Kingdom of darkness

GeschichteRomanze, Familie / P16
Davina Claire Freya Mikaelson Hayley Marshall Hope Mikaelson Marcel Gerard Niklaus Mikaelson
14.10.2016
12.07.2019
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29.01.2017 1.298
 
„Memories never die.“



Er ließ sein siegessicheres Lächeln über die Menge gleiten und wappnete sich bereits seelisch für den Kampf. Der ehemalige König von New Orleans war zwar noch nicht vollständig wiederhergestellt, doch gegen diese Vampire besaß er trotzdem ein leichtes Spiel. Die Meute gelangte jedoch nicht zu derselben Einsicht. Sie begannen angriffslustig zu knurren und die schwarzen Adern rund um die Augenpartie kündigten bereits die Reiszähne an, bevor sich die Münder der fremden Angreifer drohend verzerrten. Das entlockte dem mächtigen Hybriden lediglich ein schallendes Lachen und als der erste Freiwillige vortrat, der dumm genug war sich gegen Niklaus Mikaelson zu stellen, musste er kaum Luft darauf verschwenden ihn abzuwehren. Ehe er sich versah, riss der Urvampir seinem Angreifer ohne zu zögern das Herz aus der Brust und bohrte seinen drohenden Blick in den des unleugbaren Verlierers. Der Körper erschlaffte und glitt steif zu Boden. Keine Sekunde später stürzte sich der nächste Fremde in das Duell. Dieses Mal handelte es sich um eine Frau, mit wunderschönen kurzen blonden Locken und einem durchtrainierten Körper. Sie bestand tatsächlich länger als ihr Vorgänger. Doch sobald sie für einen Moment ihre Deckung außer Acht ließ, warf sich Klaus auf ihren Hals und riss ihr erbarmungslos die Kehle heraus. Diese Leute bedrohten seine Familie, für sie existierte keine Gnade.


Hope befand sich noch immer an derselben Stelle wie bereits wenige Augenblicke zuvor und verfolgte das blutige Treiben gebannt. Plötzlich erschien Vincent neben ihr und redete ermahnend auf sie ein, dass die drei sich lieber aus der Gefahrenzone begeben sollten. Aber Hope weigerte sich strickt einfach dem Kampf den Rücken zu zukehren und ihren Dad so ein weiteres Mal sich selbst zu überlassen. Sie würde ihn nicht ihm Stich lassen. Nie wieder. Also vertraute Hope anstatt selbst mit ihr zu fliehen, dem Hexenmeister ihre bewusstlose Mutter an. Das Mädchen besaß keine Zweifel daran, dass Vincent gut auf sie achten würde. Er brauchte die jüngste Mikaelson noch für seine Pläne und daher würde sich der König keine Fehler dieser Art leisten. Sobald die beiden außer Sichtweite waren, wandte sie ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die brutale Auseinandersetzung und schritt entschlossen darauf zu. Mittlerweile griffen die Vampire nicht mehr alleine an. Stattdessen bildeten sie nun kleine Gruppen, um auf diese Weise effektivere Treffer zu erzielen. Aber Klaus vernichtete sie alle und so dezimierte sich die Anzahl der Fremden immer weiter. Hope stürzte sich instinktiv auf einen großen Mann, der versuchte ihren Vater von hinten zu überraschen. Sie schleuderte den Kerl beiseite und versetzte ihm einen harten rechten Haken. Der Unbekannte taumelte und verlor für wenige Sekunden die Orientierung. Diese Zeit nutzte Hope um mittels Magie seine Blutgefäße aufplatzen zu lassen. Er wand sich vor Schmerzen und mit einem gezielten Schlag beförderte Hope den Fremden in eine Ohnmacht. Nun umziegelten das Mädchen ca. die Hälfte der noch übrig gebliebenen Angreifer. Über die Meute hinweg traf sich der Blick der Hexe mit dem ihres Vaters und gleichzeitig nickten sie einander entschlossen zu, bevor beide sich wieder in das Getümmel warfen.


Irgendwann gab es niemanden mehr der dazu imstande war einen von ihnen anzugreifen und der Kampf war damit offiziell vorbei. Sofort wandte sich Klaus seiner Tochter zu und lief ihr entgegen. Vorsichtig berührte er die verletzte Wange des Mädchens, allerdings setzte die beschleunigte Vampirheilung bereits ein und hinterließ nur eine dünne Blutspur. Klaus betrachtete die 18 Jährige mit Sorge und kämpfte um seine Beherrschung. Hope erwiderte den Blick mit Tränen in den Augen und schloss ihren Dad schließlich in eine herzliche Umarmung. Da war er endlich. Der Augenblick auf den sie solange hingefiebert hatte. Auch wenn ihnen noch ein langer Weg bevorstand bis alle Familienmitglieder befreit waren, stellte dies für den Teenager bereits einen großen Moment dar. Als dem Mädchen die Bandbreite dieser Entwicklung bewusst wurde, konnte sie die Tränen nicht mehr zurück halten und vergrub das Gesicht in seiner Brust. Sie hatte ihn endlich wieder. Ihren Dad. Das Mädchen war mit der Angst aufgewachsen womöglich nie ihren Vater kennenzulernen. Doch das nun tatsächlich das Gegenteil eintrat, gab ihr ein Gefühl, welches sie mit Stolz erfüllte. Hoffnung.
Es gab ihr Hoffnung.

