Titanic Chronicles

GeschichteDrama, Romanze / P12
09.10.2016
09.10.2016
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Anm.: Puuuh was soll ich sagen, die Idee und das erste Kapitel sind schon was älter, aber ich wollte es eigentlich doch gerne mal hochladen ^^
Ich bemühe mich auch bald das nächste Kapitel zu schaffen. x3
über konstruktive Kritik freue ich mich natürlich. ^^


Kapitel 1 // 10. April 1912

Es war ein geradezu herrlicher Tag in Southampton, die Sonne strahlte hell vom Himmel, und die Menschen trugen alle fröhliche Gesichter. Scheinbar jeder hatte sich am Hafen versammelt um das auslaufen, des wohl größten und Luxuriösestem aller Kreuzfahrtschiffe zu beobachten und die Leute darauf zu Verabschieden, die sich auf die Reise nach Amerika machten.
Um ein neues Leben zu beginnen, oder aber um Geschäfte ab zu schliessen.
Es war ein Prunkvoller Anblick, des nahezu 'Unsinkbare' Schiff.
Die Leute der ersten Klasse, kamen an in Schönen Wagen mit teils übertrieben vielem Gepäck, hatten ihren eigenen Eingang, während die der dritten Klasse zuvor noch Untersucht wurden damit sie nichts Ungebetenes mit an Bord brachten.
Ein wirres Gerede an allen ecken und Enden.
Nicht mehr lange und die Reise würde beginnen, mürrisch sahen sich ein paar Rubinrote Augen um während der Stadtliche großgewachsene und Muskulöse Mann sich an Bord begab, direkt hinter dem Mädchen her für deren Sicherheit er sorgen sollte seit langem schon. Seine Familie hatte sich schon immer in den Dienst der Familie Daidouji gestellt.
„Nun schau nicht so Mürrisch Kurogane. Das wird sicher eine wundervolle Reise.“ Erheiterte sich Tomoyo über den Gesichtsausdruck ihres Beschützers, dieser war immer schon an ihrer seite gewesen und zu so etwas wie ein großer Bruder geworden, auch wenn er sich ihrer Meinung nach manchmal so Störrisch wie ein kleines Kind benahm.
Dieser quittierte diesen Amüsierten Tadel mit einem unwilligem Knurren. „Es ist doch nur ein Schiff, was machen die alle so einen aufriss, ist ja Widerlich.“, gab er nun noch seinen Senf zum besten ehe sie dann an Bord verschwunden waren.
In den glanz der ersten Klasse eintraten, sich aber wohl gleich an Deck begeben würden da Tomoyo darauf bestand den Leuten am Hafen zu winken.
So was Albernes, sie gingen doch nicht für immer weg von hier und ausserdem kannten sie hier kaum jemanden. Aber da würde er durch müssen.

In der Zwischenzeit herrschte in einer der naheliegenden Gaststätten nicht weniger gute Laune als draussen am Kai.
Ausgelassen wurde Getrunken, Geredet, Zigaretten Geraucht und hier und da an den Tischen hatten sich Leute versammelt zum Spielen.
An einem der Tische saßen vier Männer die gerade Konzentriert in ein Pokerspiel vertieft waren. Auf dem Tisch lag einiges an Geld und Schmuck aber das was am meisten die Aufmerksamkeit der Spieler verlangte, waren die beiden Tickets für die dritte Klasse an Bord der Titanic.
Am Tisch saßen zwei Größere,  etwas breitere mit kantigen Gesichtern, die Augen auf die Karten fixiert und die Tickets, die zwei von den vieren ein neues Leben ermöglichen sollte.
Die anderen beiden glichen sich wie ein Ei dem anderem, sie waren beide Blond und besaßen Meer blaue Augen. Sie wirkten vom Körper her eher schmächtig und hatten allgemein etwas geradezu Weibliches an sich. Der einzige unterschied war das bei einem der beiden, das linke Auge von einer schwarzen Augenbinde verborgen wurde.
Dieser hatte die ganze zeit über ein breites grinsen auf den Lippen, und plapperte beim Spielen andauernd irgendwas belangloses vor sich hin, was die beiden Gegenspieler der Männlichen Blondinen, eine menge Konzentration kostete sich davon nicht irritieren zu lassen. Der andere Blonde, der noch beide Augen besaß hatte zwar ein gutes Pokerface wirkte aber etwas ernster als der andere.
Die ernsten Gesichtszüge entgleisten jedoch schlagartig als sein Zwilling alles auf den Tisch schmiss was sie noch hatten.
„Fay! Was soll das, das ist unser letztes Geld, wenn wir nicht Gewinnen haben wir gar nichts mehr!“ Zischte er seinem Bruder zu der weiterhin nur Grinste und abwinkte. „haben wir denn überhaupt was Yuui?“ war das einzige schnippische Kommentar, den leicht Verbitterten Ausdruck darin gut verbergend, doch Yuui kannte seinen Bruder gut so das ihm dieser nicht entging.
Und er musste schon zu geben das es stimmte.
Und doch behagte es ihm nicht das Fay so leichtsinnig war, denn auch wenn es nicht mehr viel gewesen war das nun auch auf dem Tisch lag von ihrem Geld, so wäre es ausreichend gewesen um wenigstens noch eine weile über Wasser zu bleiben und einen anderen Weg ein zu schlagen.
„Also, legt hin was ihr habt Jungs!“ Strahlte der ein Äugige nun die anderen an, zu erst nun zu Yuui blickend der als erstes ablegen sollte.
Widerwillig schmiss dieser seine Karten auf den Tisch und seufzte Bodenlos, „Nichts.“
Der erste der Gegenspieler legte als nächstes ab, „Verdammt...“ brummte dieser und zeigte somit das er ebenfalls nichts hatte, sein Kumpane jedoch grinste nur selbstsicher während er zeigte was er hatte, Yuui daraufhin nur leicht Schluckend denn wenn Fay nun nichts gutes auf der Hand hatte, hatten sie ein Problem. „zwei paare.“ Grinste dieser und lehnte sich schon Siegessicher zurück.
Leicht legte Fay den Kopf schief, das lächeln das er seinem Bruder entgegensetzte wirkte Entschuldigend während er wohl zu überlegen schien ob er die Karten wirklich noch ablegen musste, wodurch die Augen des anderen Blonden schon leicht Verloren wirkten, sie würden also nicht nach Amerika gehen können auf der Titanic? Ging es ihm mit leichtem Trübsinn durch den Kopf, und er überlegte schon an einen Plan B. „Tzja Yuui, ich hoffe du wirst nicht Seekrank.“ Begann Fay auf einmal zu Strahlen und legte unter dem ungläubigem Blick der anderen Spieler seine Karten offen auf den Tisch: „Royal Flush meine Herren, ich danke ihnen für das nette Spiel.“
Erst ungläubig starrte Yuui auf das Royal Flush gegen das die anderen unter keinen Umständen was hätten machen können, ehe er Fay um den Hals viel. „Wir Fahren nach Amerika!“, stellte er erneut freudig und laut fest.
„Nun dann solltet ihr euch aber beeilen, die Titanic legt in 5 Minuten ab, und warten wird sie sicher nicht extra auf euch beide.“  
Während die Zwillinge beide einen Moment überrascht auf die Uhr über der Theke blickten, um demnach Hecktisch ihre neuen Besitztümer ein zu Packen, begann ein lautstarker Streit zwischen den beiden Verlieren.
Hektisch hatten sie alles eingepackt in die beiden Beutel von denen jeder einen bei sich trug, ehe sie auch schon los rannten Richtung Titanic, ihrer neuen Zukunft entgegen.
Immer wieder mussten sie anderen Menschen ausweichen oder rannten diese halb um, immer wieder ein flüchtiges: „Pardon“ oder ein : „Entschuldigung.“ war zu Hören.  
Nur Knapp erreichten sie das Schiff, die Luken wurden schon geschlossen nach und nach. Nur das Laute Aufgeregte Brüllen der Zwillinge die Wild mit ihren Tickets herum wedelten, ließen die beiden Männer die, die Luke gerade dicht machen wollten noch mal Inne halten. „Wart ihr schon bei der Untersuchung?“, wurde die frage rüber gebrüllt während die beiden kurz durchatmeten. „Natürlich!“ wurde schnell gelogen, aber da sie trotz ihrer dritten Klasse Tickets nicht aus diesen Verhältnissen stammten, sollte ja wohl keine Gefahr bestehen.
Und so kam es das sie endlich an Bord des Schiffes standen, dem größtem Kreuzfahrtschiff und das Sicherste dieser Zeit. Der Titanic.
Vollkommen aufgeregt und voller Hoffnung Stürmten sie den Gang entlang direkt auf die Treppe zu, die sie nach oben Führen würde, sie wollten nach oben um so wie fast alle Passagiere auf dem Deck zu stehen und zum Abschied zu Winken.
Ihre Kabine konnten sie später immer noch suchen gehen.
