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All I've ever needed [Soulmate AU]

Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P12 / Gen
23.10.2016
23.10.2016
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Diese Geschichte ist für meine beste Freundin.
Ich hoffe, sie gefällt dir.
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„Jedenfalls sind wir super glücklich und- Oh..Yuki, es tut mir leid ich“ mitleidig sah Ryoko Sakaki ihre beste Freundin – Yuki Yoshino – an, als sie zusammen durch die Gänge der Totsuki-Saryo-Kochakademie wanderten.
"Was? Oh, nein, mach dir keine Sorgen, mir geht es gut" das Lächeln des sonst so aufgedrehten Mädchens wirkte gezwungen "Ich meine, du und Ibusaki seid frisch zusammen und ich bin deine beste Freundin, natürlich möchtest du mir davon erzählen."
Plötzlich nahm Ryoko sie in den Arm "Du wirst ihn finden. Das weiß ich...und er kann sich glücklich schätzen jemanden wie dich in seinem Leben zu haben" sagte sie, bevor sie von Yuki abließ und ihr ein aufmunterndes Lächeln schenkte.
Yuki nickte und gab ein leises Seufzen von sich "Ja, wahrscheinlich hast du recht."
"Natürlich habe ich das" antwortete Ryoko mit einem kleinen Grinsen "Wir reden später weiter, okay? Ich muss jetzt los."
"Bis dann" verabschiedete Yuki sich von Ryoko und sah ihr hinterher, als sie die Akademie verließ.

Mit gerunzelter Stirn schob sie ihren linken Ärmel hoch und betrachtete das schwarze, verschnörkelte 'Z' auf ihrem Handgelenk.
"Wo bist du bloß..?" flüsterte sie leise und hoffte fast schon auf eine Antwort ihres Seelenverwandten.
Sie konnte den Tag, an dem das kleine 'Z' auf ihrem Handgelenk in gold erstrahlte kaum erwarten, denn genau das geschah wenn man seinen Seelenverwandten zum ersten Mal küsste.
Der zuvor schwarze Buchstabe verblasst zu einem hellen Goldton.
Nun könnte man sagen: 'Warum küsst sie dann nicht einfach jeden dessen Namen mit einem Z beginnt und wartet ab was passiert?'
Die Sache ist; Küsst man den falschen, verblasst der Buchstabe und das Band, das die zwei Seelenverwandten - selbst vor dem ersten Treffen - verbindet wird durchtrennt.
Aber das war nicht Yukis einziges Problem.
In letzter Zeit fanden plötzlich alle ihre Seelenverwandten.
Zuerst Megumi, dann Erina und nun auch Ryoko.
Es schien, als sei nur sie dazu verdammt Tag ein Tag aus allein mit den glücklichen Paaren zu verbringen.


