Kingdom of darkness

GeschichteRomanze, Familie / P16
Davina Claire Freya Mikaelson Hayley Marshall Hope Mikaelson Marcel Gerard Niklaus Mikaelson
14.10.2016
12.07.2019
3
5005
1
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Hey, schön, dass ihr euch hierhin verirrt habt ;D

Opening Credits

Trailer

Trailer 2

Ich würde mich sehr über euer Feedback bezüglich der Fanfiktion freuen ^^

PS: Ein großes Dankeschön an alle die mich wegen meiner älteren Fanfiktions angeschrieben haben. Es freut mich, dass diesbezüglich noch Interesse besteht. Darum werde ich demnächst ein paar davon wieder "zum Leben erwecken".




Es sind die
Begegnungen mit Menschen
die das Leben lebenswert machen.

Guy de Maupassant



Die leicht schrille Stimme des Radiosprechers drang langsam wieder in Hopes Bewusstsein und ließ sie aus ihrem Dämmerzustand hochschrecken. Das Mädchen lehnte mit ihrem Kopf leicht gegen die Scheibe des Wagens und drehte sich noch etwas benommen in die Richtung der Fahrerseite. Dort saß ihre Mum und fuhr den Wagen samt ihrer in Särgen verstauten Familie. Die brünette Hexe besaß bisher nie die Möglichkeit diese persönlich kennenzulernen und konnte sich über die Urvampire lediglich durch die Geschichten ihrer Mutter ein Bild machen. Aus diesem Grund hatte Hope ihre Neugierde nicht bezwingen können und schon so einige Stunden damit verbracht heimlich die Särge zu öffnen, um die fremden Gesichter ihrer Familienmitglieder zu zeichnen. Aber auch, wenn sie nicht dazu imstande war mit ihnen ein Wort zu wechseln, hatten sich die Gesichtszüge und die Erzählungen in ihr Gedächtnis eingebrannt. Jedoch gab es eine Ausnahme. Ihre Tante Freya. Das Mädchen hatte durch eine Freundin von einem Zauber erfahren, der es ihr ermöglichte mit jeder beliebigen Hexe zu kommunizieren. Das schloss natürlich die älteste Mikaelson Schwester mit ein. Aber die wohl wichtigste Person, die noch in ihrem Leben fehlte, befand sich in keinen der Särge. Lediglich ein an sie gerichteter Brief, war alles was Hope von ihrem Vater noch geblieben war. Instinktiv griff sie in die Innenseite ihrer dunklen Lederjacke und berührte vorsichtig die Umrisse des Briefumschlags. Die jüngste Mikaelson konnte bereits seit Jahren dieses Schriftstück in und auswendig aufsagen. Genau wie die Särge lag er ihr sehr am Herzen. Es waren die einzigen Worte ihres Dad’s an die sie sich erinnern konnte und die sie im schlimmsten Fall jemals hören würde. Sie gaben ihr Halt und führten ihr vor Augen was sie verloren hatte. Erinnerten die Hexe jeden Tag daran für was sie bereit war durchs Feuer zu gehen, um es endlich wieder zurück zu bekommen. Hin und wieder träumte sie von früheren Tagen ihrer Kindheit und schnappte Erinnerungsfetzen auf. Aber leider waren es nicht mehr als genau das. Fetzen. Flüchtige Bilder. Also nichts was den Teenager wirklich zufrieden stimmen konnte. Wenn sie ihre Augen fest schloss, glaubte sie manchmal das Lachen ihres Vaters zu hören. Doch ob es tatsächlich eine Erinnerung war oder nur Wunschdenken, wusste Hope nicht. Seufzend richtete sie sich in ihrem Sitz auf und versuchte einen anderen Radiosender einzustellen. Auf Hayleys Gesicht zeichnete sich ein kleines Lächeln ab, als sie ihrer noch etwas verschlafenen Tochter einen Blick zuwarf. „Na Süße, gut geschlafen?