Oben angekommen war Fay der erste der an die Reling Sprang und sich etwas darüber lehnte, um den Menschen die Zurückblieben zu Winken und ein Freudiges: „AUF WIEDERSEHEN!“ zu, zu rufen, immer wieder und damit sicher erst aufhörend wenn die Euphorie auf dem Schiff sich langsam gelegt hatte und die Passagiere alle zu ihren Kabinen gehen würden oder sonst wo hin auf dem Schiff. Der andere Blonde neben ihn tretend, sich aber nicht ganz so beschwingt über die Reling werfend mit dem Oberkörper und ohne ein Wort Winkend, aber nicht mit weniger Hoffnung und Freude in den Augen.
Beide hatten sie ein Aufgeregtes Kribbeln in der Magengegend, das sicher noch eine ganze weile anhalten würde.
Nachdem dann langsam ruhe einkehrte, oder eher die Wieder hallenden Abschiedsgrüße nachließen, konnte auch Fay sich langsam von der Reling lösen und grinste sein Gegenüber an, derjenige der beinahe sein Spiegelbild war: „Wollen wir dann mal sehen wie wir die fahrt über Hausen werden?“  Ein kurzes nicken kam als Antwort und so machten sie sich wieder auf den weg nach unten.
Sie gingen eine weile durch die Gänge in denen die Kabinen der dritten Klasse lagen.
Bald hatten sie die gefunden die auf ihrem Ticket angegeben waren und Stürmten ohne groß an zu Klopfen hinein. Drinnen saßen bereits zwei andere Passagiere, vermutlich Freunde von denen, gegen die sie um die Tickets gespielt hatten, „Hallo liebe mitreisende, ich hoffe wir haben zusammen eine gute fahrt.“ trällerte der lautere der beiden blonden, mit der Augenbinde.
„Hallo.“ grüßte auch Yuui kurz und lächelte die beiden Freundlich an, die mehr als Perplex drein blickten, da sie ja andere Leute erwartet hatten.
„ich bin Yuui und das ist Fay, eure Freunde haben mit uns Gepokert und wie ihr sehen könnt verloren.“ versuchte er zu erklären nachdem er ihre Namen genannt hatte, warum sie und nicht die anderen hier waren.
Verständnislos wurden sie angesehen und doch Willkommen geheissen.


Währenddessen hatte sich Tomoyo mit ihrem Beschützer Kurogane auf den weg zu ihrer Kabine gemacht, oder eher dem Regelrechten Palast, in dem man eigentlich alles hatte was man wollte.
Es war Groß und Hell, besaß ein riesiges Himmelbett, mehrere Schränke, eine prunkvolle Kommode mit einem nicht weniger eindrucksvoll eingerahmten Spiegel.
Und das war nur das Schlafzimmer. Das Bad war ebenso groß und Luxuriös und man hatte hier eine eigene Minibar in dem was das Wohnzimmer war, dessen Mitte auf einem schönem Teppich gestellten Sofas in weiß und einem Tisch in der selben Farbe waren.
Augen verdrehend betrachtete der rot Äugige breitschultrige Mann das Zimmer.
Das war einfach zu viel Kitsch für ihn, während die junge langhaarige Tomoyo das ganze aus entzückten Violetten Augen betrachtete. War nur zu Hoffen das sein Zimmer nebenan nicht genauso grausam war, sondern Zweckmäßiger.
Im Moment war Tomoyo noch damit beschäftigt den Zimmermädchen zu zeigen wo sie was haben wollte von ihrem Gepäck. Da hier ja nichts passieren konnte beschloss er also direkt einmal zu überprüfen wie sein Zimmer aussah.
Dieses war verbunden durch eine Tür, direkt mit dem Zimmer der  Daidouji.
Als er diese öffnete gab er ein genervtes Schnauben von sich, es war zwar etwas kleiner aber sicher nicht weniger übertrieben eingerichtet.
Aber es war ja zum Glück nicht für all zu lange, und aufhalten würde er sich ja doch nur hier wenn er schlafen würde. Somit konnte man sich damit vielleicht arrangieren.
Sein eigenes Gepäck, das nur aus einem eher kleinem Koffer bestand da er mehr nicht brauchte achtlos in eine Ecke schmeissend, ohne weiter auf alles andere zu achten. Die Amüsierte stimme von Tomoyo riss ihn wieder aus seinen Gedanken, wenn man es denn so nennen wollte: „Ist es nicht toll hier?“ Sie wusste genau was ihr Beschützer von so etwas hielt.
„Ja... wunderbar.“, bekam sie die eher genervte Antwort die nur so von Sarkasmus begleitet triefte.
