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(i'm not an innocent kitten) i'm a wild predator

Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P16 / Het
Jo Portman Lucas North Ros Myers Zafar Younis
16.10.2016
16.10.2016
1
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Ficathon: Kinkster's Paradise
Prompt: Ros x Lucas | Er konnte doch nicht wissen,
dass Kratzen und Beissen
zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt.

Pairing: Ros Myers x Lucas North; Jo Portman x Zafar Younis (angedeutetes Nebenpairing)
Wordcount: 3019
Warnings: Alkoholkonsum, Sex, Kratz - & Bisswunden


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(i'm not an innocent kitten) i'm a wild predator



Sie hätte nie gedacht, wie gut es ihr tun würde, doch endlich einmal auf die Einladungen und Bitten ihrer Kollegen einzugehen und sich ihnen für einen After-Work Drink anzuschließen. Niemals hätte sie das erwartet, war sie doch eher der Typ sich Tag für Tag in ihre Arbeit zu flüchten, um ihren Mangel an sozialer Kompetenz zu überdecken und sich anschließend in ihrer einsamen, stillen Wohnung vor den Schrecken ihres Arbeitsalltags zu verkriechen.

Und doch sitzt sie nun hier, neben Lucas, ausgerechnet neben Lucas und gegenüber von Jo, in einer ruhigen, gemütlichen Nische irgendeiner Bar, deren Namen sie sofort nach dem Eintreten wieder vergessen hat und wartet darauf, dass ein Kellner kommt, um ihre Bestellungen aufzunehmen.
»Okay, was trinken wir?«, fragend wendet Lucas sich zu ihr um und angesichts ihres ratlosen Blickes fängt er an zu grinsen.
»Oh, ähm«, murmelt sie und verbirgt das Gesicht schnell hinter einer der Cocktailkarten, die verstreut auf ihrem Tisch herumliegen, um ihn ja nicht sehen zu lassen, dass sich eine zarte Röte auf ihre Wangen geschlichen hat.    

»Also, ich nehme ein Bier«, meint Zaf gelassen und wirft die Karte, die er bis eben noch in den Händen gehalten hat, zurück auf den Tisch.
»War ja klar«, schnaubt Jo.
»Wieso?«, Zaf dreht sich zu ihr um und sieht sie forschend an. »Was nimmst Du denn bitteschön?«
Jo legt kurz ihren Zeigefinger an die Lippen, als würde sie nachdenken. »Sex on the Beach, natürlich«, antwortet sie schließlich und zwinkert ihm zu.

Ros und Lucas, die die Beiden schweigend beobachtet hatten, sehen sich kurz an und fangen an zu lachen.
»Was war das denn bitte gerade?«, raunt Lucas seiner Kollegin leise zu, nachdem sie sich wieder eingekriegt haben und er sich unauffällig zu ihr rüber lehnt.
Ros schüttelt leicht den Kopf. »Ich habe keine Ahnung.«  

»Und was trinkt ihr Beide jetzt?«, hakt Zaf nach und unterbricht damit ihre leise Unterhaltung.
»Ich -«, setzt Ros an und weiss eigentlich gar nicht was sie sagen soll, weil zur Hölle sie hat gar keine Ahnung, was sie trinken will und sie weiss doch auch nicht, doch Lucas unterbricht sie ohnehin einfach, indem er entschlossen verkündet: »Wir nehmen beide einen Cuba Libre.«
Ros sieht ihn einen Moment an, als wollte sie sagen Ach ja, nehmen wir? Doch er nickt nur und sagt leise: »Vertrau mir.«          

-

»Und?«, fragt er als sie schließlich endlich ihre Getränke vor sich haben und Ros erstmal nur vorsichtig dran genippt hat, und schon wieder ist Lucas ihr so, so nah, dass sie seinen Atem an ihrem Hals spüren kann, wie eine der letzten warmen Brisen des Herbstwinds.
»Gut. Besser, als ich erwartet habe. Sie scheinen Geschmack zu haben, mein Herr.«
Grinsend sieht sie ihn an und Lucas erwidert ihren Blick mit gespielter Empörung. »Natürlich habe ich Geschmack, Miss Myers.«
Und leise, sodass nur sie es hören kann fügt er hinzu: »Ich habe doch gesagt, Du sollst mir vertrauen.«      
Sie kann nicht verhindern, dass ein leichter Schauer ihren Rücken hinab jagt und verlegen wendet sie den Blick ab. Zur Hölle, was war nur mit ihr los? Sie war doch sonst nicht so. Wenn das so weiterginge, würde sie wahrscheinlich bald noch anfangen zu kichern, wie ein hysterischer Teenager.
»Ich werde es versuchen.«  