“. Hope nickte und rieb sich die Augen. Wieso machten sie lange Autofahrten nur immer so unglaublich müde? Das Mädchen hatte sich schon seit Tagen auf diese Gelegenheit gefreut und wollte garantiert nicht den ersten Tag in ihrem früheren Zuhause verschlafen. Zwar befanden sie sich gerade noch auf der Hinfahrt, aber Hope wollte ungern die ersten Eindrücke verpassen, die sich ihr gleich beim Einfahren in die Stadt bieten würden.  Wie lange dauerte es denn eigentlich noch? Als hätte Hayley die Gedanken ihrer Tochter gelesen, fügte sie hinzu: “Wir brauchen nicht mehr lange. Vielleicht noch 15 Minuten.“. Nervös rutschte sie abermals auf ihrem Platz herum und zeitgleich begann der Magen der Teenagerin aufgeregt Purzelbäume zu schlagen. Nicht einmal 15 Minuten trennten die Tribridin noch von ihrem Zielort, dem berühmt berüchtigten New Orleans. Ein Gebiet voller Mythen und Legenden und außerdem der Ort an dem das jüngste Mikaelson Mitglied geboren wurde. Vor vielen Jahren veränderte er über Nacht das Leben der Hybridin Hayley und nun würde er alles für ihre Tochter auf den Kopf stellen. Nach all der Sehnsucht nach einer vollständigen Familie, hoffte sie ihr das durch die Hilfe des Hexers Vincent endlich ermöglichen zu können. Auch, wenn Hope nicht nimmer darüber sprach, wusste Hayley dennoch wie sehr sie dieser Wunsch quälte. Die ehemalige Werwölfin hatte einst selbst lange nach ihrer wahren Herkunft gesucht und diese schließlich hier gefunden. Es handelte sich dabei zwar nicht um vollkommen dieselbe Situation. Aber sie glichen sich dennoch genug, sodass Hayley sich gut in das Mädchen hinein verletzen konnte. Außerdem hatten sich die Mikaelsons für die geborene Labonair ebenfalls zu einer Familie entwickelt. Nicht nur ihre Tochter war dabei ein Faktor gewesen. Man sagte schließlich nicht ohne Grund „Familie hört nicht beim Blut auf“. Daher war sie natürlich auch sehr erpicht darauf die Urvampire wieder zurück zu bringen. Hope spielte immer noch an der Anzeige herum und verdrehte genervt die Augen, während der gefühlt tausendste Justin Bieber Song angespielte. Wurde der eigentlich nie out? Hayley verkniff sich amüsiert eine Bemerkung und steuerte weiter Richtung Stadt. Sobald das Ortseingangsschild an ihnen vorbei zog, richtete sich die Mikaelson kerzengrade auf und musterte neugierig die Umgebung. Die Hexe wollte gerade eine sarkastische Bemerkung von sich geben, da breitete sich ein unangenehmes Gefühl in ihrer Magengegend aus. Doch bevor sie ihre Mutter über diese Vorahnung in Kenntnis setzen konnte, traf diese auch schon ein und der Wagen glitt urplötzlich von der Fahrbahn ab. Die beiden Frauen wurden durch die Luft geschleudert und als sie gegen einen Baum prallten, kamen sie unsanft zum stehen.