Leise Kichernd sah das Mädchen zu ihm hoch, da er sie bei weitem überragte, ehe sie ihn leicht in die seite stieß „Du kannst ja gleich mit mir, in den Salon gehen und ein Glas Brandy trinken, dann sieht die Welt gleich ganz anders aus.“, schlug sie vor da sie sich dort mit einigen Leuten der Gesellschaft treffen wollte.
Vielleicht hatte sie damit recht, das würde sich herausstellen überlegte Kurogane, den blick nochmal durch das Zimmer streifen lassend.
Somit nickend zustimmend auf den Vorschlag.
Es sollte auch nicht lange dauern bis Tomoyo sich für den Salon zurecht gemacht hatte, nun ein schönes in hellen Farben gehaltenes Kleid trug, und dazu passend einen Sommerhut mit einer Violetten Blume an der seite.
Kurogane hatte einen schlichten Anzug angezogen wie es jeder Mann der ersten Klasse und auch noch einige der zweiten Klasse trugen.
Der Salon war nicht weniger eindrucksvoll wie alles andere auf diesem Schiff, überall tummelten sich bereits Frauen und Männer der oberen Schicht, Tratschten und führten gewichtige Gespräche miteinander, zielsicher ging Tomoyo vorweg auf einen der Tische zu.
Dort saß bereits ein junger Mann mit sehr langem schwarzem Haar, und scheinbar Goldenen Augen.
Sofort als er Tomoyo sah stand er auf, wie es sich für einen Gentleman gehörte, begrüßte sie mit einem Handkuss und bereitet ihr den Stuhl: „Guten abend Miss Daidouji, schön das sie heute noch hier her kommen konnten.“ lächelte dieser überaus freundlich.
Skeptisch beobachtet aus den roten Augen des Beschützers, er wusste nicht wieso vielleicht lag es ja an diesem Schmierig freundlichem lächeln und der über zuvorkommenden Art des Mannes das Kurogane auf Anhieb eine dezente Antisympathie gegen diesen hatte.
Er hatte ihn seltsamerweise noch nie gesehen, obwohl er schon ewig für Tomoyo Arbeitete, doch diese schien den langhaarigen zumindest gut zu kennen.
„Schön sie nach langer Zeit mal wieder zu sehen Mr. Kingston“, erwiderte Tomoyo freundlich den gruß und setzte sich auf den dargebotenen Platz. Schmunzelnd winkte der Herr ab und nahm ihr gegenüber wieder Platz.: „Bitte es ist vollkommen ausreichend wenn sie mich beim Vornamen nennen. Unsere Familien sind schlieslich schon so lange befreundet, da wäre es doch vollkommen in Ordnung diese Höflichkeit's Floskeln zu unterlassen.“
„Dann sollten sie mich auch einfach beim Vornamen nennen Ashura.“ demnach auf Kurogane deutend der die ganze Zeit über still neben ihr stand. „Das ist übrigens Mr Kurogane Suwa, mein Persönlicher Leibwächter.“ dieser nickte dem ihm fremden nur kurz zu ehe Tomoyo sich nun voll und ganz an ihn wendete.
„Du kannst dir den rest des Abends aber gerne frei nehmen, hier wird schon nichts passieren und ich kann mir vorstellen das es für sie Interessanteres gibt als hier herum zu stehen und alten Geschichten und Geschäftlichen Gesprächen zu zu hören.“, sprach sie auf ihren Beschützer ein, gab damit zu verstehen das sie mit diesem Herrn Ashura Kingston alleine reden wollte.
Nach kurzem zögern gab Kurogane dann auch nickend nach und zog sich zurück, nicht ohne einen Warnenden blick in Ashuras Richtung zu werfen der diesen nur mit einem schmunzeln quittierte.


In der Zwischenzeit tummelten sich Fay und Yuui mit ihren beiden neuen Bekanntschaften auf dem Deck umher.
Lachten und Spaßten etwas miteinander im Deck Bereich der dritten Klasse.
Wie sie in der Kabine gesagt bekommen haben hießen die beiden Samuel und Pascal: „Was erhofft ihr euch in Amerika, wenn wir dann angekommen sind?“, wollte Yuui gerade von Samuel wissen, da Pascal derzeit 'Opfer' von Fay's gut gelauntes gequatsche wurde. Unter anderem über Kochrezepte, was nicht gerade standesgemäß für einen Mann war aber auch andere dinge waren gewichtige Themen. Samuel beobachtete belustigt seinen Kumpanen der etwas überfordert schien aber immer wieder brav nickte. „Na was wohl, ein neues Leben, eine neue Existenz, Arbeit und natürlich schöne Frauen.“ lachte er. Yuui grinste leicht und konnte nur zustimmend nicken.
Ja das war es wohl was sich alle irgendwie erhofften in der dritten Klasse, ein neues Leben. Während es für die erste wohl nur mittel zum Zweck war um von A nach B zu kommen.
Oder einfach um gut im Gesellschaftlichen Leben da zu stehen da man bei der Jungfernfahrt des Luxuriösesten Schiffes dabei war.
Flüchtig glitt sein Blick erneut zu seinem Zwillingsbruder und dann hoch zu dem Bereich der zur ersten Klasse gehörte.
Matt lächelte er, währen die dinge anders gelaufen in ihrem Leben würden sie da oben sitzen, doch wenn er es sich recht überlegte, wollte er es auch gar nicht.
Hier war er vollkommen zufrieden, es gab keinen zwang und auch sein Bruder schien hier bester Laune zu sein. Kurz erwiderte das vereinzelte blaue Auge den Blick seines Bruders, ebenfalls eher flüchtig nach oben zur ersten Klasse blickend, einen Moment verharrend als er einen jungen braun gebrannten Mann dort oben stehen sah.
Dieser wirkte eher Griesgrämig und der Blondschopf konnte es sich nicht nehmen lassen zu diesem zu sprechen, auch wenn die dritte nichts mit der ersten Klasse zu tun hatte. „Wenn sie weiter so grummelig schauen bekommen sie noch Falten! Sie sind hier auf der Titanic, sollten sie nicht eher guter Laune sein?“ lachte Fay, die anderen drei ihn nur verdattert ansehend und dann zu dem Japaner hinauf der erst verwirrt aussah. Dann jedoch eine Erkenntnis in den roten Augen und eine Pochende Ader an den Schläfen „Was sollte dich das angehen?!“
„Nun wir sind schliesslich alle Reisende auf dem selben Schiff von daher...sitzen wir doch alle im selben Boot. Warum also sollte mich das befinden anderer Mitreisender dann nichts angehen zumal wenn sie so aussehen als haben sie ihre Gute Laune zusammen mit dem Spaß im Meer ertränkt.“ war die mehr oder weniger Plausible, schnell gesprochene Antwort. Die Stimme des blonden wirkte Spaßend und Flapsig. Schien wohl nicht all zu viel von Respekt der höheren Gesellschaft gegenüber zu halten.


Kurogane hatte eigentlich gedacht hier auf dem Deck etwas ruhe zu haben, und die ganzen Sachen die er heute schon an unnötigem Zeug sehen musste zu verarbeiten. So etwas war wirklich nichts für ihn, und das sah man deutlich an seinem blick der griesgrämig die Leute hier beobachtete.
In einer Hand ein Glas Brandy haltend und angelehnt an die Reling, direkt über dem Bereich der dritten Klasse, welches er hier gut überblicken konnte. Der Unterschied zwischen den Leuten da unten und hier oben war schon ziemlich Interessant. Gedankenverloren nippte er an dem Glas und ließ seinen blick weiter schweifen wurde aber von einem lautem Ausruf begleitet von einem Amüsiertem lachen unterbrochen: „Wenn sie weiter so grummelig schauen bekommen sie noch Falten! Sie sind hier auf der Titanic, sollten sie nicht eher guter Laune sein?“
Verwirrt sah er sich einen Moment um, schien es ihm doch beinahe als hätte jemand was zu ihm gesagt gehabt. Oder war er gar nicht gemeint?
Sein blick ging nach unten und Irritiert trafen seine roten Augen auf ein vereinzeltes blaues, aus einem feinem Gesicht das ihn direkt angrinste und von dem dieser Störende ruf gekommen sein musste.
Leicht zuckte seine braue, als würde es noch nicht reichen das ihn die ganze Fahrt an sich nervte, nun gab auch noch irgendein Blondschopf der dritten Klasse seinen Senf zu ihm ab.
Das konnte doch nicht Wahr sein.  „Was sollte dich das angehen?!“ , war leider das einzige was ihm Geistes gegenwärtig einfallen wollte, und in der Regel hätte so eine Aussage wohl jedem ausgereicht um zu schweigen doch dieser tat es leider nicht. Im Gegenteil der Idiot antwortete auch noch. „Nun wir sind schliesslich alle Reisende auf dem selben Schiff von daher...sitzen wir doch alle im selben Boot. Warum also sollte mich das befinden anderer Mitreisender dann nichts angehen zumal wenn sie so aussehen als haben sie ihre Gute Laune zusammen mit dem Spaß im Meer ertränkt.“
Das war doch alles nicht wahr, wenn seine Laune eben schon nicht gut war, dann war sie spätestens Jetzt auf dem Tiefpunkt.
Was bildete sich dieser kleine Kerl eigentlich ein?
Das schienen sich aber zumindest seine Freunde auch zu fragen, die wohl vernünftiger wirkten. Leicht blinzelte er dennoch als einer der Freunde des Blonden auf diesen zu kam, wäre da nicht der unterschied mit der Augenbinde über dem linken Auge gewesen so hätte er geglaubt doppelt zu sehen.
„Verzeihen sie, wird nicht wieder vorkommen.“ Entschuldigte sich der andere Blondschopf für seinen Zwillingsbruder.
Irritiert aber vor allem Genervt winkte er ab, war ihm doch eigentlich auch egal das alles.
Der Blondschopf mit der Augenbinde wurde von dem anderem mit gezogen, weg von der ecke, an der sie bis eben noch beisammen saßen, irgendwo anders hin einfach.
Den blick den der Vorlaute Blonde noch zurückwarf nahm er gar nicht mehr wahr.


Etwas widerwillig und bedauernd wurde er von Yuui weg gezogen von der Ecke des Decks, in der er gerade angefangen hatte eine Konversation mit dem Grummeligem Passagier zu führen.
Einen letzten blick warf er noch zurück zu dem rot Äugigen und ein Amüsiertes grinsen bildete sich auf seinen Lippen.
Vielleicht konnte das noch eine Lustige fahrt werden, zumindest hatte er sich so eben etwas in den Kopf gesetzt was er auch vor hatte um zu setzen, weshalb er sich später am Abend auch recht bald von den anderen Absetzte unter dem Vorwand sich schlafen zu legen.


Nachdem die Sache am Deck soweit verdrängt war, und es ihm schon wieder egal geworden war begab sich Kurogane am Abend in den Salon. Tomoyo hatte wohl das Gespräch mit Ashura Kingston beendet, da dieser nicht mehr da war als er sich umsah.
Stattdessen war sie nun umgeben von ein paar anderen Damen und Herren der highclass mit denen sie sich nun Fröhlich unterhielt.
Etwas abseits, aber so das er alles im Blick hatte setzte er sich auf irgendeinen Stuhl und wollte den Abend damit ausklingen lassen, damit weiter zu machen womit er schon an Deck beschäftigt war.
Die Leute in Augenschein nehmen und was Trinken. Hoffend das die Ruhe anhielt die er hatte wenn er hier so alleine saß.
Er ahnte ja noch nicht wie bald es aus sein sollte mit seiner Ruhe.


Im Zimmer oder eher der kleinen Kabine angekommen, durchsuchte er direkt seinen Beutel den er in dem oberem Bett einfach abgelegt hatte welches er bezogen hatte.
Nach kurzer Zeit fand er auch schon was er gesucht hatte. Ein schicker weißer Anzug  mit hell blauem Hemd und etwas dunkleren blauen Fliege. Dinge die er früher mal getragen hatte, und die nur dabei waren da man in Amerika einen anständigen Anzug sicher gebrauchen konnte wenn man dort neu beginnen wollte, vielleicht sogar etwas Erfolg haben wollte.
Etwas bitter lächelnd streifte er sich die Kleidung über, Erinnerungen hafteten daran, wie eine reißzwecke die sich in die haut Bohren wollte. Sein Blondes Haar wirr schüttelnd, machte er sich los von dem Gedanken um weiter nach vorne zu schauen und sich auf den Weg zu machen.  
Kurz schaute er aus der Tür heraus ob jemand zu sehen war, der Gang war aber Menschen leer zu seinem Glück.
So konnte er zum Deck schleichen ohne das jemand den Blonden gut gekleideten Mann in der dritten Klasse bemerkte. An Deck angekommen kletterte er Geschickt hinauf zu dem Bereich der ersten, nachdem er erst verstohlen über dieses geblickt hatte als er gerade hoch genug geklettert war.
Schwungvoll sich herüber schwingend und mit einem grinsen die Kleidung wieder richtend. Mit etwas Glück würde er den Grummeligen Kerl ja finden. Warum genau er das wollte konnte er sich allerdings nicht erklären.
Es dauerte zwar eine ganze weile aber dann fand er den Salon, wo er sich erst einmal ein Glas zu trinken besorgte ehe er sich verstohlen Suchend umblickte.
Und da entdeckte er auch was er gesucht hatte, ganz alleine in einer Ecke saß der braungebrannte Mann im schwarzem Anzug, Zielstrebig Steuerte er ihn an, nahe genug dran dann auch seine Stimme erhebend: „Hatte ich nicht gesagt das, wenn sie weiter so Grummelig schauen sich Falten bilden?“ lachte er und beugte sich etwas herunter um auf Augenhöhe mit dem sitzendem zu sein der im Moment wohl noch zu Überrascht schien um etwas zu sagen.
