Way Down We Go

MitmachgeschichteSci-Fi, Tragödie / P18 Slash
27.09.2016
09.07.2018
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Titellied

Mit einem erstaunlich leisen Klacken fiel das massive Eingangsportal hinter Alix ins Schloss. Sofort war sie von einer angenehmen Ruhe umgeben. Für einen Moment blieb die junge Frau stehen, schloss die Augen und genoss die Stille und das abendliche Dämmerlicht, das durch die hohen Fenster hereinfiel. Es war so eine herrliche Abwechslung zum lauten, bunten Stadtzentrum, das nur wenige Kilometer von ihr entfernt lag. Wie sehr Alix das pulsierende Leben in der Hauptstadt auch genoss, so sehr brauchte sie auch den Ausgleich, den sie fand, wenn sie sich abends auf das Anwesen ihrer Familie im Umland des Kapitols zurückzog.
Lange atmete sie aus, dann öffnete sie die Augen wieder und schritt zügig durch die repräsentative Eingangshalle. Sie war sich sehr sicher, wo sie ihren Vater zu dieser Stunde finden würde. Ein Lächeln stahl sich auf Alix ebenmäßige Züge, als sie das palastartige Herrenhaus durchquerte. Viele ihrer Altersgenossen aus der Oberschicht des Kapitols verbrachten einen Großteil der Zeit damit, sich mit aller Macht von ihren Eltern abzugrenzen. Eigenständigkeit und Coolness war ihnen oftmals wichtiger, als eine gute Beziehung zu ihrer Familie. Es galt die prominenten Mütter und Väter in Angesagtheit, Aussehen und Bekanntheit zu übertreffen. Obgleich Alix mit vielen der jungen Elite-Hipster bekannt und befreundet war, konnte sie diesen Charakterzug nicht nachvollziehen. Es störte sie nicht, wenn sie nicht das Gesprächsthema Nummer Eins war. Ebenso wenig, wie es ihr etwas ausmachte, wenn die Leute bei ihrem Namen sofort an ihren Vater dachten.
Als Alix den weitläufigen Salon betrat, näherte sich ihr sofort eine Bedienstete, die ihr ihre Tasche abnahm. Beiläufig nickte Alix ihr zu in dem Wissen, dass sie ihre Sachen später in ihren Privaträumen wiederfinden würde. Durch eine letzte Glastür gelangte sie schließlich auf eine großzügig angelegte Terrasse. Vor ihr breiteten sich, im Licht des Sonnenuntergangs, die Gärten des Anwesens aus. Dieser Ort ihrer Kindheit erschien jetzt, am späten Abend, geheimnisvoll und fast ein wenig unheimlich mit seinen hohen Kastanienalleen und den tiefschwarzen Schatten darunter, den verschlungenen Wegen und den vielen, versteckten Ecken. Unwillkürlich erinnerte Alix sich daran, wie sie hier als Kind in der Dämmerung gespielt hatte. Nicht selten war ihr dabei ein Schauder über den Rücken gelaufen, wenn ein Tier abseits der Wege in den Büschen geraschelt hatte. Das trügerische Halbdunkel und ihre kindliche Fantasie hatten ihr damals gerne den einen oder anderen Schrecken eingejagt.
„Möchtest du dich vielleicht setzen?“, erklang eine dunkle, leicht amüsierte Stimme rechts von ihr.
Alix wandte sich um und erblickte ihren Vater, der sie leicht belustigt aus königsblauen Augen ansah. Auf dem Tisch vor ihm lag ein kleines Tablet.
„Ich habe den ganzen Tag in der Uni und der Bibliothek gesessen. Etwas Stehen ist eine nette Abwechslung", antwortete sie, ließ sich dann allerdings doch in einen der bequemen Stühle sinken.
Wie auf Kommando erschien ein weiterer Angestellter, der leise ein Glas besten Eiswein, ihre Lieblingssorte, vor ihr abstellte.
„Danke.“
Auch diesem Bediensteten nickte Alix zu, als sie ihr Getränk entgegennahm. Der junge Mann sah zu Boden und verschwandt so lautlos, wie er gekommen war.
„Hm?“, machte Alix leicht überrascht, während sie dem ihr unbekannten Hausangestellten einen Moment lang nachsah.
„Kiro arbeitet erst seit ein paar Tagen hier“, kam es von ihrem Vater.
Er hatte den Blick auf sein Tablet gesenkt und schien seine Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Dokument zu richten, während er mit halblauter Stimme fortfuhr:
„Alor war unzufrieden mit seinen Avoxen. Zwei von ihnen hat er direkt exekutieren lassen, die anderen drei auf die Straße gesetzt. Vor einer knappen Woche hat Linnja mir davon erzählt und gefragt, ob ich sie nicht einstellen will.“
Für einen Moment hielt er inne. Mit schnellen, zielgerichteten Bewegungen tippte er etwas auf dem Minicomputer vor ihm, dann sprach er weiter.
„Er und seine beiden Kolleginnen sind schon seit Montag hier. Es wundert mich etwas, dass sie dir noch nicht aufgefallen sind, Alix. Du solltest dir abgewöhnen, abends direkt in deinem Zimmer zu verschwinden ohne nach links oder rechts zu sehen.“
Bei den letzten Worten hob Alix Vater den Blick und sah seine Tochter direkt an. Trajan Ellison hatte einen sehr durchdringenden Blick, wenn er wollte. Einen Blick, der sagte: „gib dir keine Mühe. Ich durchschaue dich. Deine Geheimnisse sind nicht so geheim, wie du denkst.“ Alix wusste, dass ein solcher Blick aus Trajans unnatürlich blauen Augen seine Untergebenen oder Geschäftspartner unruhig auf ihren Plätzen herumrutschen lassen konnte. Obwohl ihr klar war, dass ihr Vater sie gerade nicht ernsthaft tadelte, verfehlte er seine Wirkung auf sie trotzdem nicht ganz. Sie sah weg und schob halb trotzig, halb schuldbewusst, die Unterlippe vor.
Gleichzeitig kämpfte sie gegen einen Schauder an ob dem, was ihr Vater gesagt hatte. Avoxe also. Die sprachunfähig gemachten Diener des Präsidenten und der Spielmacher waren ihr nicht geheuer. So ging es nicht wenigen Kapitolern. Die meisten bevorzugten sprechendes Personal. Das war auch der Grund, warum kaum Jemand einen Avox beschäftigen würde, der von seinem ursprünglichen Herrn entlassen wurde. Zumal, wenn es sich bei diesem Herrn um Alor, den wohl gefürchtetsten Spielmacher in Panem handelte. Gut möglich, dass die bemitleidenswerten Geschöpfe gar nichts Schlimmes getan und Alor nur einen schlechten Tag gehabt hatte. Es brauchte nicht viel, um ihn dazu zu bringen, seine Avoxe hinrichten zu lassen und sich aus den Distrikten oder den Gefängnissen des Kapitols neue zu besorgen. Entließ er seine Diener, kam das einem Todesurteil gleich. Ohne Bleibe und Dienstherren, zum Bettler auf den Straßen des Kapitols verdammt, wo man sie natürlich nicht sehen wollte, überlebten sie kaum ein paar Wochen. Es passte zu Linnja, der Haushälterin ihres Vaters, dass sie sich dieser Menschen angenommen hatte. Und es passte zu Trajan, dass er sich nicht davon gestört fühlte, wenn Leute für ihn arbeiteten, denen man die Zungen herausgeschnitten hatte.
„Alor ist ein Bluthund an der Kette, der seit Tagen zum ersten mal wieder ein Stück Wild gesehen hat. Er kann es nicht abwarten und seine Ungeduld nimmt darum diese Formen an“, sagte ihr Vater, als habe er Alix Gedanken gelesen.
Diese verzog die Mundwinkel.
„Ich will nicht wissen, was er sich für die Tribute ausgedacht hat. Wenn die Spiele dieses Jahr tatsächlich wieder stattfinden, dann werden die Spielmacher vermutlich etwas Furioses liefern wollen. Irgendeine Art Willkommen-zurück-bei-den-großartigen-Spielen-Show.“
Alix rümpfte die Nase und nahm einen Schluck von ihrem Wein. Die helle Flüssigkeit schmeckte auf eine herrliche weise kalt und süß. Sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und schloss erneut die Augen. Eine abendliche Entspannung schien es heute für sie aber nicht zu geben, denn Trajan, der sie die ganze Zeit über beobachtet hatte, bestätigte ihre Vermutung.
„Die Spiele finden dieses Jahr wieder statt. Das hat der Präsident heute entschieden. Morgen früh machen sie es öffentlich. Ich vermute, die Stadt wird in Begeisterungsstürme ausbrechen.“
Alix öffnete die Augen und blickte zu Trajan, der sie aufmerksam musterte. Sie sah ihren Vater mit einer hochgezogenen Braue an.
„Was willst du jetzt von mir hören?“, wollte sie wissen.
Innerlich seufzte sie ergeben. Ihr Tag war schon mehr als anstrengend gewesen. Es hatte einen Grund, warum sie abends gerne ‚direkt auf ihrem Zimmer verschwandt‘. Ihre Uni-Examen für dieses Jahr rückten näher und dafür investierte sie zurzeit alle Energie. Grundsätzlich hatte sie nichts dagegen, wenn Trajan seine Spielchen mit ihr spielte. Alix wusste, dass er sie nur etwas herausfordern wollte. Er wollte sie dazu bringen, für ihre Umgebung und die Vorgänge in den Machtzentralen des Landes einen ähnlich scharfen Blick zu entwickeln, wie er ihn hatte. Doch heute fühlte sie sich kaum noch in der Lage dazu.
„Deine Reaktion zeugt nicht gerade von Begeisterung“, konstatierte Trajan.
„Als du ein Kind warst hast du die Spiele immer gerne gesehen.“
„Hm“, mit dem Zeigefinger tippte sie langsam gegen den Stil ihres Glases.
„Ich weiß nicht. Irgendwie ist mir die Vorstellung von dem ganzen Rummel gerade zu viel. In Ruhe studieren stelle ich mir anders vor.“
„Seit je her beginnen die Semester- und Schulferien am Erntetag. Du würdest an der Universität nichts verpassen“, merkte Trajan an.
Alix zuckte mit den Schultern und wandte den Kopf hin- und her.
„Es nervt mich aber, wenn es wochenlang nur ein einziges Thema gibt und man sich mit niemandem mehr über etwas Anderes unterhalten kann. Als Kind war das ja ganz nett, aber gerade habe ich keine Lust auf all das Getöse.“
„Hört hört“, Trajan stützte den Kopf in einer Hand ab und lächelte belustigt, wobei sein Blick allerdings interessiert auf Alix gerichtet blieb.
„Eine Kapitolerin hat keine Lust auf die Spiele und fühlt sich von so viel öffentlicher Aufregung überfordert.“
„Ich bin nicht überfordert“, begehrte Alix leicht verärgert auf.
„Es soll ja auch Leute geben, denen der jährliche Stress um Weihnachten zu viel ist. Außerdem bist du auch nicht gerade begeistert.“
Einen Moment lange kämpfte Alix mit dem Impuls die Lippen aufeinander zu pressen. Es gefiel ihr nicht, dass ihr Vater sie so einfach aus der Reserve locken konnte.
„Ach ja?“, Trajan sah sie mit leicht schief gelegtem Kopf an. Die Belustigung funkelte nun auch in seinen Augen. Er wusste anscheinend genau, dass Alix ihm nicht alles gesagt hatte.
„Dass ich keine Freudensprünge mache heißt nicht, dass mir die Nachricht nicht gefällt.“
„Tut sie aber nicht“, erwiderte Alix und versuchte erst gar nicht, den Trotz aus ihrer Stimme zu nehmen. Ihr Vater hätte ihn so oder so erkannt.
„Ist es nicht auch eine ungeschickte Idee?“, fragte sie weiter in dem Bewusstsein, dass sie damit sehr offensichtlich das Thema wechselte.
„Die letzten Jahre waren doch ruhig. Warum sollte man die Distrikte jetzt wieder Tribute stellen lassen. Die Aufstände haben sich vor fünf Jahren doch genau an den Spielen entzündet. Wäre es nicht ein unnötiges Risiko?“
„Jaaa“, antwortete Trajan gedehnt.
Der Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen. Im Beratungsgremium des Präsidenten kam das auch zur Sprache.“
Trajan nippte an seinem Weißwein. Für einen Moment waren die Grillen im Gras und das Plätschern eines Brunnens im Park die einzigen Geräusche. Alix sah ihren Vater fragend an, drängte ihn aber nicht. Nach Durchschaubarkeit wollte sie sich nicht auch noch Ungeduld vorwerfen lassen.
„Der Präsident und seine Berater stehen vor Machiavellis alter Frage. Was ist besser: geliebt oder gefürchtet zu werden?“
Nun war es Alix, die nachdenklich den Kopf schief legte. Sie kannte diesen Autor aus der alten Zeit, an dem sich seit Jahrhunderten Machtmenschen der ganzen Welt orientierten. Alix wusste auch, welche Antwort er auf diese Frage gegeben hatte.
„In der letzten Zeit hat das Kapitol mehr um Liebe geworben, als nach der Rebellion der dunklen Tage vor über 80 Jahren. Einige Distrikte haben natürlich verloren. Die Mehrheit hat aber etwas dazugewonnen. Und, nicht zu vergessen, es gab keine Spiele in den letzten fünf Jahren.“
„Trotzdem wollen sie lieber gefürchtet werden“, deutete Alix die Worte ihres Vaters.
„Genau. Die Distrikte, die sich nach der Rebellion erholen sollten, denen man es gestattet hat, sich zu erholen, haben das mittlerweile getan. Es besteht die Möglichkeit, dass die Menschen dort sich darüber klar werden, dass sie zu einem erneuten Schlag ansetzen könnten. Manche sogar mit den Ressourcen des Kapitols, die ihnen zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt wurden.“
„Aber viele haben in den Aufständen Angehörige verloren. Glaubt der Präsident, dass sie jetzt noch in der Lage sind, wieder zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen? Nach allem, was passiert ist?“, warf Alix ein.
„Vor ein paar Jahren wäre die Antwort auf diese Fragen sicher „nein“ gewesen“, antwortete Trajan.
Wieder nippte er an seinem Wein und sah Alix ernst an.
„Wie ich aber eben gesagt habe: viele haben sich erholt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich etwas in den Distrikten zusammenbraut, aber man will sichergehen. Es ist ein Risiko, allerdings wären keine Spiele ein noch Größeres. Wenigstens, wenn man dem Präsidenten glaubt.“
„Was glaubst du?“, wollte Alix wissen. Sie neigte sich etwas nach vorne und sah ihren Vater eindringlich an. Alix erinnerte sich nicht, dass sie Trajan jemals laut Stellung zu den Spielen hatte beziehen sehen. Allerdings war sie seine Tochter und kannte ihn gut genug, um wenigstens diesen Wesenszug an ihm in zwischen erkannt zu haben. Vor den Aufständen war sie zu jung und zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen, doch heute lagen die Dinge anders.
„Du warst immer dagegen, oder?“, fragte Alix schließlich leise, als ihr Vater nicht sofort antwortete.
„Es gibt viele Arten, eine Gesellschaft zu gestalten, Alix“, begann Trajan schließlich.
„Man kann sich hervorragend darüber streiten, welche die beste ist. Trotzdem sind manche grundsätzlich besser als andere. Die Distrikte sind in Panem das Fundament, auf dem das Kapitol steht. Dem Kapitol kann es nur so gut gehen, wie es den Distrikten, jedenfalls manchen davon, schlecht geht. Aber Unterwerfung liegt nicht in der Natur der Menschen. Niemand will auf die Dauer das Fundament sein. Niemand will auf die Dauer alle anderen tragen müssen. Und weil das so ist, benötigt das Kapitol ein Instrument, um diese Menschen ruhig zu halten. Und damit wären wir bei den Hungerspielen. Das ist die Art und Weise, wie die Gesellschaft in Panem gestaltet wurde. Das Kapitol wird lieber gefürchtet, als geliebt.“
Wieder war es einen Moment still. Alix blickte in den Park, der sich vor ihrer beleuchteten Terrasse in der in zwischen hereingebrochenen Dunkelheit verlor. Dann wandte sie sich wieder ihrem Vater zu.
„Das Gremium und der Präsident fürchten die Distrikte aber auch.“
„Natürlich tun sie das“, sagte Trajan, als wäre es die Selbstverständlichkeit schlechthin.
„Wenn man sich für eine Gesellschaft der Furcht entscheidet, muss man auch mit der Furcht leben. Aber auch das liegt in der Natur der Menschen. Haben sie einen hohen Status, wollen sie ihn auf keinen Fall aufgeben. Ich habe ihnen geraten, den Frieden der letzten Jahre als Anlass zu nehmen und etwas umzudenken. Ich habe mit den Menschen in den Distrikten gesprochen. Gerade jetzt wären viele bereit dazu, die Hand des Kapitols zu ergreifen, wenn man sie ihnen anbieten würde.“
„Aber die Triade...“, begann Alix, hielt allerdings im Satz inne.
„Die Triade ist zurzeit am allerwenigsten an Gewalt interessiert. Sie können sich kaum aufrecht halten, geschweige denn eine Waffe gegen das Kapitol führen. Würde man ihnen jetzt unter die Arme greifen und ihnen wieder auf die Beine helfen...ich wette, finge man es geschickt an, sie würden kooperieren. Diese Menschen haben keine Kraft mehr, Alix. Sie sind schon am Boden. Gleich ob mit oder ohne Hungerspiele. Und alle anderen könnte man auch zum Reden bewegen. Das Gremium hat Angst davor, dass die Distrikte sich jetzt, frisch erholt, erneut gegen sie wenden. Und weil sie nicht nur ängstlich, sondern auch noch ratlos sind, führen sie die Spiele wieder ein“, erklärte Trajan.
Obwohl ihr Vater die ganze Zeit ruhig gesprochen hatte war Alix sich sicher, dass er innerlich die Augen verdrehte. Eine Geste, die man Trajan Ellison allerdings niemals tatsächlich ausführen sah.
„Dann sind die Spiele nicht nur unnötig, sondern auch gefährlich? Man gibt den Distrikten doch geradezu einen Grund, wieder wütend zu werden.“, hackte Alix nach.
Trajan lehnte sich zurück und schwieg für einen Moment. Seine königsblauen Augen ruhten noch immer auf ihr. Den Ausdruck darin konnte Alix allerdings nicht sofort deuten.
„Die Spiele haben für das Gremium und den Präsidenten noch einen Zweck. Allerdings darfst du ihn nicht bei den Tributen suchen.“
Trajan tippte einmal auf die Oberfläche seines Tablets, worauf hin dieses augenblicklich zum Leben erwachte. Mit einer raschen Handbewegung brachte er das Gerät dazu, ein Dokument zu öffnen und es über dem Tisch in die Luft zu projizieren, damit Alix und er sich nicht den kleinen Bildschirm teilen mussten.
„Das sind die neuen Regeln für die Spiele“, erläuterte Trajan.
„Die Tribute bilden Gruppen. Ich schätze, du kannst dir denken warum.“
„Es entsteht ein wir-gegen-sie-Gefühl, In den Gruppen wird Vertrauen geschaffen, Außerhalb der Gruppen kann leichter getötet werden, Freundschaften werden sich auf Gruppenmitglieder fixieren, man greift verzweifelten Opferungsversuchen, wie bei den 74. Spielen geschehen, vor“, zählte Alix auf.
„Richtig. Aber das ist nicht alles.“
Mit einer lässigen Bewegung des Fingers scrollte Trajan nach unten.
„Auf frühere Sieger als Mentoren wird verzichtet. Stattdessen werden Betreuer und Mentoren vom Kapitol gestellt.“
Alix drehte das virtuelle Bild mit einer Geste zu sich herum. In einer Tabelle waren 6 Gruppen abgetragen. Die Felder für die Tribute waren noch leer, allerdings war das Personal bereits eingeschrieben.
„Bitte was?!“, entfuhr es Alix.
Für einen Augenblick starrte sie entgeistert auf ihren eigenen Namen, der sich in der Zeile mit der Bezeichnung „Gruppe 5“ befand. Überschrieben war die Spalte mit „Mentoren“.
„Das ist doch wohl ein schlechter Witz.“

