Moving in

OneshotAllgemein / P12
Deadpool / Wade Winston Wilson
22.09.2016
22.09.2016
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Ich bin zwar mit MARVEL nicht ganz so elaboriert, aber als ich den Film Deadpool gesehen habe, dachte ich mir nur, dass ich dazu unbedingt eine FF schreiben muss.
Die hab ich jetzt auch schon einige Zeit fertig und wusste nur noch nicht, wohin damit...
Also da ich jetzt endlich eine passende Kategorie habe, viel Spaß beim Lesen.

Lg Yoshi = )



Moving in

„Was ist eigentlich passiert, dass dein Pulli komplett voller Blut geworden ist? Hast dich mit dem falschen angelegt?“, fragte Al Wade leicht spöttisch und schaltete die nächste Maschine an.

„Wissen sie blinde, alte Lady, ich bin unsterblich und war heute ein paar Menschen besuchen. Die waren allerdings nicht sehr gastfreundlich.“, erklärte er und rieb mit seinem Fleckenstift energisch an seinem weißen Pullover herum.

„Schütt Mineralwasser drüber.“, meinte sie und lehnte sich gegen eine Maschine. Wade sah sich in der Wäscherei um und fand schließlich, wonach er suchte. Er legte seinen Pulli quer über den Tisch und öffnete die Wasserflasche.

Der Deckel flog dabei auf den Boden und rollte herum. Wade nahm die Flasche und schüttete den Inhalt quer über seinen blutgetränkten Pullover. „Hey Spinner! War das die Flasche vom Fensterbrett?“, fragte Al.

„Also erstens, ich bin Deadpool, aber da du meine hässliche Fratze nicht sehen kannst, bin ich mal nicht so. Nenn mich Wade. Und zweitens, das war die Flasche vom Fensterbrett. Gibt es damit irgendein Problem?“

„Was für ein Vollidiot.“, murmelte sie vor sich hin und lief zu Wade. „Gib her, ich wasch das Blut wieder raus.“ Wade sah sie mit hochgezogenen Brauen an. „Sie nehmen den Mund aber ganz schon voll für eine blinde, hilflose, alte Lady.“, meinte er und lehnte sich gegen die Wand.

„Sei mal über den blind Faktor froh, Wade. Denn wenn ich dich sehen könnte, würde ich dir jetzt eine scheuern.“, meinte sie und schmiss seinen Pulli in eine kleine Wanne. Sie nahm eine Packung Salz und lehrte sie drüber.

„Ich nehm mal an, du hast keine Frau, oder Wade?“, fragte Al und drehte sich zu ihm. Dachte sie zumindest. „Wenn sie mich anbaggern wollen, dann muss ich dankend ablehnen. Ich finde sie zwar sehr sympathisch, aber sie sind mir dann doch eine Nummer zu alt.“, meinte Wade.

„Bild dir mal nichts ein. Ich will mit Sicherheit nichts von einem Würstchen wie dir. Außerdem hatte ich schon ganz andere Typen. Aber jetzt mal ehrlich, wieso hat's mit ihr nicht geklappt?“, fragte Al.

„Weil mein Geicht aussieht wie eine Rosine, die zu viel Sonne abbekommen hat. Ich kann mich nicht mal mehr in der Öffentlichkeit blicken lassen. Sie sind die einzige Person, vor der ich keine Maske anhabe, was zugegebener weise auch nur daran liegt, dass ich sie vorhin hier in den Mülleimer geworfen habe, weil sie scheiße war.“, erklärte Wade.

„Erzähl mir keinen Scheiß, du hast sie verlassen. Wieso weiß ich nicht, aber wenn du nicht drüber reden willst, ist das dein Problem. Und hör bitte auf Sie zu sagen. Du kommst mir schon vor wie mein einer spießiger Enkelsohn. Ich bin Al.“

„Okay Al, könnten sie bitte dieses Psychogequatsche lassen, das ist nämlich sehr creepy.“ Wade verschränkte seine Arme und musterte sie. „Wenn du aufhörst mich doof anzustarren.“, entgegnete Al. „Woher wissen sie-, ach scheiß drauf, ich geb's auf, muss wohl so ein Aura-Dings sein. Wie lange braucht der Pulli eigentlich noch?“

„Stress mal nicht so rum oder hast du's eilig?“, fragte sie gechillt. „Um ehrlich zu sein ja. Denn heute ist Donnerstag und ein gewisses Asiatisches Restaurant erwartet mich bereits, ich hab mir gebratene Nudeln bestellt. Die haben gesagt, ich soll sie um 12:30 Uhr abholen kommen und wir haben 12:27 Uhr. Das Restaurant ist am anderen Ende der Stadt und ich hab verdammten Kohldampf.“, äußerte er hysterisch und lief auf und ab.

„Hör auf zu heulen. Da hinten in dem Raum ist ein Kühlschrank, nehm dir ein Joghurt raus oder so.“ Wade blieb stehen und sah Al mit einem breiten Grinsen an. „Haahh, ich mag dich. Du bist so, wie Mom es nie war.“ Er machte sich auf den Weg zu dem Kühlschrank und wuselte Al unterwegs noch durch die Haare.

„Hey Kleiner, bring mir meine Apfeltasche mit!“, rief sie ihm hinterher. Man konnte Wade im Kühlschrank herumwühlen hören und kurze Zeit später kam er wieder zurück. „Hier, fang.“ Wade lief um die Ecke und schmiss Al ihre Apfeltasche zu. Die Tüte landete mitten in ihrem Gesicht und fiel dann ähnlich wie ein nasser Lappen wieder herunter.

„Boom, Headshot.“ Wade tanzte begeistert im Raum herum und ließ seine Hüften schwingen. Al schüttelte den Kopf und bückte sich, um ihre Apfeltasche vom Boden aufzuheben. „Wie hat deine Mutter es nur mit dir fertig gebracht?“

„Hey, hey, hey! Ich war immer ein netter kleiner Junge. Aber jetzt kann ich durchaus böse sein, also pass lieber auf, was du sagst.“, meinte Wade halb scherzhaft, halb ernst. „Ist ja gut, wenn es deinem Ego einen Boost gibt.“

Wade sah sie mit hochgezogener Braue an und biss dann in sein Butterhörnchen, das er aus dem nun fast komplett geplünderten Kühlschrank hatte. Er öffnete ein Glas Erdnussbutter und tauchte es hinein.

„Der Reiskocher wird sein Geld wohl nicht mehr sehen.“, sagte er theatralisch und schluchzte leicht. Er schaute wieder auf und richtete sich an Al. „Zwei Fragen. Besitzt du eine funktionsfähige Küche? Wie weit ist deine Behausung von hier entfernt?“

Al schluckte den Bissen Apfeltasche, den sie gerade im Mund hatte, herunter. „Fünf Minuten zu Fuß. Die Küche an sich ist funktionsfähig. Eben so sehr, wie es IKEA-Anleitungen für Blinde gibt.“

„Zu sowas sind die Schweden fähig? Hätte ich nicht gedacht.“, meinte Wade überrascht. „Nein gibt es nicht, aber wozu hat man Youtube?“ Wenn Al eines nicht leiden konnte, dann war es, dass jemand an ihrem Heimwerker-Talent zweifelte.

„Ah verstehe, aber haben die nicht einen Aufbauservice?“, fragte Wade leicht verwirrt. „Diese Flitzpiepen halten sich doch nur für was besseres. Als ob ich nicht in der Lage wäre, ein dummes Regal aufzubauen.“

Wade sah Al leicht skeptisch an und formte dann seine Finger zu einem Rechteck. Er schloss ein Auge, sodass Al perfekt in dem kleinen Fenster war und zuckte dann schließlich seine Schultern. Warum nicht, ihr würde er das sogar zutrauen.

„Was hältst von einem Deal?“, wollte Wade wissen und sah Al herausfordernd an. Al zog ihre Braue hoch. „Was schwebt dir da so vor?“ Wade grinste hämisch und schlug seine Fingerspitzen wie ein Psycho-Bösewicht aneinander.

„Wir besorgen uns HEMNES, ich les dir die Anleitung vor, du baust es für mich auf und ich zieh bei dir ein. Du hast doch bestimmt ein Zimmer übrig oder so?“ Al lachte halbherzig auf. „Also erstens, was springt für mich dabei raus? Zweitens, ich zahl für dein HEMNES Bett keinen Cent. Und drittens, ja, ich hab einen Keller.“

„Um HEMNES kümmer ich mich, keine Angst. Für dich springt jeden Tag eine kostenlose warme Mahlzeit raus und die Gesellschaft meiner Wenigkeit. Und Keller klingt perfekt.“, meinte er begeistert. „Also, haben wir einen Deal?“

Er legte sein Hörnchen auf den Tisch und lief auf Al zu. „Die Behandlung für den Pulli bezahlst du aber trotzdem. Und ich will nicht wegen dir in den Knast kommen. Also, wenn du scheiße baust, dann lass mich aus der Sache draußen, verstanden?“

„Ja, kein Problem. Ich bin ja selber noch nie erwischt worden.“, überzeugte er sie. „Und mit dem Einkauf wird sich abgewechselt.“, warnte sie ihn. „Alles klar. Also Mami, können wir jetzt endlich einschlagen und die Sache hinter uns bringen?“

Wade hielt ihr seine Hand entgegen. Al nahm ihre Apfeltasche in die linke Hand und spuckte in die rechte. Sie schlug in Wade's Hand an und schüttelte sie. „Deal.“, sagte sie und Wade grinste sie zufrieden an.

„Ich bin in zwanzig Minuten wieder da. Ich hol nur schnell mein Zeugs und dann bin ich auch schon umzugsbereit.“, teilte er ihr mit und war auch schon aus der Tür draußen. Al blieb ein paar Sekunden stehen, bevor sie sich umdrehte und Wade's eingeweichten Pulli in die nächste freie Maschine schmiss. Und ihr hatte man gesagt, dass WG's nur was für junge Leute wären.
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