Bepsi Bath

von Insaneee
OneshotHumor, Freundschaft / P12
31.10.2016
31.10.2016
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Schon als Arakita denken konnte, liebte er Bepsi über alles und würde am liebsten nur noch das trinken. Jedoch musste er seine Grenzen kennen, schließlich war es für einen Rennradfahrer nicht gerade vorbildlich, die ganze Zeit nur Softdrinks zu trinken. Er versuchte natürlich regelmäßig Wasser zu trinken, sonst musste er sich mal wieder die Standpauke von seinen Mitgliedern anhören. Aber wenn er ehrlich war, hatte er hin und wieder seine Wasserflaschen durch Bepsi ersetzt und Glück gehabt, dass die anderen nichts bemerkt hatten. Es fiel ihm nun einmal schwer ständig Wasser zu trinken, weil er der Meinung war, dass es den Durst nicht wirklich löschen konnte.
Gerade hatte Arakita Schulschluss und kaufte sich bei einem Automaten eine Bepsiflasche.
„Awww, ist das erfrischend!“, sagte er überglücklich, als er einen Schluck nahm.
Immerhin war es ein heißer Sommertag, da hatte er eine Erfrischung auf jeden Fall verdient. Die Hitze erinnerte ihn immer wieder an den Tag, als er seine Liebe zu diesem Getränk entdeckt hatte.
Es war ebenfalls ein heißer Sommertag gewesen und da ging Arakita noch in die Grundschule. Damals war Baseball seine liebste Sportart und er hatte ein wenig mit seinen ehemaligen Freunden gespielt.
„Mann, diese Hitze ist echt nervig... Meine Flasche ist leer... Ich geh mir was zu trinken holen!“, gab er den Jungs Bescheid.
Arakita hielt Ausschau und war sich nicht wirklich sicher, wo er sich etwas holen konnte, da es in der Nähe keine Läden gab. Aber dann bekam er einen Gedankenblitz, schließlich gab es dort ein Getränkeautomat.
Sofort lief der junge Baseballspieler dahin und durchwühlte seine Hosentasche. Er bemerkte nur schnell, dass es ein Problem gab: Er hatte nicht mehr genug Geld dabei.
„Mist, was mache ich denn jetzt?! Ich habe keine Lust zu verdursten und die anderen haben bestimmt auch kein Geld...“, jammerte der Kleine verzweifelt.
Die Hitze wurde immer unerträglicher und er musste schnell eine Möglichkeit finden.
„Ach, dann versuche ich eben den Automaten zu knacken! Vielleicht kriege ich eine Cola Dose raus, ohne zu bezahlen!“
Doch egal was Arakita tat, es war einfach unmöglich und er verlor so langsam seine Geduld. Dabei wäre er selbst für einen einzigen Schluck zufrieden gewesen, nur scheinbar wollte das Schicksal es nicht zulassen. „Aaaaah, verdammt nochmal, was soll das?! Wieso habe ich nicht genug Geld dabei? Wieso kann ich den Automaten nicht knacken? Wieso muss es heute so heiß sein? Wieso muss ich ausgerechnet jetzt verdursten?! Verflucht seist du, Coca Cola! Ich brauche dich nicht!“, schrie er, während er mehrmals mit seinem Fuß drauf trat. Er versuchte sich wieder zu beruhigen und musste beleidigt schmollen.
„Heute ist wohl nicht mein Tag...“, dachte er sich.
Doch Arakita hatte nicht geahnt, dass er mit dieser Behauptung völlig falsch liegen würde. Denn gleich in der Nähe war ein Spielplatz zu sehen und dort fand er bei der Schaukel eine Bepsidose liegen. Der Bengel dachte, er sah nicht richtig und flitze sofort dahin, weil sein Hals immer trockener wurde. Und dort fand er wirklich etwas zu trinken, da die Dose noch nicht einmal geöffnet war. Arakita kamen schon vor Freude die Tränen und er war noch nie in seinem Leben so dankbar gewesen. Scheinbar meinte das Schicksal doch nicht sehr böse mit ihm. Zwar hatte er noch nie dieses Getränk probiert und wusste nicht, was ihn erwarten würde, aber es war ihm in dem Moment egal, also öffnete er sofort die Dose und trank es gierig.
