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Rosen Tanz

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
05.11.2016
18.09.2020
21
24.853
8
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08.04.2017 1.349
 
„Dürfte ich fragen wer Sie sind?“, sagte der Moroi selbstgefällig. Damit hat sich meine Meinung über Ihn gefestigt. Er ist ganz eindeutig einer jener Moroi, welche glauben Sie könnten mit einem Dhampir machen was Sie wollen, da Dampire weniger wert sind als Moroi.

„Mein Name ist Wächter Belikov. Ich werde nicht weiter stören aber Victoria wird Sie jetzt verlassen müssen.“

„Was machst du hier?“, zischt Victoria.

„Wie ich bereits sagte: ich hohle dich“, antworte ich ihr ruhig, doch innerlich koche ich vor Wut.

„Hey Schnukelchen. Wie sieht‘s aus? Gehen wir noch woanders hin? Hier hat man ja keine Ruhe!“

„Aber natürlich Liebster. Lass uns gehen.“ Mit einem strahlenden lächeln, wendet sich Victoria von mir ab und zu dem Moroi hin. Das kann ich nicht zulassen. Ich bin mir im klaren, dass Sie mich dafür die nächsten paar Wochen hassen wird aber, dass ist es mir wert.

Ich schnappe mir Ihre Jacke und packe Sie am Arm. Ohne ein weiteres Wort bewege ich mich Richtung Ausgang, um Sie nach Hause zu bringen. Natürliche wehrt Sie sich, doch erst als mir die frische Nachtluft ins Gesicht weht lockere ich meinen Griff. Sofort versucht Sie wieder zurück zu gehen. „Victoria Stopp!“
Wiederwillig bleibt Sie stehen aber Sie dreht sich nicht zu mir um. „Weist du warum ich das getan habe?“, frage ich ruhig.

„Weil … du mich nicht kennst und deswegen nicht verstehst, warum ich das mache!“

„Vielleicht stimmt das sogar. Wir wissen doch beide, dass es im Moment nichts bringt über dieses Thema zu streiten. Der Grund ist eigentlich, dass ich nicht möchte, dass du den selben Fehler wie  deine Schwester machst. Und wenn du mir nicht glaubst, dann warte ab und ich werde es dir zeigen.“

„Ich glaube dir wirklich nicht. Und was soll das bitte  sein, was du mir zeigen willst?“

„Etwas, was ich beobachtet habe, als ich dir gefolgt bin.“ Wir warten ca. 10 Minuten vor der Bar. Es ist noch frisch in der Nacht, doch bald kommt der Sommer und es wird wieder warm. „Es ist soweit.“

Langsam gehen wir zurück zur Bar. Victoria sagt nichts und außer, dass Sie hinter mir bleiben soll, sage ich ebenfalls nichts. Wir betreten erneut die Bar. Nach einem kurzen blick sehe ich den Moroi. Er sitzt immer noch an dem selben Tisch. Nur jetzt sitzt da eine Rothaarige Frau Ihm gegenüber, mit welcher er sehr deutlich Flirtet.
Ich drehe mich zu meiner Schwester um und sage: „Schau jetzt mal zu dem Tisch rüber an dem du noch vor kurzem saßt. Aber du bleibst hier und gehst nicht hin. Verstanden?“

„Ja ja, schon klar.“

Ich sehe, wie Sie langsam rüber schaut und sich ihre Gesichtszüge verändern. Zuerst war Sie noch von mir genervt, doch langsam zeigt sich entsetzen in Ihrer Miene. In Ihren Augen lodert der hass auf doch auch eine einzelne Träne löst sich aus dem Augenwinkel. Da ich Ihr sagte, dass sie nicht zu Ihm gehen soll bleibt Sie bei mir stehen. Es fällt Ihr jedoch offensichtlich sehr schwer es nicht zu tun. „Lass uns gehen“
Mit einer schnellen Umdrehung stürzt Sie in Richtung Ausgang, um so schnell wie möglich hier zu verschwinden. Dank meines Training habe ich sie schnell vor der Bar eingeholt. Jedoch bleibt Sie keine Sekunde stehen, sondern läuft geradewegs nach Hause. Ich bin erstaunt, wie gefasst Sie den ganzen weg bis nach Hause ist. Ich habe im Moment nicht das Bedürfnis mit Ihr über das geschehene zu reden und Victoria sagt auch nichts.
Wir kommen in unserem Haus und Victoria stürmt direkt die Treppe nach oben in Ihr Zimmer. Das letzte, was ich höre ist, wie eine Tür ins Schloss knallt.
Da ich mich selbst erst einmal beruhigen muss, gehe ich in die Stube und setzte mich mit einem meiner Westernromane auf das Sofa. Wenn ich lese vergesse ich die Außenwelt und kann zumindest für kurze Zeit fliehen. Leider kommt gerade jetzt meine Mutter herein und setzt sich mir gegenüber.

„Hallo Mom. Was machst du den noch hier ich dachte du schläfst schon lange es ist doch mitten in der Nacht?“

„Ich konnte nicht gut schlafen. Gerade habe ich gehört wie du und Victoria ins Haus gekommen seid. Deswegen möchte ich noch mit dir Reden. Ich weis schon länger, dass deine Schwester oft Nachts aus geht. Ich habe Sie bisher nicht darauf angesprochen, da ich mir sicher war, dass Sie trotz meiner Worte weiter machen würde. Deswegen bin ich froh, dass du ihr gefolgt bist. Du bist der einzige auf den Sie hört.“

„Mom ich weis nicht so recht, ob du da nicht etwas zu viel Vertrauen in mich setzt. Vielleicht hört Sie auf mich vielleicht wird Sie aber auch die nächsten Wochen sauer auf mich sein und dennoch weiter machen wie bisher.“

„Wahrscheinlich hast du recht. Ich weis nicht was ich tun soll. Vielleicht, wenn Victoria etwas Abstand von allem bekommt könnte Sie etwas klarer sehen.“

„Das ist gar keine so schlechte Idee würde ich meinen. Abstand ist gut, so kann Sie versuchen heraus zu finden, was Ihr Ziel ist. An was gast du da genau gedacht.“

„Ich dachte daran, dass du Sie mit nach Rumänien nehmen könntest.“

Kurz bin ich geschockt und auch meinem Gesicht sieht man das an. Damit habe ich ja nun gar nicht gerechnet. Schnell setzte ich meine unbewegte Wächtermiene auf und überlege noch einmal genau nach. Ich habe eher damit gerechnet, dass meine Mutter es lieber hätte, wenn Victoria in der nähe bleibt. So nah, dass Sie in den Ferien herkommen kann aber dich so weit, dass Sie nicht jeden freien Tag hier verbringen kann. Wenn Victoria mit nach Rumänien kommt wird Sie vielleicht ein maximal zwei mal im Jahr nach Hause kommen können. So sage ich es auch noch einmal meiner Mutter, dich genau dass hat Sie damit beabsichtigt.

„Nun gut wenn du es so möchtest, dann ist das in Ordnung für mich. Aber du musst es Ihr sagen.“

„Gut, aber nicht mehr Heute es ist schon spät. Gute Nacht.“

„Gute Nacht.“


Schon zeitig bin ich aus dem Haus gegangen um Laufen zu gehen. Gerade komme ich zurück. Ohne auch nur die Haustür zu öffnen höre ich schon den Streit, welcher im inneren tobt. Ich bleibe lieber noch ein wenig draußen, bis sich alles ein wenig beruhigt hat.
Ich laufe noch einmal einige Plätze in Baja ab, bis zwei Stunden vergangen sind. Schon in ein paar Tage geht es los nach Rumänien.
Als ich wider am Haus bin höre ich kaum noch Geräusche heraus dringen. >Hoffentlich ist Victoria, wegen Rumänien, nicht mit einer Axt durchs Haus gestürmt und hat alles zerhackt, was Ihr in den weg kam<, denke ich scherzhaft.
Ich ins Haus trete ist auf dem ersten Blick alles unverändert. Gut keine Axt also. Ich höre wie meine Mutter in der Küche Frühstück macht und gehe als erstes zu Ihr.

„Hey Mom. Ist alles in Ordnung?“

„Ja, mach dir keine Sorgen. Ich habe mit Victoria geredet und Sie fand den Plan natürlich nicht gut. Aber seis drum es wir so gemacht. Es ist das Beste.“

„Alles wird gut.“ Darauf hin gehe ich erst einmal Duschen, da ich vom laufen noch sehr verschwitzt bin. Sobald ich fertig bin mit Duschen setzte ich mich mit einem meiner Romane in mein Zimmer und lese noch ein bisschen. Es Klopft.
„Herein!“
Es ist Victoria. Sie stellt sich mitten ins Zimmer und schaute mich Böse an. Mit unbewegter Miene schaue ich zurück und warte darauf, dass Sie etwas sagt.

Ein paar Minuten vergehen, bis Sie anfängt zu reden: „Ich habe eine Bedingung, damit ich ohne Wiederstand mit komme.“

„Und die wäre?“

„Ich möchte, dass du mich trainierst.“

„Das werde ich, da ich an der Academy als Lehrer arbeite und auch deine Klasse Unterrichten werde.“

„Nein, dass habe ich nicht gemeint. Ich möchte, dass du mich alleine trainierst. So, wie du von Rosemary Hathaway erzählt hast.“

„Bist du dir da wirklich sicher? Nur weil du meine Schwester bist werde ich dich nicht mit Samthandschuhen anfassen.“

„Ich bin mir sicher. Es muss doch zumindest ein Vorteile haben einen herausragenden Wächter als Bruder zu haben.“ Damit ist Sie auch schon verschwunden.
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