Good bye little moon

GeschichteDrama, Romanze / P12
OC (Own Character) Pluto
31.10.2016
05.11.2016
6
9441
2
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Dieses Kapitel
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Hey
Dies ist die FF von der ich auch ein OS ("The two most important days in your life are the day you were born and the day you find out why.") geschrieben habe, diese FF wird wahrscheinlich nur 4-5 Kapitel lang. Ich wünsche euch nun viel Spaß beim lesen des ersten Kapitels und würde mich über eine kurze Rückmeldung von euch freuen, schreibt einfach das, was euch gerade durch den Kopf geht. :)

Beste Grüße Alphawolf7





—Toki/In the smithy—

Es war ein wunderschöner Nachmittag, die Sonne schien noch vom Himmel, die Vögel zwitscherten fröhlich und ein paar Eichhörnchen sprangen von Baum zu Baum. Ein junger Mann saß an einem ruhigen Fluss mit einer Angel in der Hand und einem Korb neben sich, wo schon ein paar Fische drinnen lagen. Sein Name war Kishō. Er trug eine schwarze Hose, sowie ein schwarzes Hemd und schwarzen Schuhen. Sein dunkelbraunes Haar mit ein paar blonden Strähnen wehte leicht im Wind umher. Seine Augen hatte er geschlossen und er genoss die Ruhe um sich herum. Wenn Kishō immer hier war, konnte er entspannen und sich ganz auf sich konzentrieren; nicht das er sein Dorf nicht mochte, nur seit seine Mutter vor zwei Jahren durch eine Einstichwunde gestorben war, wollte er viel Zeit für sich haben. Kishō hatte sich mit seiner Mutter immer bestens verstanden, besser als mit seinem Vater. Er wollte immer, dass er dies und das machte, doch seine Mutter hatte ihn Freiheit in seinen Aufgaben gelassen. Nun war Kishō zwanzig Jahre alt und viele Mädchen mochten ihn sehr, doch er sah sie alle nur als gute Freundinnen an und nicht mehr. Ein heftiges ziehen an seiner Angelschnur verriet ihm das ein Fisch angebissen hatte, also zog er ihn mit einem Ruck aus dem Fluss heraus und verstaute den zappelnden Fisch schnell im Korb. Danach hob er den Korb hoch, legte die Angel über seine linke Schulter und ging zurück in das Dorf. Es war ein ruhiges Dorf, zudem lag es abseits eines Königreichs, wo der König Zeus herrschte und bald ein Kind erwarten würde. Der Junge ging zurück auf einem Waldweg und betrachtete die Natur, wie sie sich jedesmal veränderte. Im Frühling erwachte die Natur wieder zum Leben, im Sommer zeigte sie sich von ihrer schönsten und besten Seite, im Herbst wurde die Natur müde und im Winter verschwand sie vollkommen nur um im Frühling wieder zukommen.
"KISHŌ!", hörte er seinen Namen von einem kleinen Jungen rufen der auf ihn zu gerannt kam. Er war sechs Jahre alt und hatte kurze braune stachelige Haare, Kishō lächelte ihn warm an als der kleine schlitternd vor ihm zum stehen kam.
"Was ist denn los, Toki?", fragte er verwundert und hockte sich vor ihn hin.
"Die Mädchen sind auf dem Weg hierher und wollen dir ganz viele Geschenke geben, weil heute Valentins Tag ist", berichtete dieser immer noch leicht außer Atem. Das Lächeln verschwand aus Kishōs Gesicht und seine Augen weiteten sich ein kleines Stück. Er packte Toki am Arm und versteckte sich mit ihm hinter einem Baum, seine Hand ruhte auf dem Mund des kleinen. Wenige Augenblicke später hörten die beiden die Mädchen wie sie Kishōs Namen riefen und an ihnen vorbei liefen, ihre Hände voll mit Geschenken. Nachdem sie weg waren kamen Kishō und Toki wieder hinter dem Baum hervor und sahen in die Richtung wohin die Mädchen verschwunden waren.
