibe ich stehen und schaue mir die Frau ganz genau an. Ich habe wieder das selbe Gefühl, wie als ich sie auf dem Weg vor der Academy gefunden habe. Gleichzeitig springt mir meine Herz vor Freude aus der Brust und zieht sich schmerzhaft zusammen. Braun Haare, welche stumpf geworden sind liegen neben ihrem Kopf auf dem Kissen. Ein schlanker abgemagerter Körper zeichnet sich unter der dünnen Decke ab. Haut, blasser als die der Moroi, leuchtet im Licht. Doch das Gesicht ist das selbe wie vor über einem halben Jahr.

Ich möchte so gern wissen, was in dem letzten halben Jahr mit ihr passiert ist. Eins ist allerding sicher: sie ist kein Strigoi geworden. Ohne zu laut zu sein nehme ich mir einen der Besucher Stühle, welche in einer Ecke zusammengeklappt stehen. Ich setze mich neben Rose und schaue sie nur an.
Sie ist wieder da.
Sie ist wieder bei mir.
Meine Roza…
Ich merke nur am Rand, dass mir langsam Tränen die Wangen hinunter laufen.

WUMM!!!!
Plötzlich kracht die Tür des Krankenzimmers auf und Lissa steht in ihr. Hinter Lissa kommt eine sehr aufgeregte Krankenschwester ins Zimmer.

„Entschuldigt eu…eure Maj…Majestät aber sie dürfen hier nicht rein!“, stammelt die Schwester.
Ja, Lissa ist vor etwa eineinhalb Monaten zu unserer neuen Königin gekrönt worden. Die alte Königin wollte sich zur Ruhe setzen und fand Lissa als geeignete Kandidatin. Bevor sie jedoch gekrönt wurde mussten erst alle Königlichen Familien dessen zustimmen und einige Prüfungen musste sie ebenfalls bestehen. Und nun ist Lissa mit kaum 18 Jahren eine unserer jüngsten Königinnen.

„Schwester, erstens gehört Rose zu meiner Familie und zweitens bin ich die Königin.“ Durchdringend schaut Lissa die Schwester, welche langsam in sich zusammen sackt an.
„Entschuldigen Sie vielmals.“, mit diesen Worten verschwindet die Krankenschwester.
Nun schaut Lissa mich an. „Dimitri. Ist sie es wirklich?“
„Ja Lissa, sie ist es.“ Kurz nachdem ich Rose auf die Krankenstation gebracht habe, habe ich Lissa eine kurze Nachricht geschickt, dass Rose wieder da ist.
Vorsichtig kommt Lissa näher an Roses Krankenbett. Sobald Rose in Ihr Blickfeld gelangt stockt Sie. In diesem Moment bricht der Damm und Lissa fängt an hemmungslos zu Weinen. Bevor einer der Wächter, welche Lissa begleiten reagieren können bin ich aufgesprungen um Sie festzuhalten, da Ihre Beine beginnen nachzugeben.

Lange Weinen wir zusammen um Rose. In der Zwischenzeit ist es draußen bereits dunkel geworden, so das an der Academy der Tag angebrochen ist.

„Lissa?“, frage ich vorsichtig.

„Ja?“, kommt genauso vorsichtig Ihre Antwort.

„Würdest du bitte bei Rose bleiben? Ich müsste kurz einige dinge klären.“

„Natürlich. Das ist doch selbstverständlich.“, kurz wicht sie sich mit dem Ärmel ihrer Jacke über die Augen. Noch zweimal tief durchatmen und schon sieht sie so aus, als hätte Sie nicht die letzten Stunden geweint.

„Ich bin sofort wieder da.“ Mit diesen worten bin ich auch schon zur Tür hinaus.
Zwei dinge muss ich tun: erstens, muss ich meinen Dienstplan ändern lassen und zweitens muss ich Janine anrufen.
Gerade trete ich aus der Tür der Krankenstation. Einen Moment bleibe ich stehen um zu überlegen, was der kürzeste Weg zum Wächtergebäude ist. Sofort laufe ich quer über den großen Platz um keine Zeit zu verlieren.

Kurz klopfe ich an die Tür des hiesigen Anführers der Wächter.
„Herein!“

„Guten Tag Wächter Anderson.“

„Guten Tag Wächter Belikov. Was kann ich für Sie tun?“ Wächter Anderson ist ein sehr alter grimmiger Wächter, der viel in seinem Leben erlebt hat. Genau so alt wie er ist sieht er auch aus. Graue Haare eine dichter ebenfalls grauer Bart und faltige Haut.

„Ich wollte darum bitten, dass Sie meinen Dienstplan ändern. Ich würde gern die nächste Zeit unsere gefundene Person auf der Krankenstation überwachen. Sollte wiedererwarten doch von Ihr Gefahr ausgehen, wäre ich unverzüglich zur stelle.“

Kurz zieht er für einen Moment seine Augenbraue nach oben, als würde er mir nicht glauben, doch dann sagt er: „Nun gut. Wächter Crow kann Ihren Unterricht übernehmen und für die Wach finde ich auch noch jemanden. Ich gebe Ihnen eine Woche, dann sollten Sie wieder Ihren gewohnten Dienst antreten.“

„Danke Wächter Anderson."

Mit einer kurzen Handbewegung bedeutet er mir, dass ich gehen kann und schon bin ich zur Tür raus. Ich gehe aus dem Wächtergebäude heraus und biege gleich nach rechts ab um in das kleine Waldstück hinter dem Wächter Gebäude zu kommen. Jetzt kommt der schwerste Moment für mich. Ich muss Janine Heathaway anrufen.
Ich wähle ihre Nummer und atme noch einmal  tief durch, bevor ich auf den grünen Hörer drücke. Ich höre es wählen und dann das tuten, welches mir zeigt, dass die Leitung frei ist.
„Heathaway?“, kommt es aus dem Hörer.
„Wächter Belikov hier.“
„Was gibt es Wächter Belikov?“
„Wächterin Heathaway bitte suchen Sie sich einen ruhigen Platz und setzen Sie sich hin.“, sagte ich, da ich aus dem Hintergrund Stimmen höre.
„Ok ich bin alleine. Was ist nun?“
„Ich habe Rose Gefunden.“

„Janine? Sind Sie noch dran?“
„J..ja. Was ist mit Ihr?“
„Ihr geht es soweit gut. Sie ist aktuell nicht bei Bewusstsein, weswegen wir noch nicht wissen was mit ihr geschehen ist.“ Ich bleibe bewusst ruhig und sage nicht zu viel, da sie sich sonst zu sehr erschrecken könnte. Allein die Nachricht, dass Rose wieder da ist, ist bereits ein großer schock.
„Oh Gott… Wächter Belikov ich muss noch einiges klären und in zwei Tage werde ich da sein. Schicken Sie mir bitte alle Informationen, welche ich brauche.“
„In Ordnung. Bis in zwei Tagen.“
„Tschüss.“, damit war die Leitung Tot.
Ich Tippe auf dem Rückweg zur Krankenstation die Mail für Janine wo alle Informationen enthalten sind, welche sie benötigt um her zu kommen. Als ich die Krankenstation erreicht habe und in Roses Zimmergehe, sitzt Lissa neben ihr und redet leise auf sie ein. Zuerst denke ich, dass Rose aufgewacht ist. Doch auf den zweiten Blick sehe ich, dass Sie noch immer so da liegt wie zuvor.

„Lissa?“
„Oh! Dimitri du bist ja schon zurück. Hast du alles geklärt?“
„Ja ich habe alles erledigt, was ich wollte. Janine wird wahrscheinlich in 1-2 Tagen hier sein.“
„Gut sie sollte auf jeden fall herkommen. Dimitri? Würdest du dich bitte hersetzen ich muss mich ein wenig ausruhen.“
„Natürlich Lissa. Ich werde nicht von ihrer Seite weichen.“
„Danke. Ach und die Schwester kam  kurz rein und sagte zu mir: Wenn wir ein wenig mit Rose reden, dann kann es sein, dass Sie uns hört und weis das sie in Sicherheit ist. Dadurch könnte sich ihre Genesung beschleunigen.“
„Ok. Geh dich ruhig ausruhen und mach dir keine sorgen.“

Lissa wirft noch einen kurzen Blick auf Rose und geht dann aus dem Zimmer. Ich setze mich an die selbe stelle, wo zuvor Lissa saß und nehme Roses Hand.
Leise fange ich an zu sprechen: „Hallo Rose. Ich weis nicht, ob du mich hören kannst und ob das überhaupt etwas bringt aber ich möchte es gerne glauben. Ich danke allen Mächten auf erden, dass du wieder zu mir zurück gekehrt bis. Rose, ich liebe dich! Ich weis, dass ich das erst sehr spät akzeptiert habe. Ich bereue es nicht mehr Zeit mit dir gehabt zu haben. Hätte ich geahnt, dass wir so wenig Zeit haben würden hätte ich vieles anders gemacht. Du wirst nicht glauben wie am Boden zerstört ich war, als du nicht zurück kamst. Vielleicht bist du wütend auf mich. Vielleicht kannst du mir aber auch verzeihen. Als du verschwunden bist gab es die Möglichkeit, dass du tot oder ein Strigoi bist. Ich wollte es nicht wahr haben und die Vorstellung, dass du ein Strigoi wärst konnte ich nicht ertragen. Ich muss gestehen, das ich deinem Wunsch, nicht als Strigoi zu leben, nicht nach kommen konnte. Auch nur der Gedanke daran dich zu töten bereitete mir die größte Qual. Also habe ich beschlossen zu glauben du wärst bereits tot. Ich bin nicht auf die suche nach dir gegangen und habe versucht ein neues leben zu beginnen. Es tut mir so unendlich leid. Hätte ich auch nur geahnt, dass du noch am leben bist wäre ich um die ganze Welt gereist um dich zu finden. Rose ich liebe dich so sehr! Bitte wach doch auf. Bitte!“ Ich spreche alles aus, was mir auf dem Herzen liegt und fange dabei erneut an zu Weinen. So sitze ich noch sehr lange bei ihr und rede immer weiter.

Ich weis nicht, wie spät es ist. Ich muss eingeschlafen sein, denn ich liege mit meinem Oberkörper halb auf dem Krankenbett und halte noch immer Roses Hand. Ich werfe einen Blick aus dem Fenster und merke, dass es bereits Hell geworden ist. Ich muss wohl doch länger geschlafen haben als gedacht.
Doch Moment! Irgendetwas war gewesen, weswegen ich aufgewacht bin. Zunächst schaue ich mich im Zimmer um, doch nichts hat sich verändert. Danach wandert mein Blick zu Rose, doch auch sie liegt unverändert da. Da ich nicht erkennen kann was mich gewägt hat lege ich mich wieder wie zuvor hin und schließe die Augen.
Auf einmal geht ein zucken durch Roses Körper. Ich schrecke auf und schaue Rose ganz genau an. Unverändert.  Ich bin mir aber sicher, dass ich es gespürt habe. Nur ein winziger Moment, da ich sie jedoch aufmerksam beobachte sehe ich, dass ihre Augen flattern. Ich glaube sie kommt gerade zu sich. Bitte Rose mach die Augen auf! Noch ein zucken und Augenflattern dieses mal jedoch deutlicher. Ihre Hand, welche ich nicht umklammert halte öffnet und schließt sich. Langsam und bedächtig gehen ihre Augen auf.

„Roza! Ich bin so froh, dass du endlich aufwachst. Ich habe mir solche sorgen gemacht. Rose. Meine Roza.“

Ein paar mal öffnet und schließt sie ihren Mund ohne, dass ein laut heraus kommt. Doch dann: „W..W…Wer b…bist du?“
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