In der Zwischenzeit machte sich Ryoko auf den Weg zum Polarstern Haus um sich mit ihrem Freund zu treffen, doch kaum hatte sie das Wohnheim betreten hörte sie, wie sich zwei Leute lauthals streiteten.
Dies war zwar nichts Ungewöhnliches für das Polarstern Haus, aber diesmal waren es nicht die üblichen Streithähne, sondern Ryokos Freund Shun Ibusaki und dessen bester Freund Zenji Marui.
"DANN SPRICH MIT IHR! SAG IHR WAS DU FÜR SIE EMPFINDEST UND NICHT MIR!" dies war unverkennbar die Stimme von Shun.
"ICH KANN NICHT!" war Zenjis Antwort.
Ryoko folgte den Stimmen und kam letztendlich an Zenjis Zimmer an und obwohl sie wusste, dass es falsch war konnte sie nicht anders, als dem Gespräch der beiden Jungen zu lauschen.
"Wieso denn nicht?!" stöhnte Shun genervt.
"Ich weiß ja nicht, ob es dir schon aufgefallen ist, aber ich bin eine ziemliche Lusche!" daraufhin nickte Ryoko zustimmend, auch wenn niemand sie sehen konnte "Was soll ich denn sagen? 'Hey, Yoshino! Du-" viel weiter kam Zenji gar nicht, denn Ryoko hatte bereits die Tür aufgerissen und sah diesen mit großen Augen an.
"Du. Stehst. Auf. Yuki." brachte sie nach einer langen, unangenehmen Stille heraus.
"Was? Ich? Pff, nein...ich...also..." stammelte Zenji, während Shun hinter seinem Pony die Augen verdrehte.
"Ja, das tut er...irgendwelche Tipps?" fragte er seine Freundin, nachdem er sie mit einem kleinen Kuss auf die Stirn begrüßt hatte.
"Oh ja..." war deren Antwort und ein Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit.

~~~~ Am Abend ~~~~

Erneut stand Ryoko vor Zenjis Zimmer, diesmal mit Yuki an ihrer Seite.
"Ryoko, muss das sein? Mir ist wirklich nicht nach feiern und-" Ryoko unterbrach das zierliche Mädchen.
"Es ist zu deinem Besten, glaub mir" mit diesen Worten klopfte Ryoko an Zenjis Tür, die auch kurze Zeit später von diesem geöffnet wurde.
"Marui" begrüßte Yuki den etwas blass aussehenden Jungen, als sie und Ryoko dessen Zimmer betraten in dem sich bereits der Großteil des Wohnheims versammelt hatte.
"Y-Yoshino..." er nickte ihr zu und bot ihr etwas zu trinken an.
"Bis jetzt verläuft alles nach Plan" sagte Ryoko aufgeregt, während sie die zwei - mit Shun an ihrer Seite - beobachtete.

Es dauerte nicht lange und die Party war im vollen Gange.
Jeder schien sich zu amüsieren - abgesehen von Yuki, die auf Zenjis Bett saß und wartete, dass das Ganze ein Ende nahm.
"Hey, Yoshino...alles in Ordnung?" fragte Zenji das Mädchen und setzte sich neben sie.
"Wie? Ja. Ja, alles bestens..." log sie.
"Du lügst" sagte Zenji bloß.
Er hatte zwar schon einiges getrunken, aber so klar war er dann doch noch.
"Was? Nein! Wieso sollte ich dich anlügen?" fragte Yiki abwehrend.
Zenji sah sie lange an bevor er antwortete "Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht alles, aber was ich weiß ist, dass du gerade lügst und dass du unglücklich bist. Ich kenne dich."
Das stimmte, Zenji kannte sie.
Bevor Shun und Ryoko ein Paar wurden unternahmen die vier viel zusammen und dann, als Shun und Ryoko erkannten, dass sie für einander bestimmt waren, verbrachten Yuki und Zenji viel Zeit miteinander.
Und irgendwo, zwischen ihren sinnlosen Streits, den unlustigen Witzen und den langen Unterhaltungen über Gott und die Welt, hatte Yuki begonnen mehr für Zenji zu empfinden.
Anfangs hoffte sie noch, dass das 'Z' auf ihrem Handgelenk für Zenji stand und dass er womöglich dasselbe für sie empfand, doch mit der Zeit hatte sie aufgegeben.
Vielleicht wünschte sie sich deshalb so sehr ihren Seelenverwandten zu treffen.
Vielleicht hatte sie deshalb immer weniger Zeit mit Zenji verbracht und sich von ihm distanziert.
Vielleicht wollte sie sich einfach nicht mehr so fühlen wie in diesem Augenblick.
"Yoshino?" fragte Zenji leise "Bitte sag mir was los ist? Wieso bist du in letzter Zeit so traurig? Wieso gehst du mir aus dem weg"
Plötzlich überkam Yuki eine ungeheure Wut "Du möchtest wissen was los ist? Bitte! Ich ertrage es nicht mehr dich jeden Tag zu sehen und zu wissen, dass du nicht das selbe für mich empfindest wie ich für dich! Ich ertrage es außerdem nicht zu wissen, dass da draußen irgendwo deine Seelenverwandte ist. Das perfekte Mädchen für dich, das du eines Tages heiraten wirst, während du mich vergisst-" vielleicht lag es daran, dass Yuki ihm soeben ihre Liebe gestanden hatte, oder aber auch daran, dass er nicht mehr ganz nüchtern war, aber mit einem Mal presste Zenji seine Lippen sanft auf Yukis und küsste sie.
In diesem Moment war es Yuki egal ob Zenji ihr Seelenverwandter war, oder nicht.
Es war ihr auch egal, dass alle im Raum sie anstarrten.
Zum ersten Mal seit langem war sie glücklich.
Langsam löste sich Zenji von ihr.
Er sah kurz auf sein Handgelenk und dann wieder in Yukis Augen und mit einem kleinen Lächeln sagte er; "Wie könnte ich jemals meine Seelenverwandte vergessen?"
 
 
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