Grinsend legte Fay den Kopf schief und deutete auf die Stirn des Schwarzhaarigen „sehen sie, da bildet sich schon eine auf ihrer Stirn.“
Wütend wurde die Hand weg geschlagen und der blick hätte andere sicherlich sofort Zerschellen lassen wie ein Sekt Glas.
Doch bei dem Blonden schien es keine Wirkung zu haben.
„Was wollen sie hier? Hier haben sie nichts zu suchen!“ brummte Kurogane bestimmt.
„Sicher? Ich meine wie sollte ich sonst hier her gekommen sein? Ne?“ lachte Fay.
„Mir egal Hauptsache du verschwindest wieder dahin wo du her gekommen bist.“ die patzige Antwort.
Das lächeln verrutschte kurz war dann aber wieder voll und ganz da, glaubte das es niemandem aufgefallen war. Er konnte mit so einer art eigentlich umgehen, und doch war es seltsam das sein Grinsen so leicht verrutschte nur durch ein paar kleine, wütende Worte.


Kurogane sah den etwas kleineren Mann fragend an, hatte sehr wohl bemerkt wie das lächeln verrutscht war auf seine Worte hin. Womit er klar machen wollte das er seine ruhe haben wollte.
Schien den anderen aber nicht weiter zu Interessieren, anscheinend sah der Blonde es sogar als Aufforderung sich zu ihm zu setzen.
Breit grinsend einen Ellenbogen auf dem Tisch absetzend und den Kopf auf die Handballen Stützend saß er da und grinste Kurogane an.
Was sollte das bitte?
„Wie heißt du eigentlich Grummelchen?“ wollte Blondie wissen und man konnte deutlich ein Amüsiertes glitzern im vereinzeltem Blauem Auge erkennen was Kurogane ein Knurren entlockte, was zeigte das ihm diese Betitlung überhaupt nicht schmeckte. „Kurogane Suwa, und sicher nicht Grummelchen!“ Fuhr er den anderen an, mehr oder weniger sich Bewusst darüber seinen Namen genannt zu haben.
Hatte er dies doch eigentlich sicher nicht vor gehabt!
Erst das Triumphirende grinsen seines Gegenübers und die gereichte Hand waren es erst die ihm Bewusst machten das er es getan hatte.
„Ich bin Fay.“ stellte sein Blondes gegenüber mit dem Meerblauem Auge sich nun auch vor. Zog die gereichte Hand aber bald zurück da Kurogane nicht daran dachte diese zu ergreifen.
Was den anderen aber wohl immer noch nicht deutlich machte das er nichts mit ihm zu tun haben wollte. „Kurogane...hmm ziemlich langer Name, wie wäre es denn Lieber mit Kuro-rin oder Kuro-pyon? Das ist viel kürzer.“ lachte Fay, musste sich dafür aber direkt unter einem Schlag weg ducken was ihm recht gut gelang.
„Lass den Scheiss! Mein Name ist Kurogane also nenne mich gefälligst auch so und nicht anders!“ Jetzt bot er dem anderem auch noch den Vornamen an?! Soviel hatte er doch eigentlich noch gar nicht getrunken.
Ehe Fay darauf noch etwas erwidern konnte, nachdem er sich nach seiner Ausweich- Aktion wieder anständig hin gesetzt hatte, kam eine junge Dame auf ihren Tisch zu und setzte sich auf den dritten freien Platz. Neugierig den Blonden Musternd.
„Guten Abend die Herren, ich hoffe es ist in Ordnung das ich mich zu ihnen setze.“, lächelte sie Freundlich, behielt ihren Blick aber bei Fay. „Ich muss zugeben es geschieht nicht jeden Tag das ich sehe, das Kurogane sich mit jemanden zu unterhalten scheint. Mein name Ist Tomoyo Daidouji, und mit wem habe ich das vergnügen?“, begann sie direkt sich vor zu stellen und war wirklich gespannt darauf mit wem Kurogane der sonst immer alleine Irgendwo saß, wenn er nicht in ihrer nähe stand, sich gerade unterhielt oder eher wen er in seine Nähe lies.
Wobei lassen wohl nicht ganz der richtige Ausdruck war nachdem was sie bisher gesehen hatte. Doch schien der Mann mit dem vereinzeltem Auge sich nicht abschrecken zu lassen was doch schon beachtlich war.
Dieser strahlte sie Regelrecht an „Mein name ist Fay de Flourite, nett ihre Bekanntschaft zu machen Miss Daidouji.“ sprach er zumindest ihr gegenüber mit mehr Höflichkeits Floskeln.
