shakespeare syndrome

OneshotDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
Kuramochi Youichi Miyuki Kazuya OC (Own Character)
20.10.2016
20.10.2016
1
6153
5
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
S H A K E S P E A R E  S Y N D R O M E

people are most vulnerable under the stars,
their soft-spoken wonder at the vastness of the universe,
a spiraling descent into love.

Die unglückliche Nachricht, die alles zerstören und ihr aller Leben auf verheerende Weise verändern sollte, kam unerwartet, wie ein heran wirbelnder Sturm. Keiner von ihnen hätte erwartet, dass sich der Verlauf des ganzen Ereignisses in eine so grauenvolle Richtung wenden würde. Keiner hatte auch nur im Geringsten gewusst, dass der Schritt des Schicksals alles unter sich zerdrücken wurde, um nur Fundamente eines früheren Lebens zu hinterlassen.
Er atmete tief ein und aus, um sich zu sammeln. Er wagte es nicht seine Tränen fallen zu lassen, wie sein eigenes Herz, was vor einigen Jahren für ein anderes gefallen war. Aber sein Herz hatte keine Flügel und das andere keine Arme, um es aufzufangen. Es hatte noch nie wirklich gewusst, wie man etwas so zerbrechliches in seinen Händen halten kann, ohne, dass es kaputt geht. Und deswegen fiel sein Herz in einen endlosen Abgrund in dem ihn Kummer und Leid erwartete, in Mengen eines ganzen Ozeans. Doch sein Herz war nicht in der Lage dazu gewesen einen Ozean zu verschlingen und  in sich aufzunehmen, auch wenn die Augen des anderen genau dieses in sich trugen.
Und weil diese Augen die Tiefe der unbekannten Meere in sich hielten und seine Augen nur goldenem Gestein ähnelten, sank er auch wie ein Stein an den Grund des Bodens und schaffte es auch nicht mehr heraus. Doch er wollte nicht ertrinken. Er wollte nicht in einem Meer ertrinken, was so kalt und unpersönlich war. Ein Meer, was so viele Gefahren und Geheimnisse beherbergte und sie niemanden offenbarte. Und so zerbrach er dann in kleine Bruchstücke und wurde von den Wellen in alle Himmelsrichtungen getragen, niemals wieder in der Lage sich selber zusammen zu setzen. Und obwohl er sich selber für den Ozean zerlegt hatte, so konnte Gold nicht in der Kälte schmelzen und eins mit dem Wasser werden. Er war viel zu kalt, als, dass er jemanden zum Schmelzen bringen könnte.
Und weil er niemanden in sich hinein lassen konnte, ertrank er in seinem eigenen Meer und erfror an seiner eigenen Kälte. Aber sogar dann, als ein Herz aus flüssigem Gestein und Augen aus Gold ihm die Hand reichten, nahm er die Wärme nicht in sich auf.

Er war so ein Idiot, schrie nicht nach Hilfe, obwohl er sie so sehr brauchte, dachte er sich und sank tiefer in den gemütlichen Ledersessel, der auch das einzig gemütliche an diesem Raum und seiner jetzigen Situation darstellte. Er wollte hier nicht sein. Er hatte hier nichts zu suchen. Wieso war er nochmal hier? Du brauchst Hilfe, hatte Ryosuke-senpai gesagt. Du darfst nicht so enden wie er, hörte er Yuuki-senpais Stimme in seinem Kopf. Wir wollen sowas nicht noch einmal durchmachen müssen, Chris-senpais Gesicht erschien vor seinem inneren Auge. Als ob mir dieser Mist irgendwie weiter helfen würde, meinte er in Gedanken und starrte an die Decke.
Er saß schon seit mehreren Minuten in diesem Raum und weigerte sich dazu mit der Frau zu reden, die sich gegenüber von ihm auf einem Stuhl niedergelassen hatte. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt wie ein kleines, bockiges Kind, was nicht bekam, was es wollte. Womöglich jeder würde auch sagen, dass er sich sehr kindisch benahm, weil diese Frau ihm zu helfen versuchte. Seine dunklen Haare waren schon seit Langem nicht mehr mit irgendeinem Gel nach Oben frisiert worden und hingen ihm auch heute schlaff und glänzend über die Stirn und bedeckten fast seine Augen, unter denen sich sichtbare Augenringe gebildet haben. Wann hatte er zuletzt richtig geschlafen? Er kannte die Antwort auf diese Frage nicht.
Er fühlte sich nicht gut. Er kam sich wie ein Fisch an Land vor, wie ein Fleischfresser, der sich von Pflanzen ernähren muss, wie ein Mensch mit nur der Hälfte seines Herzens. Wenn er überhaupt noch irgendetwas hatte, was man annähernd als Herz bezeichnen konnte. Es war damals mit einem anderen gestorben.

don’t look for my heart,
the beasts have eaten it.

„Du willst also immer noch nicht mit mir reden?“
Der junge Mann vor ihr antwortete erst gar nicht auf ihre Frage, denn er wusste, dass sie die Antwort kannte. Nur über seine Leiche, dachte er und fügte noch einmal in Gedanken hinzu, dass es ja nicht viel gebraucht hatte, bis er wirklich eine gewesen wäre. Irgendwelche Vollpfosten müssen ja immer alles kaputt machen. Er verstand nicht einmal, wieso er hier war. Wer bezahlte überhaupt die Rechnung für diesen überteuren Mist? Seine Familie konnte sich diesen Luxus bestimmt nicht leisten. Aber wenn er ehrlich sein sollte, hatte er ihnen nicht einmal über die letzten Ereignisse erzählt und würde es höchst wahrscheinlich auch niemals tun. Er hatte nicht vor auch noch den Zorn seines Großvaters und die Sorgen seiner überfürsorglichen Mutter auf sich herab zu holen. Wenn er aber länger darüber nach dachte, hatte er ja eh nicht mehr viel Kontakt zu ihnen. Manchmal kam ein Brief seiner Mutter bei ihm an, den er aber nicht beantwortete. Ab und zu ein kurzes Telefonat und das war auch wirklich das einzige, was bei seinen familiären Beziehungen so ablief.
Er sollte sich schuldig dafür fühlen, dass er seine Mutter so von sich stieß, doch das war seine eigene und einzige Art, wie er vor ihr verbergen konnte, was für ein Versager er eigentlich war. Wie zerbrochen er war. Und wie schrecklich es ihm ging. Sie hatte schon genug Probleme in ihrem Leben, da konnte sie sich nicht auch mit denen ihres inkompetenten Sohnes rumschlagen. Er wollte, dass sie glücklich ist und ihre Freude nicht mit seinem eigenen Kummer zerschmettern. Sie sollte niemals wissen, wie undankbar er für das Leben war, was er ihr gegeben hatte und wie wenig er es wert schätzte. Sie wäre zu tiefst enttäuscht von ihm, wenn sie von dem Vorfall erfahren würde. Er schüttelte den Kopf, um diese Gedankengänge aus seinem Kopf zu verbannen.

„Denkst du an deine Familie? Und was sie von der ganzen Sache hier halten würde?“

Er hätte sich fast an seiner eigenen Spucke verschluckt. Woher…? Er versuchte die Maske des Unantastbaren auf zu behalten, doch spürte wie etwas von seiner Fassade abbröckelte. Die Frau vor ihm, bemerkte das natürlich sofort und nutzte es aus, um ihm zum Sprechen zu bringen.
„Woran ich das bemerkt habe? Dein steinharter Blick ist sanfter geworden. So kühle Augen wie deine können nur durch den Gedanken an die Liebenden erwärmt werden.“
Er zuckte gespielt desinteressiert mit den Schultern. Sie wusste aber, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte und redete unbeirrt weiter. „Ich kann mir denken, dass du ihnen nichts erzählt hast.“ Er erwiderte nichts auf ihre Vermutung, so wie er auch für den Rest dieser Stunde nicht vor hatte irgendetwas mehr zu sagen. Aber wieder wurde ihm mit dem nächsten Satz einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Du erzählst es ihnen nicht, weil du weißt, dass du egoistisch gehandelt hast. Das was du getan hast, ist der höchste Akt des Egoismus. Du wärst deinen Schmerz zwar los geworden, aber hättest es automatisch auch an jeden weitergegeben, der dich liebt. Du warst selbstsüchtig und hast nicht an die Gefühle anderer gedacht, Kuramochi-kun.“

Das brachte bei Youichi eine Bombe zu explodieren. Nein, keine Bombe, sondern eine verdammte Granate. Er wusste er sollte jetzt nicht die Fassung verlieren, aber wenn es etwas gibt, was er nicht war, dann wäre es das Wort egoistisch. Er war ein Feigling, ein Arschloch, ein Versager, aber egoistisch war er nicht. Er musste sich zusammen reißen seine Psychologin nicht anzuschreien.

„Woher sollen sie schon wissen, was ich dabei gefühlt habe? Gott, woran denkt man denn bitte, wenn man sich eine Knarre an den Kopf hält? Sagen sie es mir! Denken sie ich habe daran gedacht, wie vielen Menschen ich damit wehtue? Nein! Wenn man sich umbringt, denkt man nicht daran, was man hat und was man zurück lässt, sondern daran, was man verloren hat! Denn das ist letztendlich der Grund! Der Schmerz und das Leid, der dir der eigene Verlust bereitet! Kommen sie erst mal an einen Punkt im Leben, an dem sie an einer Brücke vorbei gehen und springen wollen, an dem sie an einer roten Ampel stehen bleiben und sich denken, ob man sterben würde, wenn man jetzt auf die voll befahrene Straße läuft. Vielleicht habe ich selbstsüchtig gehandelt und hätte vielen Menschen das Herz gebrochen, aber keinen juckt es, dass ich es getan habe, weil mein eigenes Herz dabei war in Einzelteile zu zerfallen! Und jetzt schickt man mich in die Irrenanstalt zu einem Seelenklempner, weil man denkt, dass das irgendwie helfen würde! Aber hey, ich sag ihnen was!“

Er beugte sich vor und stützte sich mit den Händen auf dem Tisch ab. Sein Gesicht war bedrohlich nahe an dem seiner Therapeutin, doch sie schreckte kein Stück zurück, sondern blieb standhaft. In seinen Augen wütete ein erbarmungsloses Feuer und die schwarze Pupille ließ sich in der Flamme nieder.  
„Diese Scheiße ändert gar nichts! Ich will mich immer noch, wie am Anfang dieser gottverdammten Therapie umbringen! Jetzt strengen sie mal ihr Köpfchen an und denken darüber nach, was wir alles in den letzten Stunden gemacht haben.“
Muguruma-sama wollte gerade auf seine rhetorische Frage antworten und ihm auch eine Begründung liefern, doch Youichi ließ sie nicht einmal ihren Mund öffnen.
„Ah, ich gebe ihnen die Antwort! Rein gar nichts! Dieser Mist hier ist pure Geldverschwendung. Wer auch immer das für mich bezahlt, schmeißt sein Geld aus dem Fenster!“

Mit schweren Atemzügen, die ihm wie Frösche im Hals stecken blieben, ließ er sich wieder auf den Sessel fallen. Er schloss die Augen für einen kurzen Moment, da er wieder angefangen hatte, bunte Sterne zu sehen. Er hatte heute Morgen aus irgendwelchen belanglosen Gründen seine Medikamente nicht genommen.
Konnte er jetzt endlich gehen?
„Kominato Ryosuke.“
Youichi öffnete die erschöpften Augen ein Stück weit, um Muguruma-sama anzusehen, als ihr der Name seines womöglich engsten Freundes über die Lippen fiel. „Was ist mit ihm?“, fragte er und erschreckte innerlich darüber wie kraftlos und lasch sich seine einst mal so laute und kraftvolle Stimme anhörte.
„Er ist derjenige, der das alles hier bezahlt.“

Youichi erstarrte. Und dann übergab er sich.

somewhere perfection lies,
but not for you and i.

„Der Teppich kommt mit in die Rechnung.“
„Ich kann nicht glauben, dass er das hier bezahlt.“
„Kominato-sama wird sich bestimmt sehr über die zusätzlichen Kosten freuen.“
„Wieso sollte er das tun? Das ist alles sauteuer!“
Nachdem Youichi kurzerhand sein nicht vorhandenes Frühstück auf dem Boden entleert hatte und sie das Zimmer wechseln mussten, weil es danach in dem Vorherigen nach Erbrochenem stank, war der 21-Jährige vollkommen neben der Spur. Ryosuke-senpai war zwar sein wohl engster Genosse, doch gleichzeitig war dieser auch alles anderes als ein Mensch, der sein Geld einfach so durch die Luft warf wie Brotkrümmel im Park. Er war ein verdammter Geizhals, dachte er sich. Youichi hätte niemals gedacht, dass Ryosuke-senpai jemals so etwas für ihn tun würde. Ein lautes Seufzen entfloh seiner Kehle. Jetzt saß er auch noch Ryosuke-senpai auf der Tasche. Auf einmal fühlte er sich schuldig und eine ungeheure Verzweiflung überkam ihn. Der Pinkhaarige sollte so etwas nicht für ihn tun müssen. Er verdiente das nicht. Nicht nach dem, was er getan hatte.

„Du fragst dich wieso er das macht?“

Die Stimme seiner Therapeutin holte ihn aus seinen selbst zerstörerischen Gedanken, die sich alle um die eine Frage drehten, wieso man so etwas für ihn tat. Youichi würde gerne eine Antwort auf die Frage geben, doch er hatte einfach keine. So wie er auf keine Fragen in seinem Leben mehr eine Antwort hatte.

„Weil er dich liebt.“

Youichi musste fast schon lachen, weil er das Wort Liebe im Zusammenhang mit Ryosuke-senpai zu lustig fand. „Ryosuke und Liebe? Der Typ weiß nicht einmal wie man das buchstabiert. In ihm ist der Teufel wieder geboren. Er spürt weder Liebe noch Zuneigung.“

„Und wieso macht er es dann?“
Er stockte und wusste erst einmal nicht, was er auf diese Frage antworten sollte. „Aus Langeweile?“ Fantastische Antwort, du Trottel. Muguruma-sama kicherte über seine idiotische Antwort und sein Gesicht lief automatisch rot an. Und dahin geht seine Maske der Unantastbarkeit. Sie hatte ihn wirklich geknackt. Und das nachdem er sich so sehr angestrengt hatte keinerlei Gefühle zu zeigen.

„Kuramochi-kun, du hast gerade gemeint, dass man kurz bevor man sich umbringen will, über das nachdenkt, was man verloren hat.“

Oh nein. Bitte nicht. Er wollte nicht daran denken müssen. Er wollte nicht über seinen riesigen Verlust reden müssen, der ihn letztendlich dazu gebracht hat, sich selber zu verlieren. Er wollte nicht über den Mann reden müssen, der ihn zu dem gemacht hat, was er jetzt ist. Ein emotionales Wrack.
Doch er wusste worauf sie hinaus wollte.

„Was genau hast du verloren?“

Youichi nahm einen tiefen Atemzug.

„Mein Herz.“

i am just a silhouette,
i am a lifeless face you will soon forget.

Der Unfall beim Spiel war der Anfang der Tragödie gewesen. Und der Untergang des Mannes, den er liebte. Er hatte niemandem von seiner Verletzung erzählt, da er wusste, dass sie ohne ihn keine Chance gegen das gegnerische Team haben würden. Doch Youichi hatte es sofort bemerkt. Er hatte den Schmerz sofort gesehen. Letztendlich kannte er ihn in und auswendig. Er konnte ihn nur mit einer einzigen Berührung ausmachen. Oder nur durch seinen Geruch blind erkennen. An der Art wie er atmete , wie sich die Haare auf seiner Haut aufstellten, wenn er Gänsehaut bekam und wie sich seine Fingerspitzen anfühlten. Er würde ihn sogar im Tod wieder erkennen.

Doch anstatt ihm zu sagen, dass er sich nicht an seine Grenzen treiben soll, forderte er ihn dazu auf, sie zu überschreiten. Es war seine Schuld, denn er hatte ihm gesagt, dass er erst brechen sollte, wenn sie gewonnen habe.
Und das tat er.
Er brach erst, als sie den Sieg in den Händen hielten.
Doch dafür brach er endgültig in tausend Einzelteile und niemand würde ihn mehr zusammen setzen können.

Sie gewannen, doch er hatte verloren.

Dadurch, dass er weiter gespielt hatte, wurde seine Verletzung nur noch schlimmer. Aber sie dachten alle trotzdem, dass es wieder verheilen würde. Das tat es doch immer, oder? Doch bei ihm war es anders. Die Diagnose und die Nachricht des Doktors besiegelten sein Ende.

Er würde niemals wieder Baseball spielen können.

Es war nicht wie bei Chris-senpai, der noch eine Chance auf Heilung hatte; der irgendwann wieder spielen könnte. Sein Schicksal war endgültig und das hatte er auch selber sofort gewusst. Er akzeptierte es schneller, als jeder andere im Team. Er akzeptierte es schneller, als Youichi es jemals tun würde. Und genau deswegen dachten sie, dass es schon okay sein würde. Sie dachten, dass er es auf die Reihe bekam. Sie dachten, er wäre stark genug.

Doch das war er nicht und er würde es auch niemals sein.
Sie  hatten ihm zu sehr vertraut. Da er derjenige gewesen war, der ihre Dämonen bekämpfte, hatten sie ganz vergessen, dass er seine eigenen zu bekämpfen hatte. Sie hatten ganz vergessen, dass er auch nur ein Mensch war. Ein Mensch mit Bedürfnissen, Ängsten, Fehlern und einem Traum.
Ein Traum, der ihm auf grauenvolle Weise entrissen und den er nie wieder erlangen würde.
Sie wussten nicht wie sehr es ihm weh tat die anderen auf dem Feld zu sehen, wie sie trainierten und Baseball spielten, mit dem Gedanken, dass er es nie wieder tun könnte. Und keiner von ihnen hatte es auch nur im Geringsten bemerkt wie er innerlich von seinen eigenen Monstern zerfressen würde. Er lächelte einfach nur. Er lächelte sie nur mit seinen leeren Augen an.

Sie haben alle ihre Probleme auf ihn geworfen und waren sich sicher, dass er sie tragen würde. Er war derjenige, der sie geführt hat und als er zurück geblieben ist, hatten sie es nicht einmal bemerkt, weil sie zu abgelenkt waren, ihr Ziel zu verfolgen. Erst als er in sich zusammen gebrochen war, sahen sie sein unendliches Leid, doch dann war es schon längst zu spät. In all der Stärke und Stille hatten sie vergessen, dass er auch nur menschlich ist. Er war schon gestorben, bevor sein Herz wirklich aufgehört hatte zu schlagen.

„Er war so mutig und gleichzeitig so still, wir haben ganz vergessen, dass er auch leidet.“

Das Knacken seiner Finger schluckten das Geräusch seiner Tränen, die er zu verbergen versuchte. Er hätte niemals gedacht, dass er diese so intime Geschichte irgendjemandem außerhalb der damaligen Geschehnisse erzählen würde. Und doch saß er hier und versuchte sich zusammen zu reißen, aber die Tränen flossen schon unaufhaltsam seine Wangen herunter.

