Einmal menschlich.

von Ultrablau
KurzgeschichteRomanze / P18 Slash
Bartimäus
11.10.2016
11.10.2016
1
1972
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Wieso gibt es eigentlich so wenige Bartimäus-Fanfictions? Wieso???

Also gut. Es folgt eine Barty x Ptoly Fanfiction. "Boy" x Boy.
Viel Spaß!


Ich musste darauf achten, dass mich niemand sah – schließlich steckte ich noch in Ptolemäus Körper – als ich an ebendessen Tür anklopfte, hinter der ich ihn vermutete. Diese Vermutung stellte sich als richtig heraus, als von drinnen ein genuscheltes „Herein“ zu vernehmen war. Er musste mit mir gerechnet haben, denn ein Mensch hätte das mit Sicherheit nicht einmal gehört.
Voller Vorfreude öffnete ich die Tür energisch und schlüpfte schnell hindurch, sodass ich vor seinem Schreibtisch zum Stehen kam.
Er sah nicht mal von seinem Papyrus auf. Aber das würde sich schon bald ändern.
„War es erfolgreich?“, murmelte der Junge in seinen nicht vorhandenen Bart. Man merkte schon, dass er nicht ganz bei der Sache war.
„Ptolemäus, ich war auf einer Beerdigung.“
„Ja und?“
Sag ich doch. Er war absolut vertieft in seine Schriften.
„Da ist nichts ‚erfolgreich‘, es sei denn, der Tote steigt aus dem Grab und entscheidet sich zu einem flotten Tänzchen, was leider nicht passiert ist.“ Ich sah Ptolemäus, der mich immer noch keinen Blickes gewürdigt hatte, grinsen. Unbeirrt fuhr ich fort: „Trotz dessen habe ich mich nicht unbedingt gelangweilt. Ich habe da nämlich eine Entdeckung gemacht... Ich habe das Gefühl, ich gehe dir langsam wirklich in Fleisch und Blut über.“
Nun sah er mich an, sichtlich erfreut.
Warte du nur ab.
„Wobei… Blut trifft es besser.“
Ha! Der Gesichtsausdruck!
„Wieso? Ist dir etwas zugestoßen, Bartimäus? Hast du dich verletzt?“
Seine Unschuld brachte mich unwillkürlich zum Grinsen, was mich etwas beunruhigte. Offenbar war ich tatsächlich schon etwas zu lange in seiner Gestalt gewesen.
Aber das sollte jetzt nicht Thema sein.
Ich trat einen Schritt zurück, sodass der Schreibtisch meinen Unterleib nicht mehr vor Ptolemäus Blicken verbarg. Es wäre aber sowieso nicht nötig gewesen, mich zu verstecken, denn der Junge starrte mir immer noch mit einem fragenden Ausdruck ins Gesicht. Ich deutete eine Kopfbewegung nach unten an und sagte: „Ich wusste gar nicht, dass du sowohl auf Mädchen, als auch auf Jungen stehst! Ich hatte dich immer als asexuell eingestuft.“
Ptolemäus, der den Wink nun verstanden hatte und entgeistert auf meinen Unterleib (der im Grunde auch seiner war) starrte, bekam eine gute Minute kein Wort heraus. So baff hatte ich den Jungen noch nie gesehen, er war sonst immer beherrscht gewesen. Mit jeder Sekunde, die sein Kopf röter wurde, wurde mein Grinsen breiter. „Wie?“ war das erste Wort, was aus ihm herausbrach.
„Naja, es waren einige – mehr oder minder attraktive – junge Menschen anwesend, die es deinem Körper wohl angetan haben.“
Auf die Idee, ich könnte mir den Ständer nur ‚gebastelt‘ haben (Komisches Wort. Damit meine ich, ich könnte meine Substanz in die entsprechende Form gebracht haben), kam er gar nicht. Es war auch nicht so gewesen, aber ich fand den Fakt trotzdem lustig, dass der hochbegabte Ptolemäus mundtot gemacht worden war.
Beschämt senkte er seinen hübschen Kopf.
Hübsch!?
Was auch immer mit mir los war, es war nicht gut. Zurück zum Text.
„Das ist echt schade für dich, denn wärst du asexuell gewesen, hätte es dich nicht gestört, dass du nie einen Partner finden wirst.“ Der hatte gesessen.
„Wieso?“
„Wieso? Du sitzt den ganzen Tag vor deinem Schreibtisch, redest auf einem Niveau dem sogar Erwachsene nicht nachkommen können und bist – ehrlich gesagt – etwas zu schlank, um den Mädels zu gefallen. Was die Jungs angeht… Da ist die Menge der potentiellen Partner deutlich geringer, da es eher wenige gibt, die wie du auf das gleiche Geschlecht stehen.“
Er starrte mich schon wieder an, diesmal mit einer Spur Trauer. Das brach mir fast das Herz. So gemein wollte ich nicht sein, aber es war eben Mittel zum Zweck… Denn was jetzt kam, brauchte eine angemessene Vorbereitung und war für mich eine große Überwindung:

„Naja, da du von so etwas wie Sex bis dato nur träumen konntest und ich nicht annehme, dass du in nächster Zeit irgendwelche sexuellen Kontakte haben wirst… Wollte ich dir vorschlagen…“ – ich kam stark ins Schwitzen – „, dass wir beide… halt… Ich wollte das sowieso immer schon wissen, wie das ist, und du bist so die einzige… Person, bei der ich das… wollen würde.“
Was war denn los? Ich war doch sonst nicht auf den Mund gefallen! „…dass ich dich mal ordentlich durchnehme“ hätte ich eigentlich sagen wollen, aber irgendwie kam es nicht über meine Lippen.
Wenigstens war der Junge in diesem Moment genauso wortkarg wie ich. Als hätte er plötzlich eine schlimme Krankheit bekommen, krächzte er nach einer gefühlten halben Stunde, in der er mich – wieder einmal – nur angestarrt hatte: „Okay.“

Jetzt gab es kein Zurück mehr. Ein Teil von mir hatte gehofft, er würde ablehnen, aber ein anderer Teil von mir, der wahrscheinlich eher im Unterleib saß, freute sich wie ein kleines Kind und ließ meine Substanz an ‚meinem‘ Glied noch einmal ein Stückchen ausdehnen.

Das Gefühl, als sie das zum ersten Mal unkontrolliert gemacht hatte, war zugleich angsteinflößend als auch entspannend und irgendwie… aufregend gewesen?
Ich hatte einfach nur ein hübsches Pärchen angestarrt, die auf der Beerdigung auffällig nah beieinanderstanden und sich nicht wirklich auf die Trauerfeier konzentrierten, und – schwupps – war der Schwanz oben.
Und da blieb er. Ein Grund mehr, froh zu sein, kein Mensch zu sein – denen passiert das ja öfters mal, und es war echt unangenehm. Und das Schlimmste war: Es war nicht zu kontrollieren! Ich konnte machen was ich wollte, das Teil wurde nicht kleiner. Und ich hatte auch nicht die Chance, meine Gestalt zu wechseln.
Das hätte ich jetzt zwar tun können, wo ich bei Ptolemäus war, und ich glaube, der Ständer wäre damit auch weggegangen, aber irgendwie wollte ich diesen menschlichen Trieb auch mal ausleben… Und wenn nicht bei Ptolemäus, bei wem dann? Ich war mir ziemlich sicher, dass ich nie wieder so einen Herrn wie ihn abbekommen würde.