Was diese jedoch nur leicht abwinkte „Sie dürfen mich ruhig beim Vornamen nennen. Die Freude ist ganz meinerseits.“, erwiderte sie noch.
Kurogane nun schon geradezu seinem Ende entgegen sehend. Denn zu seinem Leidwesen schien Tomoyo die Blonde Nervensäge zu mögen.
Oder eher der erste Eindruck war wohl ein Sympathischer.
Und so war es kein wunder das er sich eine weile lang eine Sinnlose Konversation anhören durfte zwischen Tomoyo und Fay. Er schaffte es allerdings irgendwann halbwegs ab zu schalten auf das es ihm egal war was die zu bereden hatten. Lustlos nippte er an seinem Getränk das ihm irgendwie immer weniger schmeckte.


Fragend betrachtete Fay die junge Dame die sich dazu gesetzt hatte und sich als Tomoyo vorstellte. Schien wohl mit Kurogane bekannt zu sein wie er feststellte.
Nachdem sie sich vorgestellt hatte und er sich ebenso unterhielten sie sich einfach ungezwungen, während derjenige wegen dem er ja hier war, wohl absolut nicht mehr zu zuhören schien. Grinsend wanderte sein blick immer wieder zu den roten Augen die nun auf nichts bestimmtes im Raum Fixiert zu sein schienen.
„Sind sie den alleine unterwegs Fay?“, wollte Tomoyo Neugierig wissen was Fay Kopfschüttelnd verneinte. „Ich bin zusammen mit meinem Zwillingsbruder an Bord des Schiffes gekommen. Dieser hat sich aber bereits zurück gezogen.“ schmunzelte er, ohne wirklich zu wissen ob es Stimmte und mit dem Wissen das wen es stimmte sich dieser sicherlich wunderte wo er war.
„Oh sie haben einen Zwilling? Schade das dieser sich bereits zurück gezogen hat, wenn dieser genau so eine Nette Gesellschaft ist wie sie würde ich mich freuen sie beide Morgen bei uns am Tisch beim Dinner begrüßen zu dürfen.“ schlug Tomoyo vor. „Sehr gerne.“ die Simple Antwort.
Nun wohl auch Kurogane wieder in die Realität zurück holend in diesem Moment, mit diesem einem Satz. „Was?! Sicher nicht der Kerl sollte hier eigentlich gar nicht sein, vorhin habe ich ihn in der dritten Klasse gesehen. Und dahin sollte er auch langsam wieder zurück wenn er sich keinen Ärger einfangen will!“, wurde Kurogane lauter wenn auch gedrückt damit es nicht gleich jeder hörte, wollte er dem Blonden diesen Ärger dann doch noch ersparen. Auch wenn er sich wunderte über sein eigenes Verhalten was dies anging.
Und er sich wenn er den Blonden betrachtete bei dieser Aussage nicht ganz sicher war, schien er ja so was wie angemessene Bekleidung zu haben... aber das sollte ja nichts heißen.
Tomoyo zeigte mit einer einfachen Geste das sie sich da nicht rein reden lassen würde und Frustriert kippte Kurogane sich den letzten Schluck Brandy in die Kehle der in seinem Glas war.  
Tomoyo lächelte Fay nur verschmitzt an, der doch etwas ertappt drein blickte, das ganze aber mit einem so Charmantem lächeln überspielte das zumindest keine Frau ihm Böse sein würde. „So, so eingeschlichen also?“ feixte sie leicht und lachte Herzhaft auf. „nun aber morgen wird das nicht Nötig sein, ich werde sehen das man sie und ihren Bruder zu uns durch lässt.“ versprach sie und Gähnte hinter vorgehaltener Hand. „Ich werde mich dann nun zu Bett begeben. Gute Nacht dann und bis Morgen.“ nickte sie noch beiden Männern zu ehe sie Verschwand.
Fay wirkte ebenfalls Müde, grinste Kurogane noch einmal Frech an während er sich erhob. „Na dann Kuro-karma, ich werde dann auch mal ins Bett springen. Gute Nacht und bis morgen!“, strahlte Fay und ehe Kurogane sich aufregen konnte über den Spitznamen und darüber das dieser sich, somit erneut oder endgültig für Morgen angekündigt hatte aufregen konnte war der Blonde Mann auch schon aus dem Saal raus und auf dem weg zurück zur dritten Klasse, erneut über 'schleichwege'.
Yuui ihn schon besorgt in der Kabine erwartend und nur teilweise beruhigt durch Samuel und Pascal.
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