Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Fighting The Angels

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Samu Haber
29.10.2016
23.12.2021
233
295.950
37
Alle Kapitel
1.006 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.05.2021 1.179
 
Danke für Eure Reviews und die Favoriteneinträge!

Viel Vergnügen!


221


„I know you wanna see me falling out, falling out the window ...“*

Lauthals grölte der Single-Engel den Text, während er in leichten Schlangenlinien auf dem Bahnsteig lief.  Amor grinste breit vor sich hin, der kleine Fiesling hatte eindeutig zu viel ins Weinglas geguckt an diesem Abend. Sie hatten richtig gut gegessen, Ihr Kumpel hatte es küchentechnisch voll drauf und dazu hatte es natürlich was leckeres zu trinken gegeben. Bei einem guten Glas Wein hatten sie dann nochmal über die Bitsch gesprochen und Amor konnte sich noch immer darüber aufregen, dass die ihnen offenbar bis nach Schweden gefolgt war. Natürlich hatte der kleine Fiesling mal wieder kein Verständnis dafür gehabt, dass alle davon genervt waren und hatte sich dann intensiv dem Weingenuss gewidmet. Nun war er voll wie eine Haubitze und trällerte tatsächlich den Song vor sich her, über den er normalerweise immer nur lästerte, als zu weichgespült ...

„I know you wanna see me crashing down, crashing with my plane ...“*

Die Arme gingen auseinander als ob er fliegen würde, hüpfte dabei hin und her, es musste ein Flug mit starken Turbulenzen sein. Leicht kam der Single-Engel ins Trudeln und Amor fing lauthals an zu lachen: „Pass auf, nicht dass du nicht vor die nächste U-Bahn fliegst!“
Der Fiesling drehte sich um, zeigte ihm galant den Mittelfinger und grölte weiter

„Baby, I'm way too young to die ...“*

Leicht kam der Single-Engel ins straucheln und kam der Bahnsteinkante gefährlich nahe. Beherzt griff Amor nach seinem kleinen, sehr betrunkenen Widersacher, damit der nicht auf die Schienen fallen würden und zog ihn zurück. Ihn einfach so ins Verderben stürzen lassen, dass konnte er dann doch nicht zulassen, obwohl es ein verlockender Gedanke war. Dabei fiel der Fiesling dann gegen Amor, sodass sich beide auf dem Hosenboden setzten. Der kleine Fiesling grinste breit, strubbelte dann durch Amors Haare und sang die nächste Zeile

„But I'll help you get over me ...“*

Amor befreite sich vom Fiesling, stand wieder auf und grinste den Single-Engel an: „Doch ein cooler Song, oder?“
Der fiel ihm nun fast um den Hals, sah ihn für einen Moment irritiert an, grinste dann: „Yeah Baby, die Mädels werden ausrasten … Ich will BHs und Höschen auf der Bühne sehen … Und dann ab in die Kiste ...“
Nun verdrehte Amor die Augen, er würde es nie verstehen, dass die Zeiten der Vergangenheit angehörten. Diskutieren war in dem Zustand, in dem sich der Fiesling gerade befand, sinnlos und so sagte er besser nichts dazu. Stattdessen sah er zu, dass er ihm hinterherkam, denn er war schon Richtung Rolltreppe unterwegs, um aus der U-Bahn raus zukommen und er bezweifelte, dass der es schaffen würde, unfallfrei nach oben zu kommen …


Fest hielt Samu seine Ty im Arm. Anders als eigentlich geplant, waren sie nun mit der U-Bahn nach Hause unterwegs. Ty hatte darauf bestanden, dass sie die U-Bahn nehmen, denn sie ging davon aus, dass Sabine nicht die Chance gehabt hatte, ihnen bis zu Sven zu folgen. Ihren Mietwagen hatten sie stehen lassen müssen, er hatte zwei Gläser wein getrunken und er liebte seinen Führerschein. Er hätte aus Sicherheitsgründen das Taxi bevorzugt, hatte aber Tyra dann nachgeben, war daher nun extrem Aufmerksam und scannte immer wieder ihre Umgebung ab, nachdem sie die U-Bahnstation verlassen hatten.  Er hatte Ty Recht geben müssen, die Gefahr, dass Sabine ihnen gefolgt sein könnte war doch eher unwahrscheinlich, weil sie einfach nicht wissen konnte, dass sie bei Tys freunden gewesen waren. Das einzige, was passieren könnte, dass sie ihnen vor dem Haus auflauern könnte, was dann aber auch mit dem Taxi passieren könnte …
Samu entdeckte zumindest nichts auffälliges, war aber froh, als sie im Haus drinnen waren. Sie lächelte Samu an: „Schau, ich hatte recht! Wenn wir Glück haben, weiß die gar nicht, wo ich wohne, vielleicht hast du sie rechtzeitig genug gesehen!“
Er nickte leicht: „Das hätte eindeutig was!“
Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Wange, griff dann nach seiner Hand und sagte leise: „Komm! Ich bin müde …“ Sie zog ihn hinter sich her, die Treppen rauf. Oben angekommen, schloss sie die Tür auf und gingen in die Wohnung rein. Nachdem die Tür geschlossen war, zog Samu seine Freundin in seinen Arm, suchte ihre Lippen und küsste sie zärtlich: „Was für ein Tag ...“
Sie nickte, gähnte verhalten: „Das stimmt! Die ist echt lästig!“
Er nickte leicht: „Oh ja! Ich weiß nicht, was die sich davon erhofft, hier aufzukreuzen. Als ob ich dich für sie stehen lasse … Sollte sie doch eigentlich langsam begriffen haben!“
Ty lächelte ihn an: „Danke Liebster! Aber mit rationalen Denken ist da einfach nichts mehr zu machen, befürchte ich! Überleg doch mal, was die schon alles gebracht hat! Das ist krankhaft, die braucht eine Therapie …“ Nochmals gähnte sie: „Und ich ein Bett ...“
Samu lächelte Ty an: „Dann sollten wir jetzt schnell schlafen gehen ...“
Er gab sie frei, sie zogen ihre Jacken und Schuhe aus und Ty verschwand auf den direkten Weg ins Bad, während Samu schon mal ins Schlafzimmer ging, um sich auszuziehen. Als Ty aus dem Bad kam, war es ihm und Samu machte sich für die Nacht fertig. Zurück im Schlafzimmer, war Ty schon ins Bett gekrochen. Samu krabbelte zu ihr unter die Decke. Sie kuschelte sich in seinen Arm und zärtlich sagten sie sich gute Nacht. Während Tyra schnell einschlief, blieb Samu wach liegen. Eigentlich hätte er auch noch aufbleiben können, er war noch nicht wirklich müde gewesen, aber er hatte keine Lust gehabt alleine im Wohnzimmer noch irgendwas im Fernsehen zu sehen. In Gedanken ging er den Tag nochmal durch und überlegte, ob er wirklich richtig geschaut hatte, ob es wirklich Sabine gewesen war, die er gesehen hatte. Immer wieder liefen die Bilder wie ein Film vor seinen Augen ab und am ende war er sich dann doch sicher, dass sie es gewesen war. Dieser Gedanke, dass sie ihm offenbar überall auflauern könnte, der machte ihn wütend. Wütend auf sich, dass er sich überhaupt auf sie eingelassen hatte. Wütend darauf, das er keine wirkliche Möglichkeit hatte, sie von sich und vor allem vor Tyra fern zu halten. Durch seinen Fehler hatte er ihr vielleicht jetzt noch unbewusst gezeigt, wo Ty wohnte.  Der Gedanke, dass die ihr auflauern könnte, gefiel ihm überhaupt nicht.  Nun war er doppelt froh, dass Tyra zu ihm zeihen wollte. Zwar könnte Sabine ihr da auch auflauern, schließlich war sie schon vermutlich mehrfach am Haus gewesen, aber da würde er dann die meiste Zeit auch anwesend sein, so dass er Ty beschützten konnte, wenn nötig, körperlich sollte Sabine nicht wirklich etwas gegen ihn ausrichten können ,,,
Samu hoffte, dass Sabine irgendwann doch mal das Interesse an ihm verlieren würde und sich an einen anderen Promi hängen würde, schließlich war sie in seinen Augen nur daraus aus, durch eine Beziehung ins Rampenlicht zu kommen …
Noch bevor er einschlief beschloss Samu, dass er am nächsten Tag endlich ihre kleine Auszeit buchen würde, sie hatten sich diese nach der Zeit nun wirklich verdient …

* Help you hate me / Sunrise Avenue
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast