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Bunt.

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
26.09.2016
26.09.2016
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Prolog:

A: Die Welt ist bunt

B:                                …grau

A:                                            …regenbogenfarben

B:                                                                                …schwarz-weiß.



Szene 1:

Mehrere Schülerinnen, die in einem Kreis auf dem Pausenhof sitzen

B: Habt ihr schon gehört? Die Nathalie soll ne Freundin haben

C: Ja! Voll ekelig, oder? Ich meine die war neulich noch bei mir. Zum Glück hat die mich nicht          angemacht oder so. Ich meine bei diesen Lesben weiß man ja nie.

D: Von der halte ich erstmal Abstand. Wer weiß auf was für Ideen die sonst noch kommt

B&C nicken verständnisvoll

B: an A gerichtet Was sagst du denn dazu?

A: bedrückt zu Boden schauend Was? Äh ja. Ihr habt natürlich recht leise zu sich selbst nicht.



Szene 2:

A alleine in einem dunklen Zimmer

A: Warum kann ich nicht so sein wie die anderen? Normal. So wie alle anderen auch. So wie B, und C und D. Warum bin ich anders? Was habe ich falsch gemacht? Die anderen werden sowas doch ohnehin nie verstehen. Für sie ist das eine Entscheidung. Wer würde sich denn freiwillig dafür entscheiden?

Blickt traurig zu Boden und dann aus dem Fenster

Warum ich? Warum bin ich nicht normal?



Szene 3:

Ein Klassenzimmer. Mehrere Schülerinnen

C: zu A Du sag mal. Dieser eine Typ auf der Party letzte Woche…was ist mit dem eigentlich gelaufen? Grinst verschwörerisch

A: Mit dem Typen? Gar nichts. Ich hab mich mit dem nur unterhalten. Mehr war da nicht

C: Ja, ja. Das sagen sie alle verdreht grinsend die Augen

A: Wenn es aber doch so ist

C: So verklemmt wie du bist könnte man ja fast meinen du hättest kein Interesse an Typen über ihren eigenen Witz lachend und weggehend

A: leise flüsternd Wenn du nur wüsstest wie recht du damit hast blickt bedrückt zu Boden

Nathalie: Mit was soll sie recht haben?

A: erschrocken aufschauend Wo kommst du denn so plötzlich her? Wer hat Recht?

Nathalie: skeptisch schauend Ich sitze schon die ganze Zeit hier. Und dieselbe Frage habe ich dir eben auch gestellt?

A schaut Nathalie verwirrt an

Nathalie: Naja, du hast doch eben irgendwas davon geflüstert, dass irgendjemand mit irgendwas Recht hat

A: Achso…das. C meinte vorhin nur, dass ich wohl nicht so das Mathegenie bin lacht gekünstelt

Nathalie: Ihr habt auf einer Party gerechnet?

A: Auf einer Party?

Nathalie: Ihr habt doch von nem Typen auf ner Party geredet

A: Ähm…keine Ahnung. Lass mich doch einfach in Ruhe läuft aus dem Raum

Nathalie sieht ihr verständnislos hinterher



Szene 4:

A alleine in einem dunklen Raum, die Beine angezogen und zu Boden schauend

E: sieht im vorrübergehen in den Raum und bleibt stehen

A: schaut auf  Was?

E: Was machst du hier ganz alleine? Hast du keinen Unterricht?

A: Was geht dich das an?

E: Nichts, da hast du Recht. Es interessiert mich aber trotzdem

A: murmelt Ich will aber nicht darüber reden. Ich wäre gerne ich selbst

E: Aber bist du denn nicht du selbst?

A: Nein. Ich bin grau. Und schwarz weiß. Nicht bunt und regenbogenfarben

E: Dann ändere doch etwas daran

A: Würde ich ja wenn ich könnte

E: Du kannst

A:                   nicht

E: Wenn du wollen würdest schon. Und nicht nur in einer Welt voller Konjunktive leben würdest

A: Wie denn?

E: So wie du willst

A: Und wenn ich nicht will?

E: Dann bleibst du weiterhin grau

A: Grau

E: Ja

A: Ich stehe auf Frauen

E: Ja…und?

A: Ist das nicht unnormal?

E: Nein

A: Aber alle anderen…

E:                                        …haben keine Ahnung.

B: Da bist du ja…was machst du da?

A küsst E

A: Ich bin endlich bunt
 
 
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