Anscheinend gab es ein Leck. Denn wie sonst sollte die Information durchgesickert sein, dass die zwei ausgerechnet heute nach so vielen Jahren wieder in New Orleans eintrafen. Die Personen, die sich kurze Zeit später um das Auto versammelten, schienen definitiv keine erste Hilfe leisten zu wollen. Eher im Gegenteil. Es handelte sich um eine Gruppe Vampire, die zielsicher auf sie zugingen. Sie wussten genau wer da im Auto saß und diese Erkenntnis gefiel Hope ganz und gar nicht. Das Mädchen hatte auf etwas mehr Zeit gehofft, ehe ihre Anwesenheit auffiel. Doch daraus würde wohl nichts werden. Hilfesuchend sah sie zu ihrer Mutter. Aber die Hybridin schien momentan nicht bei Bewusstsein zu sein und so lag es an Hope den Schlamassel in Ordnung zu bringen. Das war allerdings leichter gesagt, als tatsächlich getan. Mit einem Blick auf ihr rechtes Bein stellte Hope seufzend fest, dass es sich während des Unfalls in ihren Sitz verhackt hatte. Gereizt wandte sie ihre Aufmerksamkeit auf die Personen, die für diesen „Unfall“ verantwortlich waren. Anschließend schloss sie konzentriert ihre Augen und murmelte ein paar Worte vor sich hin. Für Außenstehende waren es nur sinnlose Reime. Doch wer sich mit der Welt des Übernatürlichen auskannte, wusste nur zu gut, dass es sich um etwas vollkommen anderes handelte. Einen Zauberspruch. Gerade als einer der Vampire Hopes Tür erreichte, riss sie den Kopf hoch und beendete den Spruch. Im nächsten Moment wich ihr Angreifer zurück und zerfiel durch unzählige lodernde Flammen langsam zu Asche. Er taumelte schreiend zurück und rief verzweifelt nach Hilfe. Angestrengt versuchte das Mädchen ihr Bein zu befreien und rüttelte mehrmals am Fahrzeug. Doch das alles half nichts und der Zauber würde die Angreifer nicht lange Ablenken.  Jedenfalls nicht lange genug. Hope gab es schließlich auf und sprach erneut einen Zauber, der es ihr erlaubte endlich aus dem Wagen zu steigen. Schnell lief sie ums Auto herum und kniete sich zu ihrer Mutter. Leider war Hayley immer noch bewusstlos und so hing es ein weiteres Mal an ihrer Tochter. Um keine Zeit zu verlieren, sprach sie sofort einen Zauber und legte anschließend einen Arm um Hayleys Schultern. Die Brünette kam allerdings nicht weit. Eine große rothaarige Frau stellte sich ihnen in den Weg und anschließend wurden sie von weiteren Vampiren umzingelt. Wie bereits befürchtet, hatten sie sich nicht lange mit der Rettung des brennenden Vampirs befasst und konzentrierten sich lieber auf den Mikaelson Spross. Hope überlegte gerade wie sie am besten diese Gruppe ausschalten sollte, als ein gurgelndes Geräusch ihre Aufmerksamkeit erregte. Zwei der Vampire gingen zu Boden, dicht gefolgt von ihren eigenen Herzen. Hopes Blick suchte die Umgebung nach der Ursache ab und entdeckte diese ziemlich schnell. Es handelte sich dabei um einen großen Mann mit blonden kurzen Haaren. Als ihre Blicke sich schließlich trafen, wurde sein ernster Gesichtsausdruck durch ein breites Grinsen ersetzt. Ein Grinsen, das dem der jüngsten Mikaelson auf verblüffende Weise sehr ähnelte. „Dad.“, murmelte Hope wie erstarrt und registrierte zeitgleich den dunkelhäutigen König der Hexen. Er war nun neben Klaus getreten und lächelte der überraschten Hexe zu. „Ihr wolltet eine Art Vertrauensbeweis? Hier ist er! Ich habe deinen Vater befreit, wenn das kein Beweis ist, dann weiß ich nicht was ich sonst für euch tun könnte.“. Bei dem Wort Vater horchten die restlichen Angreifer auf und wirkten nun ebenfalls wie versteinert. Diese Reaktion nutzte Niklaus für ein amüsiertes Lachen. Es fiel ihm schwer den Blickkontakt zu seiner Tochter zu lösen, doch ihre Rettung besaß im Moment eindeutig den Vorrang. Also wandte er sich den Vampiren zu und klatschte enthusiastisch in die Hände. „Und wer macht den Anfang? Irgendwelche Freiwillige?“.
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