„Es ist meine Schuld gewesen. Ich hätte ihn aufhalten sollen, doch ich habe ihm nur den Mut dazu gegeben weiter zu machen.“

Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Die Schuldgefühle brachten ihn um den Verstand. Er hätte ihn retten können. Müssen. Doch er hat es nicht getan. Und das war wohl die Bestrafung für seine unverzeihliche Sünde und der hohe Preis, den er dafür zu zahlen hatte. Ein Leben ohne ihn.

„Kuramochi-kun, was war das letzte woran du dachtest, bevor du abgedrückt hast?“
Also bevor Isashiki-senpai ins Zimmer gerannt kam, um ihn zu Boden zu stürzen, sodass der Schuss, der eigentlich hätte seinen Kopf treffen sollen, in die gegenüber liegende Wand ging?

Und wieder nahm Youichi einen tiefen Atemzug.

„Miyuki Kazuya.“

i mourn the loss of you sometimes
and pray for peace within.

Der Stuhl vor Youichi war leer. Und er würde es auch für immer bleiben. Sogar wenn sich jemand Neues hinsetzen würde, es wird immer nur ein Stuhl sein auf dem Miyuki sitzen sollte, es aber nicht tat. Und genau so wie der Sitzplatz vor ihm nicht von dem Catcher eingenommen wurde, so war auch der Platz an seiner Seite nicht besetzt.
Das Feld fühlte sich unvollkommen an. Das Team war nicht vollständig. Baseball war nicht mehr das Selbe.
Manchmal erwischte er sich dabei wie er Miyuki eine über die Rübe ziehen wollte, doch seine Hand griff ins Leere. Wie er manchmal nach ihm treten wollte, doch daraufhin nur stolperte, weil sein Fuß ins Nichts traf. Und wie er ihn manchmal nach etwas fragte, doch keine Antwort bekam; keine dumme Antwort, die ihn zur Weißglut trieb. Miyuki war verstummt. Und Youichi würde niemals mehr eine Antwort bekommen.

Da war ein großes Miyuki-förmiges Loch an dem Platz, wo er sein sollte. Dort wo seine Stimme zu hören sein sollte, war Stille. Dort wo er sitzen sollte, war ein unbesetzter Stuhl. Dort wo er stehen sollte, war Leere. Und dort wo sein Grinsen zu sehen sein sollte, waren Tränen. Seine Abwesenheit ist nach all den Jahren noch spürbar. Sie lastete auf ihnen allen. Jeder von ihnen bemerkte, dass etwas fehlte. Und das wird es auch für immer tun, denn niemand würde dieses Miyuki-förmiges Loch füllen können.

„Was ich alles dafür geben würde, nur um seine gottverdammte Stimme noch einmal zu hören, damit ich ihn dann mit einem Schlag auf den Kopf wieder zum Schweigen bringen kann. Um das lächerliche Grinsen zu sehen und es ihm dann aus dem Gesicht zu polieren.“

Wieso genau er? Wieso mussten die Götter genau ihn wählen? Wieso war es genau Miyukis Bestimmung gewesen auf so eine würdelose Weise zu verenden? Er hatte seine Fehler und Macken, doch er hätte nicht auf diese Art büßen müssen.
„Er hat das nicht verdient. Obwohl ich zugeben muss, dass er vieles verdient hat, wie zum Beispiel ein paar gebrochene Knochen und Schläge in den Magen als auch auf den Kopf, aber…“
Er lachte kurz und wisch sich über das mit Tränen benetzte Gesicht.
„Nein, nicht das.“

Seine nächsten Worte waren nur ein leises Flüstern.
„Ich fühle mich so hilflos ohne ihn, weil es nichts mehr für mich zu tun gibt. Ich fühle mich so verdammt fehl am Platz.“
Muguruma-sama schrieb sich irgendwelche Sachen auf ihrem Notizblock drauf, bevor sie ihn wieder ansah.

„Und wie haben die anderen auf seinen Selbstmord reagiert?“

Und wieder verließ ein spöttisches Lachen seinen Mund. Wenn er nur darüber nachdachte, was für ein Chaos entstanden war, als Miyuki ging, kam ihm das Gefühl sich wieder übergeben zu müssen. Sie waren alle auf ihre eigenen Weisen in die Brüche gegangen.

Er erzählte ihr von den Nationalmeisterschaften, an denen sie nicht teilnehmen konnten, nachdem Miyuki sie hingeführt hatte.
Er erzählte ihr vom Coach, der seinen Job hinwarf, weil er seinen Schüler nicht retten konnte.
Er erzählte ihr von Takashima-san, die nur noch weinte, weil Miyuki wie ein kleiner Bruder für sie gewesen war.
Er erzählte ihr von Chris-senpai, der für längere Zeit einfach aufhörte zu reden, weil er Miyukis Leiden, die seinen doch so ähnelten, nicht erkannt hatte. Er litt stumm, so wie es sein Kohai auch getan hatte.
Er erzählte ihr vor den harten Männern, die an jenem Tag der Beerdigung nicht aufhören konnten zu weinen.
Er erzählte ihr von Seido, die um einen einzigen Mann trauerten.
Er erzählte ihr von einem Vater, der seinen Jungen nicht loslassen konnte und wie er sich an den Sarg geklammert hatte, als man ihn herablassen wollte.
Er erzählte ihr von einer Mutter, die ihren Sohn viel zu früh zurück bekommen hatte.
Er erzählte ihr vom grausamen Bild, was Eijun niemals vergessen würde.
Das Bild von einem leblosen Miyuki, der in einer riesigen Pfütze seines eigenen Blutes lag.
Er war eigentlich nur zu ihm gegangen, um ihn dazu zwingen, wieder seine Bälle zu fangen. Doch das was er bekommen hatte, war ein verheerendes Trauma. Er konnte monatelang nicht mehr lächeln.
Oder schlafen.

Und er erzählte ihr von sich selber, der keinen Baseball-Schläger mehr anfasste, weil er keinen Sinn darin fand.

meet me where the sky touches the sea.
wait for me where the world begins.

Wieder schrieb Muguruma-sama irgendwelche Sachen auf ihrem Notizblock auf. Es kam Youichi irgendwie komisch vor, dass diese Frau seine Leidensgeschichte mit so viel Leichtigkeit runter kritzelte. Er fing an sich die Nasenwurzel zu massieren, da seine höllischen Kopfschmerzen immer schlimmer wurden. Ich hätte die Tabletten doch nehmen sollen, redete er sich ein und gab sich innerlich eine Ohrfeige für sein verantwortungsloses und dummes Handeln. Und das, was seine Psychologin als Nächstes sagte, gab den Männern in seinem Kopf, die unaufhaltsam an seinen Schädel schlugen, nur noch Zustimmung.

„Denkst du nicht, dass Miyuki gewollt hätte, dass du lebst?“

Nein, nicht wirklich, meinte einer der Männer, der gerade dabei war das Innere seines Kopfes mit einem Presslufthammer zu präparieren. Youichi dachte das genaue Gegenteil. Er glaubte daran, dass Miyuki ihn vom Himmel herunter verfluchte. Letztendlich sind es nicht irgendwelche Stimmen in seinem Kopf, die ihm sagten, dass er es nicht verdiente zu leben, sondern Miyukis, die ihm befahl sich umzubringen, so wie er ihn damals umgebracht hatte. Miyuki war der Dämon, der ihn schon seit Jahren überall hin bis in seine Träume verfolgte, ihm keine Ruhe gab und ihn letztlich dazu brachte die Pistole in die Hand zu nehmen. Miyuki Kazuya war der Grund seiner jahrelangen Existenzkrise.

„Ha! Der Typ will bestimmt, dass ich draufgehe, letztendlich habe ich ihm die ganze Misere eingebrockt!“
Es herrschte Stille, denn Muguruma-sama wusste, dass Youichi noch etwas zu sagen hatte.
„Und ich glaube nicht daran, dass ich den Traum leben darf, den ich ihm genommen habe.“

Youichi hatte ihn mit eigenen Händen auf die andere Seite gebracht. Und das war Miyukis Rache an ihn. Denn dieser würde nicht so lange seinen Frieden finden können, bis den Shortstop nicht das gleiche Schicksal ereilt wie ihn selber. Er würde ihn nicht so lange in Ruhe lassen bis er dem Tod in die offenen Arme lief. Er würde nicht so lange ruhen, bis er nicht mehr war. Das war es zumindest, was Youichi dachte.

„Und das ist auch wirklich der einzige Grund? Die Schuldgefühle?“

Diese Frau ist schlau, meinte der Sportler in Gedanken. Sie wusste, dass da noch mehr dahinter war, als nur die Begleichung von Schulden. Sie sah es in seinen Augen. Youichi kratzte sich am Nacken, denn es war ihm wortwörtlich peinlich zu zugeben, dass es noch einen anderen Grund für seinen Suizidversuch gab. Einen Grund, den er niemals irgendjemandem erzählen würde, weil es ein unausgesprochenes Geheimnis zwischen Miyuki und ihm war. Das einzige, was er noch von ihm besaß und niemand anderem geben wollte.
Aber er konnte der Dame mit den durchdringenden Augen nicht entkommen und das wusste er.

Er saß auf dem Beichtstuhl. Also gab er sein Geständnis ab.

„Obwohl ich weiß, dass er mich hasst, liebe ich ihn zu sehr, als, dass ich jemals ohne ihn leben könnte.

Und betete um Vergebung.

this world is cruel,
but we don’t have to be.

„Kuramochi-kun, fass dir an die Brust.“
„Wieso-?“
„Tu es einfach.“
Er tat, was sie sagte.
„Was fühlst du?“
„Einen Herzschlag.“
„Das heißt, dass du lebst.“
„Toll, genau das, was ich nicht tun will.“
Er verstand den Sinn dieser Übung nicht. Was erwartete sie von ihm? Dass er seinen eigenes Herz schlagen hörte und plötzlich die Schönheit des Lebens erkannte und sich nicht mehr umbringen wollte? Das war völliger Quatsch. Und genau diese Meinung wollte er ihr gerade berichten, da sprach sie aber auch schon weiter. Und danach würde er sie nicht mehr unterbrechen wollen.

„Merk dir eins, Kuramochi-kun. Das ist nicht dein Herzschlag.“
Er stockte. Was meinte sie denn jetzt damit? Wessen Herzschlag sollte das denn sonst sein?

„Es ist sein Herz, was unter deiner Brust schlägt.“
Dann war es auch sein Herz, was für ein paar Sekunden stoppte, bevor es dann wieder in Höchstgeschwindigkeit weiter schlug.

„Du fühlst dich schuldig? Okay, tu das. Aber du wirst deine Schuld niemals begleichen können, indem du dich umbringst. So kannst du ihm niemals gegenüber stehen. Du hast einen Traum, den du für ihn erreichen musst. Den Traum, denn er wegen dir nicht erfüllen konnte. Also, musst du ihn für Miyuki erfüllen.“

Sie sollte leise sein.

„Es sind nicht deine Träume, die hier auf dem Spiel stehen, sondern seine. Wenn es niemanden gibt, die sie erreicht, werden sie vergessen. Und so wird auch er vergessen.“

Das Blut in seinen Adern pochte.

„Es ist seine Seele, die in deinem Körper weilt. Es ist sein Leben, was du leben musst, weil es ihm selber verwehrt wurde. Seine Idealien, seine Prioritäten.“

Seine Kopfschmerzen wurden schlimmer.

„Das ist das Einzige, was du tun kannst, um deine Schuld zu begleichen.“

Er hatte das Gefühl sich wieder übergeben zu müssen.

„Leben.“

Doch Youichi übergab sich nicht. Er fiel ihn Ohnmacht.

sometimes you have to let go,
before starting to love truly and whole-heartedly.

Als Youichi wieder aufwachte, befand er sich im Krankenzimmer der Anstalt. Benommen sah er sich im Raum um und suchte ihn nach Personen ab. Er fand niemanden und atmete erleichtert aus. Der 21-Jährige erinnerte sich daran, dass er mitten in der Sitzung bewusstlos geworden war. Wie peinlich, dachte er sich und fasste sich an die Stirn. In seinem Kopf gingen immer noch irgendwelche Bauarbeiten vor sich.

Die Worte seiner Psychologin schwirrten immer noch in seinem Schädel umher, pulsierten in seinen Adern, nahmen sein Herz komplett in Besitz und ließen ihn eine Gänsehaut bekommen, wie der Sportler sie nur bekam, wenn er ihn angefasst hatte. Die Worte würden für immer in den tiefsten Ecken seiner Seele graviert, in das Mark seiner Knochen geprägt sein, frisch bluten, wie eine offene Wunde in seiner Brust. Diese Worte würden ihn für immer nach Hause holen und ihn daran erinnern wieso er überhaupt lebte.

Sie verkörperten alles, woran er niemals gewagt hat, zu denken. Er hätte nie gedacht, dass er für Miyuki leben musste. Er hatte immer nur gedacht, dass er für ihn sterben musste.
Doch nun verstand er.
Das hier war das Leben, wofür er bestimmt war. Doch seine Bestimmung wurde vom Schicksal ausgelöscht und dieses brachte auch letztendlich ihn um. Und genau weil er sein Leben nicht leben konnte, musste Youichi es für ihn tun. Auch wenn es ihn daran erinnerte, was er alles verloren hat. Er würde nur noch um Miyukis Willen spielen. Er würde nicht trainieren, um seinen eigenen Traum zu erfüllen, sondern den des Catchers. Den Traum, nach dem er selber nicht mehr greifen konnte.

Miyuki soll es mit seinen Augen sehen.

Vielleicht würde er ihm dann irgendwann dafür verzeihen, dass er ihn damals nicht aufgehalten hat.

even if my mind doesn’t remember,
my heart will.

„Du bist endlich aufgewacht.“
Die Stimme Muguruma-samas holte ihn aus seinen Gedanken.
„Ich hoffe du hast mich verstanden, Kuramochi-kun.“
Er nickte.
„Das freut mich. Aber lass mich dir eines sagen.“
Youichi hob den Kopf, um in ihr Gesicht zu sehen. Er würde ihr noch später für ihre harte Arbeit danken. Sie hat ihm die Augen geöffnet, als er sie für immer schließen wollte. Sie hat ihm gezeigt, dass er nicht nur sich selber, sondern auch Miyuki endgültig umbringen würde, wenn er Selbstmord begeht. Denn Miyuki war damals nicht gestorben. Nein, er lebte in Youichi weiter.