„Absolut nicht. Ich fürchte, du wirst mit den nächsten Spielen eine ganze Menge mehr zu tun haben, als du wolltest. Ich natürlich auch.“
Alix betrachtete die Tabelle eingehender und fast sofort entdeckte sie Trajan, der als Mentor für „Gruppe 3“ eingetragen war.
„Das ist vollkommen unsinnig.“
Alix blickte auf das hell leuchtende, virtuelle Papier vor ihr in der Luft, dann zu ihrem Vater und wieder zurück. Mit einer Hand fuhr sie sich durch das pechschwarze Haar.
„Wie um alles in der Welt soll ich Tribute in den Spielen unterstützen? Als die letzten Spiele abgehalten wurden war ich gerade 14. Und die endeten bekannter maßen nicht erfolgreich für das Kapitol. Selbst wenn ich wollte, ich hätte weder das Wissen, noch die Erfahrung für so etwas.“
Trajan hörte ihr einen Moment geduldig zu, dann deutete er wieder auf die Tabelle.
„Sieh dir die restlichen Namen an.“
Alix atmete einmal lange aus. Sie starrte halb wütend, halb frustriert auf das digitale Dokument. Eine Mentorin? Sie? Was für ein Unsinn. Zum einen hätten die Tribute unter ihrer Aufsicht kaum eine Chance und zum Anderen hatte sie keine Zeit, sich auch nur im Ansatz auf einen solchen Job vorzubereiten. Und ihr Vater wollte jetzt, dass sie das alles einfach so überging?
„Gibt es nicht andere Leute dafür?“, versuchte sie, nachzufragen.
„Wenn die Spiele dieses Jahr wirklich zurückkommen müssen die Fans sich doch um so einen Job geradezu reißen.“
Trajan sah sie nachsichtig an, als wäre sie ein kleines Kind, dem man gerade einen einfachen Zusammenhang zum zweiten Mal erklären musste. Sacht berührte er mit der rechten Alix Wange und wandte ihren Kopf wieder dem hellen Rechteck vor ihr zu.
„Sieh dir die anderen Namen an“, wiederholte er.
„Dann verstehst du es.“
Alix tat ihm schließlich den Gefallen und las sich den Rest der angegebenen Betreuer und Mentoren durch. Es handelte sich um eine bunte Mischung aus Personen, die zumeist der Hauptstadtprominenz angehörten. Ein oder zwei Namen sagten Alix allerdings auch gar nichts.
„Ich sehe da beim besten Willen kein Muster“, gab sie nach einem Moment des Lesens zu.
Alix legte eine Hand auf die ihres Vaters, die noch immer an ihrer Wange ruhte. Mit der Anderen stützte sie ihr Kinn auf dem Tisch ab. Der frustrierte Teil in ihr bekam langsam Oberwasser.
„Ich habe einen wirklich anstrengenden Tag hinter mir. Am liebsten würde ich direkt ins Bett. Jetzt erfahre ich noch, dass ich bei den kommenden Spielen Mentorin sein muss. Ein Job, für den ich absolut nicht qualifiziert bin, den ich anscheinend aber irgendwie zusätzlich zu den kommenden Prüfungen auf die Reihe bekommen soll. Ich habe heute Abend keine Lust mehr, Rätselspiele zu spielen. Erklärs‘ mir bitte.“
Ihr Vater ließ ein leises, dunkles Lachen hören. Mit dem Zeigefinger zeichnete er sacht ihre rechte Braue nach. Dann hatte er ein Einsehen.
„Adriar Kanterell, Akios Letary, Calique Révérée, Philippina Mera und ich“, zählte er einige der Namen in der Tabelle auf.
„ja?“, fragte Alix. Sie begann, sich dumm vorzukommen. Alle diese Namen und die Personen dahinter kannte sie. Einen Zusammenhang sah sie allerdings noch immer nicht.
„Adriar dürfte kaum in der Lage sein, eine Gruppe zu mentorieren. Für die Hungerspiele ist er doch eigentlich auch nicht. Letary hat mal für die Spielmacher gearbeitet...aber vor der Rebellion hat er sich doch auch noch für die Distrikte ausgesprochen, nicht? Philippina war schon vor der Rebellion eine Betreuerin. Hat man ihr nicht mal vorgeworfen, ihre Tribute mit unfairen Mitteln zu unterstützen? Und Calique...Oh!“
Alix setzte sich mit einem mal wieder aufrecht hin und hob den Kopf, als ihr klar wurde, was alle diese Menschen gemeinsam hatten.
„Sehr gut“, kommentierte ihr Vater
„Ihr alle habt verschiedene Positionen, verschiedene Jobs und einen unterschiedlichen Ruf im Kapitol. Aber ihr alle habt euch entweder vor der Rebellion oder jetzt vor der Entscheidung über die Wiedereinführung der spiele, dagegen ausgesprochen.“
„So ist es“, bestätigte Trajan.
„Zwar waren wir alle unterschiedlich geschickt dabei, allerdings gleich erfolglos.“
Alix‘ Augen weiteten sich, als sie ihren Vater ansah. Ihr wurde auf einmal noch etwas klar.
„Sie haben Angst vor euch“, entfuhr es ihr.
„Das Gremium fürchtet nicht nur die Distrikte, sondern auch mächtige Menschen im Kapitol, die sich gegen sie oder den Präsidenten wenden könnten. Sie befürchten, dass einer von euch, oder auch ihr zusammen, die öffentliche Meinung beeinflussen und gegen sie drehen. Auch darum wollen sie die Spiele, richtig? Sie wollen die Anderen und dich beschäftigen.“
„Das ist jedenfalls der Schluss, den ich aus diesem Dokument gezogen habe.“, stimmte Trajan ihr zu. Mit einem Fingerschnippen seinerseits verschwandt die Projektion in der Luft. Auch das Tablet schaltete er aus.
„Aber was ist mit den Anderen auf der Liste?“
Alix blickte ihn skeptisch an.
„Nolan Lawson dürfte so ziemlich der einzige sein, der noch weniger Fähigkeiten für den Job mitbringt, als ich. Und wer ist Angel Hathaway?“
Trajan machte eine wegwerfende Handbewegung und nahm erneut einen Schluck aus seinem Glas, das jetzt fast leer war.
„Vermutlich haben die sich wirklich auf die Stellen beworben. Ich schätze, dass sie einfach nur dazu da sind, um das eigentliche Muster hinter der Auswahl zu verschleiern.“
„Das wird dann auch der Grund für meine Wenigkeit auf der Liste sein. Großartig.“
Die Ironie in Alix Stimme war kaum zu überhören. Sie griff nach ihrem Glas und trank den Rest in einem Zug.
„Ich vermute es gibt kein Veto, das ich hier einlegen könnte?“
„Bedaure“, Trajan schüttelte leicht den Kopf. Wieder hob er eine Hand und strich ihr eine glänzende, schwarze Strähne hinters Ohr.
„Falls es dich beruhigt, mich hat auch keiner danach gefragt, ob ich vielleicht etwas Zeit erübrigen könnte, eine Gruppe von Tributen zu managen.“
„Hättest du nicht nein sagen können?“, erkundigte Alix sich.
„Kaum. Der Präsident hat es mir heute vor dem Gremium mitgeteilt. Zu dem Zeitpunkt kannte ich die Liste noch nicht und hatte keine Information darüber, ob es Personen gibt, die auf meiner Seite stehen würden. Es wäre sehr unklug gewesen, in dieser Situation abzulehnen.“
„hmm“, machte Alix.
Das Angenehme Gefühl von vorhin, als sie sich zu ihrem Vater gesetzt hatte war verflogen. Jetzt war sie nur noch müde. Müde und frustriert und unmotiviert. Sie wollte diesen Job nicht und verdrehte die Augen bei dem Gedanken, was da alles auf sie zukam. Wer immer ihre Tribute sein würden, sie würde ihnen keine gute Mentorin sein können. Alix hasste Aufgaben, von denen sie im Voraus wusste, dass sie sie nicht bewältigen oder wenigstens passabel lösen konnte.
„Wie auch immer. Ich geh‘ schlafen.“
Sie neigte sich zu ihrem Vater hinüber und küsste ihn auf die Wange.
„Gute Nacht“, sagte sie, als sie sich erhob.
„Gute Nacht, mein Schatz“, gab Trajan zurück.
Als Alix die Terrasse verließ, blickte er ihr einen Moment lang nach. In seiner Hand drehte er das Christallglas mit dem letzten Schluck seines Weines. Die klare Flüssigkeit schien durch die Drehung zu kreisen und immer höher an der Innenseite empor zu schwappen. Abrupt stoppte er seine Bewegung und rasch beruhigte sich der Inhalt wieder. Gedankenverloren blickte Trajan Ellison einen Moment darauf, dann hob er es an die Lippen und trank es aus.
Es tat ihm leid für Alix, dass sie mit in die neuen Spiele hineingezogen würde. Allerdings zweifelte er nicht daran, dass ihre Resignation nicht lange anhielte. Trajan kannte seine Tochter viel zu gut. Sie würde die Augen verdrehen und mit den Zähnen knirschen. Und dann würde sie sich trotzdem etwas einfallen lassen, wie sie ihre Sache so gut wie möglich machen konnte. Er war fast etwas erleichtert, dass sie so bereitwillig angenommen hatte, sie wäre selbst nur auf der Personalliste der Spielmacher gelandet, um von den eigentlichen Zielpersonen des Präsidenten abzulenken. Allerdings war das nicht der tatsächliche Grund. Trajan hatte einen recht genauen Verdacht, was die wahre Ursache für den Namen seiner Tochter in dem Dokument auf seinem Tablet sein könnte. Und er hoffte, dass sie den nicht so bald erfahren würde.

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Hi und willkommen zu Way Down We Go. Die Idee dazu habe ich schon länger, allerdings gibt es erst jetzt wirklich Zeit für mich, sie auch in die Tat umzusetzen. In dieser Geschichte wurde die Rebellion vom Kapitol niedergeschlagen. nun, 5 Jahre nach den desaströsen 75. Hungerspielen, wurde das Land größtenteils wieder aufgebaut und die Normalität ist zurückgekehrt. Darum sollen die Hungerspiele dieses Jahr erstmalig wieder stattfinden. Das Kapitol hat aus seinen Fehlern bei den letzten Spielen gelernt und daher das Konzept leicht abgeändert. Die Tribute treten jetzt in 4ergruppen an, die zusammen gewinnen können. Die Gruppen werden gleich am ersten Abend nach der Parade bekanntgegeben. Da viele Sieger in der Rebellion getötet oder hingerichtet wurden und weil man dem Rest nicht mehr traut, werden die Mentoren dieses Jahr vom Kapitol gestellt – so die offizielle Erklärung. Falls es weitere Änderungen im Vergleich zu früher gibt, so wurde darüber noch nichts bekannt. Das Alter der Tribute zwischen 12 und 18 ist jedenfalls noch dasselbe.

Regeln

Wenn ihr mitmachen wollt, reserviert euch bitte einen Platz per Mail oder Review. So können alle,  die sich vielleicht zum erstellen eines Chars entschließen, den Überblick behalten.

Wenn ihr per Review reserviert, dann bitte mit Rückmeldung zum Prolog, damit es den ff.de-Regeln entspricht.

Ich selbst bin nicht die Schnellste, wenn es ums Steckbrief-Ausfüllen geht. Hetzt euch also nicht und schickt mir lieber gut erdachte Charaktere.

Ihr könnt mir bis zu 2 Tribute schicken. Von mir aus könnt ihr auch 2 Tribute aus demselben Distrikt erstellen – mit Ausnahme von D1 und D2. In dieser Geschichte gibt es vermutlich nicht so viele Karrieros wie sonst – darum hätte ich da gerne verschiedene Ersteller. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn Tribute sich vor den Spielen schon mal über den Weg gelaufen sind. Solange ich nicht in jedem Distrikt ein Geschwister/Liebespaar bekomme oder völlig unrealistische beste Freunde, bei denen der Eine dann aus D5 und die Andere aus D10 kommt. Alles schon gesehen...

Tode werden von mir bestimmt. Dabei spielen die Ausführlichkeit/die Stimmigkeit eurer Charaktere eine große Rolle. Minimal auch die Reviews – es gewinnt niemand, der sich nie meldet. Mary und Konsorten sterben natürlich am Füllhorn und werden auch vorher von mir zu Gunsten anderer Charaktere mit weniger Aufmerksamkeit bedacht.

In der Liste findet ihr einige Tribute von mir. Das sind alles Kanonis. Die Plätze sind dabei aber variabel: Wenn jemand z. B. am liebsten ein Mädchen aus 9 erstellen möchte, schreibt mich einfach an, dann wandert der Char von mir weiter:D

Traut euch ruhig, mir auch jüngere Tribute zu schicken. Statistisch gewinnen zwar meist die älteren, aber mit einer Statistik kann man nichts über einen Einzelfall sagen. Tribute jeden Alters können gewinnen.

Achtet beim Erstellen bitte auf euren Distrikt. Ich will keine Karrieros aus 11 und keine armen Schlucker am Existenzminimum aus 1. In jedem Distrikt gibt es eine Ober/Mittel/Unterschicht, aber seit euch über die Relationen klar. „Reichtum“ bedeutet in D2 etwas völlig Anderes, als in D12.

Steckbriefe gehen bitte mit dem Betreff „Name, Alter, Distrikt“ per PN an mich.

Die übliche Steckbriefregel: Klammern lesen und löschen, Alles mit * ist freiwillig, Solange ihr die Absätze beibehaltet ist keine weitere Formatierung nötig.

Die Personen

Diese Liste wird noch erweitert. Einige haben ihren Auftritt erst noch und da möchte ich ungerne schon etwas verraten.

Gruppe 1

Mentorin: Calique Révérée (32)
Calique stammt aus dem, was der Kapitoler als „Unterschicht“ bezeichnen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Bewohnern der Hauptstadt musste sie sich anstrengen, um etwas zu erreichen. Dies gelang ihr allerdings hervorragend: Calique gründete ihr eigenes Modelabel und erlebte einen kometenhaften Aufstieg. Heute gilt sie als absolute Stilikone und man darf annehmen, dass sie ihre Tribute perfekt präsentieren wird. Calique ist eine exzentrische Persönlichkeit. Ihren Willen wird sie immer durchsetzen. Sie gilt als sehr bestimmend und kann Widersprüche nicht leiden. Allerdings hat sie auch ein gutes Gespür für die Menschen in ihrer Umgebung. Ist man bereit, sich ihr unterzuordnen und sie machen zu lassen, kann man sich eigentlich sicher sein, dass etwas Vernünftiges dabei herauskommt.

Betreuer: Lycor Aladias (28)
Lycor entspricht so ziemlich dem Bild, das ein Distriktbewohner von einem Kapitoler haben könnte: überdreht, gutgläubig und etwas oberflächlich – das beschreibt den kleinen Mann mit der großen, neongrünen Lockenpracht schon sehr genau. Lycor ist auf die Dauer ein anstrengender Zeitgenosse, da für ihn die Hungerspiele ein fest sind und er den Ernst dahinter nicht leicht versteht. Seine ständig gute Laune wirkt oft fehl am Platz. Trotzdem ist Lycor ein treusorgender Betreuer, der, zumindest sponsorentechnisch, sehr um seine Tribute bemüht ist.

Gruppe 2

Mentor: Adriar Kanterell (48)
Im Kapitol hat man seit Ende der Rebellion nicht viel von Adriar gehört. Davor war er ein sehr einflussreicher Medienproduzent. Aufsehen erregte er, da er sich während der Kämpfe in Panem als sehr gemäßigte Stimme hervorgetan hatte. Es geht das Gerücht, er habe sich heimlich den Rebellen angeschlossen und ihnen Informationsmaterial über das Kapitol zugespielt. Zur Zeit der Schlacht um die Hauptstadt kamen seine Frau und sein Sohn ums Leben. Man darf sich aber fragen, ob sie tatsächlich angreifenden Rebellen zum Opfer fielen. Verschwörungstheoretiker behaupten sogar, dass eigentlich Adriar sterben sollte, da Personen, die für eine friedliche Lösung des Konfliktes warben vom Kapitol nicht erwünscht waren. Heute gilt Adriar als gebrochener Mann. Von Alkohol und Drogenproblemen ist die Rede. Ob er seine Tribute angemessen unterstützen wird, ist mehr als fraglich.

Betreuerin: Angel Hathaway (21)
Im Aussehen macht Angel ihrem Namen gerne alle Ehre: Die blasse Frau mit den großen, blauen Augen und der goldenen Mähne wurde ohne jede Vorerfahrung für den Job genommen. Angel verwirklicht sich mit der Betreuerposition einen lange gehegten Traum. Sie will unbedingt mit ihren Tributen erfolgreich sein und stürzte sich dafür direkt nach ihrer Zusage für die Stelle in Vorbereitungen. Wie ein Schulmädchen für die Abschlussprüfung hat sie sich alle bisherigen Spiele noch einmal genau angesehen. Was ihr dennoch an Vorwissen fehlt, kann sie gut durch Ehrgeiz wett machen. Das ist auch besser so, denn mit Adriar als Mentor dürfte die gesamte Arbeit für die Gruppe an ihr hängen bleiben.

Gruppe 3

Mentor: Trajan Ellison (50)
Trajan ist einer der wohlhabendsten Menschen von Panem. Ihm gehört das größte Tech-Imperium des Landes, dessen CEO er zugleich ist. Er gilt als Paradebeispiel eines Unternehmers und Geschäftsmannes: strategisch, vorausschauend, kreativ und mit einem untrüglichen Blick für alles Erfolgversprechende. Trajan ist Jemand, der die Machtspielchen in den Führungsebenen des Kapitols im Schlaf beherrscht. Auch bei so mancher politischen Entscheidung hatte er bereits die Hand im Spiel. Obgleich er als zuverlässig bezeichnet wird, sind Manipulation und Intrigen ihm nicht fremd. Im persönlichen Auftreten ist Trajan eine angenehme Abwechslung zu vielen Kapitolern, da er eine sehr ruhige, höflich-distanzierte Art an den Tag legt. Wenngleich er mit den Hungerspielen bislang nicht viel zu tun hatte, werden sein taktisches Geschick und sein Einfluss für seine Tribute von großem Wert sein.

Betreuer: Julius Kay (35)
Schon vor der Rebellion war Julius ein Betreuer bei den Spielen. Über zehn Jahre lang arbeitete er mit den Tributen aus dem Ersten Distrikt. Seine Erfahrungen und Kontakte zu Sponsoren sind Immens. Über sein Team behält Julius stets den Überblick und seine Organisation gilt als perfekt. Im Umgang mit seinen Tributen ist er allerdings recht kühl. Die Personen bedeuten ihm nicht viel. Wer ihm zu schwach erscheint, den lässt er das auch spüren – schließlich ist er die Arbeit mit Karrieros gewohnt. Schon jetzt wird die Gruppe mit ihm als Betreuer und Trajan als Mentor als Favoriten gehandelt, da die beiden Männer die besten Voraussetzungen für ihre Schützlinge schaffen können.

Gruppe 4

Mentor: Nolan Lawson (20)
Von allen Personen, die dieses Jahr für die Spiele arbeiten, ist Nolan einer der jüngsten. Außerdem gilt er schon jetzt als einer der Unfähigsten. Die Spiele feiert er jedes Mal aufs Neue und es war schon lange sein Traum näher an die Tribute zu kommen, doch der verwöhnte Sohn reicher Eltern hat keinerlei Interesse daran, ernstlich einen Finger krumm zu machen. In die Position kam er durch Geld und gute Worte seiner Mutter, die Fernsehchefin bei der Produktionsfirma ist, die an den Spielen mitwirkt. Nolan selbst hat nie wirklich gearbeitet, gilt als undisziplinierter Frauenheld. Einzig wenn es darum geht, vor einer Kamera gut auszusehen, zeigt er anstrengungsbereitschaft. Seine Tribute können kaum viel Hoffnung in ihn als Mentor setzen. Einzig schöne Mädchen hätten eventuell die Chance, dass Nolan für sie mal zum Hörer greift und nach Sponsoren sucht.

Betreuerin: Philippina Mera (36)
Auch Philippina war schon vor der Rebellion eine Betreuerin – wenn auch für einen weniger erfolgreichen Distrikt. Gleichzeitig ist sie einer der wenigen Menschen, die sich auch auf persönlicher Ebene sehr um ihre Tribute sorgen. Die Zierliche, stets in Pastelltönen auftretende Betreuerin gilt als nett und warmherzig. Sie ist sehr um Sponsoren bemüht und hat immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge. Was man ihr nicht ansieht: die sanfte Frau kann auch ganz schön laut werden und wahlweise ihren Tributen oder, in diesem Jahr vielleicht eher, ihrem Mentorenkollegen in den Hintern treten, wenn sie sonst nicht zur Mitarbeit zu bewegen sind.

Gruppe 5

Mentorin: Alix Ellison (20)
Zusammen mit Nolan ist Alix die Jüngste in der Riege der Betreuer und Mentoren. Im Gegensatz zu ihrem Mentorenkollegen ist sie allerdings ruhig, klug und Gewissenhaft. Als einziges Kind von Trajan hätte Alix eigentlich keinen Grund, jemals irgendeiner Form der Arbeit nachzugehen – was sie allerdings nicht davon abhält, in die Fusstapfen ihres Vaters zu treten. Alix wirkt oft reifer, als es ihr Alter vermuten lässt. Es zeichnet sich ab, dass sie in einigen Jahren ein ebenso geschickter Machtmensch sein wird, wie ihr Vater es jetzt isst. Hier liegt allerdings auch schon der Grund, warum man sie als Mentorin nicht all zu hoch handelt: zurzeit steht sie einfach noch zu sehr in Trajans Schatten. Zudem hat sie kein großes Interesse am Rummel der Spiele und bringt nicht die größte Motivation für den Job mit. Es wird von ihren Tributen abhängen, wie viel Mühe sie sich gibt.

Betreuerin: Priscilla Goodwyn (26)
Bereits vor der Rebellion stand für Priscilla fest, dass sie einmal Betreuerin werden würde. Als dann neue Leute für den Job gesucht wurden, sah sie ihre Chance gekommen. Sie arbeitet für den Erfolg den es bedeutet einen Sieger hervorzubringen, allerdings interessiert sie sich auch für ihre Tribute, da sie sie optimal verkaufen will. Priscilla ist ein offener, energiegeladener Mensch mit großen Zielen. Allein: an der Organisation hapert es noch, da sie oft viel zu viel auf einmal will. Schon jetzt werden Wetten darauf abgeschlossen, ob sie und Alix wegen ihrer gegenteiligen Arbeitsweisen zum absoluten Mentoren/Betreuer-Dreamteam werden oder sich nach dem ersten Tag die Augen auskratzen.

Gruppe 6

Mentor: Akios Letary (46)
Akios hat vermutlich eine der erstaunlichsten Kehrtwenden vollzogen, die es im Kapitol je gab. Der ehemalige Architekt wechselte schon vor einigen Jahren in den Hungerspielbereich. Bei mehreren Gelegenheiten war er dort für die Arenagestaltungen zuständig. Aus irgendeinem Grund, über den in der Hauptstadt noch heute spekuliert wird, änderte er allerdings dann seine Einstellungen zu den Spielen radikal. Vor der Rebellion sprach er sich noch für eine bessere Behandlung der Distrikte aus. Seinem geringen Bekanntheitsgrad und den allgemeinen Wirren der Aufstände verdankt er es wahrscheinlich, dass er damit ungestraft durchkam. Jetzt kehrt er gezwungenermaßen zu den Spielen zurück. Seine Lust auf den Job hält sich schwer in Grenzen, allerdings wird er sich sicher für diejenigen seiner Tribute, die ihn von sich überzeugen, um gute Vorbereitung und Sponsoren bemühen. Seine Kenntnisse über die vorangegangenen Arenen sind da sicher von Vorteil.

Betreuer: Driscoll Mellis (30)
Schon bei früheren Hungerspielen hatte Driscoll sich als Betreuer beworben. Erfolgreich war er allerdings erst jetzt damit. Das Problem ist, dass er die Stelle aus den denkbar ungünstigsten Gründen haben wollte: Driscoll will sich vor der Öffentlichkeit des Kapitols profilieren. Vor den Kameras kann er ausgesprochen charmant wirken und alle davon überzeugen, was für ein hingebungsvoller und ernsthafter Betreuer er ist, die Tribute interessieren ihn dabei allerdings nicht. Wenn seine Gruppe gewinnt – umso besser, wenn nicht, dann kann er noch immer effektvoll den Traurigen geben, der dafür für das nächste Jahr umso mehr Ehrgeiz hat.

Die Distrikte

Distrikt 1 (Luxusgüter)
Hier hat sich nicht viel verändert. Noch immer ist dieser Distrikt einer der beiden reichsten in Panem. Arbeitslose oder Menschen am Existenzminimum gibt es eigentlich nicht. Die Rebellion fand hier nur kurz statt, wovon man heute allerdings nichts mehr sieht. Die Stimmung ist sehr für das Kapitol und die Spiele. Trotz der Aussetzung in den letzten Jahren wurden die Trainingscenter rege genutzt. Man rechnet mit vielen Freiwilligen.

Weiblich: Shine Golding, 18, von Serena2000
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Helian Edil, 17, von Areion
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 2 (Steinbruch, Friedenswächter)
Dieser Distrikt hat sich während der Rebellion nicht gegen das Kapitol gewandt und das zahlt sich jetzt aus. Wo es früher eine starke Spaltung in Arm und Reich gab, haben heute durch gestiegene Löhne alle mehr als genug. Der weitläufige Distrikt wurde rundum erneuert und moderneres Gerät macht selbst die Arbeit in den Steinbrüchen einfach. Ähnlich wie in 1 wurde auch hier in den letzten Jahren eifrig trainiert. Viele können die Ernten der neuen Spiele kaum noch abwarten. Auch hier erwartet man die Freiwilligen Scharenweise.

