Ich liebe Dich

KurzgeschichteRomanze / P12
Dr. Geoff Standish Kate Wellings/Standish
02.11.2016
02.11.2016
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„Warum eigentlich nicht“  sagte Kate und grinste Geoff an. Geoff glaubte seine Ohren nicht zu trauen. Ein kurzer erstaunter Blick zu Chris, dann fielen sie sich lachend in die Arme und gaben sich einen Kuss.
Auch Chris freute sich mit ihnen und fragte Geoff
„Wie hast Du das nur geschafft?“
„Tja, ich bin halt ein Naturtalent“ und alle lachten und zu dritt lagen sie sich in den Armen.
Ein Blick von Chris auf die Uhr und sie erschrak „Oh, schon so spät! Ich muss los, ich bin mit Tom im Pub verabredet.“ Und weg war sie.
Geoff und Kate sahen sich total verliebt an und Geoff näherte sich ihr und gab ihr einen liebevollen, zärtlichen Kuss. All seine Sehnsüchte und sein Glück lagen in dem Kuss. Auch Kate fühlte es und antwortete ihm mit der gleichen Sehnsucht. Als ihre Zungen sich trafen glaubten beide in der Gewalt der Gefühle zu ertrinken und sie klammerten sich aneinander fest. Der Kuss wurde intensiver und tiefer ohne an Zärtlichkeit zu verlieren. Kate wurde überwältigt von ihren Gefühlen, die jetzt mit voller Wucht an die Oberfläche wollten, nachdem sie sie solange unterdrückt hatte. Und sie wollte mehr. Lies ihren Körper sprechen.
Als sie voneinander ließen um Luft zu holen, sah Geoff Kate tief in die Augen „Magst Du noch mit zu mir kommen? Ich habe da etwas, das schon sehr lange auf Dich wartet.“ Kate brachte nur ein Grinsen und Nicken zu Stande.
Händchenhaltend löschten sie alle Lichter, verschlossen die Türen und verließen die Zentrale.

