Ehm...Eh...definitiv kein Softporno und kein Schulprojekt

KurzgeschichteFamilie, Sci-Fi / P12
Andrej "Tschick" Tschichatschow Maik Klingenberg OC (Own Character)
26.10.2016
26.10.2016
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Wir fuhren nun schon seit Stunden. Gelangweilt sah ich aus dem Fenster und betrachtete die Bäume beim vorbeifahren.

Plötzlich erhob Tschick seine Stimme:
"Was gibts da draußen interessantes zu sehen?"
"Bäume die vorbeifahren..."
"Aber...fahren nicht eher wir vorbei?"
"...Bäume die vorbei stehen..."

Nun schwiegen wir wieder... Ich überlegte kurz, ob ich die Konversation irgendwie wieder "entfachen" sollte, doch ich wurde unterbrochen. Von mir selbst. Ziemlich unhöflich, wenn man so darüber nachdenkt. Eine neue Dimension von Selbsthass...

Tschick sah zu mir herüber als hätte ich gerade alle seine potenziellen Mütter beleidigt.
Ich zog kurz die Augenbrauen zusammen.
"Hab ich...das gerade laut gesagt...?"
"Was denn?"
"Ehm...nichts..."
Er sah mich prüfend an.
"Hast du Hunger oder so...?"
"NEIN!"
"ok. ok. Beruhig dich..."

Er holte eine Banane zwischen seinen Beinen hervor, welche er zuvor wohl unter dem Sitz verstaut hatte. Ich sah ihm einige Minuten zu, wie er erfolglos versuchte seine Banane aus der Schale zu befreien. Dann trafen sich unsere Blicke und ich wusste...er hatte mich erwischt. Ich wurde leicht rot.

Verlegen blickte er mich an.
"Kannst du vielleicht meine Banane herausholen? Ich habe nicht genug Hände frei..."

Meine Hände fingen, nur bei dem Gedanken diese Banane zu halten, an zu zittern. Ich schluckte.
"KLAR!"

Tschick lachte.


"Halt an."
"Was?"
"Ich meine es ernst. Halt an."
"Ja , aber warum...?"
"Tu es einfach, ok?"

Der Wagen kam in der Mitte der Spur zum stehen. Niemand interessierte es. Es waren keine anderen Autos auf der Strasse. Nur wir. Ganz. Allein.

"Steig aus."
"Maik. Was soll das werden?"
"Vertrau mir, ok? Ich bin mir sicher es wird dir gefallen..."

Er seufzte, öffnete aber die Wagentür und begab sich nach draußen. Nebel hatte sich gebildet und es wurde langsam dunkel. Nun stieg auch ich aus und watete durch die trübe Suppe auf Tschicks Seite des Autos.

"Lehn dich, mit dem Rücken zu mir, gegen die Motorhaube."
"Maik! Was-!?"
"Bitte...ich...ich brauch das..."

Tschick sah mich mit knallrotem Kopf und erschrockenem Gesichtsausdruck an. Ich konnte nichts anderes als ihm in die Augen zu sehen. Ich konnte mich nicht bewegen, keinen klaren Gedanken fassen, während mich seine Augen...so...ansahen. Es hätten Stunden, Tage, Wochen vergehen können , bis er sich endlich umdrehte und sein BLICK nicht mehr auf mir lag wie ein Zentner schwerer Sack voller einweg Kugelschreiber.  

Ich legte meine Hand auf seinen Rücken und spürte seine WÄRME. Er lehnte sich etwas zurück und ich lenkte meine Hand etwas nach oben. Langsam arbeitete sie sich weiter, bis sie an seinem Hals angekommen war. Ich fühlte das Schaudern, welches sich durch meine Berührungen in ihm aufbaute. Meine Hand verweilte einige Zeit an seinem Hals, bis sie noch ein Stückchen weiterfuhr. Sie zog sich sanft durch seine Haare und blieb an seinem Hinterkopf hängen. Plötzlich griff sie seine Haare fest und riss seinen Kopf nach unten. Dieser kollidierte unsanft mit der Motorhaube und erzeugte ein magenumdrehendes Geräusch. Doch meine Hand zeigte keine Gnade. Immer und immer wieder schlug Tschicks Kopf gegen die Motorhaube. Nach einer halben Ewigkeit hörte sie endlich auf. Tschicks lebloser Körper lag halb auf der Haube, doch er fing schon an herunter zu rutschen.

Ich betrachtete meine Hand.
"So unhöflich, mein Körper...",
murmelte ich.
Mein Blick wanderte wieder zu Tschick. Die Ganze Motorhaube war von seinem Blut blau gefärbt. Warte...Blau?


Maik blinzelte. Er war zuhause. In seinem Bett. Nackt. Das war immer ein gutes Zeichen.
Neben ihm lag Tschick. Ebenfalls nackt. Tschick starrte konzentriert auf sein IPad.

"Was tust du da?"
"Ich lese mir grade irgendso einen Mist durch. In der Beschreibung stand, es geht um Bananen. Einfach nur sau dumm... Da stand auch was mit irgendeinem Vater, aber der kommt in der ganzen Geschichte nicht einmal vor..."
"Warum...liest du sowas?"
"Alter, ich mag Bananen."

Er sah ihn kurz prüfend an. War das Thema abgeschlossen?

"Aber die Person die diesen Scheiss schreibt, hat doch echt Probleme. So dumm kann doch keiner sein."

Mit einem Stöhnen drehte Maik ihm seinen Rücken zu.


Mit einem lauten Knall schloss die Grundschullehrerin das Buch.
"Und so Kinder, fühlt sich Sex an."
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