Liebeschaos

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Belial Kronprinzessin Kurai Setsuna Mudo
25.09.2016
14.10.2016
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25.09.2016 3.375
 
„Du … liebst mich?“ Es ist, als ob die Zeit stehen geblieben ist. Bis auf diese Frage hört man nichts. Ich befürchte jedoch, dass sie in eben diese Stille mein Herz schlagen hört, denn es ist noch nie so gerast wie in diesem Moment. Rot im Gesicht und überrascht auf diese Frage, wende ich mein Gesicht dem Fenster zu. Ich möchte nicht, dass sie mein verunsichertes Gesicht bemerkt, aber für wahrscheinlicher halte ich es, dass sie es bereits tat, daher nicke ich ohne ihr direkt ins Gesicht sehen zu müssen. Ihren wunderschönen einzigartigen Augen könnte ich nie lange standhalten.



Jetzt weiß sie es; jetzt weiß sie wie ich fühle. Und mit diesem Wissen kann ich ihr nicht mehr unter die Augen treten. Der Hutmacher kniet noch immer vor mir und hält meine zarten kleine Hände in ihren großen schützenden Händen fest, währen sie versucht in mein Gesicht zu schauen. Sie ist vermutlich irritiert, um nicht zu sagen verwirrt. Ich bin mir sicher, dass sie wohl kaum in er Lage wäre jemanden zu lieben, der in ebendieses verrückte Etwas verliebt ist.



Wie viel Zeit bereits verstrichen ist kann ich nicht genau sagen. Es sind gefühlte Stunden einer Ewigkeit, in der wir so verharren. Mir ist es allerdings peinlich so lange in solch einer Pose versteinert zu sein, bei der es so aussieht, als würde mir mein Gegenüber einen Heiratsantrag machen wollen. Es herrscht Stille. Mein Liebesgeständnis ist nun offenbar geworden und obwohl ich mich alles andere als wohl befinde, fühle ich mich um eine Last leichter.



Kaum gedacht, dann der nächste Schock. Ich erschrecke, denn nun zwingt ihre eine Hand mein Gesicht in das Ihre zu schauen. Mich schaudert es; ich weite meine Augen. Auf ihrem Gesicht liegt kein Ausdruck, zumindest keiner der mir bekannt gewesen wäre. Der Blick, der in ihren tiefblauen schönen Augen liegt, durchbohrt mich. „Sieh mich an! Ist es dein Ernst?“



Was für ein peinlicher Moment, ich würde am liebsten im Boden versinken. Diese ungewohnte Ernsthaftigkeit bei ihr wirft mich komplett aus der Bahn. Dazu kommen noch ihre undurchschaubaren Seelenspiegel. Aus mir unerklärlichen Gründen tränen meinen Augen, als ich ihr eine Antwort gebe: „Das ist mein voller Ernst!“ Nun ist es endlich gesagt. Auf den Lippen meines knienden Gegenübers sehe ich ein müdes Lächeln, ihre Augen traurig.



Wenn ich nur wüsste, was sie denkt. Bei ihr bin ich mir nie sicher. Ich senke meinen Blick. Es herrscht wieder diese peinliche Stille zwischen uns. Dann stockt mein Herz. Mad Hatter nimmt mich in ihre Arme. Ich spüre diese Wärme; ich fühle mich vollkommen sicher, als ob ich aufgefangen würde vor einem endlosen Abgrund. Ihre Arme umschlingen meinen dünnen Körper, es hat etwas schützendes. Mein Gesicht fällt unweigerlich auf ihre Brust, denn anders konnte ich nicht und lasse schließlich meinen Tränen freien Lauf.



Mein Herz. Es schmerzt. Dabei hatte ich nicht vor zu weinen. Ebenso wenig mich in einen Hutmacher zu verlieben. Nein, besser, ich wünschte es wäre nie so weit gekommen. Allerdings ist da mein Herz ganz anderer Meinung. „Scht... scht... Beruhige dich doch.“ Ihre Umarmung wird fester. „Hab Mitleid mit einem einfachen Hofnarren wie mir. Ich ertrage alles, nur keine Tränen aus solch schönen Augen.“ Auch ich fasse nun nach ihrem Rücken und drücke sie fester an mich. Sie küsst mein Haupthaar. Ihre Wärme wirkt beruhigend auf mich. Ich erwarte ja nicht, dass meine Liebe zu ihr erwidert wird, aber diese Herzschmerzen sollen aufhören! „Hutmacher!“ Ich schluchze noch eine Weile lang ehe ich in der Lage bin mich wieder zu fassen.



Meine Augen sind verheult und wiegen schwer, sodass ich der Verführung erliege diese zu schließen. Einfach nur in ihren Armen liegen, das genügt mir vollkommen. Im Moment bin ich glücklich. Froh darüber, sie an meiner Seite zu haben. Aber ob sie genauso empfindet? Bin ich denn keine Last für sie? Ich verstehe sie nicht. Niemand weiß, was sie im selben Moment denken mag, geschweige denn was sie fühlt oder was ihre Ziele sind.



Sie und ich. Wir sind uns so nah und doch so fern. Das Gesicht hinter dieser weißen Maske kenne ich nicht. Ihr Charakter... verrückt. Ich liebe sie. Sie ist ein Satan ich weiß: elegantes Gehabe, noble Züge die eines Engels gleich und süße Zunge, die in einem Verderbtheit hervorrufen. Das zeichnet einen Erzdämon aus. Ich liebe sie. Obwohl ich weiß, ich sollte nicht, aber ich liebe sie. Undurchsichtig, pervers und dennoch von unerreichter Schönheit. Ich liebe sie. Dieses feuerrote sowie ungebändigte Haar für Unzähmbarkeit. Zügellos und Schamlos. Verrückt und doch wiederum faszinierend.Sie ist ein Fach für sich. Und kaum einer in der Lage sie zu studieren ohne dem schleichenden Wahn zu verfallen. Aber trotz allem liebe ich sie. Mein Herz hat sie für mich erwählt. Der Harken jedoch bei der Sache ist, dass eben diese Liebe einseitig bleibt. Sie wird unerhört bleiben, allerdings nicht ungehört. Jetzt weiß sie von meinen Gefühlen. Meine Empfindungen für sie. Eine unglückliche Liebe.



Aus Mitleid gehalten, halte ich sie aus Liebe. Begehren, ein Verlangen, welches nur durch sie geweckt worden ist und von dem ich bisher nicht wusste, dass es sie gibt. Ein Lichtlein erettet mich aus der Dunkelheit. Und doch versinke ich im Meer, ohne je meinen Retter gesehen zu haben. Oder irre ich mich? „Kurai-Hime!“ Ich horche auf. Allerdings bin ich zu schwach, um mich aus der Umarmung zu lösen, zu schwach meine Augen gänzlich offen zu halten. „Hutmacher!“ „Du weißt nicht, wie glücklich mich das macht, geliebte Prinzessin!“ Mein Herz pocht wieder hörbar laut. Ich selber hülle mich in Schweigen. Ich weiß nicht, wie viel ich Glauben schenken kann, aber diese Worte allein reichen schon um mein Herz höher schlagen zu lassen. „Ich liebe dich, Hutmacher!“



Ihre Umarmung lockert sich und plötzlich treffen sich unsere Blicke aufeinander. Meine Augen erspähen erst ihre schmalen Lippen und anschließend wandert mein Blick zu ihren schönsten ebenwie stärksten Verführungswaffen hinauf. Sie kniet wieder vor mir als ob sie mir einen Antrag machen wollte, doch sie nimmt schweigend meine Hand und führt diese an ihre männliche Brust.
Die Röte in meinem Gesicht wird mir Wohl oder Übel, so glaube ich, noch eine Weile erhalten bleiben. Ich spüre ihre nackte Brust. Sie ist unglaublich wärmend und schön zugleich, denke ich mir. Sie hatte dafür ihr Hemd aufgeknüpft. Ihr Blick... wunderschön. Traurig dreinschauende blaue Augen und ein müdes Lächeln. „Spürst du es? Fühlst du wie es schlägt?“ Ich nicke. „ Es schlägt nur für dich, Prinzssin!“



Das sitzt. Derart süßes aus ihrem Munde. Mein Herz sagt mir, dass sie die Wahrheit spricht. „Es schlägt schon länger für ich als du denkst.“ Ich will meine Stimme erheben. Doch auch hierfür fehlt mir die Kraft. Kaum habe ich meine Augen kurz geschlossen um diese Schwere abzuwägen, spüre ich etwas weiches und zartes auf meinen Lippen... Ich weite meine Augen und kann es kaum fassen was sie tut.Sie küsst mich! Ihre Lippen spielen mit meinen. Ein leichtes knabbern, ziehen und saugen verwöhnen meine Lippen. Dann lässt sie wieder von mir und lächelt. Ein Lächeln vom Herzen! „ Das ist der Beweis meiner Liebe zu Euch, geliebte Prinzessin!“ Ich fasse eine ihrer Hände, die meine vor kurzem noch wärmten und führe diese zu meiner linken Brust. Ihre Augen weiten sich leicht und blicken ungläubig drein. „Auch das meine schlägt nur für dich, sonst keinem, Hutmacher!“ Ich habe wieder die Kraft zum Reden und mich ein wenig zu bewegen erlangt. Ein freches Grinsen huscht über die Lippen meines Gegenübers: „Seid bloß froh, dass ich kein Mann bin. Keiner von dieser Sorte, der diese Chance ausgenutzt hätte über Euch herzufallen.“ Ich grinse nur. „Da Ihr von meiner Vergangenheit wisst, wisst Ihr ebenso dass nicht nur Männer so ticken.“ Ich nicke. Ich weiß, dass sie diejenige war, die bewusst verführte.



Aber solange sie ihre stärksten Verführungswaffen nicht ablegen wird, würde sie immer die Versuchung selbst sein. Da bin ich mir sicher. Ich kann stolz sein, dass solche Augen wie sie es kein zweites Mal geben wird mich betrachten; dass sie mir Aufmerksamkeit schenken. Am liebsten würde ich mich dort ewig spiegeln dürfen. Mir ist klar, dass das zu viel verlangt ist. Ein egoistischer Wunsch einer jungen Prinzessin, die sich nach nichts mehr sehnt als glücklich verliebt zu sein und selbst geliebt zu werden. Da fällt mir noch ein, Mad Hatter hatte einst erwähnt, ihre Liebe würde erlöschen sobald diese erfüllt ist. Meine Stimmung sinkt wieder. Entweder sie hat nur Mitleid mit mir oder macht sich lustig über mich. Mad Hatters Stimme erhebt sich so plötzlich und redet als ob sie meine Gedanken gelesen hätte: „Aber aber, Prinzessin! Wälzt Euch doch nicht in unschönen Gdanken. Glaubt Ihr mir etwa nicht? Zweifelt Ihr an meiner Liebe zu Euch?“

„Du hast sie eben erst gestanden.“ Ein Grinsen auf den Lippen des Verrückten. Sie steht auf. „Soll ich sie Euch beweisen? Meine Liebe zu Euch?“ „WAS BITTESCHÖN SOLL ICH DARUNTER VERSTEHEN, HUTMACHER?“ Ich vernehme ein Kichern ihrerseits. „Ihr seid so niedlich.“
„Und du zweideutig-wie dein Geschlecht!“



Mad Hatter quietscht : „Ihr ehrt mich sehr, Prinzessin.“ „O Mann!“ Dabei war das kein Kompliment in dem Sinne, aber auch egal. Sie verbeugt sich lächelnd vor mir und hebt ihren Hut. Ein Kartenwasserfall! „DU BIST WAHRHAFTIG VERRÜCKT!!!“ Sie lacht erfreut auf: „ Ihr seid zu gütig! Einen Tee gefällig?“ Und so zieht sie zwei Tassen aus ihrem Hut; es folgen Untertassen und Teekanne, die sie ebenfalls auf den Couchtisch stellt. Und ich habe mich in so eine verliebt? Zugegeben, ihre verrückte Art kann ziemlich amüsant sein. Allerdings, was erwartet man schon von einer wie ihr kurz nach einem Liebesgeständnis? Man sollte eher aufpassen, dass man selbst nicht auch noch irgendwann verrückt wird. Sie überreicht mir ihren Tee. „Auf Euer Wohl, Prinzessin! Möge alles Glück der Welt Euch zu Füßen liegen!“ Ich bin eher der Meinung, dass gerade mein Unglück begonnen hat. Nichtsdestotrotz stoße ich mit ihr an. „Freut mich, dass es dir wieder besser geht.“ Wieder diese nahe Vertrautheit! Muss sie immer von einem ins andere springen? Aber sie hat Recht, mir geht es tatsächlich besser. Sie ist einfach seltsam, aber vielleicht liebe ich sie gerade deswegen.



„Ein Lächeln auf solch zarten Lippen lässt dich noch schöner und heller erstrahlen. Sogar der Mond erbleicht neben dir.“ „Ach, lass das Gesülze!!!“ „Aber einer Prinzessin mit einem bezaubernden Lächeln kann keiner widerstehen.“ Ich schlürfe an meinem Tee. Sie selber blickt frech mit erhobener Augenbraue in meine Richtung. Was geht bloß in ihrem mir unverständlichen ebenso wie verrückten Kopf vor? An was denkt sie? Plant sie vielleicht etwas? „Ihr seht verwirrt aus, Prinzessin.“ Schon wieder! „So sagt doch, was belastet Euren schönen Kopf und Euer reines Herz?“ „Im Spiegel findest du die Antwort.“ „Moi?“ Theatralisch geschockt und mit geweiteten Augen ähnelt sie noch mehr einem Clown. Dieser Pierrot... warum ist sie derart süß? Ich sage daraufhin nichts mehr und setzte mich auf mein Bett und trinke meinen Tee aus. „Was habe ich Euch unrechtes getan?“ Ich grinse: „Mein Herz gestohlen.“ „Aber ich würde nie wagen Euch...“ „Willst du deine Taten etwa abstreiten, Hofnarr deines Herren?“ Wieso gehe ich überhaupt auf ihr Spielchen ein ? Ich verstehe mich selbst nicht mehr. „Bitte verzeiht!“ Sie verbeugt sich erhaben vor mir und fängt meinen Blick mit ihrem. Nur nicht schwach werden. Herzrasen jedoch unvermeidlich. Plötzlich umspielt ein fieses Lächeln ihre Lippen. „KYAAAH!!!“



Ehe ich mich versehe, liege ich mit dem Rücken auf dem Bett. Mad Hatter hat mich runtergedrückt und liegt jetzt ebenfalls neben mir; mit einem unheimlich breiten Grinsen. Sie macht mir Angst, ich weiß auch nicht wieso...! Nein! Sie weiß doch, dass ich kitzlig bin. Es dauert nicht lange und ich lache lauthals, aber nicht ohne mich zu wehren. Wenn man mich kitzelt, trete ich automatisch um mich herum. „Na, ist die Prinzessin kitzelig?“ Ich träne- vor lachen. „Ich … hasse... dich!“ Ich kann nicht mehr. Sie lächelt belustigt und hört nicht auf. Von der düsteren Stimmung keine Spur mehr. Mad Hatter sorgt oft für Stimmung, na sicher, als Hofnarr. Ich bekomme kaum noch Luft aber es tut gut wieder einmal so zu lachen und sich von allen Sorgen zumindest für diesen einen Moment zu befreien. Auch mein Herz ist frei.



Breitbeinig ist sie über mich gebeugt. Scheinbar amüsiert es sie sehr, mich zu ärgern und zu verärgern. „Hör... auf! Ich … ich … kann nicht mehr!“ Anscheinend sorglos kniet sie nun vor mir und blickt mir ins Gesicht. Ich bin kitzlig, das mag sein, allerdings hab ich wenig dafür übrig wenn es jemand bei mir tut. „Ich will Euch lediglich aufheitern.“ Die nächste Kitzelattacke folgt darauf. Wie erwähnt schlage ich unbewusst um mich her und dieses Mal sollte ich treffen. Doch das macht ihr kein bisschen aus. Nein, sie scheint förmlich darauf gewartet zu haben. Ich versuche meine Augen offen zu halten, doch bei einer Kitzelattacke verschließe ich diese automatisch. Ihr feuerrotes Haar ist das Einzige was ich über mir erkennen kann und ebenso dieses schadenfreudige Lächeln auf ihren faszinierenden Lippen. Verdammt! Jetzt fasst sie mich an empfindlicheren Stellen. Ich zapple stärker im besonderen meine Beine, bis diese schlussendlich treffen, was ich nie hätte absichtlich treffen wollen. Mein Knie bringt sie außer Gleichgewicht, sodass sie über mir liegt, mit beiden Händen jeweils neben mir auf dem Bett gestützt. Ihre Augen stehen weit offen.



Mein Knie hat hat sie im Genitalbereich getroffen! Perverser Clown! Warum muss sie auch so sorglos breitbeinig stehen? Sicher, ihre Scham hat nichts männliches, aber dennoch ist sie ein Perversling! Schon allein deswegen, dass sie breit grinst. Vielleicht stand sie nur in lockerer Haltung breitbeinig und hat nicht mit so etwas gerechnet... Wohl kaum, denn sie weiß genau wie ich auf Kitzeleien reagiere. „Das wollte ich wirklich nicht!“ Unsere Blicke treffen sich und wegen ihren Augen erliege ich ihr. „Aber, Prinzessin, Ihr müsst Euch nicht entschuldigen, Ihr könnt doch nichts dafür.“ Das ungebändigte feuerrote Haar umrahmt ihr Gesicht. Ich finde es faszinierend an ihr und lieblich wie ihre Haarspitzen in alle Richtungen abstehen. Immer wenn ich ihr in die Augen sehe verfliegt meine Wut und vergesse mich selbst. Mein Herz rast. Ich weite meine Augen, denn ihr Gesicht nähert sich dem meinen. Verführerisch ist ihr Blick, als ob sie mich jetzt küssen will. Doch noch ehe es dazu kommt ist meine Zimmertür aufgeknallt worden. Ich war anscheinend zu laut. „Kurai-Chan? Was zum Teufel treibt ihr da?“



Setsuna erwischt mich in so einer peinlichen Situation, in so einer Pose. „Es ist nicht wie du denkst!“ Er missversteht die Situation. Vermutlich denkt er, dass sie über mich herfallen will. Wahrscheinlich gar nicht so falsch, aber seine Reaktion finde ich leicht übertrieben, auch wenn ich für ihn wie eine kleine Schwester bin auf die er aufpassen muss.



Er packt den Hutmacher am Kragen, während eine zur Faust geballte Hand zum Schlag ausholt. Das läuft alles schnell vor meinen Augen ab. Manchmal jagt mir auch Setsuna einen gewaltigen Schrecken ein. Als ob einer allein nicht schon reichen würde. Garantiert bekomme ich wegen einen der beiden noch einen Herzinfarkt. Auf diesen Tag warte ich bereits... „LASS GEFÄLLIGST DEINE DRECKSPFOTEN VON IHR, DU VERDAMMTER PERVERSER!!!“ Ich persönlich finde es ja irgendwie niedlich wie Sestuna mich zu beschützen versucht, allerdings reagiert er ein wenig über bzw. lässt nur allzu gerne wie Kerle nun halt sind die Fäuste sprechen. Meine Sorge ist umsonst, denn Mad Hatter weicht mit Leichtigkeit aus.
„Sieh an! Der Messias kommt um die Prinzessin vor Meinerwenigkeit zu beschützen.“ In Setsunas Augen liegt purer Zorn. „Verschwinde einfach von hier! Und bleib dort, wo du hingehörst, nämlich in der Hölle!“ „Ich empfehle mich.“ Noch eine Verbeugung ihrerseits ehe sie vor uns verschwindet.



„Kurai-chan, du musst unbedingt aufpassen wen du um dich herum hast. Ich mache mir Sorgen um dich und dieser Person traue ich am allerwenigsten.“ Er schaut mich besorgt an. Traurig nicke ich. Setsuna setzt sich neben mich und ist kurz davor mich in seine Arme zu nehmen, doch ich mache , ihm einen Strich durch die Rechnung und schlage ihn am Kopf: „SAG MAL, SPINNST DU? OHNE ANZUKLOPFEN EIN FRAUENZIMMER ZU BETRETEN? HAST DU GAR KEIN SCHLECHTES GEWISSEN?“ „Aua. Ich wollte dir nur helfen!“ „Du bist mir vielleicht eine schöne Hilfe! Kein Anstand mir gegenüber. Das macht dich keinen Deut besser wie Mad Hatter.“ Ich zügle mich. „Kurai-chan. Ich habe doch gesehen, dass er dir an die Wäsche wollte. Du bist wie eine kleine Schwester für mich daher fühle ich mich verantwortlich für dich.“ „Noch lange kein Grund vor meinen Augen eine Prügelei anzustacheln! Du bist mein Gast und nicht zu Hause auf Assiah, kapiert? Aber typisch für dich. Keine Manieren.“ Ein Lächeln liegt auf seinen Lippen, ein trauriges wie ich es mithilfe seiner Augen interpretiere.

„Tut mir ja Leid, aber ich weiß wie Kerle ticken. Ich selber bin in dem Alter wo man den Körper des anderen Geschlechts entdecken will. Aber du bist noch so jung... Und diesen Kerl werde ich garantiert nicht akzeptieren. Ich weiß nicht warum, aber mein Gefühl sagt mir, dass gerade er dich nur unglücklich machen wird.“ Ich denke über seine Worte nach. Ja, mag sein, dass sie pervers ist, in vielerlei Hinsicht, aber ich liebe sie nun einmal. Ich möchte in ihren Armen liegen und ihre körperliche Wärme spüren. Werde ich selber pervers? Aber ist es nicht das natürlichste auf der Welt, wenn sich zwei sich Liebende nach körperliche Zuneigung sehnen? Mad Hatter bildet zumeist die Ausnahme der Regel, aber auch so eine wie sie hat Gefühle. Ob sie mich tatsächlich liebt oder nur mit mir spielt sei dahingestellt. Ich werde garantiert niemandem meinen Körper schenken, bei dem ich nicht weiß, ob er mich wirklich liebt. Sie müsste es unter Beweis stellen.



„Deine Sorge ist unbegründet. Mad Hatter hat mich soeben nur heftig durchgekitzelt.“ „Bei ihm sollte man sich nicht darauf verlassen. Ich weiß nicht, ich habe da ein ungutes Gefühl dabei. Sei bitte nicht so sorglos.“ Das weiß ich. Man braucht mir nicht unter die Nase zu halten, dass man besonders bei ihr auf der Hut sein soll, denn das ist nichts neues für mich. „Ja, Setsuna, ich habe verstanden.“ Sein Blick durchbohrt mich; er nickt schlussendlich doch : „Dann ist es ja gut.“ Ich spüre eine Hand an meiner Wange. „Du bist so rot, Kurai-Chan. Was ist los?“ „Ähm... nichts. Was soll schon sein? Mir geht es gut.“ „Sicher?“ , harkt er nach. Ich bringe nicht mehr als ein Nicken hervor. Ein Lächeln seinerseits und nimmt mich in seine Arme: „Du bist einfach zu goldig. Dir kann man nicht böse sein.“ Goldig? Wer? Ich? Dass er das mal zu mir sagen würde... Jedoch wäre es mir lieber gewesen, wenn sie es gesagt hätte, denn aus ihrem süßen Munde gewinnt es an Bedeutung, sei es auch nur Heuchelei.



„Kurai-Chan?“ Träne ich wieder? In den Armen meines Ex-Prinzen zu liegen und zu heulen, wie erbärmlich ist das denn? Ich bin echt untröstlich. „Alles in Ordnung mit dir? Nun sag schon was dir Kummer bereitet.“ Seine Stimme ist so sanft und doch kann und will ich ihm nicht die Wahrheit sagen. Auf dem Hutmacher ist er nicht gut zu sprechen. Also was sagen? „Ist es wegen mir?“ Nein. Keineswegs. Wieso harkt der nach? Diese Art an ihm nervt mich. „Oder ist es wegen dem Clown?“ Jetzt hat er mich erwischt. Dabei weiß ich doch, dass sich Setsuna nur Sorgen um mich macht. Unsere Augen treffen sich. „Ist es, weil ich schlecht über ihn geredet habe? Ach, Kurai-chan... du bist echt unverbesserlich. Ich will doch nur dein Bestes. Ich wollte dir keine Angst einjagen; ich sagte doch nur, dass du bei ihm besser aufpassen sollst und nicht, dass du ihn nie wieder sehen darfst.“ Er lächelt mich sanft an. Ich nicke heftig: „Aber das weiß ich doch, Setsuna!“ „Du bist mir vielleicht eine...“ Ich lasse meinen Gefühlen endgültig freien Lauf und heule mich an seiner Brust aus.



Der Hutmacher lies sich in den darauffolgenden Tagen nicht mehr blicken. Stattdessen ist Setsuna immer bei mir gewesen, was mich eigentlich wundert, denn normalerweise kümmert er sich doch nur um Sara. Er hat sie schließlich seitdem nicht gesehen fällt mir auf. Haben sie streit? Oder bilde ich das mir nur ein? Ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen und warte erst einmal ab. Mittlerweile habe ich mich beruhigt und verstehe mich mit Setsuna wieder sehr gut. Es heißt allerdings noch lange nicht, dass ich sie nicht vermisse- ich denke Tag und Nacht an sie.
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