Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine Splatoon Story ♡

von Rasazelda
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Callie Inkling Marie OC (Own Character) Octoling
09.10.2016
27.04.2020
19
18.537
12
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
27.04.2020 728
 
-Kapitel 19-




Kuttelfisch wurde nach dem Gespräch mit Chang einige Tage lang im unklaren gelassen.

Niemand ließ ihn aus seinem „Zimmer“.
Es fühlte sich eher wie ein Gefängnis an, doch irgendwann mussten sie ihm wohl erklären, was genau nun seine Aufgabe war.
So wurde er durch das Gebäude geführt.
Es bestand hauptsächlich aus langen, fensterlosen Fluren und vielen Türen.
Nach zehn Minuten laufen hatte er bereits die Orientierung verloren.
Alle Gänge sahen gleich aus und Türen, die aussahen wie Zimmertüren, führten in weitere Gänge.
Als er in einer Halle dann doch an einem Fenster vorbeikam, und Kuttelfisch nach draußen sah, traute er seinen Augen nicht.

Eine Stadt.

Unzählige Gebäude reihten sich bis zu den umliegenden Felswänden in weiter Ferne aneinander.
Die vielen, hohen Stahlgebäude, teilweise aus Schrottresten zusammengebastelt, waren in tiefe Schatten getaucht.
Dazu zogen sich Stromleitungen durch das gesamte Areal und Oktolinge tummelten sich auf den breiten Straßen, glücklich miteinander lachend.
Chang meldete sich plötzlich neben ihm zu Wort.

„Wundervoll, nicht wahr?“.

Kuttelfisch zuckte zusammen und sah ihn an.
„ ... W-wie ist das möglich? Ich dachte-“.

Chang schnitt ihm das Wort ab.

„ -das wir wenige sind?
Das ihr ganz genau wisst wo wir sind?
Das wir uns in albernen Kesseln verstecken, als wären wir Gegner in einem Videospiel die in ihren Leveln geduldig darauf warten, dass der Held kommt und sie besiegt?“.

Verwirrt sah er Chang an, welcher weiterging und den Alten somit zwang, sich von dem Fenster zu entfernen.
Naja, eigentlich waren es die beiden Bodyguards die hinter ihm herliefen, da sie ihn voran schubsten.

Der vorgehende Inkling fuhr fort.
„In den letzten Jahrhunderten haben wir uns im Schatten der Inklinge versteckt und litten für das 'Fehlverhalten' unserer Vorfahren.
Aber vor hundert Jahren wurde ich ihr Anführer.
Ich erbaute ihnen eine Stadt.
Zwar besteht sie aus dem Müll, die ihr Inklinge so unbedacht wegwerfen, aber das Leben hier sprudelt vor Energie.
Und das ist nicht nur unser Strom.“, er lachte dunkel,
„Und das ist nicht mal das beste an dem ganzen...“.

Kuttelfisch bekam einen Kloß im Hals.
„Was ist denn... das 'Beste'?“, fragte er zögerlich.

Der dunkle König lachte und drehte sich kurz zu Kuttelfisch um.
„Wir waren die ganze Zeit direkt vor eurer Nase.
Oder besser gesagt darunter...“, sie gingen dabei eine Treppe hinunter.

„Dieses 'Magnetfeld', das ihr als Ursache für die schwebenden Plattformen gehalten habt ist in Wahrheit auch eine Tarnbarriere.
Von oben aus gesehen geht es in ein, mehrere Kilometer tiefes, Loch.
Nur Idioten würden auf die Idee kommen da runter zu springen.
Die Barriere tarnt aber nicht nur, sie hält tatsächlich die Plattformen oben.
Alles aus Metall schwebt einige hundert Meter über der Barriere, und der Kern der Plattformen sind allesamt aus metallenen Schrottteilen.
Allerdings verbraucht sie sehr viel Energie, und da uns der Strom ausgegangen ist blieb mir nichts anderes als den Riesen-Elektrowels zu stehlen um unser kleines Versteckspiel nicht aufgeben zu müssen.
Außerdem wären sonst die Plattformen auf uns runter gefallen und das wäre fatal gewesen.
Aber bald werden wir uns nicht mehr verstecken müssen.
Das wird der Tag sein an dem die wir über die Inklinge triumphieren und auch im Licht der Sonne leben werden, und da werden wir die Stadt nicht mehr brauchen.“.

Der Alte hörte dem anderen Inkling mit Schrecken zu.

Nicht nur der Gedanke das die Oktolinge die ganze Zeit direkt unter ihm gelebt hatten, ohne das es bemerkt hatte, gruselte ihm, sondern auch die Art, wie Chang über die Oktolinge und sich sprach.

Wir-..“, „Ihr-...“, „Uns-...“.
Als wäre er kein Inkling.
Als wäre er ein Oktoling geworden.

Schließlich kamen sie an einer Tresortür an.
Die Oktolingfrau, die Kuttelfisch die letzten Tage betreut hatte, ging zu einer Schaltzentrale neben der Tür und zog aus ihrem Ausschnitt den Anhänger ihrer Halskette.
Es war ein zylinderförmiger Schlüssel, den sie in eine dazu passende Öffnung in die Wand steckte.
Die Schließmechanismen der Tür öffneten sich mit vielem Klicken und Knarzen und schließlich sprang die runde Tür aus der Verankerung und schwang auf.

Tausende Oktolinge erstarrten in der Bewegung und sahen Kuttelfisch mit Mordlust in den Augen an.

Und während Kuttelfisch der Armee mit Grauen entgegensah, gingen in der Stadt die Alarmsirenen los, denn die Detektoren hatten einen Eindringling entdeckt, der erstarrt an einem Seil über der Stadt schwebte und die Gedanken des Alten teilte:


„Ist das das Ende der Inklinge?“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast