Logbuch des Barden

von Myska
GeschichteFantasy / P12
OC (Own Character)
30.09.2016
30.09.2016
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Liebes Bardenbuch,

das war vielleicht viel Aufregung heute.
Alles fing damit an, dass ich, nachdem ich am Abend zuvor meine Liedes- und Auftrittskunst zum Besten gab, mit schlimmen Kopfschmerzen und auf sehr harten Boden erwachte.
Natürlich wollte ich meinen Unmut kund tun, doch mir entrann auf Grund eines Knebels nur ein unverständliches Genuschel. Ebenso musste ich feststellen, dass sich Fesseln enger ziehen, sobald man sich bewegt.
Ich war auch nicht alleine. Mit mir befanden sich noch vier andere Wesen in dem Raum, von denen ich sogar zwei kannte.
Es waren nämlich genau jene Halbelfenkriegerinnen für die ich am Abend zuvor so wundervolle Lieder gesungen hatte und von denen die Stärkere der Beiden mir dies mit ein Schlag in mein wundervolles Gesicht gedankt hatte.
Weiterhin erkannte ich, dass noch eine weitere Halbelfe in dem Raum war und eine mysteriöse Gestalt, die ich nicht zu ordnen konnte, die mir aber allein schon auf Grund meiner Neugier sehr sympathisch war.
Geschickt befreite ich mich aus meinen Fesseln, wie ich es schon oft getan hatte. Man hatte mich schon oft ungerechter Weise wegen meiner Liederkunst weggesperrt, aber immer noch machten die Wächter denselben Fehler mit den Fesseln.
Dann befreite ich den wohl einzigen anderen Mann im Raum und erntete Dank. Ich konnte ihm immer noch keinem Volk zu ordnen, aber seine Bemerkung über das anwesende weibliche Kriegervolk und was man mit ihnen anstellen könnte gefiel mir.
Obwohl sie mir gefesselt mehr gefielen, befreiten wir die Damen und sannen über einen Plan zur Flucht aus diesem Drecksloch nach.
Ich gab meinen Gesang zum besten und sorgte damit dafür, dass die Wachen uns die Tür öffneten.
Allerdings waren die Drei die eintraten wohl eher Kunstbanausen, denn sie kamen mit Knüppel, Seil und Knebel auf mich zu. Ich wich ihnen aus und entkam zumindest einmal.
Leider bekam ich so nicht mit, wie einer von ihnen erschlagen wurde und auch nicht wer das getan hatte. Ich vermutete jedoch, dass es die stärkere Kriegerin war.
Nichts desto trotz versuchte ich einen der übrigen beiden Wächter einzuschüchtern. Vielleicht hätte ich meine Körpergröße dabei mit in die Überlegung nehmen sollen, denn der Wächter schien unbeeindruckt. Allerdings waren meine Mitgefangenen so gut und schlugen auch diesen KO.
Etwas regte sich in meiner Hose, schließlich war ich ja auch nur ein Mann, als hinter ihm die kleinere Kriegerin mit entblößter Brust auftauchte.
Ich glaube sie hatte versucht damit den dritten Wächter abzulenken, aber es hatte nicht geklappt und jetzt hielt er sie gefangen.
Und wie ich es von dieser Art von Frau erwartet hatte, nutzte sie mangels Armfreiheit einfach ihren Fuß um den Mann kampf- und wahrscheinlich auch zeugungsunfähig zu machen. Ich bekam gerade  Mitleid mit ihm, als ihm auch schon von der zweiten Kriegerin das Leben durch geschicktes Erwürgen beendet wurde.
Vor Freude stimmte ich ein Lied an, was den Damen aber missfiel, weshalb die brutalere und immer noch halbnackte Kriegerin mich packte und einfach über ihre Schulter warf. Dabei verlor ich aber wohl das Bewusstsein, denn als ich wieder zu mir kam starrte ich nicht nur auf den wohlgeformten Körper der Elfin sondern auch auf das Geschlechtsteil des mysteriösen anderen Mannes. Ihre Geräusche machten unmissverständlich klar, dass es ihr gefiel und ich überlegte kurz, wie ich bei diesem Techtelmechtel am Besten auch auf meine Kosten kam, da ich aber nicht gerade sanft auf dem Boden landete, verwarf ich sämtliche Ideen.
Ich ließ die Beiden zurück und begab ich mich auf die Suche nach den anderen beiden Halbelfinnen. Oder zumindest begegnete ich ihnen, als ich die Treppe erreichte, die sich dem Gang anschloss, der zu den Zellen führte und von der ich wusste, dass sie hinausführte.
Sie fragten mich ob ich wüsste welchen Gang sie am Ende der Treppe nehmen müssten, um hinauszukommen. Auf Anhieb aber fiel es mir aber nicht ein, was wohl den ständigen Schlägen auf meinen Kopf in letzter Zeit zu verdanken war. Ich überlegte noch einmal genauer und erörterte ihnen dann, dass links der Ausgang war und es rechts zu einem Lagerraum ging, in dem die Wächter unsere Ausrüstung aufbewahrten, zu dem man aber nur gelangte, wenn man am Pausenraum der Wächter vorbei lief.
Da Beide wohl an ihren Sachen mehr als an ihrer Freiheit hingen, entschlossen wir uns, zunächst einmal unsere Ausrüstung zu holen. Auch das Pärchen aus dem Kerker war jetzt zu uns gestoßen und stimmte dem Plan zu.
Und so schlichen wir uns durch den Gang, wobei man mir mehrfach und ausdrücklich das Singen verbat, bis wir vor dem Wächterraum standen. Wir berieten uns, wie wir verfahren würden. Die nicht kriegerische Elfin und der mysteriöse Kerl verschwanden einfach im Dunkel, was ich nicht ganz fair fand.
Dafür verpassten sie das Beste. Nämlich wie die Größere die kleinere Kriegerin fragte ob sie gut laufen  könnte, und wie sie sie dann vor die Tür der Wächter hielt und ihr einfach wieder die Brust entblößte. Dann ließ sie sie los und die kleinere Kriegerin rannte an mir vorbei, wobei ihr zwei Wächter folgten.
Die Tür zum Wächterraum schloss sich wieder und wir standen immer noch draußen davor. Ich verstand zwar nicht was das hatte bezwecken sollen, fand es jedoch sehr amüsant. Wir gingen den Gang weiter zum Lagerraum, um uns auch unsere Ausrüstung zu holen. Also die Kriegerin, die ihre Kleidung anbehielt und ich.
Nachdem ich meine Sachen zurück hatte, entschloss ich mich, die nackte Kriegerin zu suchen und ihr zu helfen. Vielleicht wäre sie mir ja dankbar, wenn ich dies tat. Ihre Hilferufe ließen zumindest vermuten, dass sie in Nöten war.
Unterwegs liefen die beiden Wächter, die ihr gefolgt waren, dreckig grinsend an mir vorbei und bemerkten mich nicht einmal. Langsam wurde ich eifersüchtig. Wenn es so einfach war sie zu beglücken, warum hatte sie mich bisher nicht ran gelassen? Das bedurfte einer Veränderung.
Ich versuchte sie aus der Zelle zu befreien, in der man sie wieder gesperrt hatte, stieß mir dabei aber nur den Kopf an Balken. Benommen hörte ich, wie sie mich bat einen der anderen zu holen. Das brachte meine Vorstellung, dass ich eine Chance hätte bei ihr, je zu ende und ich entschloss mich sie sitzen zu lassen.
Ich floh und wurde von einer verschlossenen Ausgangstür aufgehalten. Resigniert lief ich zu den anderen auf die gerade die zwei Wächter zu liefen, die eben schon dreckig grinsend an mir vorbei gegangen waren.
Ich entschied mich meinen Mitgefangen zu helfen und riss ein paar Witze, um die Wächter abzulenken. Da sie sich zu mir umdrehten, konnten die anderen die Beiden von hinten angreifen.
Es war der andere männliche Mitgefangene der dies sofort nutzte und einem der Wächter seine Waffe dort hin rammte, wo nie die Sonne schien. Die Kriegerin jedoch war nicht so treffsicher und lief an beiden Wächtern vorbei, was vielleicht auch gar nicht so schlecht war, denn von hinten flog ein Pfeil knapp an ihrem Kopf vorbei. Ich begann an der Gruppentauglichkeit meiner Mitgefangen zu zweifeln, als die Kriegerin doch endlich den zweiten Wächter tötete.
Ich berichtete ihnen, dass die Ausgangstür verschlossen war und wir entschlossen uns erst die nackte Elfe zu holen, ehe wir einen Schlüssel suchten.
Auf den Weg zum Kerker erkannte ich, dass es sich bei der dritten Elfe wohl um eine Waldläuferin handelte und gab ihr auf dem Weg zurück zum Wächterraum zurück meinen Gesang zum besten. Was sie mir aber nicht dankte.
Stattdessen ließ sie sich lieber von ein paar Pfeilen treffen, als sie die Tür zum Pausenraum öffnete. Spontan fiel mir ein, dass ihr ja ihr Waldläufer typisches Haustier fehlte und überlegte ob ich sie bei Zeiten fragte, wo dieses denn sei.
Nach längerem für und wieder entschieden wir uns dafür, dass es klüger war, die Wächter nicht weiter zu belästigen und einen anderen Ausweg zu suchen. Vielleicht gab es ja hinter den Kerkern auch einen Ausgang?
Mittlerweile konnte ich auch den Beruf des anderen Mannes erkennen, irgendwie sagen Diebe ja auch alle gleich aus. Er jedenfalls hatte herausgefunden, dass es hinter dem Gang der zu den Kerkern führte eine weitere Treppe kam und ein Eisengitter den weiteren Weg versperrte.
Als wir davor standen sagen wir zunächst nichts, doch nachdem ich ein paar Lichter mit einem Trick erzeugte, konnten wir erkennen was dahinter war. Oder zumindest konnte ich sofort sagen, dass wir dort zur Kanalisation kamen.
Obwohl es nicht der beste Weg war, entschlossen wir uns trotzdem diesen zur Flucht zu nutzen. Wir öffneten die Eisengittertür, die nicht verschlossen war, und gingen hinein, dabei nahm mich unsere Waldläuferin Huckepack, damit ich nicht in dem Dreck versank.
Nachdem wir die Treppe, die wohl eine Grundreinigung nötig hatte, ein paar Stufen gegangen waren, fiel ich plötzlich benommen von der Elfe und fühlte mich als hätte ich mich betrunken oder irgendeines dieser Kräuter genommen, die man sich hinter Tavernen zuschob. Jedenfalls erforderte es nun viel mehr Geschick die Treppe hinab zu laufen und dabei nicht zu stolpern und in die Kloakenbrühe am Ende zu stürzen.
Es führte ein schmaler Weg an der Brühe vorbei, der gerade groß genug war, dass ich dort aufrecht durch laufen konnte. Die Anderen entschieden sich dort lang zu kriechen und die größere Kriegerin kroch als erste, gefolgt von mir, der unter dem Vorwand sich festhalten zu wollen, ihren wohlgeformten Hintern anfasste. Sie war nicht sonderlich erfreut darüber, ließ mich aber gewähren, da sie nicht wollte, dass ich am Ende noch in die Brühe neben und fiel.
In kriechender Postion folgte unsere Gruppe dem Weg, bis der Gestank schlimmer wurde und ein dezenter Verwesungsgeruch dazu kam.
Da ich den Knebel aus dem Kerker an dem Gürtel von der Elfin vor mir erblickte und ich kurz davor war mich auf Grund des Geruches zu übergeben, bat ich sie um diesen, damit ich ihn mir vor die Nase hängen konnte. Sie weigerte sich aber und so ließ ich der Natur ihren Lauf und erbrach mich. Ein paar Mal. In die Suppe, aber auch auf dem Weg. Und da ich an zweiter Stelle lief, hatte der Rest der Gruppe auch was davon. Ich hörte sie schimpfen, aber mir war das relativ egal. War ja nicht meine Schuld.
Einmal versuchte ich an der Elfin vor mir vorbei zu sehen und nur der Eingriff der Waldläuferin hinter mir verhinderte, dass ich ins Wasser fiel. Danach unterließ ich die Versuche an dem Hintern der Kriegerin vorbei sehen zu wollen und wir krochen weiter.
Und schließlich erreichten wir die Treppe auf der ich jetzt sitze und schreibe. Mir ist immer noch komisch zu Mute aber das liegt vielleicht nur an der ganzen Aufregung von heute. Und ich höre gerade, dass wir weiter wollen. Ich schreibe dir, was noch weiteres passiert.

PS: Ich muss noch ein paar Lieder über das holde Weibsvolk hier schreiben. Ich hab so viele Ideen.
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