Harmionische Ereignisse (OneShot Sammlung)

von Hedwig93
OneshotDrama, Romanze / P12
05.11.2016
31.05.2017
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Anfang 6. Schuljahr
Liebe, Drama

„Herzlich willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts. Wir wollen keine Zeit verlieren und daher beginnen wir mit Verwandlung“, sprach Professor McGonagall. Keiner der Schüler wagte es sie zu unterbrechen, da jeder merkte, dass diese kurze Pause auf keinen Fall unterbrochen werden darf. „In diesem Jahr soll es eine Art Tutoren-Programm geben. Die Hauslehrer geben ausgewählten Schülern die Möglichkeit, gegen Vergünstigungen und ein Taschengeld, anderen jüngeren Schülern Hilfe zu geben. Es wird praktische und theoretische Stunden geben, die Zentral festgelegt werden. Die Inhalte richten sich nach den Teilnehmern. Die Teilnahme ist freiwillig und jeder ausgewählte Schüler wird maximal 5 andere Schüler gleichzeitig betreuen.“

Ein Raunen ging durch die Menge, dass selbst McGonagall nicht verhindern konnte. Ein solches Konzept hatte es in Hogwarts noch nicht gegeben. „Ruhe! Die Ausgewählten Schüler meines Hauses sind: Miss Granger, Mr. Potter und Miss Brown, sowie Mr. Weasley“, erklärte die Hauslehrerin von Gryffindor.

„Entschuldigung, Professor?“, fragte Harry Potter vorsichtig, der noch dachte, er solle in Verwandlung Nachhilfe geben.
„Ja, Mr. Potter?“
„In welchen Fächern sollen wir denn diese Tutorien geben?“, fragte Harry.
„Habe ich das nicht erwähnt? Miss Granger wird Verwandlung übernehmen. Miss Brown wird Wahrsagen übernehmen. Wobei wir hier nicht sicher sind, ob es da einen Bedarf gibt“, erklärte McGonagall und das grinsen aus Lavenders Gesicht verschwand kurz.
‚Die gehört also auch zu denen, die Wahrsagen verabscheuen‘, dachte Lavender etwas traurig.

„Mr. Potter wird Verteidigung gegen die Dunklen Künste übernehmen und Mr. Weasley wird das Fliegertraining übernehmen. Es zeigte sich, dass die ersten bis dritten Klassen immer noch nicht gut fliegen können und den Interessierten soll so etwas Hilfe gegeben werden.“ Harry war nun beruhigter und freute sich auch schon darauf, da er im letzten Schuljahr bereits in der DA Erfahrung sammeln konnte. „Alles weitere wird Ihnen per Post zugehen, was sie an Informationen benötigen. Die Einteilung der Teilnehmer übernehmen die Hauslehrer, damit eine Gleichverteilung möglich ist.“      

Ron musste natürlich draußen seine Stunden geben, da es zum Fliegen nur die Praxisstunden gab. Harry und Hermine teilten sich einen Raum im 6. Stock und betreuten dort ihre Schützlinge.
„Genau so, Miranda. Um eine sich bewegende Katze zu zaubern musst du dir nun noch zusätzlich die Bewegung und das Verhalten einer Katze vorstellen“, lobte Hermine und ging zurück zu ihrem Pult. Harry, der gerade den Schildzauber gezeigt hatte, ging auch zum Pult zurück, das sich beide teilen mussten.

„Und, Hermine? Was machen deine Korrekturen?“, fragte Harry, der merkte, dass Hermine einen Aufsatz korrigierte.
„Es geht. Manchmal ist die Schrift echt grauenhaft“, grinste sie.
„Ach? Du kennst doch meine, also kannst du alles lesen.“
„Und was machst du da?“, fragte Hermine, die dem Blick von Harry gefolgt war.
„Ich lese ein Buch über Hexen und ihr Verhalten. Woran man erkennt, ob eine Hexe in einen Verliebt ist, soll dieses Buch einem offenbaren.“
„Du lügst. So was hast du doch gar nicht nötig.“
„Ich lüg' doch nicht“, entrüstete sich Harry.
„Oh doch, Harry James Potter. Das ist ein Quidditchmagazin.“
„Du hast ja recht, aber dein Blick beim Erwähnen dieses Buches war zu süß. Das hat sich gelohnt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob du nicht noch toller aussiehst, wenn du wütend wirst“, grinste Harry schelmisch. All dieses geflirte war den anderen Schülern natürlich nicht entgangen. Viele Wetten wurden nach dem Tutorium erhöht.


***



Es war ein normaler Herbsttag in Hogwarts und das Wochenende mit einem Hogmeadeausflug stand kurz bevor. Alle Schüler waren schon ganz wild darauf, da das Wochenende eines der letzten sonnigen im Oktober sein sollte. Jeder freute sich auf Spaziergänge und Leckereien aus dem Honigtopf. Gleichzeitig gab es aber auch eine sehr seltsame Stimmung im Schloss. Alle hatten es bemerkt, Lehrer und natürlich auch die Schüler. Die ganze Schule rätselte, was mit Hermine und Harry los war. Man sah Harry seit einer Woche kaum und Hermine wurde immer trauriger. Keiner wusste, dass Harry mit Dumbledore nach weiteren wichtigen Erinnerungen an und über Voldemort suchte.

Als Harry am Samstag morgen in Richtung Schlossportal schlenderte, da Dumbledore gleich in sein Büro apparierte, waren die andern Schüler schon mit der Abmeldung für Hogsmeade beschäftigt. Alle, bis auf eine Schülerin mit nicht mehr so buschigen braunen Haaren. Harry wusste gar nicht, wie ihm geschah. Hermine löste sich aus der Menge und rannte auf ihn zu. „Du Arsch, wie konntest du nur? Flirtest mit mir und tust so, als ob du Interesse hast und plötzlich passiert einfach gar nichts mehr. Du verschwindest und interessierst dich gar nicht mehr für mich“, und bei jedem Wort trommelte, schlug und holte Hermine aus, um Harry zu erwischen. Harrys Sucher-Talent sei Dank, packte er Hermine und zog sie in einen kleine Seitenbereich des Hofs.

„Was fällt dir ein, Harry James Potter. Lass mich sofort los. Ich bin fertig mit...“, und Hermine verstummte. Harry wusste sich kein anderes Mittel, als der Liebe seines Lebens die eigenen Lippen auf die Ihren zu pressen und sie zu küssen. Zuerst fühlte es sich für beide seltsam an, immerhin waren sie so lange beste Freunde gewesen. Hermine hatte weit geöffnete Augen vor Schreck. Schnell erwachte sie aus ihrer Schockstarre und erwiderte den Kuss. Weiche weibliche Lippen und Harrys Lippen, die an diesen saugten und knabberten. Hermine stellte sich auf Zehenspitzen und Harry zog sie noch mehr an sich heran. Hermine entfuhr ein kurzes Seufzen und auch Harry atmete in den Kuss hinein.

Beide bemerkten gar nicht, wie sie beide immer weiter nach hinten schritten und sich schließlich an der Mauer des kleinen Nebenraums des Hofs befanden. Harry drückte Hermine liebevoll noch etwas weiter an die Wand. Sein rechtes Bein bahnte sich den Weg zwischen Hermines Schenkel. Gleichzeitig fanden Hermines Hände Harrys Haare und vergriffen sich in ihnen.

Ein Außenstehender hätte erkannt, dass die beiden sich nicht mehr lange durch Küsse liebkosen können. Schwer atmend trennten sie sich unwillig von einander. „Wow“, sagten beide gleichzeitig und mussten erst wieder fünf Atemzüge nehmen, bevor Hermine zu sprechen begann.
„Machst du das immer, wenn du einer Diskusion entgehen willst“, fragte Hermine und grinste ihren besten Freund schelmisch an.
„Aber selbstverständlich tue ich das. Noch nichts davon gehört? Man nennt mich auch den Diskusionsküsser. Klappt übrigens auch bei Streits“, lachte Harry und bekam zum Lohn einen typischen Schlag an den linken Oberarm von Hermine.

„Sehr witzig! Ich meine das ernst, was ich vorher gesagt habe. Warum hast du dich so verhalten. Und warum hast du nun plötzlich so reagiert? Ich meine, es ist nicht so, dass es mir nicht gefallen hat, aber was sind wir nun?“, fragte Hermine sehr schnell, wie immer, wenn sie aufgeregt war.

„Du kennst mich doch! Nein, ich küsse nicht, um Mädchen zum Schweigen zu bringen. Und was das andere angeht...ich habe mit dir geflirtet...ich wollte mehr, doch habe ich mich nicht getraut“, erklärte Harry und blickte Hermine direkt in die Augen. ‚Mein Gott, wie sehr ich mich immer in seinen Augen verlieren kann', dachte Hermine, bevor sie sprach:

„Ich verstehe. Du bekämpfst Drachen und Voldemort aber deiner besten Freundin kannst du nicht sagen, dass du sie mehr als freundschaftlich magst?“
„Du bist so hübsch, intelligent und loyal. Ich wusste nicht, dass du auch so empfindest und wollte dich nicht in eine seltsame Situation bringen. Weißt du, ich habe dir so lange sagen wollen, dass ich dich liebe“, erklärte Harry unsicher. „Ja, du hast richtig gehört. Ich liebe dich, Hermine Jean Granger. Ich weiß es sicher seit fast einem Jahr. Ich habe erst gedacht, dass es innige Freundschaft ist, aber so ist es nicht. Jedenfalls nicht von meiner Seite aus“, machte Harry Hermine eine Liebeserklärung, die mit einem leidenschaftlichen Kuss belohnt wurde.
„Darf ich dem zweiten Kuss entnehmen, dass du es ähnlich siehst?“, fragte Harry, der nun Nägel mit Köpfen machen wollte.
„Natürlich! Ich liebe dich schon so lange.“

Dieses Mal war es Harry, der Hermines Aussage mit einem Kuss belohnte. Dieser Kuss war noch intensiver und machte beide sprachlos, was aber vermutlich eher daran lag, dass ihnen die Luft fehlte, denn wann war Hermine schon Sprachlos?
„Und auf die Frage...“, Harry atmete zwei mal ein, „...was wir nun sind, muss ich dir wohl erst noch eine Frage stellen. Willst du meine Freundin sein? Meine Partnerin?“, fragte Harry und wurde von einer lächelnden Hemrine angestarrt.

„Was? Ich weiß nicht, wie Mann das Fragt. Ich weiß nur, dass ich es offiziell fragen will und mir eine Antwort erhoffe. Ich meine, ich liebe dich und wünsche mir nichts mehr, als dass du meine Freundin sein willst. Willst du denn?“, fragte Harry.
„Aber natürlich will ich. Nichts lieber als das. Ich liebe dich auch.“

Hermine und Harry hatten sich schnell wieder gefangen und gingen zur Abmeldung für den Hogsmeadeausflug. Harrys Haare waren zerzaust, aber da das normal war, viel das wenig mehr nicht auf. Hermine hatte ihren Mantel bereits geglättet und somit konnte keiner der anderen Schüler irgendetwas erahnen.

Wenige Minuten später waren Hermine und Hermine auf dem Weg ins Dorf. Hermine hatte sich bei Harry untergehakt und so schlenderten sie bei strahlendem Sonnenschein.
„Wir sind echt zwei, oder? Erst brauchen wir so lange, bis wir zusammen kommen und dann sagen wir uns, dass wir uns lieben, noch bevor wir ein einziges Date hatten“, durchbrach Hermine plötzlich die Stille.
„Naja, wir kennen uns lange und es fühlt sich verdammt richtig an. Was für uns in Ordnung ist, ist gut. Alles andere oder, wie es bei anderen normalerweise abläuft, ist doch egal, oder?“, fragte Harry.
„Du hast vollkommen recht“, und Hermine drehte sich etwas mehr zu Harry und küsste ihn auf den Mund.  

Hinter ihnen liefen unbemerkt Fred und George, die ihre Geschwister in Hogsmeade überraschen wollten. Sie rieben sich die Hände, denn die Wettverwaltung von Hogswarts lag immer noch bei ihnen.
„Haben wir es nicht gewusst, Fred? Da werden wir nun reichlich Gold machen“, flüsterte George.
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