Eben genannter Junge war aufgestanden und auf mich zugegangen. Wow, so viel hätte ich ihm nie im Leben zugetraut, und das war schon echt lang! Also, mein Leben jetzt. Euch Menschen muss man immer alles erklären.
Alles oder nichts. Während ich ihm tief in die Augen schaute – wie seltsam musste es für ihn sein, gleich mit sich selbst rumzumachen, und damit meine ich nicht, sich einen runterzuholen – und ihn erst sanft, dann fordernder küsste – er hatte unglaubliche Lippen und schmeckte fantastisch, auch wenn er etwas zu schüchtern war –, legte ich meine Hand in seinen Schritt und massierte ihn schroff.
Damit hatte er nicht gerechnet. Er keuchte auf und der Zungenkuss, der bisher hauptsächlich von mir ausgeführt wurde, bekam plötzlich eine ganz andere Intensität, sodass ich mich schon fast zurückhalten musste, nicht laut aufzustöhnen.
Ich drängte ihn durch eine Tür in sein Schlafgemach, drehte mit der freien Hand den Schlüssel um (ja, die andere massierte seine hart gewordene Männlichkeit noch immer durch den feinen Stoff seines Rockes) und schob ihn auf das Bett. Immer noch einhändig ließ ich den Rock von seinem Körper gleiten und umfasste sein Glied, was eine beträchtliche Größe angenommen hatte. Mit meinem Daumen glitt ich über die Öffnung, während ich sein lautes Stöhnen mit meiner Mundhöhle abschirmte. Ich fuhr langsam und nur mit den Fingerspitzen seinen Schaft hoch, während er sich unter mir wand. Er sah unglaublich geil dabei aus, wie ich es in einer Atempause bemerken konnte.
Immer wieder strich ich seinen Penis hoch, streichelte leicht seine Hoden und massierte seine Eichel sanft, was ihn dazu brachte, wimmernd um Erlösung zu betteln. Doch die sollte er noch nicht bekommen.
Ich ließ von ihm ab und wollte mich gerade an seinem Hals festsaugen, um dann immer tiefer zu gehen und ihn meine Zungenfertigkeit nochmal ganz besonders spüren zu lassen, da drehte er uns um und öffnete mit raubtierhaftem Blick mein Gewand, was ich noch von der Trauerfeier trug.
Ohne zu zögern strich er über meinen Bauch und rutschte tiefer, bis sein Gesicht vor meiner Männlichkeit war.
Seine plötzliche Dominanz lag wahrscheinlich daran, dass er hier im Grunde mit sich selbst rummachte und daher genau wusste, was mir – also sich – gefiel.
Und wie er das wusste.
Ich hätte beinahe aufgeschrien, so unbeschreiblich war das Gefühl, als er mein Glied komplett in den Mund nahm, sodass die Spitze beinahe den Rachen berührte und mir gleichzeitig meine Hoden massierte. Glücklicherweise konnte ich mich aber beherrschen und knurrte nur tief seinen Namen. Das animierte ihn dazu, seinen Kopf schneller auf- und ab zubewegen. Jetzt konnte ich das Stöhnen echt nicht mehr aufhalten. Das war einfach verboten gut, und auch die Aussicht auf einen Ptolemäus, der an meinem Penis saugte und sich dabei selbst kaum halten konnte, sich zu berühren – gut erkennbar an den zuckenden Bewegungen seiner Hand, bei der er sie immer näher in Richtung seiner Körpermitte zog.
Plötzlich durchströmte mich ein übermächtiges Gefühl, mein Körper schien zu pulsieren und ich stöhnte so laut, dass ich mir sicher war, man müsste es in Memphis noch zu hören bekommen. Ich hatte schon die Vorahnung, unser Spaß könnte bald vorbei sein, wenn er nicht aufhörte, also holte ich ihn mit viel Überwindung sanft wieder zu mir und drehte uns um.
Aus den Augen des Jungen konnte man die pure Lust lesen. Er flüsterte heiser: „Nimm mich, Bartimäus“ und drückte mein Becken unbeholfen gegen seins.
Und da musste es wohl zu Ende gewesen sein mit meinem Verstand.
Ich dachte nicht einmal daran, ihn vorzubereiten, sondern drang hart in ihn ein, was ihn aufschreien ließ. Ich frage mich, wie er sich so schnell daran gewöhnen konnte – vielleicht hatte er sich heimlich selbst schon geweitet –, denn schon nach kurzer Zeit legte er die Hände auf meinen Arsch und drückte ihn gegen mich. Ich zog mich fast komplett aus ihm heraus, nur um dann mit voller Wucht tief in ihn einzudringen, und er schrie vor Lust auf. Immer schneller wurde ich, wir beide kamen aus dem Stöhnen gar nicht mehr raus. Kurz vor meinem Orgasmus – das überwältigende Gefühl hatte sich wieder eingestellt –, schrie der Junge auf. Ich hatte schon einmal davon gehört, das musste die Prostata gewesen sein. In demselben Winkel traf ich nochmal den Punkt in ihm, der ihn zum Schreien brachte, und nach dem dritten Mal verteilte sich sein Sperma heiß auf meinem und seinem Bauch.
In demselben Moment kam auch ich – und in diesem Moment hätte ich mir fast gewünscht, ein Mensch zu werden. All die Schmerzen, die eine Gestalt so mit sich bringt, waren verschwunden, und ich fühlte mich, als wäre ich in eine andere Welt katapultiert worden, in dem Glückseligkeit und Befriedigung herrschten.
Das Gefühl klang nach, und als ich die Augen öffnete, sah ich einen lächelnden Ptolemäus unter mir, der so verrucht gut aussah, dass ich ihn gleich noch einmal hätte nehmen können.

Ich zog mich aus ihm heraus und küsste ihn sanft auf den Mund, versuchte, all die Zuneigung, die ich für ihn empfand, durch diesen Kuss zu übermitteln.
Der Junge fing an, zu grinsen. „Weißt du, es ist schon echt komisch, sich selbst beim Höhepunkt zuzusehen.“ Ich fing an zu lachen, er stimmte mit ein, und schon bald versanken wir beide im Reich der Träume, er auf seine und ich auf meine Art.
Das musste das erste und einzige Mal gewesen sein, dass ein Dschinn jemals mit einem Menschen geschlafen hat.
...Dass genau dies in etwa 2100 Jahren vorkommen würde und ich erneut involviert sein würde, konnte ich damals ja noch nicht wissen...


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