"Vielen Dank, Toki, ich schulde dir etwas", sagte der Junge und legte seine Hand auf die stacheligen Haare des kleinen. Toki grinste ihn an.
"Keine Ursache, dass habe ich doch gern gemacht. Außerdem schulde ich dir immer noch viel mehr als du mir", antwortete dieser. Kishō lächelte und die beiden gingen weiter zum Dorf. Er hatte Toki vor einem Jahr das Leben gerettet als es ein Wolf auf ihn abgesehen hatte. Seitdem war er immer bei ihm und warnte ihn meistens, wenn die Mädchen mal wieder irgendwo auf ihn warteten. Sie erreichten das Dorf, es war wieder einmal viel los auf den Märkten, die beiden gingen eine Abkürzung und tauchten wenige Minuten später vor Kishōs Haus wieder auf.
"Warte hier auf mich, ich werde den Korb mit den Fischen ins Haus legen und dann gehen wir beide zur Schmiede, dann können wir vielleicht wieder vom verbrauchten Metall etwas schönes basteln", sagte Kishō lächelnd, zwinkerte Toki zu und verschwand im Haus. Es war kein großes Haus, es gab ein kleines Esszimmer und eine kleine Küche, dazu gab es noch eine Treppe die nach oben zu den beiden Schlafzimmern führten. Kishō stellte den Korb an der Feuerstelle ab und ging wieder nach draußen, wo Toki brav auf ihn gewartet hatte. Die beiden gingen los und der kleine Junge sprang immer wieder voller Freude vor ihm hin und her.
"Was wirst du machen, Kishō, wenn wir an der Schmiede sind?", fragte Toki aufgeregt, "Ich werde einen Drachen machen!"
Der Junge lachte auf.
"Glaubst du wirklich, dass du das schon hinbekommst?", fragte er ihn prüfend.
"Natürlich! Wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe, dann werde ich es auch schaffen, egal wie lange es dauert!", rief der kleine entschlossen, "Also, was willst du in der Schmiede machen?"
"Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht", antwortete Kishō nachdenklich, dann grinste er, "Vielleicht ein Herz und verschenke es dann an ein Mädchen."
"WAS!?"
"Das war nur Spaß!", rief dieser lachend und verstrubbelte Toki seine Frisur.
Die beiden kamen an der Schmiede an, wo sie von White Beard bereits erwartet wurden. Er war ein hochgewachsener Mann mit einem muskulösen Körper, einer Glatze, blauen Augen und einem weißen Schnurrbart.
"Kishō, Toki seit ihr wieder hier um im verbrauchten Metall herum zu stöbern?", fragte er die beiden freundlich und lächelte.
"Jup!", rief Toki strahlend.
"Na dann kommt mal mit ihr zwei", sagte White Beard und geleitete die beiden in eine kleine Kammer, dort stellte er immer das Metall hin, dass er nicht mehr brauchte. Diesmal war ein großer Sack voll mit Metall übrig geblieben, sonst blieben immer nur ein paar kleine Platten übrig. "Das ist alles für euch, ihr könnt damit machen was ihr wollt."
Toki rannte sofort zum Sack und stieß ihn zur Seite, somit fielen die Metall Reste raus und der kleine begann darin nach dem passenden Teil zu suchen.
"Vielen Dank, White Beard", sagte Kishō und sah den großen Mann neben sich an. Dieser winkte ab.
"Nichts zu danken, Kishō. Ich bin froh, dass ihr eure Fantasie spielen lasst und aus dem Metall, was ich nicht mehr brauchen kann, etwas schönes macht. Ich lasse euch dann mal alleine damit."
White Beard drehte sich um und ging aus der Kammer, der Junge ging zu dem kleinen Toki und hockte sich neben ihn hin.