Bei Geoff angekommen fielen sie sich im Flur noch wieder in die Arme und konnten nicht voneinander lassen. Nur mühsam schaffte es Geoff nach einer Ewigkeit seine Lippen von Kates zu trennen. Zu schön war dieses Gefühl, sie endlich so nah spüren zu dürfen. Aber sein Geschenk wartete ja noch.
Er spielte mit ihrem Haar und strich zärtlich über ihren Rücken. „Kate, ich habe da noch einen wundervollen Wein. Holst Du bitte mal die Gläser aus der Küche, dann hole ich den Wein.“ Kate sah ihn verblüfft an und nickte. „Na klar doch.“ Erstaunt darüber löste sie sich von Geoff und ging in seine Küche. Sie würden ja noch den ganzen Abend haben. ‚Und vielleicht auch die Nacht?‘ dachte sie sich und bekam Bauchflattern.
Geoff lief schnell los nach dem Wein und dann in sein Schlafzimmer um sein Geschenk zu holen. Er betrachtete es etwas wehmütig, zuletzt hat es Barbara gehört. Doch der Gedanke an Kate ließ ihn wieder lächeln und an die Zukunft mit Kate denken.
Er steckte es sich ein und ging ins Wohnzimmer. Kate stand bei seinen Bildern und hatte ihm den Rücken zugedreht. Sie hatte ihn noch nicht bemerkt. Vorsichtig näherte er sich ihr und umarmte sie von hinten. Sie ließ sich in seine Arme fallen und genoss das Gefühl so gehalten und geliebt zu werden. Nie hätte sie es sich träumen lassen, dass sie beide mal an diesen Punkt kommen würden. Obwohl sie ihn nun schon so lange liebte.
Kate drehte sich in seinen Armen um und lächelte ihn an. Irgendwie konnten sie nicht mehr voneinander lassen und gaben sich immer wieder kleine Küsschen. Ganz langsam aber sicher führte Geoff Kate zu seinem Sofa. Sie ahnte was jetzt folgen würde und ihr Herz fing an wie wild zu flattern und ihre Knie gaben nach. Lachend fielen sie auf seine Couch.
Nur mühsam konnte sich Geoff von Kate lösen. Diese Ungezwungenheit und die neue Zweisamkeit lösten ungeahnte Gefühle in ihm aus. Noch nicht einmal Barbara hatte dies geschafft.
Er öffnete den Wein und goss ihnen beide ein. Dann gab er Kate ein Glas. „Lass mich einen Toast ausgeben. Ähm… Auf uns.“ Sie sahen sich an und fingen an zu lachen. Beiden dachten sie an die gleiche Situation im Motel in Broken Hill. „Nein, er ist nicht verschwendet.“ Sagte Geoff und Kate lachte. „Der Wein schon.“ erwiderte Kate. „Nein, es ist noch eine Flasche von Edith. Und bevor er Essig wird sollten wir ihn in ihren Gedenken trinken.“ Beiden gingen gerade ihre gemeinsamen Erlebnisse durch den Kopf und wie lange sie gebraucht hatten um jetzt hier zu sein.
‚Jetzt oder nie‘ dachte Geoff, nahm Kate das Glas ab und stellte beide auf den Tisch. Dann kniete er vor ihr nieder, nahm ihre linke Hand und griff in seine Hosentasche. Kate blieb fast das Herz stehen und vergaß das Atmen.
„Kate, Du bist das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Ich liebe Dich mit jeder Faser meines Seins. Ich brauche Dich wie Luft zum Atmen und kann nachts nicht schlafen, weil ich nur an Dich denke. Ich kann mein Glück gar nicht in Worte fassen, weil Du meine Frau werden möchtest. Ich verspreche Dir, Dich zu lieben, zu ehren und zu beschützen bis an das Ende meiner Tage.“ Und mit seinen Worten steckte er ihr einen wunderschönen Ring an den Finger. Kate wusste nicht, wie ihr geschah, ihr standen die Tränen vor Glück in den Augen. Endlich hatte Geoff sich geöffnet und ihr gesagt, was sie schon so lange hören wollte. Sie fand keine Worte. Sie fiel ihm einfach nur in die Arme und küsste ihn. Sie legte all ihre Gefühle in den Kuss und beiden glaubten an der Gewalt der Emotionen zu explodieren.
Der Kuss wurde intensiver, ihre Zungen tanzten miteinander den Tanz der Liebe. Mehr und mehr kam das Verlangen ohne an Zärtlichkeit zu verlieren. Zu frisch und zart war ihre neue Bindung und keiner wollte etwas riskieren. Zaghaft gingen Geoffs Hände auf Wanderschaft. Nur nicht zu viel und Kate verschrecken. Doch zu seinem Erstaunen löste sie den Kuss und sah ihm tief in die Augen. „Mach mich zu Deiner Frau.“ Geoff glaubte seinen Ohren nicht zu trauen und stoppte in seiner Bewegung. “Bist Du dir sicher? Das hat doch keine Eile.“ Beide dachten sie an den gemeinsamen Abend als sie vor Paula flohen um Druscilla den Esel zu betreuen. Kate lächelte und wiederholte ihre Antwort von damals „Keine Eile.“ Dennoch begaben sich ihre Hände auf Wanderschaft und begannen Geoffs Hemd aufzuknöpfen. Ein Blick tief in ihre Augen und er war ihr ergeben. Er konnte und wollte dieser wunderbaren Frau nicht widerstehen. Er küsste sie wieder und seine Hände setzten ihre Wanderschaft fort. Entlang der Außenseite ihrer Schenkel bis zum Knie und langsam zurück, wobei er ihren Kittel etwas hochschob. Kate stöhnte etwas und rutschte näher an ihn heran. Sie ließ ihre Hände über seine durchtrainierte Brust und den Bauch wandern. Das angedeutete Sixpack zeugte von seinem Training und lies ihr Verlangen ihn zu spüren noch weiter steigen. Geoff machten ihre Berührungen wahnsinnig. Er ließ von ihrem Mund ab und küsste sich in Richtung Ohr und Hals vor. Langsam, ganz langsam öffnete er den Reisverschluss von ihrem Schwesternkittel und küsste jeden freigelegte Zentimeter. Er schob den Kittel von ihren Schultern und ihm wurde der Mund ganz trocken bei ihrem Anblick. Konnte es wirklich wahr sein? Diese wunderschöne Frau sollte ihm gehören?
Er schob eine Hand unter ihre Hüfte und die zweite hinter ihrem Rücken entlang und erhob sich mit ihr auf seine Armen. Kate schlang ihre Beine um seine Hüfte und konnte seine mächtige Erektion spüren. Langsam trug Geoff sie in sein Schlafzimmer. Nie mehr würde er hier alleine schlafen müssen.

Später in der Nacht – sie hatten sich dreimal geliebt, mal zärtlich mal stürmisch – sah Kate in  Geoff’s schlafendes Gesicht. Er sah so friedlich und glücklich aus. Hielt sie auch im Schlaf noch fest im Arm, nicht klammernd aber beschützend. Sie betrachtete lächelnd den Ring und streichelte ihm sacht über die Lippen und flüsterte leise in die Nacht „Ich liebe Dich auch.“ Und sie schlief ebenfalls glückselig wieder in seine Armen ein. Endlich vereint.

Früh am Morgen wachte Kate wieder auf. Es war noch dunkel. Gerade mal 5:00 Uhr. Sachte wand sie sich aus Geoffs Armen und stand auf. Leise nahm sie ihre Sachen und verließ das Schlafzimmer, nicht ohne noch einmal ihren Geliebten anzuschauen. Sie musste nach Hause, wenn Paula nicht doch noch alles aufdecken sollte. Es war noch zu frisch, es sollte noch ihr Geheimnis bleiben. Sie wollte es erstmal selbst genießen bevor sie alle Welt an ihrem Glück teilhaben ließ.
Sie zog sich im Bad an und ging in die Küche. Sie wusste, Geoff würde auch bald aufstehen und sei wollte ihm wenigstens etwas da lassen. So kochte sie ihm Kaffee und schrieb eine Zettel ‚Guten Morgen! Kaffee von mir nur für Dich. Ich sehe Dich später. Kuss Kate‘. Dann verließ sie leise sein Haus.
Daheim hatte sie Glück, dass noch alle schliefen, so konnte sie schnell ihr Bett zerwühlen und ging dann ins Bad. Chris hatte ihr Wegbleiben sehr wohl bemerkt, wachte jetzt von den leisen Geräuchen auf, grinste, drehte sich um und schlief weiter. Paula war Gott sei Dank nach einer Party noch zu müde um die Vorgänge mitzubekommen.
Nach einer erfrischenden Dusche ging Kate in die Küche um Frühstück zu machen. Dabei erwischte die sich, wie sie ein Lied vor sich hin summte und lächelte. Auch Chris war mittlerweile aufgestanden und gesellte sich zu ihr. „Na, gut geschlafen?“ und grinste Kate an. „Ja, kurz, aber gut.“ Chris betrachtete Kate und musste feststellen, dass sie wirklich glücklich aussah. Die zwei hatten aber auch lange gebraucht um sich endlich ihre Liebe zu gestehen. Still saßen sie am Frühstückstisch und genossen ihren Kaffee. Da fiel Chris der Ring ins Auge. „Oh wow! Was ist das?“ „Tja, ich würde sagen ein Verlobungsring. Geoff hat ihn mir gestern Abend geschenkt. Es war zu schön um wahr zu sein. Fast nochmal wie ein richtiger Antrag.“ Und Kates Augen glitzerten bei diesen Worten. Chris wusste sehr genau, was in Kate vorging. Es war noch nicht lange her, als sie mit Micheal Lancaster die gleichen starken Gefühle erleben durfte. Aber mit einem Unterschied, er war verheirate und jetzt in Frankreich und Geoff und Kate waren solo und würden jetzt heiraten.
„Willst Du den Ring auch auf der Arbeit tragen?“ Kate schaute Chris hin und hergerissen an. „Dann fällt es auf, nicht wahr.“ Sie betrachtete den Ring, atmete tief durch und sagte „Ja, ich werde ihn tragen. Ich kann ja sagen, dass ich einen heimlichen Verehrer habe. Ich muss ja nicht sagen von wem.“ Und grinste schelmisch.
Dann hörten beiden Paulas Wecker. Chris sprang auf und meinte „Ich gehe dann mal schnell ins Bad, bevor das Wasser kalt ist.“ Kate erhob sich ebenfalls „Und ich mache mich dann schon mal auf den Weg. Ich habe noch Papierkram von gestern, der sich nun mal nicht von alleine erledigt.“ Und verschwand aus der Haustür.

In der Zentrale angekommen, kochte sie erstmla Kaffe für die ganze Mannschaft. ‚Gott sei Dank noch keiner da.‘ dachte sie sich derweil und nahm eine leere Akte und ein Blatt. Durchwühlte ihre Stifte ‘Verdammt, kein Rot – Also gut, dann… Grün. Die Farbe der Hoffnung. warum nicht?‘ und sie lächelte bei den Gedanken. In großen Lettern schrieb sie „ICH LIEBE DICH“ auf ein leeres Blatt und legt es in ihre Akte, diese versteckte sie ganz unten in ihrem Fach und ging an ihren Papierkram, den sie tatsächlich von gestern noch hatte und wartete sehnsüchtig auf Geoff.

Geoff erwachte kurz vor sieben – allein. Hatte er alles nur geträumt? Hatte Kate jetzt doch wieder einen Rückzieher gemacht. Ihm wurde schwer ums Herz. Bis er den Kaffeegeruch wahrnahm. Erleichterung machte sich ihn breit und er stand auf um sie zu suchen. Sie war gegangen. Doch der Zettel beim Kaffee ließ ihn hoffen. Etwas zwiespältig ging er ins Bad. Dann genoss er den Kaffee, der zehnmal besser schmeckte, als wenn er selbst ihn kochte, aß eine Kleinigkeit und konnte es kaum erwarten in die Zentrale zu kommen.

Er öffnete die Tür und sah sie. Und sei trug den Ring. Große Erleichterung machte sich in ihm breit. Er ging um die Ecke, registrierte, dass DJ und Chris auch schon da waren und flötete „Guten Morgen“ in die Runde. Dann sah er zu Kate und versank wieder ihren wunderschönen Augen, so dass er nicht bemerkte, wo er lang lief und über die Stühle an der Funkzentrale stolperte. Kate konnte sich ein herzhaftes Lachen nur schwer verkneifen und musste kichern. DJ blickte sich erstaunt um „Alles klar Doc?“ „Ja, ja, alles gut. Ist nichts passiert. Ich… äh … war nur von dem Bild auf dem Magazin fasziniert und … äh habe vergessen, stehen zu bleiben.“ DJ guckte ungläubig und belustigt, Kate konnte gar nicht mehr ansich halten und Geoff guckte auch etwas betröppelt in die Runde. Chris hatte das ganze aus ihremRaum beobachtet und lachte Geoff an. „Na, war die Nacht so kurz?“ Geoff sah etwas genervt in die Runde und ging in sein Büro. Kate schaute ihm nach und ließ ihn erstmal fünf Minuten zur Ruhe kommen, bevor sie mit IHRER Akte zu ihm ging. Geoff schaute sich um und lächelte sie an, als eintrat. „Ich bring dir die Akte, Geoff.“ sagt sie in den Flur und schloss die Tür. Geoff blickte sie erstaunt an . Sie ging zu ihm und legt mit den Worten „Bitte sehr“ die Akte auf seinen Schreibtisch. Geoff schaute von ihr zur Akte und wieder zu ihr. Dann öffnete er sie und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Kate stand neben ihm und beobachtete seine Reaktion sehr genau. „Das ist alles, was ich wissen wollte.“ Sagte Geoff lächelnd, wandte sich zu Kate und nahm sie küssend in seine Arme. Kate strahlte und erwiederte die Umarmung und den Kuss.
Nichts konnte sie jetzt mehr trennen.
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