Assassins Quest

von Clarafey
GeschichteDrama, Fantasy / P12
Ethan Chase OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow Titania
20.10.2016
20.10.2016
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Hallo ihr Lieben! Ich bin neu auf FanFiktion.de, deswegen nehmt mich bitte nicht zu hart dran! Diese Idee hatte ich schon sehr lange im Kopf; allerdings war ich immer zu feige, um sie mal auf zu schreiben :D Ich bemühe mich auch, regelmäßig zu schreiben, denn ich selber finde es lästig immer warten zu müssen, wann wohl das nächste Kapitel kommt :D
Also wünsche ich euch viel Spaß!

Assassins Quest
Kapitel 1- Sommerelysium

Ich weiß nicht, was alle Frauen daran so toll finden, in Pumps rumzulaufen. Sicher, sie machen lange Beine- doch bei manchen sieht es aus, als haben sie fast schon Spinnenbeine. Vor allem, wenn sie dann so auffällige tragen, wie Königin Titania: golden und mit Glitzer. In der Menschenwelt zur Zeit der letzte Schrei. Unbeholfen schaute ich zu meinen eigenen runter; schlicht in Beige und mit gerade mal sieben Zentimeter Absatz. Gerade mal eine Stunde war vergangen, und schon taten mir meine Füße weh, als hätte jemand sie mit einem Messer bearbeitet. Und ich hatte Blasen. Ich war nicht perfekt; nicht, wie Meghan Chase, die gerade mal Achtzehn war, und schon Königin, nicht perfekt wie ihr gutaussehender Mann und schon gar nicht so perfekt, wie es auch Titania vorgab.
Meine Königin, die übrigens an der langen Tafel aus Eichenholz saß, mit einer unglaublich schönen Lockenfrisur und einem derart geglitzerten Kleid, dass sie beinahe wie eine Diskokugel aus Clubs in der Menschenwelt wirkte. Ein bisschen zu aufgepöbelt- für meinen Geschmack. Immerhin war es wieder nur ein Elysium, eines von beinahe tausend, bei denen ich schon dabei war. Und wieder war ich nur als Hofdame zu Gast und nicht als Titanias persönliche Auftragskillerin. Statt bequemen Stiefeln, trug ich Stöckelschuhe, statt meinem Schwert, ein unbequemes Kleid. Schlecht gelaunt nahm ich mir ein Glas Feenwein von einem Tablett, dass ein ulkiger Gnom vorbeitrug. Ich betrachtete die schimmernde Flüssigkeit. Eigentlich war ich kein Fan von sowas, aber es gab keinen Grund, mich heute nicht zu betrinken.  
Wie bei jedem Elysium übertrieb unsere dunkle Herrscherin. In einem Wall von Eiseskälte und Schnee fegte sie herein und ich hätte schwören können, irgendwo dunkles Getrommel gehört zu haben. Nach dem Winterhof kam mit einem leisen metallischen Klicken der Eiserne Hof und entfachte wie jedes Mal eine Explosion aus verschmorender Luft und stinkendem Geruch. Instinktiv fuhr meine Hand zu dem Dolch, den ich in einer Scheide am Oberschenkel trug. Bei Eisernen Feen wusste man ja nie.
Gelangweilt betrachtete ich die Ankunft von Leutnant Glitch, Prinzgemahl Ash und der Königin selbst. Doch- was war das? Vor Schreck ließ ich mein Glas fallen.
Ich hatte ja schon viele Gerüchte gehört, aber das; das ging zu weit. An der Hand von der Königin lief ein kleiner Junge. Silbernes Haar ergoss sich bis zu den Schultern und unschuldige Augen blickten sich abenteuerlustig um.
Mit einer schnellen Handbewegung verschlangen die Wurzeln, die aus der Erde hervorschossen die Überreste des Weins und des zerbrochenen Glases.
Er hätte tot sein sollen! Jetzt wird er alles zerstören, oder vereinen. Wie es die Prophezeiung vor zwölf Monaten menschlicher Zeit angekündigt hatte. Daraufhin hatten Sommer und Winterhof verlangt, dass der Sohn getötet werden soll, sobald er zur Welt kommt. Und jetzt? Jetzt spazierte es seelenruhig durch die Bäume des Sommerhofes auf den Weg zur großen Tafel.
Ich mahnte mich zur Ruhe. Es hatte jetzt keinen Sinn auszurasten. Man würde mich doof angucken. Und wahrscheinlich war ich die einzige, die es aufregte, dass der Eiserne Prinz hier war. Vor allem, warum sie ihn den Intrigen des Sommerhofes auslieferten?
Der Eiserne Hof nahm Platz, dann drehte ich mich weg. Gesetze interessierten mich nicht. Mein Blick schwenkte durch den Raum. Robin Goodfellow war ausnahmsweise mal nicht zu sehen, vielleicht war es ihm endlich langweilig geworden, Elysien in Partys zu verwandeln. Ich hatte es mal mit ihm versucht. Es war nach Meghan Chase´ Krönung gewesen. Sogar nach der Rückkehr vom Ende der Welt des Prinzen und Pucks. Um ehrlich zu sein, kann ich die Geschichte immer noch nicht ganz glauben, aber das schob ich auf meinen natürlichen Skeptizismus. Auf jeden Fall hatte ich mich in Puck verliebt, es war crazy und alles andere als geradlinig, doch Puck und versuchten unser bestes. Am Ende war ich die jenige, die mit ihm Schluss machte, wie Menschen es so gerne sagten. Es war als hätte ich mir nur eingebildet, ihn zu lieben, und wäre dann nach drei Monaten aufgewacht.

