Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Schon wieder...

KurzgeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Spieler
04.10.2016
04.10.2016
1
866
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
04.10.2016 866
 
Schon wieder…

Aus Asche und Glut stieg ich hinauf. Die Knochen der Toten lagen zu meinen Füßen und die leichte Flamme brannte hinter mir. Ich fühlte mein Gesicht ab. Die Wangen waren eingezogen und mir fehlten mehrere Zähne. Ich wurde immer mehr zu einem Untoten. Ich musste dementgegenwirken. Ich zog eines der kleinen Bildnisse heraus, welches ich von der Hexe erhalten habe. Es bestand nur aus mehreren schwarzen Zweigen und war in der Mitte hohl. Es formte mit ein bisschen Fantasie einen Menschen. Als ich es anschaute schienen sich die Äste zu verformen und ich konnte mich erkennen. Mein früheres Ich. Ich stieß das schwarze Abbild von mir selbst in meine Brust. Ich spürte die Macht der Dunklen Seele die mich durchflößte. Ich fühlte, wie meine faule Haut heilte und meine Knochen stärker wurden. Ich wurde wieder Menschlich. Ich nahm meinen Schild in die linke und das Schwert in die rechte Hand. Ohne meinen Blick auf etwas Anderes gerichtet zu haben als die Dunkelheit vor mir stapfte ich los. Die Untoten waren überall hier. Sie waren nur noch Hollows. Körper mit nicht mehr als Seelenresten. Ich werde mir all diese Seelen nehmen. Doch die Seelen dieser kleinen Fische sind uninteressant für mich. Als ich durch die zerstörte Festung ging hörte ich sie schon. Ich trat die alte Holztür ein und sofort stürzten sich zwei Untote auf mich. Mit meinem Schild wehrte ich den Schlag des ersten ab und rollte mich unter dem Schlag des zweiten her. Ein schneller Schlag reichte um den ersten zu enthaupten, während der Zweite mich wieder angriff. Er erwischte mich mit seiner Klinge und ich stolperte von Schmerzen gepackt zurück.Doch ein paar aggressive Schläge gegen ihn reichten um ihn fallen zu lassen. Ich sog ihre Seelen in mir auf. Der Fluch würde mich nicht bekommen. Egal wer sich mir in den Weg stellen würde. Ich ging durch die weiten Gänge der Burg und tötete dabei weitere Untote. Diese Festung muss einmal prächtig gewesen sein. Doch es sind nur die Spuren des Todes übrig. Die Mauern sind eingerissen und Krankheit breitete sich in jeder Ecke aus. Der Boden ist vom Regen matschig, da das Dach zum Teil eingefallen war. Ich stieg die Zinnen der Burg hoch. Ich blickte über das weite Land. Nach dieser Festung wartete der Flammenturm auf mich. Wer mich dort erwarten würde? Es würde so oder so eine Seele sein. Die Hoffnung auf Lebende Wesen, welche mir helfen habe ich längst aufgegeben. Ich bin der letzte, welcher noch kämpf. Doch wogegen kämpfe ich? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich die Seelen brauch. Als ich auf den Zinnen ankam erwartete er mich schon. Mit seiner Dicken Rüstung und seinem riesigen Zweihänder wartete er geduldig auf mich. In der anderen Hand hielt er ein Schild aus purem Stahl, welches so dick wie eine Tür war. Durch den Schlitz seines Helms schaute mich sein Rotes Auge an. Doch seine Füße berührten nicht den Boden. Anmutig schwebte er über dem Boden. „Ich werde dich so oft töten, bis du aufgibst. Für dich geht es hier nicht weiter. Der Thron ist verschlossen. Er wird nicht geöffnet. Und du. Du bist verloren. Du fühlst ihn. Den Fluch. Egal wie viele Seelen du in dir aufnimmst, du wirst ihm nicht entkommen können.“ Ich schwieg. Es machte keinen Sinn zu reden. Ich zog mein Schwert und ging hinter mein Schild in Deckung. Der Mond schien hell auf die Zinnen und diese Nacht war besonders schön. Wenn man nichts von dieser Welt wüsste, so hätte man jetzt denken können, dass es dort draußen viel gab. Doch dort war nichts. Nichts was du begegnen willst. Diese Welt war verloren. Wie lange würde ich noch meinem Schicksal fliehen können? Bevorich richtig bereit war flog mein Gegner schon auf mich zu. Mit seinem Sprintangriff überwand er eine riesige Entfernung. Doch ich rollte zur Seite und weite so aus. Ich holte zum Schlag aus, doch er spürte es durch seine Rüstung kaum. Ich sprang zurück, doch die Rückhand des fliegenden Ritters erwischte mich und ich wurde gegen die Mauer geschleudert. Mein Gegner sprang in die Lust und schoss herunter. Ich hob meinen Schild und spürte wie alle Luft aus meinen Lungen wich, als sein Schwert mein Schild traf. Diesen Moment nutze er um seine Klinge durch meine Brustzu stoßen. Ich schaute ihn entsetzt an. Langsam hob er mich hoch. Mit einer schnellen Bewegung schleuderte er mich von seiner Klinge die Mauer runter. Ich viel und sah langsam, wie die zerstörte Mauer der einsamen Festung kleiner wurde. Dann schlug ich auf. Schwärze war alles was ich wahrnahm. Dann Feuer und Wärme, die mir entzogen wurde. Meine Seelen wurden mir entzogen. Und wieder stieg ich aus der Asche auf. Wieder am Anfang. Ich machte meine Ausrüstung fertig und schaute, ob alles richtig saß. Durch meine Rüstung konnte ich fühlen, wie mein Fleisch zu schimmeln anfing. Untod. Nicht weit fortgeschritten aber es würde nicht mehr lange dauern. Jetzt waren alle meine Seelen bei meinem Peiniger. Ich musste sie zurückholen. Und seine Seele auch. Langsam stapfte ich durch den Schlamm des Hofes und hielt auf die zerstörte Treppe zu, die mich zu den Zinnen brachte. Ich würde gegen ihn kämpfen. Schon wieder…
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast