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Gott... du bist ein Verräter!

von 080692
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Chiaki Nagoya Hijiri Shikaido Marron Kusakabe Noyn Claude OC (Own Character)
11.10.2016
08.09.2019
17
20.017
5
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Dieses Kapitel
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11.10.2016 845
 
Vielleicht sollte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Lilian Noir, ich bin 24 Jahre alt, Studentin und nicht die Hübscheste. Bücher und Mangas sind mein Leben und ich verweile oft mehr in einer Traumwelt. Träume sind aber auch so viel schöner als die Realität. ...

Mal wieder sitze ich vor meinem Laptop, gucke Videos von Noyn und lese dazu die Mangas. Ein leises Seufzen entkam mir. „Gott, wenn du so bist, wie im Manga, dann hasse ich dich.“, murmelte ich leise, während ich langsam zum Ende des siebten Bandes kam.

Noyn hatte Jeanne bzw. Marron so sehr geliebt und er bekam einfach keine Chance. Und wenn man sich dann Gottes Erklärungen im siebten Band durchlas, dann verstand man auch, dass er nie eine Chance hatte. Gott hatte Jeanne von Anfang an verraten. Das war zumindest meine Einstellung.

Ich weiß nicht, ob ich überemotional war – das kann sein, immerhin war ich, seit ich den Manga gelesen habe, in Noyn verliebt – aber es blieb unfair. Wie gerne würde ich die Möglichkeit haben, im Manga zu leben. Selbst wenn mich Hijiri Shikaido als Lehrer oder Noyn Claude allgemein nicht beachten würde. Selbst wenn er mich hassen würde… ich wäre froh, in seiner Nähe sein zu dürfen. Er sieht so traurig aus auf den Bildern. Ich würde alles tun, damit er wieder aufrichtig glücklich sein könnte. Selbst meine Seele an Satan verkaufen… Gott bedeutet mir nicht das Geringste.

Resignierend schloss ich die Augen. Es war nicht möglich. Es gab keine Möglichkeit in eine andere Dimension – in eine Geschichte – zu reisen. Es blieb ein Traum, eine schöne Illusion. Plötzlich spürte ich eine unglaubliche Kälte um mich. Ich öffnete meine Augen und absolute Dunkelheit umfing mich.
„Was ist das?“, fragte ich. Meine Stimme zitterte.
„Hast du Angst?“, fragte eine Stimme aus der Dunkelheit. Sofort reagierte ich trotzig.
„Ich habe keine Angst! Zeig dich!“, forderte ich und konnte fast das ganze Zittern aus meiner Stimme verbannen.
Die Dunkelheit wurde weniger und stattdessen erschien ein Mann. Ein Mann mit schwarzen langen Haaren. Irgendwie wirkte er mächtig und auf eine Art traurig.
„Wer bis du?“, fragte ich mit einer Spur Neugierde.
„Weißt du es nicht? Du hast mich gerufen...Du hast Gott schon so oft verflucht und nun bin ich deinem Ruf gefolgt.“, lachte der Mann hämisch.
Durch seine Worte begriff ich – das musste Satan sein. Ich betrachtete sein Gesicht genauer. Er sah wirklich genauso aus, wie die Zeichnung im Manga. Ich schluckte schwer.
„Was möchtest du von mir?“, fragte ich und hielt meine Stimme neutral. Er schüttelte den Kopf.
„Ich bin gekommen um dir ein Angebot zu machen, Lilian Noir.“
Ich senkte den Blick. Was für ein Angebot?
„Was soll das für ein Angebot sein?“, frage ich nach.
Es interessierte mich brennend, was Satan von mir wollen könnte.

Sein Blick fiel auf die Mangas noch bevor er antwortete. Er nahm den siebten Band in die Hand.
„Du kennst die Mangas?“, hakte er nach und wartete kurz mein Nicken ab, ehe er fortfuhr: „Der Verlauf, wie er in den Mangas geschildert wird, stimmt fast. Nur das letzte Gefecht, stimmt nicht ganz. Ich wurde nicht wirklich besiegt, sondern schaffte es, in diese Dimension zu fliehen. Lange Zeit musste ich Kraft sammeln. Trotzdem bin ich noch nicht stark genug, selbst wieder in meine eigentliche Dimension zu reisen. Dich jedoch kann ich in die Dimension schicken. Du möchtest doch so gerne zu deinem Dämonenritter. Ich kann es dir ermöglichen...“
Ich schluckte. Das klang verlockend. Sehr verlockend.
„Was soll ich als Gegenleistung tun?“, fragte ich mit aufgeregter Stimme.
„Du wirst in meinem Namen Dämonen bannen.“

Überrascht weiteten sich meine Augen. Dämonen bannen?
„Wie lange soll ich das tun?“
Wollte er, dass ich es tat, bis er Gott besiegt hat? Oder was war sein Ziel?
„Du musst genug Dämonen bannen, dass meine Kraft wieder groß genug ist, in meine Dimension zu kommen. Wenn du mir danach noch helfen möchtest, freut es mich, Lilian Noir. Du erfüllst deinen Teil der Abmachung und dafür kannst du so lange in dieser Welt bleiben, wie du magst.“
Es juckte mich in den Fingern das Angebot anzunehmen.
„Warum möchtest du nicht, dass ich die Dämonen länger banne?“, fragte ich dennoch nach.
„Gott zu besiegen ist nicht so einfach und wenn ich eins daraus gelernt habe, dann dass es sinnvoller ist, Helfer zu finden, die auf freiwilliger Basis agieren. Das bringt mir viel mehr. Also… Entscheide dich. Willst du für mich arbeiten?“
Satan lächelte mich an und obwohl er unheimlich wirkte, ich nickte.
„Ja, ich werde auf deiner Seite kämpfen und Dämonen bannen.“

Er streckte seine Hand aus und vor mir erschien plötzlich ein schwarzer Rosenkranz mit violetten Steinen. Mein Blick glitt in den Spiegel. Meine sonst kurzen Haare, nein – mein gesamtes Äußeres hatte sich vollkommen verändert. Ich sah Marron sehr ähnlich. Nur meine Augen waren grün und die Haare platinblond.
„Warum?“, wollte ich perplex wissen.
„Es wird von Vorteil für dich sein, wenn du Marron oder Jeanne ähnlich siehst. Du wolltest doch Noyn näher kommen.“

Ein Wink seiner Hand und ich hatte plötzlich das Gefühl zu fallen. Alles um mich herum wurde schwarz.
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