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Wicked life

von Anni99
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Newt OC (Own Character)
30.10.2016
09.02.2018
74
100.888
22
Alle Kapitel
93 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
30.10.2016 1.066
 
Hallo!
Ich bastele schon relativ lange an dieser Geschichte herum und konnte mich endlich dazu durchringen, das erste Kapitel zu veröffentlichen! Das ist meine erste Fanfiction und ich bin vielleicht ein bisschen aufgeregt, dass ihr sie jetzt tatsächlich lesen könnt! Ich hoffe einfach, dass ihr beim Lesen so viel Spaß habt wie ich beim Schreiben und ich würde mich natürlich superdoll über Kommentare freuen!
Viel Spaß! :)
Anni
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Verzweiflung.
Das beschreibt meine Gefühlslage im Moment ganz treffend. Außerdem habe ich Angst -und ich weiß noch nicht einmal wovor!
Es ist keine Minute her, dass ich hier aufgewacht bin.
Alleine in einem mir völlig unbekannten Raum.
Er ist mit Holz ausgekleidet, auch alle Möbel sind daraus. Sonnenlicht fällt von zwei Seiten durch offene Fenster und außer dem Bett, in dem ich liege, ist das Auffälligste ein großer Schrank mit unzähligen Schubladen. Doch ich kann mich noch so hektisch umgucken, mich auf noch so viele Details konzentrieren, ich erkenne einfach nichts Vertrautes! Wie bin ich hier hergekommen, wieso liege ich in diesem Bett? Je krampfhafter ich über diese Dinge nachdenke, desto weniger leistungsfähig scheint mein Gehirn zu werden. Unaufhaltsam steigt Panik in mir auf, meine Atmung wird immer schneller, bis ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann! Auf einmal wird eine Tür aufgestoßen und drei Jungen treten ein. Instinktiv springe ich auf und balle die Hände zu Fäusten.
“Hey, keine Panik!”, sagt der Vorderste von ihnen und hebt beschwichtigend die Hände.
Ich weiche einen Schritt zurück und stolpere dabei gegen eine Art Theke mitten im Raum.
“Alles okay?”, fragt der dunkelhäutige Junge und ich stelle erleichtert fest, dass keiner der Drei lacht.
“Wie wäre es, wenn du dich noch einmal kurz setzt und wir erklären dir ein bisschen was”, schlägt ein dunkelblonder Junge freundlich vor und deutet mit einer Hand auf das Bett.
“Jedenfalls das, was du wissen musst, um nicht in nächster Zeit einen Nervenzusammenbruch zu erleiden!”, fügt der dritte von ihnen hinzu. Er hat braune Locken und eine lebensfrohe Ausstrahlung. Immer noch wie benommen komme ich der Aufforderung nach, allerdings taste ich mich eher zurück zum Bett, weil ich Angst habe, den Blick von den drei Fremden abzuwenden.

„Weißt du deinen Namen?”, fragt der vorne stehende Junge mich als Erstes, nachdem ich Platz genommen habe.
Es fühlt sich an, als müsste ich in den hintersten Ecken meines Gehirns nach der Antwort auf diese simple Frage suchen.
Plötzlich beginne ich aufgeregt zu nicken.
„Ja, ich heiße Zoe!”, rufe ich, als würde ich eine unglaublich wichtige Ankündigung machen.
Der Blonde lächelt, ich bemühe mich, es zu erwidern.
Dann wende ich mich wieder dem Anderen zu, der mir aufmunternd zunickt.
„Ich bin Alby und sowas wie der Anführer hier. Es gibt nämlich noch ein paar mehr Menschen, die hier leben, die wirst du alle noch kennenlernen.
 „Äh, die wo genau leben?”, frage ich irritiert und schaue zwischen den Dreien hin und her.
„Okay, das zu erklären wird ein wenig länger dauern”, entgegnet Alby und kratzt sich nachdenklich am Nacken.
„Weißt du was? Mein Stellvertreter Newt hier neben mir wird morgen sowieso noch eine Rundtour mit dir über die Lichtung machen, da beantwortet er dann sicher all deine Fragen!”, erklärt er und klopft dabei dem dunkelblonden Jungen auf die Schulter.
Mein Kopf beginnt beinahe zu kochen vor Verwirrung, aber ich beiße mir auf die Unterlippe und halte all die Fragen zurück, die aus mir herauszusprudeln drohen.
„Woher soll  sie denn jetzt schon wissen, was die Lichtung ist?”, fragt der Junge mit den Locken lachend. „Ach ja, ich bin übrigens Sammy, bevor ich es vergesse!”, fügt er mit einer gespielten Verbeugung hinzu.  „Aber wir wollen sie doch nicht bis morgen komplett in Unwissenheit lassen?”, wendet sich Newt leise an Alby und schielt dabei auf eine Weise zu mir herüber, dass es wirkt, als sei es ihm unangenehm über mich zu sprechen, wenn ich direkt daneben sitze.
„Na dann, Newt, schieß los!”, entgegnet Alby schulterzuckend.
Newt zieht einen Stuhl heran, auf den er sich verkehrt herum setzt, um die Arme auf die Lehne legen zu können. Er wendet sich mir zu und lächelt wieder, als er zu erzählen beginnt.

Sie haben mich in diesen Raum gebracht, weil ich bewusstlos war, als ich hier hergekommen bin. Angeblich lag ich in einer Box, die Newt mir morgen noch zeigen wird.
Sie bringt jeden Monat jemand Neuen auf die Lichtung, wie sie den Ort nennen, an dem die ungefähr fünfzig Jungen leben.
Fünfzig Jungen und jetzt ich, bei dieser Information muss ich schlucken.
Die Tage laufen hier routiniert ab, jeder hat eine Aufgabe, über die ich morgen die Einzelheiten erfahre. Der Gedanke, dass ein normales Leben hier möglich zu sein scheint, sollte mich beruhigen, aber das ist nicht möglich, solange ich nicht weiß, warum ich hier bin! Weiterhin ist es ganz normal, dass ich mich an nichts erinnern kann, außer meinen Namen, erfahre ich.
„Ich muss dich leider enttäuschen, du wirst von deiner Erinnerung auch erst einmal nicht viel zurückbekommen”, erklärt Newt. „Aber weißt du was? Du wirst bald auch so herausfinden, wie du bist und wer du bist. Und wir Anderen kriegen natürlich auch mit, was für einen Charakter du hast.”
Newt zwinkert mir zu und sieht dann auf seine Armbanduhr.
„Ich glaube, das reicht an Informationen für einen Tag. Mit all dem muss man ja auch erstmal klar kommen! Du kannst dich aber schon mal auf heute Abend freuen!”
„Apropos”, wirft Alby ein, „wolltest du nicht auch eigentlich Bratpfanne beim Vorbereiten deiner kleinen Überraschung helfen?”
Newt nickt grinsend und erhebt sich von seinem Stuhl.
„So sieht’s aus. Na dann, man sieht sich bestimmt.”

Nachdem Newt gegangen ist und auch Alby sich wegen irgendwelchen Vorbereitungen verabschiedet hat, bleiben Sammy und ich alleine im Raum zurück.
Von ihm erfahre ich, dass Bratpfanne unser Koch ist, interessanter Name, und dass wir im Grunde auf das Abendessen warten. Sammy erklärt, dass er hier als Sanitäter arbeitet und weil er nichts zu tun hat, wie er berichtet, beginnt er, durch den Raum zu schlendern, der grundsätzlich den Arbeitsplatz der Sanis, wie sie sich nennen, darstellt und außerdem als Krankenzimmer fungiert.
Dabei erzählt er mir von seinen Aufgaben und erläutert die Funktion einzelner Einrichtungsgegenstände. Ein wenig tut es mir leid, dass meine Konzentration fast komplett aufgebraucht ist, deshalb versuche ich wenigstens interessiert auszusehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit wirft Sammy einen Blick aus dem Fenster und ein fröhliches Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus.
„Dann lass uns gehen!”
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