"Und? Hast du schon etwas gutes gefunden um einen Drachen zu machen?"
"Ne, die Platten sind zu klein", antwortete Toki enttäuscht.
Kishō schmunzelte, denn er wusste ganz genau, dass der kleine sich schnell umentschieden hatte. Die beiden suchten sich etwas aus dem Metall aus und begannen mit ihrer Arbeit. Kishō half Toki bei manchen Sachen und falls er es schmelzen wollte, machte er es für ihn. Er krempelte sich die Ärmel hoch, dabei kam die lange Narbe zum Vorschein, die sich über seinen halben Arm bis hin über seinen gesamten Rücken erstreckte. Toki bekam große Augen, doch dann sah er traurig zu Boden. Kishō sah seinen Blick und hörte auf mit dem Schmelzen um sich vor ihn hin zu hocken.
"Hey, es war nicht deine Schuld", sagte er und sah den kleinen Jungen in die Augen. Tokis Augen füllten sich mit Tränen.
"Wäre ich nicht gewesen, hättest du nicht gegen den Wolf kämpfen müssen und die Narbe nicht bekommen", schluchzte er und wischte sich die Tränen weg.
"Hör mal, Toki, ich will dir jetzt mal etwas sagen", sagte Kishō, der kleine Junge sah ihn an, "Du darfst niemals so über dich denken, verstanden! Ich bin froh darüber, dass du noch lebst und wäre mein Arm dabei draufgegangen, es wäre mir egal, denn es ist nur ein Arm. Aber wäre dir etwas zugestoßen, hätte ich mir das niemals verziehen, denn du bist doch mein bester Freund, nicht wahr!?"
Toki lächelte und nickte. Kishō lächelte ebenfalls.
"Also, lass uns weiter machen, du willst doch deiner Mutter etwas schönes schenken zum Valentins Tag", sagte der Junge und begann wieder mit der Arbeit, während Toki zusah.
Als es schon spät am Abend war, waren die beiden fertig mit ihrer Arbeit. Toki hatte sich dazu entschieden ein Herz für seine Mutter zu machen und Kishō hatte einen Adler Kopf gemacht. Der kleine staunte nicht schlecht als er das Metallstück von seinem Freund sah, denn der Kopf war bis ins kleinste Detail genau wie der eines Adlers.
"Wow! Wenn ich auch mal so alt bin wie du, will ich auch so gut sein, dann werden mich sicherlich alle Mädchen hier im Dorf mögen", sagte der kleine Junge mit strahlenden Augen und grinste.
"Weißt du, Toki, es geht nicht darum, dass dich jedes Mädchen mögen soll, sondern darum, dass, wenn du dich einmal verliebst es auch die richtige sein sollte", antwortete Kishō gelassen und sah seinen kleinen Freund an, "Komm, es ist schon spät, wir sollten jetzt lieber nachhause gehen."
"In Ordnung."
Die beiden räumten das Metall weg und sahen sich nochmal in der Kammer um, bevor sie sich von White Beard verabschiedeten und die Schmiede verließen.
"Gute Nacht", sagte Toki zu Kishō, bevor er die Tür von seinem Haus schloss.
"Gute Nacht, Toki", sagte der Junge leise und schlenderte zu seinem Haus. Es war eine schöne Nacht, die Sterne glitzerten wie kleine Diamanten am Himmel. Im Moment war der Mond noch nicht zu sehen, denn gerade hatte sich eine einzelne Wolke vor ihn geschoben. Kishō öffnete die Tür zu seinem Haus und wollte gerade eintreten als der Mond hinter der Wolke wieder zum Vorschein kam. Der Junge sah hinauf zum Himmel und seufzte. Es war Vollmond. Kishō ging ins Haus, schloss die Tür hinter sich und ging sofort in sein Bett, nichts ahnend, dass heute Nacht sein Leben vollkommen verändert werden sollte.
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