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Die Katzen II: Brutus' Angriff

von Lynx23
GeschichteAbenteuer, Humor / P12
08.10.2016
21.10.2016
10
10.570
 
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08.10.2016 1.294
 
Oh Mann, ich habe definitiv mehr Zeit als ich haben sollte… Egal…

Herzlich willkommen zu Band 2 der Katzen-Saga und meinem nächsten Beitrag zum Projekt „Hilfe, eine Geschichte“. Und ja, das „Hilfe“ sollte man, auch was diese Geschichte angeht, als ernsthafte Warnung verstehen. Wenn ihr dennoch mutig genug seid, euch Logikfehler, Plotlöcher und Massenansammlungen von Klischees anzutun: Viel Spaß!

PS: Ich rate allen, zuerst Band 1 zu lesen. Sonst macht der Teil hier noch weniger Sinn als er es ohnehin schon tut.

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Die Katzen II: Brutus‘ Angriff (Hey, möchte irgendwer raten, an welchen Star Wars-Film dieser Band angelehnt ist?)



1. Frieden zwischen Streunern und Katzen



Die Sonne ging über den Gassen der Stadt auf und leuchtete auf das verlassene Versteck. Keine Katze war zu sehen. Alle Katzen waren im Park. (Wieso ist da auf einmal ein Park in der Nähe des Verstecks?) Zusammen mit den besiegten Streunern. Alle standen um ein gebuddeltes Loch herum, in dem Spikes Vater lag.

„Schließen wir Frieden“, sagte Spike feierlich. (Alter, ihr schließt wirklich mit den Hunden Frieden, nur weil Pirat das so wollte? Nur weil er Spikes Vater ist, müsst ihr nicht alles machen, was er sagt.)

„Frieden am Grab von Pirat, der von niemandem, nur von seinem Sohn besiegt wurde“, sagte Elsino, der Anführer der Streuner. (Ich glaube, mehr Leute als Spike hätten Pirat besiegen können. Er war alt. Und hatte nur drei Beine.)

„Frieden am Grab meines Vaters“, fügte Spike hinzu. (Den du, nur so nebenbei umgebracht hast. Weil er dich und deine Freunde angegriffen hat. Aber hey: Der Feind des letzten Jahres ist der Freund des neuen Jahres. Also warum sich nicht mit den Streunern verbünden?)

Dann besiegelten sie den Frieden, indem sie ihre Pfoten über dem Grab zusammenlegten. (Wer jetzt? Spike und El Sino? Oder alle achtzehn anwesenden Hunde und Katzen? Passt auf, dass ihr nicht ins Grab fallt.) Danach buddelten zwei Streuner das Loch wieder zu. (Außerdem muss wirklich eine Apokalypse stattgefunden haben, wenn bei Sonnenaufgang nicht schon die ersten Menschen im Park rumrennen und diese seltsame Katzenbestattung mitkriegen. Jogger? Leute, die mit Hunden Gassi gehen?)

„Puh, das wäre erledigt!“, stöhnte Monty.

„Los, es ist Zeit für eine Siegesfeier!“, rief Michel. (Monty und Michel benehmen sich total unangemessen für eine Beerdigung und angesichts der Tatsache, dass sie gerade erst einen Frieden geschlossen haben, der noch etwas wackelig ist.)

„Genau, aber weil wir fair sein wollen, laden wir die Streuner ein“, schlug Sheela vor. (Ich finde ja Sheelas Versuch, diplomatisch zu sein, lobenswert. Aber ist es nicht noch ein bisschen früh, mit den Feinden von vor ein paar Stunden eine Party zu feiern?)

„Endlich eine brauchbare Idee!“, freute sich Monty. (Ich verstehe nicht, warum Monty sich so freut, mit seinen ehemaligen Erzfeinden feiern zu gehen. Die ihn, nebenbei bemerkt, einmal fast umgebracht hätten.)

„Also gut, dann treffen wir uns heute Abend mit dem Futter in unserem Versteck“, meinte Lucky (Was für Futter? Müssen die Streuner den Katzen jetzt immer Futter als Tribut bringen, weil sie verloren haben?) und erntete zustimmenden Beifall. (Beifall ist eigentlich immer zustimmend.)



Am Abend saßen die Katzen im Versteck und warteten.

„Wo bleiben denn die Streuner? Es sieht ihnen nicht ähnlich, zu spät zu kommen“, ärgerte sich Nscho-tschi. (Du kennst sie doch gar nicht gut genug, um ihre Pünktlichkeit einschätzen zu können. Und wer weiß, vielleicht sind die Streuner ja nicht gekommen, weil ihnen aufgefallen ist, wie seltsam es ist, mit seinen Ex-Feinden, gegen die man auch noch einen Kampf verloren hat, zu feiern.)

„Nun mach dir keine Sorgen. (Nscho-tschi macht sich keine Sorgen. Sie ärgert sich, weil die Party nicht rechtzeitig beginnen kann.) Sie werden noch kommen“, brummte Winnetou.

In diesem Moment kamen die Streuner zur Tür herein. (Was für ein Zufall!!!)

„Hallo, ihr habt doch noch nicht angefangen, oder?“, fragte Elsino und lachte.

