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Ein Buch am Umschlag

OneshotAllgemein / P6 / Gen
die Untergangsgang Megamind Metro Man OC (Own Character) Roxanne Ritchi
03.11.2016
03.11.2016
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Megamind gehört DreamWorks
Vielen Dank an Megavolt fürs Betalesen.
Viel Spaß bei der Geschichte.

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Ein Buch am Umschlag


Ein epischer Kampf. Zwei gegen zwei. Dies war einer der aufregendsten Tage für Megamind.
Er hatte sich mit Hot Flash zusammengetan. Normalerweise kamen die beiden nicht gut miteinander aus. Hot Flash fand ihn zu vorsichtig und laut, während Megamind sie einfach nur irritierend fand. Ihr Outfit trug sie schon seit gut zwanzig Jahren und ihre Art zu flirten war so offensiv, dass es keinen Spaß machte zuzuhören, geschweige denn zu kontern. Aber eins musste er ihr lassen, sie konnte ausgezeichnet kämpfen.
Sein Rivale hatte diesmal auch eine Kampfgefährtin, Justice Rises. Eine junge, aber vielversprechende Heldin aus Washington. Megamind sah den Kampf als nahezu ausgeglichen.
Nach mehreren Schüssen schrie Roxanne auf. „AUSZEIT“ rief... ihr Entführer?
„Ist das dein Ernst?! Jetzt?!“ sagte Hot Flash blieb aber stehen.
Als sie sah, dass auch Metro Man sich nicht weg bewegte, blieb auch Justice Rises stehen. Nur Megamind bewegte sich und zwar auf seine Geisel zu. Auf dem Weg dahin öffnete er den Verschluss seines Umhangs und nahm diesen in einer fließenden Bewegung ab. Als der Rest des Raumes die Augen auf Megaminds Ziel richtete, sahen die Anwesenden, dass der einzelne Träger von Roxannes Ballkleid stark angesenkt war und praktisch nur noch an zwei Fäden hing. Megamind beugte sich zu ihr runter, so dass die beiden auf Augenhöhe waren. Was sie zueinander sagten, konnte nur Metro Man hören.
„Ist alles in Ordnung?“
„Ja, ist nur schade um das teure Kleid.“ antwortete sie mit einem leicht schelmischen Grinsen.
Der Superschurke ging um ihren Stuhl und legte seine Hände auf Roxannes Schultern und sah Justice Rises direkt an. Somit war er der einzige im Raum, der nicht sehen konnte, wie Roxannes Wangen erröteten. Mal abgesehen von Roxanne selbst.
„Steck den Laser weg!“ sagte Megamind, die Stimme so tief, dass selbst Metro Man Gänsehaut bekam.
„Das kannst du vergessen!“ antwortete die junge Heldin.
„Hör mal zu, du kannst definitiv noch nicht damit umgehen.“ Er richtete den Blick auf die Laserpistole in Justice Rise's Hand, die, zugegeben, neu in ihrem Inventar war.
„Deshalb solltest du sie auch nicht im Einsatz benutzen.“
„Von dir nehm' ich weder Befehle noch Ratschläge entgegen!“
„Mach es, oder ich sage Hot Flash, dass sie sich auch nicht mehr zurück halten muss!“
Die Schurkin nahm das zum Anlass bedrohlich zu grinsen und eine extra breite Flamme in ihrer Hand aufgehen zu lassen. Metro Man wandte sich eilig zur Heldin. „Glaub mir, das willst du nicht!“
Noch dazu bemerkte er, dass das Gesicht seiner guten Freundin immer mehr einer Tomate glich. Die Falten im geliehenen Umhang wiesen darauf hin, dass der selbst ernannte Bösewicht seinen Griff, anscheinend aus Wut, verstärkt hatte. „Ach, deshalb hat sie sich noch nicht ins Gespräch eingemischt.“ dachte er.
Zu seiner Kampfgefährtin sagte er:“Und außerdem bin ich seiner Meinung.“
„Bist du?“ kam aus vier verschiedenen Mündern, und hätte Minion nicht eine Maschine im Nebenraum  bedient, so war sich Metro Man sicher, wären es fünf geworden.
„Ich meine, du hattest was? Eine Trainingsstunde!“ warf er noch ein.“Willst du sie wirklich sofort einsetzen?“
Hot Flash begann sich ein wenig zu dehnen. „Hör auf die Jungs, Süße. Ich hab' weder Zeit noch Lust auf ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung oder dergleichen. Halt mal die Füße still.“
Justice Rises steckte, endlich, ihre Waffe in den Halfter. Megamind war darauf hin sichtlich entspannter. Er nahm seine Hände von den Schultern seiner Geisel, welche ab da langsam wieder ihre normale Gesichtsfarbe annahm, zog seine eigene Waffe aus dem Halfter und ging ein gutes Stück von Roxanne weg, bevor er der Gruppe signalisierte, dass sie weiter machen konnten.