-

Drei Cuba Libre später, vielleicht sind es auch vier, sie weiss es nicht so genau und eigentlich ist es ihr auch vollkommen egal, fühlt sie sich angenehm frei und leicht, und so unbeschwert wie schon lange nicht mehr. Gut, vielleicht liegt das nicht nur an der Anwesenheit ihrer Kollegen und an dem schönen Abend, den sie haben, sondern zum großen Teil auch an dem Alkohol, der sich langsam in ihren Eingeweiden ausbreitet und allmählich ihren Kopf ein wenig vernebelt, aber eigentlich ist ihr auch das vollkommen egal. Denn zum ersten Mal seit langer Zeit fühlt sie sich schlicht und einfach glücklich.
Und, auch wenn es ihr noch immer etwas schwer fällt, sich das einzugestehen, Lucas' Nähe stört sie überhaupt nicht mehr, im Gegenteil, vielmehr beginnt sie langsam seine Nähe zu geniessen.

-

Jo wirft einen flüchtigen Blick auf ihre Armbanduhr und reisst erschrocken die Augen auf. »Fuck! Warum ist es denn schon so spät? Leute, ich muss nach Hause.«
Hastig greift sie nach ihrer Handtasche, während die anderen drei sie irritiert ansehen.
»Warum? Warum musst Du denn so plötzlich nach Hause?«, fragt Zaf verständnislos und will nach ihrem Handgelenk greifen, um sie zurückzuhalten.
»Ich habe doch morgen früh dieses Meeting mit Harry. Und da sollte ich wohl besser nicht zu spät kommen, das kann ich mir im Moment absolut nicht leisten.«
»Aber, aber, Du kannst doch jetzt nicht einfach allein nach Hause gehen.«
Sprachlos starrt Jo ihn an, während Ros ihr gegenüber sich krampfhaft bemüht ihr Lachen zurückzuhalten.
»Ach, und warum nicht?«          
»Uhm, naja«, Zaf macht eine vage Geste mit seinen Händen, als wüsste er selbst nicht so recht, warum sie es nicht allein nach Hause schaffen sollte. »Draussen ist es dunkel und.-«
Lucas grinst und wirft Ros einen Blick zu, die, ihre Hand zur Faust geballt, auf ihre Fingerknöchel beisst, um nicht loszuprusten.
Leicht genervt verdreht Jo die Augen. »Was Du nicht sagst. Und was soll ich Deiner Meinung nach dagegen tun?«
Zaf denkt einen Moment nach, ehe er ebenfalls aufsteht und seine Jacke von der Stuhllehne zieht. »Ich komme mit und bringe Dich nach Hause.«
Lucas nickt bekräftigend. »Ja, ich halte das auch für eine gute Idee, wenn Du - Was? Was hast Du gesagt?«
Mit offenem Mund und großen Augen wendet er sich zu Ros um. »Was hat er gesagt? Er bringt Jo nach Hause?«
Japsend lässt Ros ihre Hand sinken und nickt. »Ja, ich glaube, das hat er gesagt«, presst sie atemlos hervor und atmet ein paar Mal tief durch, um sich wieder zu beruhigen.      
»Und was ist daran bitteschön so lustig?«, mit einer beleidigten Miene sieht Zaf Ros an.
Beschwichtigend hebt Ros die Hände. »Nichts. Wirklich gar nichts.«        
Mit einem letzten säuerlichen Blick auf Lucas und Ros, wendet Zaf sich ab, legt einen Arm um Jos Schultern und zieht sie mit sich aus der Bar.

-

»Also, halt mich jetzt von mir aus für blöd, Ros. Aber kannst Du mir erklären, was das gerade war?«
Seufzend ergreift Ros ihr Glas und nimmt den letzten Schluck von ihrem Cuba Libre, bevor sie sich entspannt gegen die weiche Lehne der Ledercouch sinken lässt.
»Also, ich würde sagen, Zaf hat ganz klar mit Jo geflirtet.«
Lucas schnaubt verächtlich. »Nach Hause bringen, ist klar. Also wenn der Jo nur nach Hause bringen wollte, dann bin ich der nächste König von England.«
Ros lacht. »Ich glaube, da ist wohl eher Wunsch der Vater des Gedanken.«        
Neugierig sieht Lucas sie an. »Warum? Weisst Du mehr, als ich?«
Seine Kollegin zuckt mit den Schultern und sieht ihn mit einem unergründlichen Blick ihrer blauen Augen an.
»Nein. Aber so wie Zaf sich eben Jo gegenüber benommen hat, würde es mich stark wundern, wenn er sich an der Haustür brav von ihr verabschiedet. Er steht auf Jo, ganz klar.«  
Lucas schweigt eine Weile, als müsste er diese Neuigkeiten erstmal verdauen.
»Und was machen wir jetzt noch? Willst Du auch nach Hause gehen?«
Nachdenklich schaut Ros ihn an.
»Was hältst Du davon, wenn wir für einen letzten Drink zu mir gehen?«, schlägt sie vor und sieht sie mit einem koketten Klimpern ihrer langen, dichten Wimpern an.
Lucas schweigt einen Moment, während er versucht das Flattern in seinem Bauch, das sich bei ihrem Augenaufschlag in ihm ausgebreitet hat, zu ignorieren. Was sich so gut wie unmöglich herausstellt, denn anstatt schwächer zu werden, wird das merkwürdige Flattern in ihm immer stärker.
»Ich halte das für eine ausgezeichnete Idee«, stimmt er daher begeistert zu, während ein paar Geldscheine aus der Tasche zieht und auf den Tisch legt.

-

»Cocktails trinken, den Kollegen unterstellen, sie würden nur gemeinsam nach Hause gehen, um miteinander im Bett zu landen. Mich mit in Deine Wohnung nehmen, so wild kennt man sie gar nicht Miss Myers.«
Ros' Lippen verziehen sich zu einem neckischen Grinsen, als sie eine Flasche Rotwein und zwei Gläser auf den Tisch stellt. »Vielleicht bin ich ja auch gar nicht das brave, pflichtbewusste Schmusekätzchen für das ihr mich alle haltet, Lucas. Vielleicht bin ich in Wirklichkeit ja auch ein wildes Raubtier?«
»Ohohoh«, Lucas zieht eine Augenbraue nach oben und mustert sie gespannt. »Und wie sieht dieses Raubtier aus?«
Ros antwortet nicht, stattdessen hält sie ihm die Rotweinflasche vor die Nase. »Kannst Du die aufmachen?«
Irritiert sieht er sie an, doch als ihm klar wird, dass sie seine Frage nicht beantworten wird, nimmt er die Flasche aus ihren Händen und schenkt ihnen beiden Wein ein.
»Auf den schönen Ausgang eines gelungenen Abends?«
»Auf einen schönen Abend.«      

-

Sie reden über Gott und die Welt, während die Flasche vor ihnen auf dem Tisch allmählich leerer wird und für einen kurzen Moment fragt Lucas sich, wie zur Höller er es eigentlich geschafft hat, dass Ros ihn tatsächlich mit in ihre Wohnung genommen und sie sich von der pflichtbewussten, knallharten Agentin in diese kichernde, mädchenhafte junge Frau verwandelt hat.
Als ihre Hand flüchtig seinen Unterarm streift, als sie nach der Weinflasche greift und sich nach schenkt, rein zufällig natürlich, breitet sich erneut dieses ungewohnte Flattern in seinen Eingeweiden aus.
Zögernd streckt er die Hand nach ihr aus, unsicher, ob er diesem Gefühl einfach nachgeben soll, oder ob er es lieber bleiben lassen sollte, weil er Gefahr läuft, dass sie ihn dafür umbringen wird.
Doch als er sie ansieht und das Funkeln in ihren Augen und ihr verführerisches Lächeln bemerkt, kommt er zu dem Schluss es einfach auf einen Versuch ankommen zu lassen.
Leicht legt er die Hand auf ihren Arm und lässt seine Fingerspitzen langsam ihren Arm hoch bis zu ihrer Schulter wandern.
Ermutigt von der Tatsache, dass sie noch nicht versucht hat ihn zu erwürgen, bewegt er seine Fingerspitzen weiter ihren Hals entlang, bis er sie schließlich sanft an ihre Wange legt.
Ros schließt die Augen und kommt ihm entgegen und so überwindet Lucas sich schließlich und presst seine Lippen auf ihre.
Ein bittersüßes Gefühl durchströmt ihn, denn ihre Lippen sind so herrlich weich und zart und es fühlt sich einfach viel besser an, als er sich jemals erträumt hätte. (Nicht, dass er je davon geträumt hätte Ros Myers zu küssen, nein. Naja, gut, vielleicht schon, aber höchstens nur ein paar Mal heimlich und flüchtig, wenn er, nach einem langen Arbeitstag mit ihr, alleine nach Hause in seine Wohnung gefahren war und er sie, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, einfach nicht aus seinem Kopf bekommen hatte, bis er schließlich eingeschlafen war.)
»Das hat sich verdammt gut angefühlt, mein kleines Schmusekätzchen«, murmelt er zwischen zwei Küssen, als seine Lippen flüchtig über ihren Hals streifen.
Ein kurzes Keuchen entfährt seinen Lippen, als sie ihre Finger fest in seine kurzen, dunklen Haare krallt und seinen Kopf mit einem Ruck nach hinten zieht.
»Willst Du das Raubtier sehen?«, fragt sie mit blitzenden Augen und ein Schauer jagt seine Wirbelsäule hinab.
»Ja«, haucht er atemlos, während sein Zeigefinger gedankenverloren am Ausschnitt ihrer schwarzen Bluse entlang fährt und er sich für einen kurzen Moment wundert, wie zart ihre Haut doch ist.
Langsam schiebt sie ihn von sich und steht auf, doch noch ehe Lucas wirklich verstanden hat was geschieht, hat sie schon sein Handgelenk ergriffen und ihn hinter sich her aus dem Wohnzimmer gezogen.

-

Sie presst ihn fest gegen die Wand, seine Hände rechts und links neben seinem Kopf durch ihre Hände an die Wand gedrückt und oh Gott, er hätte niemals damit gerechnet, welche Kraft in ihren zarten Händen steckt.
Ihre Lippen streifen über seinen Hals, ihr Atem weht heiß über seine Haut, und ein leises Keuchen entfährt ihm, als sie ihn beisst.
Seine Hände vergraben sich in ihren kurzen, blonden Haaren und für einen kurzen, einen sehr kurzen Moment bleibt sein Blick an ihren sanft geschwungenen, rosigen Lippen hängen, bevor er die seinen darauf presst und sie küsst.
Und Gott, es fühlt sich einfach wunderbar an sie zu küssen. Weich und zart und süß wie Honig.
Ungeduldig zerren seine zitternden Finger an den Knöpfen ihrer Bluse und endlich, endlich gelingt es ihm sie zu öffnen, sodass er den dünnen Seidenstoff von ihren Schultern streifen und ihn achtlos zu Boden fallen lassen kann.
Mit großen Augen sieht er sie an und ein leises »Oh« entfährt ihm, woraufhin sie seinen Blick mit einem neckischen Grinsen erwidert, während ihre flinken Finger sein Hemd aufknöpfen und es ihm förmlich vom Leib reissen.
Gerade als ihre Finger beginnen am Verschluss seines Gürtels zu nesteln, schlingt Lucas die Arme um ihre Hüften und dirigiert sie langsam in Richtung Bett.
Und endlich, endlich fallen auch noch ihre letzten Hüllen.
Bewundernd sieht er sie an und lässt seinen Blick langsam an ihrem Körper hinab wandern und bei ihrem Anblick wird das Ziehen in seinen Lenden immer stärker und stärker. Flüchtig streift ihn der Gedanke, warum er nie genauer darüber nachgedacht hat, welch wunderschönen Körper Ros Tag für Tag in ihren Jeans und Lederjacken vor ihm verborgen hat, doch als Ros ihre Nägel fest in seinen Rücken krallt, verfliegt der Gedanke genauso schnell wie er gekommen ist.
Es zählt nur noch das Jetzt und Hier und diese wunderschöne, unglaubliche Frau, die sich unter ihm windet und ihn begleitet von einem sehnsüchtigen Stöhnen an sich zieht.
Tief atmet er ihren betörenden Duft ein, während er seine Lippen von ihrer Wange über ihren Hals hinab zu ihren Brüsten wandern lässt. Andächtig umspielt seine Zunge ihre Brustwarze, bevor er zärtlich hineinbeisst und ihr somit ein weiteres, heiseres Stöhnen entlockt, das fast wie Musik in seinen Ohren klingt.
Einladend wölbt sie ihm ihr Becken entgegen und endlich, endlich fühlt er sich bereit dieser Einladung nur allzu gerne nachzukommen.
Seine Hand krallt sich erneut fest in ihre Haare, die andere wandert hinab zu ihrer Hüfte und mittlerweile hat Ros das Gefühl, als würde jeder Zentimeter ihrer Haut, den Lucas mit seinen Händen berührt hat in Flammen stehen.
Ein raues Stöhnen dringt über ihre Lippen, als er in sie eindringt und im ersten Moment kann sie gar nicht fassen wie unglaublich es sich anfühlt. Überwältigend.
Sie klammert sich an ihn, ihre Nägel kratzen über seinen Rücken, als wäre sie wirklich ein Raubtier und am Liebsten würde Lucas sie einfach nur festhalten und küssen, immer und immer wieder.
Doch ihre Lippen weichen den seinen aus, stattdessen streifen sie über seine Schulter und dann spürt er auch schon den kurzen, scharfen Schmerz, als sie in seine Schulter beisst. Ihre Hände scheinen auf einmal überall zugleich auf seinem Körper zu sein, krallen sich in seine Schultern und kratzen über seine Brust, wie die Krallen einer Raubkatze.
Denn das ist, was Ros Myers wirklich ist. Eine Raubkatze.
Und in diesem Moment ist die Raubkatze Ros Myers alles, was er sich wünscht. Alles, was er sich jemals gewünscht hat.
Denn das was sie gerade mit seinem Körper anstellt, übertrifft definitiv alles, was er sich je in seinen kühnsten Träumen hätte ausmalen können. Verdammt, er konnte doch nicht wissen, dass Kratzen und Beissen zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt!
Ihre Finger krallen sich in seinen Hintern, während sie eine Reihe kurzer, leichter Bisse auf seiner Brust und seinen Schultern verteilt und ihre Beine fest um seine Hüften schlingt.
Und verdammt, es fühlt sich einfach so unglaublich gut an!
Ein tiefes, raues Stöhnen dringt aus seiner Kehle, vermischt sich mit den Klängen ihrer Lust  und das Letzte, was er sieht, bevor er sich ihr vollends hingibt, ist der Glanz der Erregung und Verzückung in ihren halb geschlossenen Augen. Das Letzte, was er denkt, bevor er sich endgültig in ihr und seiner Leidenschaft verliert, ist was für ein Glück er doch hat, jetzt und hier mit dieser wunderschönen, unglaublichen Frau zusammen sein zu dürfen.

-

Schweigend betrachtet er Ros, die, den schlanken Körper unter der dünnen, cremefarbenen Bettdecke verborgen, neben ihm liegt und noch immer im Land der Träume weilt.
Eigentlich kann er noch gar nicht so richtig fassen, was zwischen ihnen geschehen ist, dass sie wirklich einfach nur unglaublichen, wilden Sex hatten, doch die Kratzer und Bissspuren auf seinem Körper haben ihm, als er am frühen Morgen ins Bad gegangen ist und einen Blick in den Spiegel geworfen hat, sofort klar gemacht, dass die letzte Nacht bittersüße Wirklichkeit gewesen ist und nicht nur ein allzu schöner Wunschtraum.
Ein versonnenes Lächeln auf den Lippen, streckt er die Hand aus und streichelt zärtlich über ihre Wange.
Mit einem leisen Brummen, dreht sie sich zu ihm und schlägt die Augen auf.
»Guten Morgen, Lucas«, murmelt sie verschlafen und schenkt ihm ein Lächeln, das sein Herz sofort wieder höher schlagen lässt.
»Guten Morgen, Ros.«    

Und während Lucas noch darüber nachdenkt, wie sie Beide jetzt weitermachen sollen (vielleicht wäre Frühstück ja schon mal ein gelungener Anfang?), hat Ros schon die Arme um seinen Hals geschlungen und ihn an sich gezogen.
»Und ganz vielleicht«, denkt er, »fühlen sich ihre Lippen sogar noch wundervoller an, als beim ersten Mal.«    
Zärtlich streicheln ihre Hände über die Male, die sie an seinem Körper hinterlassen hat, fahren die unzähligen Kratzer und Bisswunden nach und hinterlassen ein wahrhaft himmlisches Gefühl auf seinem Körper und in seiner Seele.

-

Und alle »Wie geht es jetzt weiter?« und  »Was machen wir jetzt daraus?« Gedanken werden ihm einfach scheissegal.

Denn als Ros ihm mit ihren zärtlichen Berührungen und liebevollen Küssen doch noch das Schmusekätzchen in sich zeigt, kann er sich schlichtweg nicht dagegen wehren, dass sie ihm schon wieder auf ihre ganze eigene, betörende Art und Weise den Verstand vernebelt.
Sodass er sich in ihre Arme fallen lässt und alles andere um sie beide herum vergisst. Das Jetzt, das Morgen und alles, was danach kommt.
Also schliesst er die Augen und geniesst. Geniesst sie, diese wunderschöne Frau in seinen Armen, geniesst ihre Küsse und ihren Körper, der jetzt und hier einfach nur ihm gehört.
Ein Lächeln liegt auf ihren Lippen, als sie die Arme um Lucas' Nacken schlingt, ihn an sich zieht und ihn küsst.

Und ihn somit direkt in den Himmel bringt.


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