Mermaids and Sirens- Rettet Mako!

GeschichteFantasy, Freundschaft / P6
OC (Own Character)
16.10.2016
23.10.2016
7
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16.10.2016 776
 
Ich tauche. Das Meer ist mein Freund, mein Vertrauter. Hier bin ich sicher. Hier bin ich stark. Eine einzige Bewegung meiner Flosse bringt mich Meilen weiter. Ich lasse los von der Realität und zerfließe mit der Magie des Meeres. Ich sehe etwas leuchten, oben an der Wasseroberfläche. Ich tauche auf. Vor mir liegt Mako. Der Mond scheint heute besonders hell. Etwas zieht mich näher an die Insel, doch ich weiß, es ist verboten. Doch trotzdem schwimme ich immer näher dran. Plötzlich höre ich einen leisen Gesang. Ich erstarre. Die Melodie vermischt sich mit dem Rauschen des Meeres, eine Einheit. Ich schwimme dem Gesang nach. Ohne es zu wissen befinde ich mich plötzlich in der Mond-Höhle. Ich bin nicht allein. Am Rande des Beckens sitzt eine Meerjungfrau. Ihr schwarzes Haar fällt über ihre Schultern. Sie singt und schaut mich an. Ich Fischschwanz ist anders als meiner. Er glänzt silbern. Sie schaut mich lächelnd an und breitet ihre Arme zu einer Umarmung aus. Hypnotisiert fange auch ich an zu singen. Unser zweistimmiger Gesang hallt im Krater. Langsam komme ich zu ihr. Sie ist schon erwachsen und hat ein faltenloses Gesicht. Sie nimmt mich in ihre kalte Umarmung. Ich fröstele etwas. Dann flüstert sie: „Meine bezaubernde Tochter ist heimgekehrt!“ In ihren Augen spiegeln sich Tränen. „Es ist Zeit für dich, nun meinen Platzt einzunehmen und das zu vollenden, was wir begonnen haben. Der Zauber hält nur noch bis morgen, also sei gewarnt!“ Ich verstehe nichts. „Und vergiss nie, du bist nicht allein! Du hast zwei besondere Leute in deinem Leben, die ich dir geschickt habe. Vertrau auf deine Instinkte und lass dich nicht täuschen.“ Plötzlich flackert ihr Bild. „Finde den Sirenenreif und lerne seine Kraft! Du musst nach Mako! Und denke immer daran, ich bin stolz auf dich!“ Dann ist sie weg und ich bin alleine.
Biep-Biep-Biep! Der Wecker klingelt. Ich hasse dieses Geräusch. Genervt haue ich meinen Wecker bis er ausgeht. Dass er noch lebt ist ein Wunder. Ich rolle mich im meiner Decke das Bett runter, knalle auf den Fußboden und robbe mich zum Fenster. Mit einem morgendlichen Stöhnen ziehe ich mich an der Fensterbank hoch und fahre dann die Rollläden hoch. Sonnenlicht erleuchtet mein Zimmer. Das Meer glitzert und funkelt, ein paar Möwen fliegen um her. Die Palme neben meinem Fenster weht leicht im Wind. Ich seufze von Angesicht dieser Schönheit. Ich schaue auf die Uhr. 7:00. Ich werde Indigo dafür schlagen, dass sie unbedingt schon um acht mit uns loswollte. Ich schlurfe in mein eigenes anschließendes Badezimmer und gehe erstmal duschen. Wow, denke ich, das war vielleicht ein komischer Traum! Sie sah wirklich aus wie meine Mutter, jedenfalls auf dem Foto. Ich kann einfach nicht glauben, dass die Frau auf dem Foto meine Mutter sein soll, denn wir sehen uns überhaupt nicht ähnlich. Und warum war sie eine Nixe oder Meerjungfrau? Soviel ich weiß war Mum eine Autorin für Kinderbücher und jobbte nebenbei als talentierte Sängerin. Ich habe sie nie richtig kennen gelernt, denn als ich elf Monate alt war, wurde ich adoptiert. Ich liebe Evelyn und Robert, meine Tante, aber ich wünsche mir irgendwann meine echte Mutter wiederzusehen. Sie verschwand. Einfach so. Man fand nur noch die leere Wohnung auf, wo ein kleines Schreiendes Kind in einer Wiege lag. Um den Hals eine Kette mit einer Muschel dran. Gedankenverloren drehe ich die Kette um und lese die winzige Botschaft:
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                                            Folge den Ruf des Meeres
                                             Melodie, Rhythmus, Beat

Für mich hat das keinen Sinn. Ich steige tropfend aus der Dusche und ziehe mich an. Shorts, Blumentop und Sonnenbrille, Bikini unten drunter. Ich föhne mir schnell die Haare und binde mir meine blonden Wellen zu einem Zopf. Ein letzter Blick in den Spiegel. Unwirklich grüne Augen starren mir entgegen, von Natur aus rosa Lippen machen das gebräunte Gesicht mit den geschwungenen Augenbrauen perfekt. Viele nannten mich Schönheit, fragten mich, ob ich mal Model werden wollte. Nein. So etwas interessiert mich nicht. Ich will Sängerin werden und glücklicherweise unterstützen mich meine Eltern. Fast Eltern.  Ich schnappe mir meine Strandtasche und packe Handtuch, Handy, Schwimmbrille und Wasserspritzpistole für nervige Jungs (oder Freundinnen) ein und flitze dann die Treppe runter zu Frühstück.
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