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: Confession

von Cytex
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Murasakibara Atsushi OC (Own Character)
04.11.2016
19.12.2016
4
12.931
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04.11.2016 713
 
Hast du dich jemals in deinem Leben gefragt, wie es ist, wenn du in einem Moment alles, was du dein Eigen nennen kannst, mit einem Schlag verlierst? Wenn das Schicksal alles, was du liebtest, mit seinen baren Händen von dir wegnimmt und wieder zu sich zu bringt? Zu sich, einem Ort, der für uns Sterbliche, uns Menschen unerreichbar ist?
Nein, viel mehr können wir diesen Ort nicht sehen. Denn er ist denen verwehrt, die durch ihre Sünden blind geworden sind, solange sie leben. Solange sie hier in dieser verdorbenen Welt leben müssen. Ihnen sollte es verwehrt sein, die Liebenden, die diese Welt verlassen haben, ein letztes Mal in die Augen sehen zu können, ihre Stimme zu hören, ihren Duft zu riechen, sie zu berühren. Alles, woran sie sich festklammern können, waren alte, verschwommene Erinnerungen der Vergangenheit, die sich mit Illusionen, Wunschvorstellungen in ihren Köpfen vermengte. Alte Bilder zeugten von der Existenz ihres Daseins, doch auch sie verloren nach einer langen Zeit an Bedeutung.
Ist es dann nicht grausam, wie sie uns dann sehen können? Mit uns sprechen können, uns berühren können? Man kann ihre Anwesenheit erahnen, doch man wird sie niemals vollständig ergreifen können. Sie wandern mit dir durch die dreckigen, grauen Straßen, stehen direkt neben dir, halten zärtlich deine kalte Hand und leiten dich schützend durch dein tristes Dasein. Sie lachen, wenn du lachst, sie weinen, wenn du weinst und fühlen all das Leid, das du in dir selbst von der Außenwelt staust und leiden dadurch unweigerlich mit dir. Sie werden ein Teil von dir, genauso wie du ein Teil von ihnen wirst. Egal, wie sehr du versuchst, sie von dir wegzudrücken, ihre Existenz zu verleugnen und deine Augen von ihnen abwendest. Sie werden immer bei dir sein.

Denn sie lieben dich von ihren ganzen Herzen, genauso wie du sie liebst. Deine ganz besondere Person. Eine Person, die niemand auf dieser Welt ersetzen könnte.

Um ehrlich zu sein, glaube ich an keinen Gott, oder an einer übernatürlichen Kreatur, die vom Himmel aus auf uns Menschen herabschaut. Ich bin nicht gläubig, gehe nicht zu einer Kirche oder bete. Ich glaube auch nicht an so etwas wie Schicksal oder Begebenheit.

Vielleicht liegt es daran, dass ich relativ früh, in einem zarten und jungen Alter alles verlor, was ich damals mein Eigen nannte.
Vielleicht auch, weil ich tief im Inneren wusste, dass Gott niemand aufnahm, der Blut an seinen Händen hatte.

Aber manchmal passiert es, dass etwas wieder deiner Erwartungen in deinem Leben vorkommt, womit du nicht gerechnet hast. Etwas, was dein ganzes Leben verändern wird. Etwas kleines, unerwartetes. Ein Etwas, was so alltäglich und harmlos ist, das man es nach einer Weile längst vergessen würde. Doch es genau dieses simple Etwas, dass deine Leere mit etwas Neuem füllen wird. Etwas, was du innerlich immer suchtest.

Es wird den Beginn eines neuen Buches prägen, das von diesem Augenblick, in dem das Etwas eintraf, anfangen wird.

Dies ist meine Geschichte, mein eigenes Buch, welches mit einem einfachen, unerwarteten Zusammenprall begann.

Ich lag auf den staubigen Erdboden, die Knie leicht vom unsanften Aufprall aufgeschürft, während meine Brille mir schief auf der Nase hing. Um mich herum flogen die Blätter laut flatternd in der Luft herum, die ich für einen Lehrer vorlegen musste. Sie fielen nach einiger Zeit wie eine Feder sachte auf den Boden, wo meine ganzen Bücher, die ich aus der Schulbibliothek für meine Recherche ausgeliehen habe, verstreut neben mir lagen. Sie verweilten teilweise offen auf den Boden herum, während eine dicke, braune Staubschicht auf ihnen ruhte.
In Mitten dieses Chaos saß mir ein blond-haariger Junge gegenüber, der sich stöhnen sein Steißbein rieb, auf dem er vor wenigen Sekunden mit seinem gesamten Gewicht gelandet war. Sein Gejammere war unerträglich in meinen Ohren gewesen, denn es war erkennbar für mich gewesen, dass er eine Klasse über mir war. Dazu noch ein Junge, der wie ein kleines Mädchen laut vor sich weinte und sich über die dumpfen Schmerzen beklagte. Dies alleine und die Tatsache, dass er einfach blind in mich hineingerannt ist, reichten mir aus, um einen brodelnden Groll gegen ihn zu hegen. Was am Ende diesen zum Eskalieren brachte, war zwei simple Wörter, die aus dem Mund des Jungen entwichen, als seine goldgelben Augen weit vor Schock aufgerissen in meine blutroten Augen blickten.

„ Oh, verdammt.“
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