„Sag mal, weißt du was das gerade war?“
„Hmm?“ kam von Metro Man.
Die beiden Helden gönnten sich einen Siegesburger in einem lokalen Imbiss und Metro City's Beschützer hatte momentan den Mund voll.
„Was genau meinst du?“fragte er, nachdem er sein Essen zuende gekaut hatte, was seiner Partnerin nur ein gequältes Aufstöhnen entlockte. „Wir hatten das doch mit den Trainigsstunden geklärt.“
„Haben wir.“ erwiderte Justice Rises mit einem Grummeln und rotem Gesicht.
„Ich meinte die ganze Schose mit dem Cape... und...“ sie strich sich über die Wangen, wohl unwissend darüber, dass sie momentan dasselbe Anzeichen trug. Sie umstrich mit beiden Händen eine imaginäre Kugel. „Ist das so eine Art verworrenes Lima-Stockholm-Gemisch?“
Metro Man seuftzte. „Mach es dir damit mal nicht so einfach.“
„Du machst es dir einfach.“ Die Heldin verschränkte ihre Arme. „Deine Freundin sollte mal dringend einen Arzt aufsuchen bevor sie sich noch in Schwierigkeiten bringt.“
„Also erstens, sind wir nur gute Freunde. Ich weiß, jeder ist überrascht, dem ich das erzähle, aber wir beide haben so gar keine Chemie. Zweitens hatte Roxy, ungelogen, nie Angst vor Megamind. Wie um alles in der Welt soll sie da das Stockhohlm-Syndrom entwickelt haben? Und drittens... wie kommst du eigentlich darauf, dass Megamind keine Hilfe bräuchte?“
„Ach, bei dem ist doch eh schon Hopfen und Malz verloren.“
Metro Man kniff sich zwischen die Augen und spielte in seinem Kopf „Sie ist einfach nur unerfahren. Sie ist einfach nur unerfahren.“ als Mantra ab.
„Du sagst doch bei praktisch jeder Entführung, dass sie keine Angst haben soll.“
Metro Man sah wieder auf. „Das mach ich nur damit mindestens einer von uns taff wirkt. Wir haben die lokalen Superschurken und kleineren Kriminellen gerade mal so unter Kontrolle. Die Leute sollen sich sicher fühlen, J.“
„Und was sollte das ganze mit Megamind? Und sag mir jetzt nicht so was kitschiges wie, er entführt sie nur um sie zu sehen!“
Das brachte Metro Man schon fast in Rage. „Und was soll er deiner Meinung nach sonst machen? Sie zum Kaffee einladen? Er muss Minion für eine Packung Donuts los schicken, weil die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass der Verkäufer vor einem zwei Meter großen Gorilla-Fisch-Cyborg wegrennt als vor ihm.“
„Das hätte er sich mal vorher überlegen sollen.“ gab J schnippisch zurück. „Und du solltest mal überlegen wie du diesen Irren aufhältst und nicht nur in seine Zelle schickst.“
Metro Man atmete tief durch. Irgendwie musste er an J heran kommen, wenn sie wirklich die Heldin werden wollte, die sie sich wünscht zu sein.
„J, kennst du den Unterschied zwischen einem Gericht und einem Lynchmob?“
„Wag es jetzt nicht mir eine Lektion über Gerechtigkeit zu erteilen! Ich heiße schließlich Justice.“
„Doch, gerade deswegen erteile ich dir eine Lektion. Ein Lynchmob denkt, er handle gerecht. Er interessiert sich nicht für eine angemessene Bestrafung, sondern handelt nur aus Angst und Wut.
Aber ein Gericht kann sich das nicht leisten. Es ist dazu verpflichtet die Umstände zu kennen. Die beste Möglichkeit zu finden Opfer und Täter zu helfen und deshalb die Umstände zu kennen. Sich also die ganze verflixte Geschichte anzuhören. Du bist dazu verpflichtet dir die Geschichte anzuhören!“
Es würde nicht einfach für den Beschützer werden, aber er musste das, was er wusste erzählen.
Und Justice hörte zu.[/quote]
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