Angel fallen from Sky

von Nami-san
GeschichteMystery, Romanze / P16
30.10.2016
29.03.2019
21
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Hallo ihr lieben Leser und Servamp-Fans :)
Hier ein kleiner Hinweis zu meiner ersten FF in dieser Kategorie: Die ersten Kapitel spielen noch vor der Geschichte in Tokyo, was ihr sicher noch schnell bemerkt. Ich hoffe die FF gefällt euch und ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen, nur so kann ich mich verbessern. Nun viel Spaß beim Lesen.  :)                     LG Nami






''Hast du es nicht etwas übertrieben mit dem Einkauf?'' fragte Lola mich, die auf meiner
Schulter sitzt als Nymphensittich mit gelben und weißen Federn. ''Nein, wie kommst du
darauf?'' hakte ich verwirrt nach. ''Naja, die Tüte ist nicht gerade klein und voll ist sie auch.
Wie viel Zeug zum Malen brauchst du denn noch alles neu? Und hast du nicht schon genug
Pinsel?'' meinte sie daraufhin. ''Von meinen Pinseln habe ich heute Mittag welche aussortiert,
die schon alt und nicht mehr so schön aussahen. Und man kann nie genug Farbe mitnehmen.''
murmelte ich. Die Leute, an denen ich vorbei lief, sahen mich komisch an, so als würde ich
Selbstgespräche führen. Manchmal vergesse ich, dass die Menschen um mich herum Lola
in ihrer Tiergestalt nicht sprechen hören können. Bei einem Bücherladen stoppte ich.
''Oh man. Bald brauchst du noch ein neues Regal, wenn du weiterhin so viele Bücher liest.''
seufzte der Servamp der Eitelkeit. Ihre Bemerkung ignorierend, betrat ich den Buchladen.
Neugierig sah ich mich um. Krimis, Thriller, Romanzen, …..... ah! Da ist es. Die Abteilung
der Fantasy-Bücher. Fantasy mag ich am liebsten. Sie inspirieren mich oft für neue Bilder.
Nach was weiß ich wie viel langer Zeit lief ich mit drei Büchern im Arm zur Kasse um sie
zu bezahlen. Bevor wir zurück zum Hotel gingen, holten wir uns Sushi zum Abendessen.
Heute hatte ich nämlich ausnahmsweise mal keine Lust auf das Essen im Hotel.
In unserer Luxus Suite angekommen, legte ich die Bücher auf dem Tisch ab. Wenn ich
wieder Zuhause in Tokyo bin, kann ich sie ins Regal zu den anderen Büchern räumen, aber
erst nachdem ich sie gelesen habe. Lola fiel bereits übers Essen her während ich noch
Pinsel, Stifte und so wegräumte bevor ich auch aß. ''Sag mal Hinami, musst du dich nicht
langsam fertig machen?'' hakte Lola nach und schaute dabei auf die Uhr an der Wand. Ich
folgte ihrem Blick zur Uhr, verschluckte mich dabei fast am Sushi. Schnell stopfte ich mir
die restlichen drei Stück noch in den Mund und eilte zum Kleiderschrank.
Dort holte ich mir ein weißes Freizeitkleid heraus. Es ist trägerlos, fällt von der Taille an
locker ab und hat an der Taille ein schwarzes Band, welches am Bauch zu einer Schleife
gebunden ist. Im Bad schminkte ich mich noch mit schwarzen Kajal und Mascara ehe
ich in meine schwarzen Sandaletten mit fünf Zentimeter Absatz schlüpfte, meine Tasche
und Schlüssel griff. ''Und du bist dir sicher, dass du nicht mitkommen willst?'' fragte
ich meinen Servamp nochmal sicherheitshalber. ''Ja. Klassische Musik ist nicht so meins.''
rief sie. Schulterzuckend verließ ich das riesige Hotelzimmer. Ihr Pech. Eigentlich höre ich
auch keine klassische Musik, doch Licht Jekylland Todoroki sein Klavierspiel soll einzigartig
sein. Das hat mich eben neugierig gemacht. Außerdem bin ich einmal in Österreich,
warum also nicht. Beim Konzert saß ich im Saal ganz vorne in der ersten Reihe.
Sobald der Pianist begann zu spielen, fand ich mich zurückversetzt in meiner
Kindheit wieder. Ich war acht Jahre alt und meine Großmutter hat oft mit mir gemalt.
Sie war eine der besten Malerinnen. Ich wollte so gut malen und zeichnen können wie sie.
Wenn du etwas malen oder zeichnen willst, dann stell es dir bildlich vor wie es aussehen
soll, hab das Bild immer vor Augen. Den Satz hat mir Großmutter oft gesagt, wenn ich
es gerade einfach mal nicht auf die Reihe bekam. Auch an ihrem Sterbebett hat sie mich
nochmal daran erinnert. Der Tag, an dem Großmutter starb, war bisher der traurigste Tag in
meinem Leben. Meine Eltern haben mich nie unterstützt, dennoch hab ich es geschafft.
Nun bin ich selbst eine bekannte Künstlerin. In verschiedenen Ländern sind hier und da ein
paar Bilder von mir in Kunstmuseen zu sehen. Auch habe ich schon einige meiner Bilder
an verschiedene Leute verkauft, die sich für Kunst interessieren. All meine Erinnerungen an
die Vergangenheit mit meiner Großmutter spielte sich vor meinem inneren Auge ab, dazu
erklang die wunderschöne Musik des jungen Pianisten, den ich wie gebannt anstarrte. Erst als
es zuende war, bemerkte ich Tränen an meinen Wangen. Hab ich tatsächlich ein paar
Tränen geweint? Schnell wischte ich diese mit dem Handrücken weg. Gut dass ich wasserfeste
Schminke genommen hatte. Licht Todoroki stand auf um sich zu verbeugen. Jubelschreie und
lauter Applaus brach aus, auch ich klatschte fleißig mit. Bevor er die Bühne verließ, glitt sein
Blick nochmal durch die Halle. Für einen kurzen Moment schien sein Blick an mir haften zu
bleiben, vielleicht bildete ich mir dies auch nur ein.
Wieder im Hotel, fand ich Lola auf dem Sofa vor. Mein Laptop auf ihrem Schoß. ''Was machst
du denn noch um diese Uhrzeit an meinem Laptop?'' fragte ich skeptisch. Scheinbar bemerkte
sie mich erst da. Blinzelnd sah sie mich mit ihren roten Augen an. ''Na Onlineshopping. Was
denn sonst?'' gab sie irritiert von sich. ''Schon wieder? Erst heute Morgen kam doch schon
eine Lieferung für dich. Es waren fünf Paar Schuhe und drei neue Kleider. Was ist es diesmal?''
meinte ich daraufhin. ''Ich such gerade nach neuen vielversprechenden
Körperpflegeprodukten.'' murmelte sie, den Blick fest auf den Bildschirm gerichtet. Seufzend
setzte ich mich aufs Fensterbrett und wollte mich mit dem Rücken gegen die Fensterscheibe
lehnen. Was ich nicht bemerkt habe ist, dass das Fenster offen ist. Offenbar hat Lola es in
meiner Abwesenheit aufgemacht. Mit einem erschrockenen Aufschrei fiel ich aus dem
20. Stockwerk. Das wars dann wohl. Nie hätte ich gedacht, dass mein Leben mit 18 schon
vorbei ist. Tja, so schnell kann es gehen. Ich kniff die Augen zusammen und wartete auf den
Aufprall, aber der kam nicht.




