Wahre Familie

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Casey McDonald Derek Venturi OC (Own Character)
04.11.2016
09.02.2020
12
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04.11.2016 1.371
 
Für diese Fanfiktion leihe ich mir die Figuren aus den Serien Mensch, Derek! und ReGenesis. Mir gehört bis auf einige OC (eigene Charakter) nichts aus den Serien. Ich verdiene mit dieser Geschichte nichts, sondern schreibe nur zur Unterhaltung.
Der Film Ferien mit Derek war meiner Meinung nach nicht genug. Diese Story spielt nach dem Film und schließt direkt an.

1. De-rek!!!

Die MacDonald/Venturi – Familie hat die Zeit am See bei Großmutter Felicia sehr genossen. Die Ferienanlage war gerettet und sie hatten beschlossen, nächsten Sommer wieder dorthin zu fahren. Wie man es von Derek nicht anders erwartet hatte, war aus Roxy und ihm nichts geworden. Auch Casey und Jesse gingen wieder getrennte Wege. Aber niemand war irgendwie unglücklich. Das Leben ist lang und die Suche nach einem Seelenverwandten war nun mal nicht so einfach wie das Spiel „Wo ist Waldo?“
Der Sommer war noch nicht zu Ende und obwohl die ganze Familie wieder im Haus war, hatte sich einiges verändert. Während Edwin und Lizzie zur High School gingen, besuchte Marti nun die 1. Klasse und George und Nora waren neben ihren Jobs noch mit dem neusten Familienmitglied Baby Simon beschäftigt.
Jedoch würde sich wohl eine Sache niemals ändern: Der Rivalen-Kampf zwischen Casey und Derek. In dieser Hinsicht wollten die beiden 17-Jährigen wohl gar nicht erwachsen werden.

An einem Morgen hallte ein bekannter Schrei durch die Flure: „DE-REK!“
Die große Tochter kam in ihrem Morgenmantel aus dem Bad und ihre Haare waren total blau.
Die Türen der Anderen öffneten sich und sie alle sahen was der Älteste angestellt hatte: Blaubeer-Gelee in Caseys Shampoo. Nur er selbst kam nicht dazu. Er wusste, warum seine Stiefschwester schrie.
Casey hämmerte an Dereks Tür und brüllte: „Mach sofort auf, du fieser Psychopath!“
Glücklicherweise bekamen die Eltern und Simon von dem Lärm nichts mit, da deren Schlafzimmer ja im Keller war.
Der Venturi-Sohn öffnete genervt die Tür. Seine Haare verstrubbelt, eine Jogginghose und nackter Oberkörper. Die Teenager musterten einander und Derek lachte: „Wow Casey! So früh schon blau? Hätte ich dir nie zugetraut. Aber du solltest dich morgens trotzdem zurückhalten.“
Das Mädchen schubste ihn in sein Zimmer zurück und trat mit giftigem Blick über die Schwelle. „Halt die Klappe, du Spinner!“ und damit schloss sie die Zimmertür hinter sich. Der Streit sollte ihre Eltern und das Baby nicht wecken.
Die Jüngeren kamen näher und horchten, was die Beiden sich jetzt wieder an die Köpfe werfen würden.
„Case, komm runter! Solange dir nichts wehtut, oder ich dich dauerhaft verunstaltet habe, kannst du dich wohl kaum beschweren, oder nicht?“ versuchte der Braunhaarige sich zu retten.
Die MacDonald-Tochter verzog keine Miene, wischte sich mit der Hand über den Kopf und klatschte ihrem Stiefbruder das Gelee ins Gesicht.
Derek sah sie etwas verwundert an, während ihm der blaue Glibber den Körper runterlief.
Casey lief ein paar Schritte durch das Zimmer und sagte zwar leiser, aber immer noch erkennbar wütend: „Weißt du Derek, mir ist mittlerweile klar, dass du ein Sozialfall mit Peter Pan-Komplex bist. Allerdings versteh ich wirklich nicht, warum du mit deinem Leben nicht was Sinnvolles anfängst, statt immer nur mir auf die Nerven zu gehen.“ Derek sah sie zwar anfangs noch grinsend an, doch dieses verschwand ganz langsam aus seinem Gesicht. Er antwortete ihr: „Casey, wenigstens kann ich mich amüsieren. Was ist mit dir? Willst du nicht, oder kannst du nicht? Versuch doch mal über dich selbst zu lachen. Hast du kein Kind in dir, das mal raus will?“
Sie schüttelte ungläubig den Kopf und meinte: „In all den Jahren, die ich dich kenne hab ich immer mehr Talent in dir erkannt. Aber du machst nichts daraus, sondern versuchst nur mich auf die Palme zu bringen. Und hiermit sage ich dir das Eine: Die Genugtuung mich aufzuregen, tu ich dir jetzt nicht mehr. Mach was du willst, aber denk dran, dass du nur noch armselig bist.