„Miyuki ist nicht dein Romeo und du bist nicht seine Julia. Du musst ihm nicht hinterher in den Tod springen. Aber sogar wenn, es so wäre…“
Sie hielt kurz inne und nahm einen tiefen Atemzug, bevor sie weiter redete.

„Romeo hätte gewollt, dass Julia lebt.“

Das sollten wohl ihre letzten Worte an den Baseballspieler sein.
Sollten.
Denn bevor sie den Raum verließ, drehte sie sich noch einmal zu Youichi um und lächelte ihn an.

„Und Miyuki? Keine Sorge, er spielt an einem ganz anderen Ort Baseball.“

„Hey, Kuramochi.“
„Was ist?“
„Du wirst doch weiterhin Baseball spielen, oder? Du wirst nach dem Abschluss nicht aufhören.“
„Wohin denkst du! Natürlich nicht, du Idiot!“
„Gut.“
„Wieso fragst du?“
„Ich wollte nur auf nummer sicher gehen, dass wenigstens einer von uns beiden es schafft seinen Traum zu verwirklichen.“


„Ich habe gehört du hast die ganz harte Nuss geknackt?“

Ihr Kollege machte sich gerade seinen Cappuccino fertig, als sie die Cafeteria betrat, um sich etwas zu Essen zu holen. Sie hatte sich so sehr auf ihren schwersten Patienten konzentriert, sie hat ganz vergessen, etwas zu essen oder zu trinken. Kuramochi-kun hatte sie fast den Rand des Wahnsinns und der Verzweiflung getrieben. Vor ihm und anderen Leuten zeigte sie natürlich die starke, unabhängige Frau, die sich von nichts und niemanden beirren lässt, doch der Sportler hatte sie wirklich fertig gemacht.

Als Antwort bekam er nur ein stolzes Grinsen, worauf er nur ein schmunzelndes Kopfschütteln erwiderte. Er konnte nicht glauben, dass dieses Kind so gut war, in dem, was es tat. Denn wirklich keiner hatte es geschafft Kuramochi Youichi zum Reden zu bringen, doch dann nahm sie die Zügel in die Hand und wie aus Zauberhand beichtete er all seine Sünden. Es hatte sie zwar einen orientalischen Teppich, viele Nerven und Gehirnzellen gekostet, aber am Ende hatte es sich gelohnt. Youichi wollte sich nicht mehr umbringen.

„Und zu was für einer Diagnose kommst du? Irgendein Ergebnis, was du präsentieren kannst?“

Für mehrere Sekunden herrschte absolute Stille zwischen den Beiden und man konnte nur das Geräusch der Kaffeemaschine vernehmen. Sie sagte rein gar nichts, sondern starrte nur ihre leere Tasse an. Es war so, als ob sie seine Frage gar nicht gehört hätte, weswegen er sie wiederholen wollte, doch als er seinen Mund öffnete, fing sie wie auf Knopfdruck an zu reden.

„Ich nenne es das Shakespeare-Syndrom.

Er stockte und stellte sein Koffeingetränk auf der Küchentheke ab. Sie nannte es wie? Von dem Syndrom hatte er noch nie gehört. Hatte sie das etwa einfach erfunden? Er fragte nach.
„Und was genau ist das?“
Auf seine Frage hin, schenkte sie auch ihm, das sanfte Lächeln, was sie auch Youichi im Krankenzimmer offenbart hatte. Es war ein Lächeln, was sie nicht oft zeigte, weil es so zerbrechlich und intim war. Es ließ sie sich nackt und entblößt fühlen, denn sie war daran gewohnt auf konstanter Basis eine Maske zu tragen. In einem Job wie ihrem, hatte man keine andere Wahl, als sein wahres Gesicht zu verstecken.
Und genau deswegen konnte sie Youichi knacken. Weil er genauso wie sie eine Maske der Unantastbarkeit trug.

„Es ist ein Syndrom, wo der Betroffene das Bedürfnis und das Verlangen danach hat einer geliebten Person in den Tod zu folgen.“

T H E  E N D


Hallo, Menschen, die es bis hier her geschafft haben ohne komplett abzubrechen und sich aus dem Fenster zu werfen! Ich grüße und beglückwünsche euch, dass ihr es bis zum Ende dieses Massakers durchgezogen habt! Ich bin stolz auf euch! Und gleichzeitig bemitleide ich euch auch, weil ihr das hier definitiv nicht verdient habt.
Den groben Aufbau zu diesem OS hatte ich schon seit Monaten in meinem Notizblock stehen, ich hatte aber nie wirklich den Mumm es hochzuladen. Aber spätestens vor ein paar Tagen musste die liebe beleth mich ja dazu bringen diesen Mist hier runter zu schreiben und here we are, am Abgrund des Grauens!
Ich hoffe dieser One Shot hat euch auf irgendeine groteske Weise gefallen und freue mich über Rückmeldung in Form von Hater-Mails!

lots of love,
living in solitude
Review schreiben