Lichts Sicht:

Gerade bin ich ohne diesen Drecksigel, den ich Zuhause gelassen habe, spazieren, auf der
Suche nach einem Baum zum Hochklettern. Unterwegs zum Park habe ich ständig dieses Bild
von dem blonden Mädchen im Kopf. Diese schöne helle Haut, ihre himmelblauen Augen...
und dieses lange, engelsblonde Haar, welches ihr in großen Wellen bis zur Hüfte reicht.
Sie sah aus wie ein Engel. Kaum habe ich diesen Gedanken zu Ende geführt, höre ich einen
spitzen, schrillen Aufschrei. Verwirrt blicke ich nach oben und sehe eine Person vom Himmel
fallen. Sofort lief ich ein paar Schritte weiter nach vorn, sprang mit meinen Stiefeln hoch
bis zum 3. Stockwerk und hob meine Arme um sie aufzufangen. Elegant landete ich mit
meinen Füßen wieder am Boden. Das Mädchen hat die Augen noch zusammengekniffen.
Ich kann meinen Blick nicht von ihr abwenden. Als sie ihre Augen öffnete und ich direkt in ihre
himmelblauen Seelenspiegel sah, musste ich schlucken. Das ist doch das Mädchen vom
Konzert. Eindeutig! Perplex schaut sie zu mir hoch. ''Ähm...'' begann sie. Ihr Mund blieb
leicht offen stehen. Sie weiß wohl nicht was sie sagen soll. Da ist sie nicht die Einzige,
der es die Sprache verschlagen hat.
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