Mit schnellen wachsamen Schritten näherten die beiden Mikaelsons sich dem inzwischen mit Pflanzen überwucherten Eingang des Anwesens. Mit einer fließenden Bewegung stieß Klaus das Tor auf und betrat seit langer Zeit wieder sein ehemaliges Zuhause.  Nach ein paar weiteren Schritten drehte sich der Hybrid zu seiner Tochter um. Das Mädchen verharrte zögernd im Rahmen des Einganges und blickte sich neugierig um. Konzentriert versuchte sich die Brünette an diesen Ort zu erinnern. Sie wollte bereits wie gewohnt über die flüchtigen Bilder einen Seufzer ausstoßen, als es sie plötzlich unverhofft traf. Hope befand sich nicht mehr in der Gegenwart. Stattdessen trug ihr Vater sie als Kleinkind auf seinem Arm und gab ihr ein Versprechen.

„Was für ein besseres Leben hätte dich wohl erwartet, wäre ein anderer Mann dein Vater. Alle die mich geliebt haben, haben es irgendwann bereut. Aber eins weiß ich. Meine kleinste Wölfin. Ich werde für dich das richtige tun.“

Dann war es auch so schnell wie es gekommen war wieder vorbei. Instinktiv bewegten sich Hopes Füße zu der genauen Stelle ihrer Erinnerung. Klaus betrachtete sie aufmerksam und folgte ihr wortlos. Als das Mädchen ihr Ziel erreicht hatte, blieb sie stumm stehen und beschwor vor ihren inneren Augen noch einmal die Szenerie herauf. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, während sie die Worte ihres Dads wiederholte. „Alle die mich geliebt haben, haben es irgendwann bereut. Aber eins weiß ich. Meine kleinste Wölfin…“, flüsterte sie und ließ dabei ihre Augen über die Umgebung schweifen. „….Ich werde für dich das richtige tun.“, beendete Klaus verstehend. Er erinnerte sich nur zu gut an diesen Moment. Es war einer der letzten gemeinsamen Augenblicke mit seiner Tochter gewesen. Bevor die Situation total außer Kontrolle geraten war und der Hybrid sich dem Urteil seines einstigen Schützlings ausgeliefert hatte. Hope fixierte fest den Blick ihres Vaters und erwiderte gerührt: „Und das hast du.“. Sie wischte sich hastig die aufkommenden Tränen von den Wangen und ärgerte sich offensichtlich über ihre eigene Sensibilität diesbezüglich. Doch Klaus nahm vorsichtig ihre Hand und strich ihr eine widerspenstige dunkle Locke aus dem Gesicht. Er musterte ihre Augen, dessen Blauton ihm so tief vertraut waren. Einen Herzschlag lang sagte niemand der Mikaelsons ein Wort. Sie sahen einander lediglich an und Hope spürte die väterliche Verbundenheit, die sie sich schon so lange gewünscht hatte.  Dann wurden plötzlich schnelle Schritte laut und Hopes Mutter tauchte wenige Meter von ihnen entfernt auf. Die Aufmerksamkeit der beiden richtete sich prompt auf Hayley und der besondere Augenblick war vorüber. Allerdings ergab sich sofort ein weiterer, als sich die drei glücklich in die Arme fielen. Die kleine Familie genoss für eine Weile einfach ihr Wiedersehen und vergaß die heikle Situation, welche noch immer wie ein dunkler Schatten über den Mikaelsons lag. Nur Vincent behielt das unvermeidliche im Gedächtnis. Der Hexenkönig hielt sich bewusst im Hintergrund und ließ den dreien ihren Freiraum. Sowenig er den Hybriden auch schätzen mochte, Vincent konnte sich ausmalen wie wichtig dieses Treffen für Klaus sein musste.  Er wartete ab und bettete darum, dass seine Entscheidung dem Mädchen zu vertrauen gerechtfertigt war. Doch dem Hexer blieb keine andere Wahl. Wenn er New Orleans retten wollte, musste er schließlich zuerst Marcel seine Macht nehmen. Hope war dazu imstande, da war er sich sicher. Mit einem Lächeln auf seinen Zügen musste Vincent sich eingestehen, dass er wohl ebenfalls daran glaubte. An Hope.
An die Hoffnung.



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Hey :D
Ich weiß, dass seit dem letzten Kapitel mehr Zeit vergangen ist als es sollte. Doch ich bin jetzt wieder sehr motiviert diese Fanfiktion weiterzuschreiben.
Außerdem habe ich mich sehr über euer Feedback gefreut.  ^^
Natürlich würde ich mich auch dieses Mal darüber freuen und hoffe, dass euch auch das 2. Kapitel gefallen hat ;D
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