Nur ein Blick [ Geburtstagswichteln: Feuerstern x Blattstern ]

OneshotDrama, Romanze / P12
01.10.2016
01.10.2016
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Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag.
Bin nicht so mit Pairings aber ich hab mich wirklich bemüht.
Ich hoffe es reicht für dich. ^^
Aber hab jetzt erstmal Spaß mit deinem Geburtstagskapi.




Stolz schaute Feuerstern über die Schlucht. Ein neuer Clan war entstanden. Er beruhte alleine auf seinen Schultern. Und denen von Sandsturm natürlich. Der alte vergessene Wolkenclanwar wieder auferstanden. Aus den Nachkommen der alten Krieger, welche sie bei den Zweibeinern gefunden hatten. Sie waren natürlich noch nicht annähernd ein richtiger Clan. Ihnen fehlte noch sehr viel Erfahrung, doch Feuerstern war sich sicher, dass sie daswichtigste inzwischenwussten. Er bemerkte eine Bewegung hinter sich und sah Blattstern aus einem der Büsche herausspringen. Eine tote Maus baumelte in ihrem Maul. Sie wardie neue Anführerin. Eine würdige Anführerin wie Feuerstern fand. Über ihren Stellvertreter konnte man streiten aber er hatte das Herz am rechten Fleck. „Hallo Feuerstern. Was machst du denn hier?“ fragte die Kätzinn neugierig.

Feuerstern drehte sich zu ihr um. „Ich mag diesen Platz. Von hier aus kann man die Schlucht so schön sehen.“ Einbisschen Trauer schwang in seiner Stimme mit. „Ist etwas?“ fragte Blattstern.

Feuerstern überlegte. Sie musste es sowieso irgendwann erfahren. Er konnte es nicht lange aufschieben. „Sandsturm und ich werden bald gehen. Ihr braucht uns nicht mehr unsere Zeit ist gekommen.“ Blattstern klappte das Maul runter und sie ließ ihre Maus fallen.„Was aber. Es gibt noch so viel was ich von dir wissen muss Feuerstern. Du kannst noch nicht gehen. Ich weiß nicht was ich ohne dich tun soll.“ Trauer und Bitterkeit schwangen in der Stimme mit. Feuerstern konnte sie verstehen. Das Haupt eines Anführers wiegt immer schwer. Er hatte die gleichen Ängste, als Blaustern gestorben war. Doch für sie muss es noch viel schwieriger sein, da sie nie durch die Position einer zweiten Anführerin auf diese Aufgabe ausgebildet war. „Was ist, wenn ich eine falsche Entscheidung treffe? Was soll ich tun, wenn mein Clan mir nicht mehr traut? Was wenn sie jemand anderen wollen? Wie Scharfkralle.“
Feuerstern seufzte auf.

„Setzt dich zu mir.“ Etwas verwirrt, doch im Vertrauen setzte sie sich zu dem feuerroten Kater. „Direkt nach meiner Zeit als Anführer standen viele schwere Entscheidungen vor mir. Wir wurden von einem anderen Clan angegriffen, welcher es nur auf das Töten abgesehen hatte. Der sogenannte Blutclan bedrohte uns alle. Alle vier Clans. Ich musste alle vier Clans vereinen und mich dem Blutclan entgegenstellen. Ich habe praktisch jeden Tag überlegt ob es das richtige ist was ich tue. Ob mein Clan mich überhaupt unterstützt. Ich kann nicht sagen, dass ich nie gezögert habe. Oder das ich immer richtige Entscheidungen getroffen habe. Ich habe meinen Halbbruder getötet.“

Er schaute in die Augen von Blattstern und sie sah die Trauer in den Augen von Feuerstern. „Wieso?“ flüsterte sie leise. „Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass er mein Halbbruder war. Er führte dem Blutclan an. Ich sah es als meine einzige Möglichkeit an meinen Clan zu retten. Ich habe weder gezögert ihn zu töten, noch habe ich es bereut das ich ihn getötet habe. Viele meiner Clangefährten sind in diesem Kampf gestorben. Ein Kampf, den ich vielleicht hätte verhindern können.“ Seine Gedanken drifteten zu dem alten Krieger mit dem schneeweißen Pelz. Er war ihm immer ein Freund gewesen. Die Traurigkeit drückte sich in seiner Lunge hoch. „Doch mein Clan hat nie an mir gezweifelt. Das Leben geht weiter. Selbst wenn man Fehler macht. Als Anführerin musst du viel ertragen. Und viele Wunden für die anderen auf dich nehmen. Doch du musst stark bleiben. Der Sternenclan wird dich immer leiten.“
Blattstern blickte den Kater staunend an. „Ich glaube nicht, dass es ein Fehler war ihn umzubringen. Er hatte zu viel Böses über den Ort gebracht wo ihr herkamt. Es musste passieren. Es war Gerechtigkeit.“ Voller Zorn schaute Feuerstern Blattstern an. „Wie kann es Gerecht sein seinen eigenen Bruder zu töten?“ fauchte er sie an. Bei den harschen Worten zuckte Blattstern zusammen. Tränen bildeten sich in den Augen von Feuerstern. Er hasste sich selbst dafür. Vielleicht hätte alles andersausgehen können. Doch er hatte alles zerstört. Weispelz tot war seine Schuld gewesen.

Doch er spürte die sanfte Berührung von Blattstern an seiner Schulter. „Ich glaube aber daran, dass es Gerecht ist. Ich kenne dich. Du warst immer gerecht.“

Ein Blick in die Augen des anderen reichte um alles zu sagen. Es mussten keine Worte mehr gewechselt werden. Sie beide verstanden alles was sie fühlten. Und was nicht erlaubt war. Die Bernsteinfarbenen Augen funkelten verführerisch. „Feuerstern ich…“ wollte Blattstern sagen.

„Sch. Sag nichts. Ich weiß. Und du weist auch.“ Sie nickte nur stumpf. Und trotzdem blieb sie bei ihm. Ihr Fell berührte seins und diese Nähe war mehr als er glaubte. Mehr als ihr Tüpfelblatt oder Sandsturm je geben konnten.
Und doch. Sein Herz schmerzte, wenn er daran dachte. Doch es konnte nicht sein. Sein Clan brauchte ihn. Nach einer Ewigkeit erhob er sich. Die beiden Augen funkelten ihn immer noch an. Doch er drehte sich um und ging.




Die Verabschiedung am nächsten Tag tat allen weh. Doch für Feuerstern und Blattstern tat sie mehr weh als für alle anderen. Es war als würde ein Blitzschlag sie mit einem Mal trennen. Direkt nachdem sie sich gefunden hatten.

Feuerstern wusste, dass er bleiben könnte, wenn er wollte. Doch er ging. Mit einer traurigen Miene schaute Blattstern dem roten Pelz nach, der im Wald verschwand. Er ging für seinen Clan. Und sie wusste, dass es richtig war und dass sie selbst vielleicht eines Tages so handeln musste. „Ich wusste es. Du bist immer gerecht gewesen und wirst es auch immer bleiben.“
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