„Wo wart ihr?“, fragte Spike, „Nscho-tschi hat sich schon Sorgen gemacht.“ (Ich sag es nicht noch mal: Nscho-tschi hat sich keine Sorgen gemacht!!!)

„Ach, wir haben noch ein Restaurant geplündert. (In einer Stadt, in der es haufenweise leere Häuser gibt und kein Mensch in den Park geht, gibt es noch Restaurants…) Jungs, kommt rein!“, rief er und noch mehr Streuner betraten den Keller, nur hatten sie Würstchen dabei.

„Jetzt kann die Party losgehen!“, rief Bubi und machte einen Luftsprung.

„Hey, Bubi! Wo ist Monty?“, rief Tink plötzlich. (Wie? Der ist weg? Wie ist euch das nicht aufgefallen? So viele Katzen seid ihr nun auch wieder nicht.)

„Hey, Leute! Schaut mal! Ich hab ‘ne Flasche Bier gefunden!“, rief Monty vom Fenster her. (Alkoholiker-Katzen.)

Michel lachte: „Warst du wieder im Restaurant und bist in den Müll geflogen?“

„Ja, was denkst du denn?“ (Offensichtlich ist es ein Hobby von Monty, in Restaurants nach Bierflaschen zu suchen. Warum er dabei in den Müll fliegt… keine Ahnung. Woher wir wissen sollen, dass er regelmäßig in den Müll fliegt… keine Ahnung.)



Während die anderen feierten, schlich Spike nach draußen. Er wollte alleine sein und nachdenken. („Der Held brütet in der Stunde des Siegs düster vor sich hin“-Klischee.)

„Spike! Wo rennst du hin?“, rief Sheela und lief ihm hinterher. „Was ist denn?“, fragte sie ihn besorgt.

„Ach“, seufzte Spike, „ich weiß nicht, was ich tun soll. („Held weiß nicht weiter, nachdem er kryptische Anweisungen von sterbender Vaterfigur erhalten hat“-Klischee.) Wo soll ich meine Schwester suchen? Und wer kommt? Vor wem soll ich mich hüten? Warum bin ich nicht stark genug, um diesen anonymen Jemand zu besiegen?“ (Pirat hat nie gesagt, du sollst dich vor jemandem hüten. Er hat auch nicht gesagt, du könntest den ominösen Gegner nicht besiegen. Er hat nur gesagt, du könntest auf die Hilfe der Streuner angewiesen sein.)

Sheela blickte ihn an. Warum machte er sich solche Sorgen? (Vielleicht weil das ernsthafte Probleme sind? Und weil er gerade aus einem Kampf kommt, in dem er jemanden umgebracht hat, der sich dann auch noch als sein Vater entpuppt hat? Da macht man sich normalerweise Sorgen.) Aber vielleicht konnte sie ihm helfen.

„Spike“, schnurrte sie, „vielleicht weiß ich, wo deine Schwester ist.“ (Woher willst du das wissen? Nein, im Ernst, ich bin überrascht, dass du überhaupt weißt, dass er eine Schwester hat, und nicht total erstaunt über diese Enthüllung bist. Wir haben nämlich nie gesehen, dass Spike irgendwem davon erzählt hat, was der sterbende Pirat gefaselt hat. Außer der Vater-Geschichte natürlich.)

Spike, der sich gerade noch an Sheela gelehnt hatte, fuhr zurück. „Wo ist sie?“, drängelte er.

„Ok, ok, ganz ruhig. Als ich mich von euch getrennt hatte, habe ich eine Katze getroffen, schwarz wie du, Leila hieß sie, glaube ich“, meinte Sheela. (Okay, aber nicht jede schwarze Katze ist mit Spike verwandt. Bei Pirat war das zufälligerweise so, aber was lässt Sheela glauben, dass auch diese Leila mit Spike verwandt ist? Okay, wir wissen, dass es seine Schwester ist, weil Pirat uns und Spike den Namen genannt hat. Aber Sheela wusste anscheinend nichts davon, sonst hätte sie früher was gesagt. Außerdem: Was für ein Zufall, dass Sheela ausgerechnet in Spikes Schwester reinrennt.)

„Ja, aber wo ist sie?“, drängte Spike wieder.

„Schon gut“, beruhigte Sheela ihn, „sie war eine Hauskatze und sie wohnte in der Tulpenstraße.“ (Wo ist die Tulpenstraße? Im einzigen Viertel der Stadt, in dem noch Menschen wohnen?)

„Sheela! Du bist ein Schatz! Danke!“, rief Spike.

„Wann willst du denn losgehen?“, fragte Sheela traurig. (Warum heult die auf einmal rum? Sie wusste doch, dass Spike seine Schwester so oder so suchen geht. Eigentlich sollte sie froh sein, dass er jetzt weiß, wo sie ist, denn das spart ihm eine Menge Zeit beim Suchen. Und je früher er Leila findet, desto früher kann er zu Sheela zurück.)

„Am besten morgen, aber keine Sorge, ich komme bald wieder“, beruhigte Spike sie. („Held verspricht Freundin, bald wieder zu kommen“-Klischee.)
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