Take me to the other place

OneshotAllgemein / P18 Slash
Akira Shiki
02.10.2016
02.10.2016
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Yo Leute, ratet wer zurück ist von den Toten!

Wie man weiss, hatte ich bei 'Lost in blood' eine Schreibblockade (und das Gefühl, dass es keinen mehr interessiert hat), weshalb ich mich für eine Weile anderen Fandoms gewidmet habe. Aber als ich dann xXHarukaXx's OS gesehen habe, den sie eigens zu meinem Abschied geschrieben hat (so als wär ich gestorben xD), fand ich das schon etwas schade, und als wir beide heute so über TnC geschrieben habe, hat es mich wieder gepackt.

Danke dir, du bist meine Muse <3

Und euch viel Spass beim lesen! :3




Ich träumte, was seltsam war, denn ich hatte schon vor langer Zeit damit aufgehört. Es gab Leute, die sagten, dass man in Träumen Dinge verarbeiten würde. Erlebnisse, Ängste, Wünsche…solche Sachen eben.
Also warum träumte ich normalerweise nicht? Ich hatte viel erlebt. Viel zu viel. Und meine Ängste… Nun die bezogen sich momentan auf nur eine Person. Aber daran wollte ich nicht denken. Mein Traum-Ich schüttelte heftig den Kopf. Das war mein Traum, und ich liess nicht zu, dass er mir auch das wegnahm.

Wünsche…Ein Wort, das für mich schon lange an Bedeutung verloren hatte. Was könnte ich mir wünschen? Ich hatte alles verloren. Alles was ich hatte, war weg. Alle, die ich gekannt und geliebt hatte, waren weg. Das Leben, wie ich es gekannt hatte, war weg.
Eigentlich könnte man sagen, dass sogar meine Identität weg war.
Wer war ich überhaupt?
War ich noch Akira? Oder war ich nur noch ein Spielzeug von Shiki?
Mein Traum-Ich erschauerte bei dem Namen und sah mich vorwurfsvoll an. Entschuldige, dachte ich. Das wollte ich nicht.

Ich sah mich um. Es war still hier und friedlich. Es war nicht wirklich eine Umgebung, sondern eher ein Zusammenspiel aus Farben, Bildern und Gefühlen. Die meisten waren nur flüchtig und huschten vorüber wie Gespenster, andere konnte ich besser festhalten.
Da war ein Bild von Keisuke…als er noch gelebt hatte. Sein Lachen würde ich nie vergessen.
Das Bild verblasste und feine Pastellfarben waberten an seiner Stelle umher. Mein Traum-Ich stand nur da und tat nichts. Ich betrachtete es genauer. Es wirkte kränklich, schwach und traurig. Man konnte unter den abgetragenen Klamotten deutlich sehen, wie dünn es war und sein Blick war irgendwie leer. Mich beschlich ein Gefühl von Angst und die Nebelschwaden reagierten darauf, indem sie nervös umherwirbelten.

Sah ich etwa so aus? War ich so dünn und…leer wie mein Traum-Ich? Hatte er mich dazu gemacht?
Ich hatte die Worte nur gedacht, doch sie schwebten durch den Raum wie ein Echo und mein Traum-Ich drehte sich langsam zu mir um.
Ja», sagte es und klang seltsam trostlos. «Er hat uns zu einem Schatten unser Selbst gemacht.» Bitterkeit schlich sich in seinen Blick, ehe es sagte: «Er hat uns zu seinem Spielzeug ernannt, und so lange bearbeitet, bis wir uns nicht mehr gewehrt haben.»
Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Also blieb ich stumm und wartete ab, ob mein Traum-Ich noch etwas sagen würde.
«Weisst du überhaupt noch, wer du bist?», fragte es leise und ein Vorwurf schwang in seiner Stimme mit.

Wer ich war? Ich war Akira.
Akira…Der Name schwebte durch den Raum und verpuffte in den pastellfarbenen Nebelfetzen.
«Ja», entgegnete der andere wieder, als hätte ich laut gesprochen.
«Und was ist davon noch übrig?»
Die Frage wurde mir praktisch entgegengeschleudert und die Nebelschwaden wurden dunkler.
Eine gute Frage…Was war noch von meinem alten Ich übrig?

«Er hat dich genommen und dir ein Leben gegeben, das du niemals gewollt hast! Er nennt dich Hund. Er macht mit dir was er will. Und was tust du?»
Der Nebel nahm die Farbe dunklen Rots an, als das Traum-Ich immer lauter wurde. War das wirklich meine Stimme? Wann war ich das letzte Mal so laut geworden?
Wann hatte ich überhaupt zuletzt viel gesprochen?
Die Antwort darauf musste mir nicht einmal gegeben werden. Ich kannte sie.
Ich sprach nur, wenn Shiki mich ansprach. Wenn er wollte, dass ich sprach. Ansonsten war ich still. Wenn er weg war, redete ich nicht. Meine Stimme gab mir schon lang keinen Trost mehr. Wenn er weg war, schlief ich. Denn ich war müde. Und ich war es leid.

«Was bist du leid?», fragte der andere und seine Stimme klang wie ein Knurren. So hatte ich oft geklungen, wenn ich Shiki geantwortet hatte. Wütend und verbissen, nicht gewillt nachzugeben.
«Ja, und was machst du jetzt?»
Das erneute Knurren liess die Nebelschwaden aufpeitschen.
Jetzt antwortete ich mit ‘Ja’ oder ‘Nein’, manchmal nur mit einem Nicken. Es kam immer darauf an, wie Shiki gelaunt war. Ich hatte gelernt, ihn zu lesen, auch wenn mir das auch nicht immer half. Wenn er einen guten Tag hatte, fickte er mich, ohne mich vorher unterzutauchen oder zu schlagen. Manchmal hatte er dann aber auch erst recht Lust, seine Spielchen mit mir zu spielen.
An schlechten Tagen ignorierte er mich manchmal. Aber es kam nicht selten vor, dass er mir dann Aufgabe stellte, die ich unmöglich erfüllen konnte und dachte sich dann die widerlichsten Bestrafungen aus.

«Du hast gelernt dich zu beugen.»
Die Worte wurden nicht laut ausgesprochen, aber trotzdem klang es in meinen Ohren wie ein Peitschenknall und ich zuckte zusammen. Er hatte Recht. Ich benahm mich wie ein Hund. Nur dass ich ihn nicht bedingungslos liebte, wie es Hunde mit ihren Herrchen tun.
«Herrchen?», fragte mein Traum-Ich leise, und klang nun wieder resigniert. «Das ist er für dich?»
Nein.
Zur Hölle nein.
Er war nicht mein Herrchen. Er war mein Peiniger. Er war der Kerl, der dachte, er könnte mich benutzen wie es ihm beliebte. Er war das Arschloch, das dachte, es könnte mich besitzen…
Er war der Psychopath, der seine kranken Fantasien an mir auslebte und mich behandelte, als hätte er mich irgendwo auf einem Viehmarkt erworben.
Ab und zu bekam ich etwas zu essen. Aber selten, ohne dass er mich vorher beschämte oder zum Narren hielt. Meistens musste ich es mir verdienen.

«Genau…», murmelte der andere. «Und wie fühlst du dich dabei?»
Ich fühlte…Wut. Und Hass.
Die Nebel färbten sich schwarz, so dunkel wie die Schatten in Toshima. Meine Gefühle überrollten mich wie eine Welle aus dickem schwarzem Öl und ich erstickte beinahe darin.
Mein ganzer Körper kribbelte vor der Intensität meiner Gefühle und die Lippen meines Traum-Ichs verzogen sich zu einem zufriedenen Lächeln.
Wie lange es wohl her war, dass ich so gelächelt hatte? Ich konnte mich nicht erinnern.

«Kannst du es fühlen?», fragte der andere und seine Stimme hatte eine Intensität inne, die die Nebel aufwirbeln liess, wie wütende Schlangen.
Ich nickte.
Und auf einen Schlag war alles weg. Die Nebel, die Farben, alles. Wir waren umgeben von reinem Weiss.
Mein Traum-Ich sah mir in die Augen und ich erkannte darin eine Stärke, die ich selber schon sehr lange nicht mehr in mir wahrgenommen hatte.
«Dann kämpfe.»

Und dann war alles weg und ich konnte wieder fühlen. Etwas berührte mich und ich schreckte hoch.
Mit weit aufgerissenen Augen drückte ich mich an die Wand, meine Brust hob und senkte sich hastig.
Shiki sass auf der Bettkante, die eine Hand noch erhoben. Er musterte mich eine Weile, bevor er sagte: «Du hast geträumt.»
Es war eine sachliche Feststellung. Ob es ihn überraschte, oder näher interessierte war am Klang seiner Stimme nicht festzustellen.

Ich sah ich nur an. Was sollte ich auch sagen, wenn der Gute es sowieso schon wusste?
Aber offenbar missfiel ihm das, denn sein Blick wurde hart und ebenso seine Stimme, als er befahl: «Komm her.»
Mein erster Impuls war es, seinem Befehl Folge zu leisten, doch dann hielt ich inne.
«Nein», entgegnete ich, überrascht vom festen Klang meiner Stimme.
Ich wusste nicht genau, was es mir bringen würde, mich ihm zu widersetzen. Sehr wahrscheinlich Schmerzen, aber das war es wert.

Shikis linke Braue wanderte in die Höhe.
«Was hast du gesagt?»
In seiner Stimme schwang ein Ton mit, der mir sagte, dass ich mich weit genug vorgewagt hatte, aber ich hatte noch nicht genug.
«Ich habe Nein gesagt», antwortet ich und sah ihm in die Augen. Das Adrenalin floss durch meinen Körper, aber ich hielt seinem Blick stand.
So etwas wie Überraschung trat in seine Augen, doch nur für einen kurzen Moment. Dann verzogen sich seine Lippen zu einem Lächeln.

«Hat da jemand seinen Willen wiedergefunden?»
Seine Stimme triefte vor Hohn, und meine Lippen zuckten, so als hätte ich das Bedürfnis, ihm die Zähne zu zeigen als Zeichen meiner Rebellion.
Seine Hand schnellte vor und packte mich am Kragen, dann wurde ich mit einem Ruck nach vorne gerissen. Ich mochte vielleicht meinen Kampfeswillen wiedergefunden haben, aber mein Körper war nach wie vor nicht in Bestform.

Shiki nahm mein Gesicht in seine behandschuhten Hände und kam mit seinem nahe an mich heran.
«Und du denkst, das hilft dir?», fragte er leise und strich mit dem Daumen grob über meine Lippen.
Der Geschmack von Leder bereitete mir beinahe Übelkeit, so sehr war er mir verhasst.
«Du gehörst mir», sagte er, während sich eine Hand von meinem Gesicht löste, und sich unter mein Shirt schob um sich in meine Haut zu krallen.
Ich zischte vor Schmerz und aufsteigender Wut. Und dann tat ich etwas, was ich schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr getan hatte. Ich wehrte mich.
Ich schloss meine Hand um sein Handgelenk und zog es von mir weg. Was sich natürlich als fataler Fehler erwies.

Als hätte er nur darauf gewartet, packte Shiki mich und drückte mich bäuchlings auf die Matratze.
Ich hielt dagegen, bäumte mich auf, doch er hielt mich mit eiserner Kraft unten.
«Mir scheint, als hättest du vergessen, was du bist», hörte ich ihn genüsslich sagen. Es bereitete ihm sichtlich Vergnügen, mich zu dominieren.
Ich wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, da drückte er mir sein Knie in den Rücken, was mir die Luft aus dem Lungen trieb. Er zog meine Arme nach vorne und Panik machte sich in mir breit.
Ich versuchte mit aller Kraft, mich ihm zu entziehen, aber ich kam gegen ihn nicht an und so sah ich hilflos zu, wie er die Handschellen um meine Gelenke schloss, die am Bett befestigt waren.
Ich richtete mich auf Hände und Knie auf und sah ihm zu, wie er ans andere Ende des Raumes ging, wo ein alter hölzerner Stuhl stand.

«Ich schlage dir etwas vor», meinte er, während er gemächlich seinen Mantel auszog und ihn säuberlich über die Stuhllehne hängte. Er trug darunter einen schwarzen Pullover, was verständlich war, angesichts der Temperatur, die im Oktober draussen herrschte.
Aber selbst durch den dunklen Stoff konnte man sehen, dass er gut gebaut und muskulös war. Ich hingegen, war dünn und unterernährt. Was natürlich seine Schuld war. Er kam zurück zum Bett und setzte sich entspannt auf die Bettkante. Er zeigte mir damit deutlich, dass er keine Angst vor mir hatte, egal was ich tat.

«Ich stelle dir ein paar Fragen», begann er. Ich beäugte ihn misstrauisch. Shikis Vorschläge gingen nie gut aus…
«Für jede Frage die du falsch beantwortest, wirst du bestraft.»
Und da hatten wirs. Er spielte mit mir ein Spiel, bei dem ich nur verlieren konnte.
Meine Antwort bestand aus einem grimmigen Blick.
«Also, erste Frage: Wer bist du?»
Verdammt. Ich wusste, was er hören wollte, aber irgendwas in mir, verbot mir, es auszusprechen. Ich holte tief Luft, bevor ich ihm die Antwort gab, die mein Verderben sein würde.

«Ich bin Akira.»
Auf Shikis Gesicht erschien das diabolische Lächeln, das ich schon so gut kannte.
«Falsch.»
Ich hatte keine Zeit um mich zu wehren, er bewegte sich zu schnell. Keine Sekunde nachdem er das Urteil gefällt hatte, hatte er mich am Knöchel gepackt und zu sich gezogen, so dass ich nun wieder flach auf der Matratze lag. Aber diesmal auf dem Rücken, so dass ich ihn ansehen musste.
«Du bist mein Hund», belehrte er mich.

«Nächste Frage», machte er dann unbeirrt weiter und schien sich köstlich zu amüsieren.
«Wem gehörst du?»
Ich hatte es gewusst.
«Niemandem», stiess ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
«Wieder falsch», lächelte Shiki täuschend freundlich und im nächsten Moment erhielt ich eine saftige Ohrfeige. Der Schmerz war heftig, aber ich war ihn gewohnt. Das allein war eine traurige Tatsache, aber die Bekehrung die nun folgte, konnte mir echt gestohlen bleiben.
«Du gehörst mir», sagte er langsam, jedes Wort geniessend und packte mein Kinn, als er sich vorbeugte. «Aber ich glaube, du hast das über Nacht vergessen. Mir scheint, du brauchst wieder mal eine Lektion, um dich zu erinnern.»
Wieder mal… Was für ein Witz.

«Fick dich doch», knurrte ich und sah ihm dabei direkt in die Augen. Ich musste lebensmüde sein.
Shikis Augenbrauen schossen in die Höhe und dieser kleine Moment der unverhohlenen Überraschung, ehe er sich wieder fing, war das befriedigendste, was mir in der letzten Zeit wiederfahren war.
Aber das Hochgefühl hielt nicht lange, denn ich kassierte schon die zweite Ohrfeige, noch härter als die erste. Aber es war mir egal. Der Triumph, ihn eiskalt erwischt zu haben, würde mir heute nichts nehmen.

Shiki stieg auf das Bett und zog mir die Hose von den Beinen. Kurz war ich versucht ihn zu treten, aber als hätte er es gemerkt, erhielt ich einen weiteren Schlag ins Gesicht. Mein Kopf flog zur Seite und der Schmerz liess mich blinzeln. Das nächste was ich spürte, waren Shikis Finger, die sich tief und schmerzhaft in meinen Anus bohrten. Ich biss die Zähne zusammen um keinen Laut von mir zu geben, doch das schien ihn nur noch mehr zu provozieren. Er drückte meine Beine auseinander und ich hätte auch ohne das reissende Geräusch gewusst, dass er nun seinen Reissverschluss öffnete.
Shiki zog sich nie aus, niemals.

Er umfasste meine Pobacken und zog sie auseinander, dann spürte ich die Spitze seines Penis’ an meinem Eingang. Kurz verharrte er so, und mir war klar, dass er es nur tat, um mir ein weiteres Mal zu zeigen, wer hier der Boss war. Als er sich dann dazu entschied, sich in mich zu rammen, blieb mir vor Schmerz fast die Luft weg. Ein Keuchen entkam meinem Mund und ich konnte sein Lächeln sehen. Ja, das war es, was ihn anturnte. Andere zu unterwerfen und ihnen seinen Willen aufzuzwingen. Ach, die Schmerzen anderer natürlich auch. Verdammter Sadist.

Ich presste die Lippen aufeinander und versuchte, ihn nicht sehen zu lassen, dass der Schmerz mich zerriss, aber auch das war ihm nicht recht.
«Du willst still sein?», fragte er zwischen zwei harten Stössen. «Dabei kann ich dir helfen.»
Er streckte die Hand aus und drückte mir die Kehle zu, bis mir schwarz vor Augen wurde. Ich konnte nichts tun, als dazuliegen und ihn durch die bunten Punkte, die vor meinen Augen tanzten, hasserfüllt anzusehen. Aber dann schloss ich die Augen. Sollte er mich doch bis zur Bewusstlosigkeit würgen. Vielleicht fand ich mich ja wieder an dem ruhigen Ort mit den Pastellfarbenen Nebelschwaden wieder, in den Shiki nicht hineinkonnte.