Werd erwachsen, Derek!“

Damit verließ Casey den Raum, ging an den Jüngeren vorbei und ins Bad zurück. Sie zog sich aus und duschte sich nochmals ab.
Ihr älterer Stiefbruder hatte sonst nie viel auf ihr Geplapper gegeben, doch irgendwas war diesmal anders. Er fragte sich in Gedanken: „Was meint sie damit? Bin ich wirklich so schlimm?“
Der junge Mann wusste nicht woran er war. Er zog sich an, nahm sich noch seine schwarze Lederjacke und verließ das Haus. Er brauchte einfach frische Luft.

Oben im Flur standen immer noch Edwin, Lizzie und Marti. Der Schwarzhaarige fragte in die Runde: „War das schon alles? Ich hatte die übliche Schlacht zwischen den Beiden erwartet.“ Marti war genauso ratlos und gab zurück: „Ich weiß es nicht. Wirklich nicht."
Die blondgefärbte Lizzie wollte auch was sagen und riet: „Kann es sein, dass Casey einen Nerv getroffen hat. Irgendwas muss sie gesagt haben, was Derek zu schaffen macht.“
Im Moment hatten sie keine Ahnung. Also gingen sie in ihre Zimmer und zogen sich auch an.

Casey trat währenddessen aus der Dusche, schlang sich ein Handtuch um ihren Körper, stylte ihre Haare und begann sich zu schminken.
Sie überlegte dabei, ob ihr Auftritt in Dereks Zimmer irgendwas bewirken würde. Sie verwarf den Gedanken sofort wieder. Ihr Stiefbruder war absolut unbelehrbar. Die Braunhaarige freute sich schon wenn sie zurück auf der Universität war. Derek ging zwar auf dieselbe Uni, aber dort konnten sie einander aus dem Weg gehen.
Nach etwa 15 Minuten hatte sie ihr Werk vollendet und lächelte ihr Spiegelbild an.
„Perfekt, Lady!“ bestätigte sie sich selbst und schritt aus dem Bad in ihr Zimmer, um sich in ihre Klamotten zu werfen.
Sie entschied sich für ein pinkes Top und eine schlichte blaue Jeans. Als Casey in die Küche kam entdeckte sie ihren Stiefvater George lehnend an der Kücheninsel. Er hielt das Telefon am Ohr und sein Gesicht strahlte Unbehagen aus.
Als er das Mädchen sah, begann er schnell zu lächeln, verabschiedete sich von seinem Gesprächspartner und legte auf.
„Guten Morgen Casey! Hast du gut geschlafen?“ fragte er seine Stieftochter.
Hi George, ja ganz gut. Du auch?“ gab sie zurück.
„Ebenso! Sag mal, hattest du wieder Streit mit Derek? Er hat vorhin überstürzt das Haus verlassen.“ wollte der Hausherr wissen.
Die Braunhaarige nahm sich eine Orange, setzte sich an die Kücheninsel und schälte die Frucht. „Er hat sich an meinem Shampoo zu schaffen gemacht und da bin ich einfach laut geworden.“ erklärte die 17-jährige. „Und als ich fertig war, ist er gegangen.“ Während sie sprach, kam ihr die Situation doch seltsam vor. Ihr Stiefbruder hatte vorher noch nie klein beigegeben.
Sie sah George an, dieser zuckte mit den Schultern und holte sich eine Tasse Kaffee.
Casey schob sich die Orangenstücke in den Mund und überlegte, warum Derek sich nicht gewehrt oder seine Witze gemacht hatte.
Der Familienvater wank ihr zu und ging dann mit einer weiteren Tasse für Nora in den Keller zurück.
Das Mädchen stand nach dem kleinen Frühstück auf und ging zum Fenster. Derek war noch nicht wieder da und sein Auto war ebenfalls weg. Sie fragte sich was wohl mit dem Älteren los war und lief dann die Treppen wieder hoch in ihr Zimmer.

Derek fuhr ziellos umher und ärgerte sich über Caseys Spießigkeit. Ihr fehlte wohl irgendein Gen das für Spaß zuständig war. Selbst Lizzie und Nora hatten hin und wieder etwas für seine Späße übrig. Warum sie nicht?
Irgendwann fand er sich vor seiner alten High School und erinnerte sich an die vergangene Zeit. Die ganzen Veranstaltungen, seine
Eishockey-Spiele, die Schulbälle, die Freizeitgruppe mit den Kindern seiner selbsternannten Alpha-Force und natürlich die Abschlussfeier.
So viel war passiert.
Plötzlich kamen ihm auch die Erinnerungen, wenn Casey ihm aus der Patsche geholfen hatte.
Als der Rektor ihn wegen seiner Streiche von der Schule werfen wollte. Als Ryan, der riesige Schrank aus der Football-Mannschaft ihn verprügeln wollte. Oder sie ihm durch die Physik-Prüfung half.
Möglicherweise sollte er vielleicht mit diesen kindischen Scherzen aufhören.
Aber sofort schüttelte er verneinend den Kopf und dachte sich:
„Nein, niemals! Das wäre gegen meine Natur. Derek Venturi und Streiche gehören zusammen wie Fisch und Wasser. Oder Vogel und Fliegen.
Aber vielleicht könnte ich mich bei Casey revanchieren. Und ich weiß auch schon wie.“
Damit zog er sein Handy aus der Jackentasche und suchte eine bestimmte Nummer heraus.
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