Weiblich: Venetaria Hope Domis, 18, von Nouette
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Reserviert für Dustybutterfly
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 3 (Technologie)
Die Situation dieses Distriktes der oberen Mittelschicht ist etwas paradox. Technologie wird auch im Kapitol hergestellt, D3 erscheint da manchmal etwas überflüssig. Trotzdem ist die Arbeitslage gut, die Arbeiter werden angemessen bezahlt und der Distrikt wurde nach der Rebellion sogar recht schön hergerichtet. Durch bessere Filteranlagen der Fabriken ist die Luft deutlich sauberer und selbst an Naturflächen wurde beim Wiederaufbau gedacht. Es heißt, das Kapitol hofiere den Distrikt etwas, da die 3er mit ihrem Wissen in der Rebellion eine wichtige Rolle einnahmen. Darum will man ihnen jetzt den Wind aus den Segeln nehmen: Zufriedenheit ist eine schlechte Grundlage für Revolutionen.

Weiblich: Reserviert für Zinalynn
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Ivory Howards, 17, von Lumey
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 4 (Fischerei)
D4 gehört eindeutig zu den Verlierern der Rebellion. Nachdem viele Rebellen von hier stammten, greift das Kapitol jetzt hart durch. Der einstmalige Karrieredistrikt gehört nun zu den ärmsten in Panem. Durch den nach wie vor vorhandenen Bedarf an Fisch und Meeresfrüchten gibt es zwar Arbeit, allerdings ist die Bezahlung schlecht. Zudem sind hier noch eindeutige Spuren der Kämpfe sichtbar. Wer nicht die Mittel hat, sich ein unversehrtes Haus/Wohnung zu kaufen oder etwas wieder herzurichten, der hat Pech gehabt. Trainiert werden darf nicht mehr: die Trainingshallen sind Geschichte. Es ist fraglich, ob es freiwillige geben wird.

Weiblich: Delphine Dawson, 18
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Cassius Auratus, 18, von Areion
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 5 (Stromerzeugung)
Dieser Distrikt wurde in der Rebellion nahezu vollständig zerstört. In den letzten Jahren wurde er vom Kapitol an anderer Stelle neu aufgebaut. Offiziell will man sich mehr auf erneuerbare Energien konzentrieren, weshalb der Distrikt nun am Meer liegt, um die Gezeiten und die Wasserkraft der naheliegenden Flüsse besser nutzen zu können. Außerdem gibt es vor der Küste jetzt riesige Windparks. Die Wahrheit aber ist, dass die Lage nur ein weiterer Schlag für die 4er sein sollte, da diese nun nicht mehr als einzige das Schwimmen als Vorteil in den Spielen haben. Das Kapitol produziert seinen Strom selbst, weshalb sie sich nicht mehr groß um die 5er kümmern. Da die Bevölkerung in der Rebellion aber stark dezimiert wurde, findet trotzdem jeder gute Arbeit. Der Distrikt gehört zur Mittelschicht.

Weiblich: Joulia Campell, 18, von Kaila
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Naal Hinchey, 18, von Borras
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 6 (Transportmittel)
Der früher vergleichsweise arme Distrikt erlebte in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Nach den Zerstörungen der Kämpfe ist die Nachfrage an Transportmitteln stark gestiegen. Der Distrikt ist einer der Größten, trotzdem sind Arbeitslosigkeit und Armut selten. Da der Distrikt zwar an der Rebellion beteiligt war, aber keine allzu herausragende Rolle spielte, geht das Kapitol milde mit ihm um. Auch hier wurde alles vollständig und besser wieder aufgebaut. Wo die Unterschicht früher in baufälligen Häusern lebte, sind es jetzt immerhin moderne Hochhaussiedlungen.

Weiblich: Minha Akuri, 15, von Leseschwaeche
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Reserviert für Quina
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 7 (Holz, Papier, Naturstoffe)
Dieser Distrikt war in der Rebellion sehr aktiv. Ähnlich wie D4 zahlen seine Bewohner jetzt den Preis dafür. 7 gehört zur Unterschicht der Distrikte. Es gibt zwar Jobs, allerdings ist die Arbeit in den Sägewerken hart und auch die Aufforstung, also das Neupflanzen der Bäume, ist ein Knochenjob. Wer nicht das Glück hat, eine bessere Arbeit in der Stadt zu haben oder sogar zur kleinen Oberschicht der Werksbesitzer gehört, der arbeitet sich buchstäblich zu Tode.

Weiblich: Reserviert für Dustybutterfly
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Chopper Frazier, 16, von Sally97
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 8 (Textilherstellung, chemische Industrie)
Nach der Rebellion wurde dieser Distrikt ohne generalplan wieder aufgebaut. Die Bevölkerungszahl und –dichte ist in keinem Distrikt so hoch wie hier. Die Hauptstadt von 8 gleicht einem großen, labyrinthischen Ameisenhaufen. Die Einkommensschere klafft sehr weit auseinander, entsprechend der beiden Wirtschaftszweige des Distriktes. Die Arbeiter in den Textilfabriken sind oft schlecht bezahlt und leiden unter den unguten Arbeitsbedingungen. Gesundheitsschutz gibt es kaum. Jobs in der Chemischen Industrie sind dagegen gut bezahlt und heiß begehrt. Entwickelt wird zwar im Kapitol, doch findet ein Großteil der Produktion hier statt. Außerdem kommt es schon mal vor, dass besonders helle Köpfe eine Stelle im Kapitol bekommen, deren Einkommen einzigartig sind. Die Schattenseite dieses Wirtschaftszweiges ist aber, dass in D8 auch eine reiche Vielfalt an synthetischen Drogen hergestellt wird.

Weiblich: Lea-Sofie Masina, 12, von Kaila
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Cortez Everett, 13,  von MissSienna
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 9 (Getreide)
Hier ist nach der Rebellion wie vor der Rebellion alles beim Alten. Felder bis zum Horizont zeichnen das Bild des weitläufigen Distriktes. Abseits der Hauptstadt leben viele Farmer weit verstreut im Umland. Der Distrikt zählt zur unteren Mittelschicht, seine Bewohner kommen meist einigermaßen über die Runden. Die Arbeitslage ist allerdings stark Saisonabhängig. Von Vorteil für die Menschen ist, dass es jetzt feste Lieferkontingente für das Kapitol und die anderen Distrikte gibt. Bauen die Leute mehr an und behalten die überschüssigen Erzeugnisse für sich, lassen die Friedenswächter sie normalerweise gewähren.

Weiblich: Enya Bird, 14, von Ladysingsang
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Wheat Shedfield, 15
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 10 (Viehzucht)
Auf den ersten Blick ähnelt der Distrikt dem Neunten: um die Hauptstadt mit der Distriktatministration und dem Großteil des Dienstleistungssektors breiten sich riesige Weideflächen aus. Die Menschen leben auf vereinzelten Höfen, gelegentlich in kleinen Bauerndörfern zusammen. Trotzdem geht es diesem Distrikt besser. Vermutlich liegt es an der breiteren Palette der Erzeugnisse. Die Bauernfamilien können sich oft modernere Geräte leisten und sich einen höheren Lebensstandard erlauben. Auch hier gibt es allerdings eine Unterschicht an Zeit- und Saisonarbeitern.

Weiblich: Sunny Young, 16, von Evoli
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Anjo Affiorez, 13
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 11 (Obst, Gemüse)
Zusammen mit dem Getreidedistrikt bildet D11 die Untere Mittelschicht in Panem. Eigentlich ist es im Vergleich zu vor der Rebellion sogar etwas besser geworden. Beim Wideraufbau wurde von Anfang an gut geplant, was Anbauflächen und Bewässerungskanäle betrifft. Die Produktion läuft besser und ähnlich wie in 9 darf behalten werden, was nach Erfüllung der Kontingente noch übrig ist. Trotzdem ist der Standard kein Hoher. Die Arbeit ist anstrengend und noch immer lebt ein großer Teil der Menschen am Minimum.

Weiblich: Feline Avery, 15, von -Amethyst-
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Cane Dunnavan, 17, von MeridaCarlie
Tötete:
Getötet durch:

Distrikt 12 (Kunststoffherstellung und – Verarbeitung)
Nach der Rebellion war lange nicht klar, ob der Distrikt neu aufgebaut werden sollte. Schließlich entschied man sich, die ohnehin unnötig gewordene Kohleförderung aufzugeben. Stattdessen stellt der Distrikt jetzt Kunststoffe her. An der Lage der Menschen hat sich kaum etwas verändert: Wo man sich früher in den Bergwerken kaputtgeschuftet hat, geht man jetzt eben in einer der Fabriken an den fehlenden Gesundheitsvorkehrungen zugrunde. Die Bezahlung ist kaum ausreichend und das Jagen ist jetzt bei Todesstrafe verboten. Der Wiederaufbau der Wohnviertel läuft nur schleppend. Zudem scheint der Distrikt auch zum Auffangbecken für diejenigen geworden zu sein, die in der Rebellion alles verloren haben. Kriegsverletzungen, sowie körperliche oder psychische Krankheiten kommen häufig vor. Zusammen mit 4 und 7 bildet 12 die sogenannte „Armentriade“ – eine Bezeichnung für das, was früher die „Randdistrikte“ waren.

Weiblich: Sarah Wayne, 14, von Lune
Tötete:
Getötet durch:

Männlich: Harper Dale, 12
Tötete:
Getötet durch:

Steckbrief

Allgemeines

Username:
Vorname/n:
Nachname/n:
*Spitzname (woher kommt er? Wer nennt dich so?):
Alter:
Sexuelle Orientierung:

Aussehen
*Link:
Statur:
Gesicht (Augen, Haare, Mund – was immer euch wichtig erscheint):
Größe:
Grobe Gewichtsangabe (Über/Unter/Normalgewicht):
*Besonderheiten:

Charakter
Charakter (Ausführlich! Dieser Punkt ist einer der wichtigsten im Steckbrief):
Charakter in einigen Stichworten:
psychische Stärken:
psychische Schwächen:
physische Stärken:
physische Schwächen:
Ängste:
Interessen:
mag (an euch selbst, an Anderen, an eurer Umwelt):
mag nicht: (ebenso):
Träume/Ziele:
Macken/Besonderheiten:
*Song zum Charakter (absolut freiwillig. Ich bin persönlich eine große Freundin von Charaktersongs, weil ein gut gewähltes Lied mein Equivalent zum Bild ist. Wenn ihr aber nichts findet, entstehen euch natürlich keine Nachteile.):

Familie
Mutter (Name, Alter, Beruf, einige Worte zum Charakter, Verhältnis zu ihr, tot/lebendig):
Vater: (ebenso):
*Geschwister: (ebenso):
*weitere wichtige Verwandte:
Freunde:
*Feinde (+Warum seid ihr verfeindet? Wie gestaltet sich das im Umgang?):
*feste/r Freund/in: (+wie habt ihr euch kennengelernt? Wie sieht eure Beziehung jetzt aus?):

Vergangenheit (Fließtext):
Alltag (typischer Tagesablauf? Gehst du noch zur Schule? Arbeitest du? Als was?):

Einstellungen zu (ein-zwei Sätze reichen völlig)
...deinem Distrikt:
...den anderen Distrikten:
...dem Kapitol:
...den Hungerspielen/ihrer Wiedereinführung:
...der Gruppenregel:
...der Tatsache, dass die Mentoren jetzt vom Kapitol gestellt sind:
...den Karrieros:
...den „Triaden“ (Tribute aus 4, 7 und 12):

Ernte (Ich werde nur über 1-2 Ernten explizit schreiben und vielleicht ein paar Rückblenden einbauen. Darum sind die meisten Angaben freiwillig)
Gelost/Freiwillig (+Grund für eine freiwillige Meldung):
*Verhalten/Gedanken beim Gang auf die Bühne:
*Personen bei der Verabschiedung:
*was passiert bei der Verabschiedung:
*Besonderheiten bei der Ernte:
*Andenken (was und von wem)

Zugfahrt
Verhalten/Gedanken (Sitzt du nur in deinem Abteil und denkst an deine Lieben oder stürzt du dich gleich ins Gespräch mit deinen Begleitern):
Verhalten gegenüber dem Mittribut (könnt ihr mir wenn ihr wollt auch erst dann schicken, wenn es das Einführungskap mit eurem Mittributen gibt):
Verhalten gegenüber Mentor/Betreuer (Eine Liste, wer die Ernte in welchem Distrikt durchführt, findet ihr unter dem Steckbrief):

Parade
Stimmung und Verhalten vor der Parade (ängstlich, offen, steigst du sofort auf deinen Wagen oder suchst du den Kontakt zu anderen Tributen?):
Vorschläge für das Outfit:
Verhalten bei der Parade (starr stehen bleiben, Kusshände werfen, etc.):
*besondere Vorkommnisse:
* Wunsch für eine Gruppe (Letztlich entscheide ich das. Wenn ihr aber schon jetzt eine Präferenz habt, schreibt sie hier ruhig mal auf. Wenn ich damit eine gute Planung hinbekomme, kann ich sicher den einen oder anderen Wunsch in Bezug darauf erfüllen):

Training/Einzeltraining
Vorerfahrung:
Was willst du trainieren?:
Wie Trainierst du? (Hältst du dich an deine Gruppe, bleibst du alleine oder trainierst du auch mit nicht-Gruppenmitgliedern?):

Wie verhältst du dich in der Vorbereitungszeit gegenüber...
Deiner Gruppe:
Den restlichen Tributen:
Deinem Mentor:
Dem Betreuer:
Kannst du dir eine Romanze während den Spielen vorstellen?:

Was zeigst du beim Einzeltraining:
Erwünschte Punktzahl des Tributen:
*Erwünschte Punktzahl von dir:
*Besondere Vorkommnisse:

Interview:
*Outfit:
Generelles Auftreten:
Interview (3-5 Fragen und Antworten):
*Besondere Vorkommnisse:

Arena
Stimmung auf dem Weg zur Arena und im Startraum:
Strategie für das Füllhorn:
Strategie später in der Arena:
Welche Arena wäre für deinen Tributen Ideal?:
Welche wäre am ungünstigsten?:
Wie stehst du zum Töten (kannst du es? Unter welchen Umständen? Langsam und sadistisch oder schnell?):

Fähigkeiten (1 =kein Können, 10 =absolutes Können, 5 =Durchschnitt)
Schwert:
Dolch:
Messer (Nahkampf / Werfen):
Axt (Nahkampf / Werfen):
Hammer (Nahkampf / Werfen):
Armbrust:
Blasrohr:
Steinschleuder:
Bogen:
Machete:
Sichel:
Peitsche:
Morgenstern:
Dreizack:
Speer:
*Sonstige (Wenn euch noch etwas einfällt, was nicht genannt wurde):
Waffenloser Kampf:

Stärke:
Schnelligkeit:
Ausdauer:
Klettern:
Schwimmen:
Orientierung:
Körperliches Geschick:
Taktisches Geschick:
Intelligenz:
Führungsqualitäten:

Fähigkeiten im Umgang mit...
Netzen/Knoten:
Pflanzen:
Jagen:
Fallen bauen:
Sprengstoff:
Tarnung:
Feuer machen:

Wie verträgst du... (1 =gar nicht, 10 =ohne jegliche Probleme)
Nahrungsmangel:
Wassermangel:
Grelles Licht:
Dunkelheit:
Kälte:
Hitze:
Große Höhe:
Enge Räume:

Zuständige Personen für die Ernte
Distrikt 1: Calique Révérée
Distrikt 2: Trajan Ellison
Distrikt 3: Philippina Mera
Distrikt 4: Angel Hathaway
Distrikt 5: Akios Letary
Distrikt 6: Driscoll Melling
Distrikt 7: Alix Ellison
Distrikt 8: Julius Kay  
Distrikt 9: Lycor Aladias
Distrikt 10: Priscilla Goodwyn
Distrikt 11: Adriar Kanterell
Distrikt 12: Nolan Lawson
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