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Bad Romance (Guildhouse Of Horror Pt. II)

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteParodie, Liebesgeschichte / P18 / Het
Hoher Lord Akkarin Lord Rothen Regin Sonea
31.10.2016
31.10.2016
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15.198
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31.10.2016 902
 
Epilog


Die Kiste mit ihren Sachen fest mit ihren Händen umschlossen, stieg Sonea die Stufen zum Eingang der Residenz des Hohen Lords empor. Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie glaubte, sich noch nie so sehr vor diesem Haus und seinem Bewohner gefürchtet zu haben.
Auf ihr Klopfen schwang die Tür wie immer auf und löste ein Gefühl von Vertrautheit aus.
Zögernd und die Kiste an sich gepresst, trat Sonea in das Halbdunkel der Empfangshalle.
„So, du bist also zurück.“
Sonea zuckte zusammen. Fast hätte sie ihn im Schatten neben der Treppe nicht gesehen.
„Ich bin gekommen, um dich zu fragen, ob du mich wieder zurücknimmst“, sagte sie. „Ich kann nicht mehr bei Rothen bleiben, es birgt zu viele Erinnerungen.“
Akkarin erhob sich und seine Roben raschelten leise. „Die höheren Magier diskutieren noch, was mit dir geschehen soll, doch sie sind der Meinung, dass du eine härtere Hand brauchst, als Rothen dir bieten kann. Und ich stimme ihm zu.“
Sonea zuckte zusammen.
„Du hast einen Novizen zu Asche verbrannt, Sonea.“
„Er hat es zu weit getrieben.“ Als sie zu Akkarin aufsah, glaubte sie jedoch ein schelmisches Funkeln in seinen Augen zu sehen, als begrüße er ihre Tat insgeheim. „Also wirst du wieder mein Mentor?“, fragte sie hoffnungsvoll.
Seine dunklen Augen bohrten sich in ihre und jagten ihr einen mit Furcht und Erregung erfüllten Schauer den Rücken herab. „Ja.“
„Und was ist mit Rothen?“ Er würde untröstlich sein, wenn er erfuhr, dass sie einfach gegangen war. Sie hatte es jedoch nicht übers Herz bringen können, es ihm zu sagen und ihre Sachen gepackt, während er unterrichtete. Aber sie fürchtete, wenn er wieder alleine war, würde er wieder mehr Nemmin trinken.
„Rothen kann gerne dein zweiter Mentor sein, wenn du das möchtest. Ich bin sicher, es wird sich eine Lösung finden, wie das funktionieren kann, damit ihr nicht aufeinander verzichten müsst.“
„Werden die höheren Magier sich nicht dagegen sperren?“
Akkarin winkte ab. „Sie zu überzeugen, wird ein Kinderspiel!“
Wenn Sonea daran dachte, dass Vinara, Lorlen und Sarrin sie lieber bei Rothen sahen, dann wunderte sie das nicht. Sie zögerte, dann wagte sie es, die Frage zu stellen, die sie am meisten beschäftigte.
„Und sind wir auch wieder ein Paar?“
Akkarins Augenbrauen flogen in die Höhe und blieben an der Decke kleben. Sonea war jedoch nie glücklicher über diesen Anblick gewesen.
„Wenn wir wieder ein Paar werden, werde ich strenger zu dir sein, Sonea.“
Sie hob die Schultern. Sie war freiwillig zu ihm zurückgekehrt. Sie hatte in sich darauf vorbereitet, dass er ihr von nun an weniger durchgehen lassen würde. Und sie wollte es nicht anders. Ihre Rebellion und ihre Impulsivität zerstörten oft mehr, als sie halfen. Aber Akkarin hatte so eine Art, das Beste aus ihr hervorzuholen. Und nicht zuletzt stand sie darauf, wenn er streng war.
„Damit kann ich leben.“
„Du wirst mich mit Hoher Lord anreden.“
„Immer?“
„Es sei denn, ich gestatte dir, mich bei meinem Vornamen zu nennen.“
Sonea spürte, wie sich ihr Puls beschleunigte. Das klang vielversprechend. „Aber dann will ich auch, dass du aufhörst, diese furchtbaren Dinge mit deinen Augenbrauen zu tun“, sagte sie. „Du kannst so streng sein, wie du willst, aber das ist widerlich!“
Akkarin streckte eine Hand aus. Seine Augenbrauen flogen hinein und er klebte sie sich wieder an. „Wenn es dir lieber ist, rasiere ich sie ab.“
„Nein!“, rief Sonea. „Ich mag es, wenn sie sich finster zusammenziehen!“
Akkarin betrachtete sie lange und seine Augen glitten an ihr herab. „Nun, ich wollte ohnehin etwas weniger schwarze Magie praktizieren, dann werden sie sich von selbst beruhigen“, sagte er. Seine Hände umschlossen ihre und zogen sie gegen seine Brust. „Und ich kann mehr Zeit mit dir verbringen.“
„Klingt gut“, erwiderte Sonea lächelnd.
Akkarin legte den Kopf schief. Seine Hand fuhr in ihren Nacken, dann küsste er sie lange und verlangend. Seine Zunge fuhr forschend in ihren Mund und tanzte mit der ihren ein leidenschaftliches Ballett, wo Regins Zunge schleimig wie ein Sevli gewesen war. Sonea glaubte, noch nie besser geküsst worden zu sein, und sie begriff, wie sehr sie Akkarin vermisst hatte. Und wie dumm sie gewesen war, ihn überhaupt zu verlassen.
„Willkommen Zuhause, Sonea“, murmelte er.
„Ich danke Euch, Hoher Lord“, flüsterte sie.
Akkarin pflanzte einen leichten Kuss auf ihre Lippen. Dann nahm er ihre Hand und dirigierte die Kiste die Treppe nach oben hoch. Hand in Hand folgten sie. „Habe ich Euch schon erzählt, dass ich Regin mit einer Pachi geknebelt und als Fußbank benutzt habe?“
Akkarin lachte leise. Dieses Mal blieben seine Augenbrauen dort, wo sie waren. „Du hast ihn wirklich seine Lektion gelehrt.“
„Nur, weil ich durch Euch gelernt habe, wie“, erwiderte sie. Allerdings hatte es dazu geführt, dass Regin ihr wie ein Yeel hinterhergelaufen war, bis er sie damit in den Wahnsinn getrieben hatte.
„Du weißt, dass ich dich für deine Eskapaden bestrafen muss?“
Sonea nickte, während ihre innere Magierin einen wilden Freudentanz aufführte. „Ich bitte darum, Hoher Lord.“



Ich hoffe, die kleine Badfic hat euch gefallen. Und ganz vielleicht hat sie euch auch gezeigt, wieso dieses Pairing nicht funktionieren kann. Sollte sie euch gegruselt, angewidert oder auf eine andere schauerliche Weise bewegt haben, so gebt ihr doch bitte eine Empfehlung, damit auch andere Leser die Möglichkeit haben, sich zu gruseln.

Und jetzt schreibt mir bitte, bitte alle ganz quietschige Reviews, in denen steht, wie toll die Charaktere doch getroffen sind und wie logisch und realistisch sie handeln!
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