Nach dem Elysium, was zugegebener Maßen nicht so langweilig war wie die davor, ging ich auf mein Zimmer. Als ich sicher war, dass mich niemand im Gang beobachtete, schnipste ich mit den Fingern, ließ den Schein um mich herumwirbeln und zauberte mir ein paar bequemer Stiefel an die Füße.
Mein Zimmer lag am Ende des Korridors, der am weitesten weg von Oberon und seinem Balg lag, trotzdem so nah, dass meine Königin in Sekunden zu mir kommen konnte. Neben dem Job als ihre Assassinen durfte ich auch noch Leibwächter spielen. Nicht, dass Titania schwach war. (Ganz im Gegenteil.) Sondern falls die „Rotze“ mal von oben kam, war ich die erste nach den Rittern, die sie abbekam.

Mein kleines Zimmer bestand aus einem Holzspiegel mit schönen, grazilen Einkerbungen, einem mit durchgelegener Matratze und einem kleinen Schrank. An der Wand über einer kleinen Komode, die gefüllt mit verschiedenen Waffen war, hangen lange Schwerter. Manche von ihnen kamen aus China, Japan, manche aus Spanien und andere wiederum kamen von großen Feen, die ihr Ende in jener Schlacht von Ferrum fanden. Meine liebsten waren die langen Eineinhalbhänder mit gezackter Klinge. Schnell, leicht, scharf und tödlich.
Mit einem weiteren Schnipp löste ich mithilfe des Scheins meine gutaussehende Steckfrisur, ehe mir schulterlange, braune Haare hinters Ohr kitzelten. Mit einer flüssigen Bewegung zog ich das Kleid aus, wechselte in eine bequeme Lederhose und einer weißen Bluse.
Gerade wollte ich mich aufs Bett legen, als es an der Tür klopfte. Ohne eine Antwort abzuwarten rauschte Titania höchstpersönlich herein.
„Ich habe eine neue Aufgabe für dich, Aeryn Desalléz.“
Ruckartig war ich aufgesprungen und vollführte eine schlechte Verbeugung. „Ich weiß, was Ihr wollt, Majestät.“, sagte ich mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Titania zog die Augenbrauen hoch. „Ach ja? Das weißt du also, Desalléz?“
Lächelnd trat ich ihr gegenüber. Ihre Präsenz war überwältigend.
„Ja, meine Königin. Ich soll den Sohn der Eisernen Königin töten.“
„Ja, das sollst du.“ Zufrieden klatschte sie in die Hände. „Bevor er in die Lage kommt, das Feenreich zu vereinen oder zu töten.“
„Natürlich, Eure Majestät. Diese Quest wird umgehend erfüllt.“
Mit einem gemeinen Grinsen auf den makellosen Zügen verschwand Königin Titania aus dem Zimmer.

Ich hoffe, euch hat das erste Kapitel gefallen, wahrscheinlich werde ich noch hier und da was ausbessern, trotzdem würde ich mich freuen, wenn ihr mir ein kleines Feedback da lasst! Liebe Grüße, Clara
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