Die Insel der besonderen Kinder

KurzgeschichteFantasy / P6
07.10.2016
24.10.2016
3
1.222
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
07.10.2016 459
 
Hey,
dies hier ist eine kleine Geschichte, die in kurzer Zeit entstanden ist.
Hier ist das Bild, auf das meine Geschichte bezogen ist:
https://twitter.com/krisibvb/status/783379514780966912

Das Bild entstand beim Zeichenwettbewerb von darkvictory zum neuen Kinofilm "Die Insel der besonderen Kinder".

Ich hoffe euch gefallen Bild und Geschichte und ihr lasst ein kleines Feedback da :)

LG aus Kolumbien, Kristina

-----------------------
"Komm mit!", rufe ich und packe Louis' Arm. Lachend stolpern wir durch das hohe Gras. Ein Kribbeln durchströmt meinen Arm und Louis lässt so plötzlich meinen Arm los, dass ich hinfalle. Empört sehe ich ihn an, kann aber sofort an seinem entsetzten Gesichtsausdruck sehen, dass etwas nicht stimmt. Das Kribbeln hat sich inzwischen auf meinen ganzen Körper ausgebreitet und ich fühle mich ganz leicht.
Blinzelnd sehe ich an mir herunter und muss schlucken. Ich sehe meine Beine nicht mehr, stattdessen erblicke ich dort, wo sie sein sollten, leicht schillerndes Gras. Ich hebe vorsichtig meine Hände vor meine Augen, doch auch hier: Nichts. "Linnea, wo bist du?" Louis' Stimme klingt gehetzt, er blickt sich suchend um. Ich berühre ihn vorsichtig mit einer meiner unsichtbaren Hände, er schaudert, als hätte ihn ein kalter Luftzug gestreift.
"Hier bin ich doch", flüstere ich. Louis schüttelt den Kopf. "Du bist nicht hier. Du hast dich vor meinen Augen in Luft aufgelöst... Erst hatte ich noch glitzernde Sternchen in der Hand und dann waren auch sie verschwunden." Fassungslos lausche ich seinen Worten, versuche mich an das angenehme Kribbeln von vorher zu erinnern. Ich schließe meine Augen, reiße sie beim überraschten Keuchen von Louis wieder auf.
Schon spüre ich seine warme, feste Umarmung und ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Unsicher sehe ich an mir herab, ich bin wieder sichtbar.
Aber wie kann das sein, was ist passiert? Hilflos sehe ich in die Augen meines Freundes, der mir erleichtert über die Arme streicht. Auch in seinem Blick liegt etwas. Unsicherheit, viele Fragen und ... Misstrauen.
"Lass uns nach Hause gehen", meint er schnell, "vielleicht finden wir irgendwo in deinen Büchern eine Lösung." Ich nicke und drücke ihm einen schnellen Kuss auf die Lippen. Mit einem leichten Lächeln sehe ich, dass dies noch diesselbe Wirkung hat, wie schon immer.
Verlegen streicht Louis über seine Armbanduhr und greift dann nach meiner Hand.
Wir machen uns schweigend durch den Wald auf den Weg zu mir nach Hause. Es ist langsam dunkler geworden und von weitem sieht man schon die antiken Straßenlaternen leuchten.
Moment mal, antike Straßenlaternen? Seit wann stehen in unserer Straße antike Straßenlaternen? Auch Louis scheint verwirrt zu sein und zieht mich enger an sich. Wir laufen schneller und auf einmal scheint sich der Lichtschein auszubreiten und die Umgebung verschwimmt.
Review schreiben