„Awwww, tat das gut... Wow... Es schmeckt... echt gut. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich dachte immer Bepsi würde um längen nicht so gut schmecken, wie Cola... Ich glaube, ich habe endlich das einzig wahre Getränk gefunden! Von nun an werde ich nie wieder Cola trinken, nur noch Bepsi!“, war er fest entschlossen und streckte frech die Zunge raus, als er zu dem Automaten vorbei ging.
Arakita musste schmunzeln, als er über die Vergangenheit nachdachte und nahm einen weiteren Schluck. Kurz darauf machte er sich mit seinem Getränk auf dem Weg zum Club. Die Inter-High war bereits vorbei und leider lief es dieses Mal nicht so gut für Hakogaku, aber dafür lief es bei dem Kumamoto Fire Country Mountain Race besser und die 3.Klässler wollten für die letzten Monate das beste draus machen. Aber kaum betrat der Bepsi-Liebhaber den Club, wurde er direkt angeschnauzt.
„Arakita, trinkst du etwa schon wieder nur Bepsi? Du solltest wirklich besser auf deine Ernährung achten...“, motze Toudou.
„Ha?! Es ist ja wohl meine Sache, für wen hältst du dich? Für meine Mutter? Kümmere dich um deinen eigenen Kram, Idiot!“, verteidigte er sich.
„Oh nein, streitet euch nicht. Wir wollen doch die Zeit genießen“, mischte sich Shinkai ein, der wie immer höflich blieb.
„Aber hast du nicht bemerkt, dass er in letzter Zeit mehr Bepsi gekauft hat als sonst? Das ist selbst für seine Verhältnisse nicht normal!“, meckerte der Climber weiter.
Allerdings hatte er damit auch Recht gehabt, denn er hatte sich immer einen Vorrat geholt. Dies hatte nämlich einen Grund, den er nicht verraten wollte, es sollte sein Geheimnis bleiben. Arakita wollte nämlich endlich sein Lebenswunsch erfüllen und hatte extra viel Geld dafür gespart. Er hatte sich geschworen es diesen Sommer durchzuziehen und wollte keinen Rückzieher mehr machen. Damals als er noch bei seinen Eltern lebte, waren sie immer strikt dagegen, dass er sowas tat, also musste er es endlich ausnutzen. Heute Abend wäre der große Tag für ihn, darauf hatte er lange gewartet und konnte es kaum erwarten.
„Ich weiß den Grund! Arakita-san hat nämlich heute endlich vor in Bepsi zu baden!“, verriet Manami alles.
„Ha?! Mo-Moment Mal... Woher weißt du davon?! Ich habe niemandem davon erzählt!“, fragte der Schwarzhaarige verwirrt.
„Um ehrlich zu sein, habe ich letztens dein Tagebuch gefunden und ein paar Einträge gelesen“, gestand er offen, als wäre nichts schlimmes dabei.
„D-Du hast waaaas getan?! Wie kannst du es wagen? Mal was von Privatsphäre gehört?“, wurde er stinksauer und packte seinen Kohai an den Kragen.
„Du hast doch völlig den Verstand verloren... Wer würde bitte freiwillig in Bepsi baden?“, schüttelte Toudou den Kopf. „Ich hätte nicht gedacht, dass du Tagebücher schreibst, Yasutomo. Das ist sehr interessant“, meinte Shinkai.
„Ha-Haltet die Klappe... D-Das geht euch allen nichts an...“, murmelte Arakita, der ein wenig rot wurde, weil er sich dafür schämte.
„Jemand muss ihn aufhalten! Wollt ihr etwa wirklich, dass er es durchziehen wird?“, fragte Toudou alle anderen. „Warum nicht? Heute ist doch ein heißer Tag und das wird ihn sicher abkühlen“, äußerte sich Izumida dazu.
„Ich kann mir gut vorstellen, dass es schon immer sein Traum war und er hat es auch verdient“, stimmte Fukutomi zu.
„Ich möchte mich da lieber raushalten...“, antwortete Kuroda.
