Reborn

GeschichteRomanze / P16
Ahkmenrah OC (Own Character)
04.10.2016
24.10.2016
5
5.925
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04.10.2016 692
 
Warum ausgerechnet er? Warum musste ausgerechnet er an das Dienstmädchen mit den dunklen Kräften gelangen? Nein. Es war noch viel schlimmer. Sie war eine Göttin, unsterblich und genauso unsterblich in ihn verliebt. Da lag jedoch nicht ganz das Problem, schließlich sah sie nicht gerade schlecht aus. Doch hatte er sein Herz bereits einer anderen geschenkt, was die dunkle Göttin nicht duldete. Sie wollte nur für sich haben.
Sarahfeya war seine Auserwählte, sie war diejenige, der sein Herz gehörte. Sie war ein Bauernmädchen, weshalb er sie eigentlich gar nicht lieben durfte, doch galt das für sie nicht, denn in ihr schlummerte die Göttin Rey. Das glaubte Ahkmenrah zumindest. Nein, er war fest davon überzeugt, dass in seiner Flamme die Göttin der Liebe und des Lebens steckte! Die Legende besagt, dass eines Tages ein einfaches Bauernmädchen geboren werden wird, doch wird sie in jungen Jahren von ihren Eltern verstoßen, da sie die Göttin Rey sieht, sowie ihre vorherigen menschlichen Hüllen, und die Eltern sie deshalb für verrückt halten. Sie stirbt jung und wird wiedergeboren, bis Rey entfesselt wird. Es heißt, dass sie einem das ewige Leben schenken kann, wenn man sie mit aufrichtigen Herzen liebt.
Die Beschreibung passte perfekt auf Sarahfeya. Ihre Eltern hatten sie verstoßen, da sie die Göttin und ihre vorherigen menschlichen Hüllen sehen konnte. Sie war ein Bauernmädchen, was auch passte. Es hieß sie sei das gütigste Wesen in dieser Welt, auch das traf zu.
Doch das war jetzt alles egal, denn hatte diese Ausgeburt, aus dem Reich der Toten, Sarahfeya mit ihrem Fluch belegt. Es wäre ein weiterer ihrer vielen Tode. Ahkmenrah wusste, dass er ihren Verlust nicht ertragen könnte, es würde ihn zerstören.
Sarahfeya!“, hallte seine Stimme durch den Wald, bestehend aus dünnen Bäumen und Sträuchern, welche sich im Wind der Nacht angst einflößend bogen.
Sarahfeya!“, rief er wieder, doch kam keine Antwort. Er wusste wohin er musste, er wusste wo er sein Herz auffinden würde. Die Klippe zum Reich der Unterwelt. Schon viele verlorene Seelen hatten sich dort in den Tod gestürzt. Und heute sollte sich die Liebe seines Lebens zu ihnen gesellen.
Sarahfeya!“, schrie er auf, als er das Mädchen mit den drei Zöpfen erblickte, welches in den tiefen Abgrund starrte. Als sie ihren Namen hörte drehte sie sich mit traurigem Blick zu Ahkmenrah um. Ein paar ihrer Haare klebten an ihrem, vom Regen nassem, Gesicht. Die Beine des Pharaos schmerzten, doch erhöhte er sein Tempo und rannte weiter auf die Gestalt zu.
Hilf mir.“
Sarahfeyas Stimme war nur ein flüstern, welches vom Wind klar und deutlich zu Ahkmenrah getragen wurde. Und ehe die Worte ihren Mund verlassen hatten ließ sie sich rückwärts von der Klippe fallen.
Nein!“, schrie Ahkmenrah, versuchte sie festzuhalten, doch scheiterte er und fiel der Länge nach auf den Boden. Tränen bildeten sich in seinen Augen. Sie war tot, so einen Sturz konnte man unmöglich überleben, nicht ohne die goldene Tafel, welche Ahk immer bei sich trug.
Seine Finger bohrten sich in das Gras. Er wollte nicht über die Klippe schauen, er wollte nicht ihren leblosen Körper sehen müssen. Schmerzen breiteten sich in seiner Brust aus, sowie ein fester Entschluss in seinem Kopf. Mit wackeligen Beinen stand er auf, blickte über den Rand der Klippe, breitete die Arme aus und sprang.
Die Luft zischte an seinem Ohr, sein Magen rebellierte, doch musste er lächeln, denn würde er bald bei ihr sein, in der Unterwelt. Er schloss die Augen und hoffte mit den ersten Sonnenstrahlen auf dem Boden aufzukommen, sodass die Tafel ihm nicht das Leben retten konnte. Jedoch blieb ihm dieser Wunsch verwehrt und er kam mit einem dumpfen Geräusch, neben Sarahfeyas Leiche, am Boden auf. Er hatte keine Verletzungen, der einzige Schmerz der ihn plagte, war der in seiner Brust.
Vorsichtig nahm er den toten Körper in seine Arme und ließ seine Tränen auf ihr Gesicht tropfen, ehe er ihr einen Kuss auf die kalte Stirn drückte. Zur selben Zeit benetzten die ersten Sonnenstrahlen das Land, Ahkmenrah konnte nun wieder sterben und sein Tod ließ nicht lange auf sich warten. Nur wenige Sekunden später erlag er seinem gebrochenen Herzen.
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Ein kurzer Prolog, die nächsten Kapitel geht es dann richtig los :)
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