„Ich habe auch nichts einzusetzen, ich kann dir gerne dabei helfen, die Badewanne zu füllen“, schlug Manami vor. „Pah, nein danke. Ich schaffe das alleine, ich habe euch gesagt, dass es euch nichts angeht... Und lieber bade ich in Bepsi, als deine komischen Beautyprodukte, die du mir immer vorschlägst, Toudou!“
„W-Was soll das denn bitte heißen? Wenigsten sind die Produkte gut für die Haut, aber du hast ja sowieso keine Ahnung davon!“, war seine Antwort dazu.
Als sie mit der Diskussion fertig waren, fingen sie endlich mit dem Training an und Arakita hoffte, dass es bald endlich abends wird. Er war von dem heutigen Tag völlig erschöpft und hatte den Bad dringend nötig. Nachdem es ein Ende gefunden hatte, ging er sich umziehen und wollte sofort zu seinem Zimmer laufen.
„Warte... Du gehst nicht duschen?“, bemerkte Toudou und sah angewidert aus.
„Wieso sollte ich? Ich geh doch eh gleich baden...“, antwortete der Angesprochene gelassen.
„Kyaaaaaah, das ist ja widerlich! Du stinkst bis hierhin!“, kreischte er wie ein Mädchen und lief davon.
Aber Arakita war es völlig egal, was andere davon hielten, er wollte das der heutige Tag perfekt endet.
„Bist du dir sicher, dass ich dir nicht helfen soll? Das wird sicher viel Arbeit...“, gab Manami immer noch den Angebot. „Nein, wie oft denn noch? Ich brauche meine Ruhe und möchte nicht dabei gestört werden!“
Da seine Teamkameraden wirklich unerträglich waren, hatte er das erwünschten Bad noch nötiger gehabt.  Als Arakita endlich in seinem Zimmer war, schmiss er sich auf seinem Bett und ruhte sich erst einmal aus.
„Puh, ich habe schon wieder Muskelkater... Aber was solls, heute ist es endlich soweit! Darauf habe ich schon so lange gewartet und niemand wird mich aufhalten! Weder meine Eltern, noch meine kleinen Schwestern und schon gar nicht mein Zimmergenosse, da er heute nicht da ist! Alles wird perfekt laufen! Dann sollte ich mal so langsam das Bad füllen!“
Er stand auf und musste total grinsen. Sofort betrat er das Badezimmer, wo er schon mal sein Bepsi Vorrat gelagert hatte. Arakita hatte viel Geld gesparrt und ab zu gejobbt, damit er sich überhaupt die ganzen Flaschen und Dosen leisten konnte. Natürlich war das viel Arbeit und hatte Monate gedauert, aber er war sich sicher, dass es sich am Ende lohnen würde. Arakita nahm sich die ersten Dosen und füllte die Badewanne. Auch das war viel Arbeit und hatte länge gedauert, als erwartet.
„Bepsimaaaan~ Dödödödödö~“, summte er in der Zeit das Lied von seinem liebsten Videospiel.
Nach ca. einer Stunde war er endlich fertig. Sehr stolz starrte er die Badewanne an und hatte noch genug Bepsi auf Lager. Arakita war gerade dabei sich auszuziehen, bis jedoch jemand mit voller Wut die Tür öffnete. Es waren natürlich seine Teamkameraden, aber auch Machimiya, Kinjou und Onoda waren dabei. Er sah sie entsetzt an und hätte nicht erwartet, dass sie nun erscheinen würden. Scheinbar war sein Tag doch versaut und das machte ihn natürlich wieder sehr grimmig.
„Was. Macht. Ihr. Denn. Hier?“, fragte er sofort, während er seine Hose zumachte.
„Wir waren neugierig und wollten sehen, ob du es wirklich durchziehst“, erklärte Fukutomi.
„Ja, und ich habe die Zimmertür geknackt“, erwähnte Manami und klang etwas gruselig.
„Genau und Toudou hat mich auf Facebook angeschrieben und erzählt, was du vorhast und weil ich zufällig in der Nähe war, habe ich mich hier reingeschlichen. Da du mich auch letztens mit der der Bepsiflasche ausgetrickst hast, kann ich mir ja als Entschädigung eine Flasche hier nehmen“, meinte Machimiya und öffnete diesmal vorsichtig die Flasche.
„Äh, ja... Aber was habt ihr hier verloren, Kinjou und Onoda-chan?“, fragte er die beiden als nächstes.
„Manami-kun hat mir davon erzählt und Kinjou hat es zufällig mitbekommen. Er wollte nochmal versuchen dir Bepsiflaschen herzuzaubern und wollte dir auch helfen, aber das ist wohl nicht nötig...“, lachte Onoda nervös.
„Aber ich kann dir ruhig trotzdem wieder welche herzaubern!“, schlug er vor.
„Nein, danke! Könnt ihr jetzt bitte gehen?“
„Nope, ich habe es mir anders überlegt! Du darfst ruhig in Bepsi baden und ich filme dich dabei! In letzter Zeit sehe ich auf YouTube immer Videos, wo Leute in irgendwelchen Sachen baden und bekommen viele Klicks, also muss ich davon ein Video machen!“, rief Toudou und holte in dem Moment tatsächlich seine Kamera raus.
„Jetzt auf einmal? Du wirst mich nicht dabei filmen, verschwindet jetzt endlich!“, versuchte er sie los zu werden. Nachdem er sie endlich los war, zog er sich zur Sicherheit eine Badehose an, wo natürlich das Logo von Bepsi zusehen war. Er fühlte sich nämlich etwas beobachtet. Dann stieg Arakita endlich in die Wanne ein und es war direkt ein tolles Gefühl für ihn, welches er nicht wirklich beschreiben konnte. Es war auf jeden Fall eine schöne Abkühlung und er fühlte sich wie neugeboren. Endlich ging sein Lebenswunsch in Erfüllung, am liebsten hätte er vor Freude geweint.
„Er sieht so glücklich aus...“, freute sich Izumida für ihn.
„Ich glaube, ich habe ihn noch nie so glücklich gesehen...“, fiel Kuroda auf.
„Er hat es auf jeden Fall verdient, schließlich hat er viel für unser Team getan“, war Fukutomi der Meinung.
„Ich freue mich auch  für Yasutomo“, lächelte Shinkai wie immer.
„Hey, meine Lieben! Ich bin es wieder euer Jin-chan und ihr fragt euch jetzt sicher, was hier los ist. Arakita, von dem ich euch viel erzählt habe, badet gerade tatsächlich in Bepsi-“ „H-Hey! Steht ihr etwa vor der Tür?! Ich dachte, ich hätte euch endlich verscheucht! Verschwindet verdammt nochmal! Und wenn du das auf YouTube hochlädst, bist du sowas von tot!“ unterbrach Arakita Toudou.
„Ich habe jetzt auch Lust in Bepsi zu baden! Komm mit, Sakamichi!“
Manami nahm sich Onoda mit, der sich eigentlich weigern wollte und sprang mit ihm in die Badewanne. Dadurch spritze er natürlich die anderen nass und auch das Badezimmer sah chaotisch aus.
„Kyaaah! Meine Kamera! Weißt du, wie teuer sie war?!“, meckerte Toudou.
„Was interessiert uns deine Kamera? Meine armen Klamotten...“, jammerte Machimiya.
„Meine Brille... Oh nein... Ich kann nichts sehen...“, war Onoda ebenfalls verzweifelt.
„Manami... Hast du noch alle Bepsiflaschen im Schrank?! Was hast du dir dabei nur gedacht? Idiot!“, schrie Arakita, der auf hundertachtzig war.
„Und wer macht jetzt die Sauerei weg?“, fragte Kuroda in der Runde.
Daran hatte niemand gedacht und wenn es ein Lehrer erfahren würde, gäbe es natürlich großen Ärger. Also blieb ihnen nur eine Wahl: Weglaufen, was sie dann auch taten.
„Ha?! Ihr lässt mich jetzt einfach im Stich?!“
So hatte sich Arakita leider nicht den Tag vorgestellt und musste alles alleine sauber machen. Aber immerhin hatte er noch genug Bepsi da und konnte es jederzeit nachholen.



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Ich kann es nicht glauben, dass ich diesen Shiat geschrieben habe...
Meine Inspiration: https://www.youtube.com/watch?v=a0zUQZ8W6ug
Vielen Dank an Ultimate Despair, der wie immer mein Betaleser ist.
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