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'Strange Magic' uncensored

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P18 / Gen
Bog King Dawn Griselda Marianne Roland Sunny
20.09.2016
23.02.2017
9
35.219
3
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15.12.2016 3.536
 
Wie ein Ungeheuer, dass aus einem langen Schlaf erwachte, streckte sich der dunkle Wald. klauenartiges Wurzelwerk schlug sich in weiche Erde und ein Grollen rollte durch die hohen Äste der dunklen Bäume.
Der abnehmende Mond, welcher hinter tiefen Wolken hervor lugte, schien wie ein böses Auge mit kaltem, blauem Licht auf das erwachende Biest .
Quälend langsam schoben sich tief schwarze Dornenranken an der Grenze zu einer Mauer auf und eine Welle der Fäulnis und Dürre wogte in dem grünen Gras des Feen Königreichs aus.
Vor dem neuen Herrscher des dunklen Waldes tat sich eine Festung aus Efeu auf.
Die Ranken und Blätter schmiegte sich wie verängstigte Liebende aneinander und bildeten ein festes Fundament.
Bug schritt wie in Trance über die neu entstehende Brücke, gefolgt von Roland welcher sich wohl so gut wie in der Rolle eines König sah, oder zumindest es nicht lassen konnte, sich so aufzuführen. Fliegen verdeckten den Himmel und schirmten die Lichtung in der exakten Mitte des Waldes vom gleißenden Mondlicht ab.
Schwarzes Feuer loderte in neu entstehenden Laternen auf und hüllte das Szenerio in gespenstische Schatten.
Thang und Stuff folgten gezwungenermaßen ihrem neuen Herren mit einigem Abstand. Beide zitterten wie Espenlaub und wagten es gar nicht, auch nur daran zu denken ein Wort miteinander zu wechseln. Auch wenn beide das gleiche dachten.
Die obskure Prozession wurde von einigen Gobelins die zufälligerweise in der Nähe waren ungläubig beäugt. Verschwörerisches Raunen mischte sich unter das unterschwellige Grollen des Waldes und immer mehr verwirrte Augen betrachteten die neu entstehende Residenz.

"Halten sie ihn ruhig!" Beta hatte ihre Stimme erhoben, vermied es jedoch zuschreien.
Zwei Schwestern hingen bereits an den Armen des Insektuiden. Eine dritte versuchte beherzt am Hals des Gobelins Halt zu finden.
"Lasst Mich!" Für jemand, der grade erst aus einem komatösen Zustand erwachte, war seine Stimme wie ein mächtiges Grollen. Mit einer abrupten Bewegung schüttelte er alle drei Feen ab, nur um darauf unbeholfen zu Boden zu stürzen.
Wie schon zuvor rappelte er sich wieder auf. Inzwischen waren alle Verbände wieder mit frischem Blut dunkelrot durchzogen.
Fast schon gelassen stellte sich Zack vor den erzürnt surrenden Bog.
"Eure Majestät! Haltet still!" Trotz der nicht zu überhörenden Müdigkeit, war seine Stimme wie ein eiserner Hammer.
Ein Moment, ein verwunderter Blick aus den blauen Augen des Patienten. Dann verstarb auch das zornige Surren und wie ein verwirrtes Tier, blieb der Gobelin halb hockend halb kriechend auf dem Boden.
Vorsichtig prüfte Zack die Temperatur seines Königs.
"Miss Beta würden sie mir bitte die Acetylsalicylsäure reichen?" Ruhig orderte er das Medikament.
"Mir scheint, dass sich irgendwo eine Entzündung entwickelt hat. Ihr habt nicht unerhebliches Fieber." Er kontrollierte den Reflex der Augen und winkte dann zwei der Schwestern wieder zu sich.
"Heben sie ihn wieder in sein Bett!" Dann wandte er sich an Beta.
"Er ist nicht annähernd wieder bei sich. Vielleicht bekommt er nicht mal mit, dass er überhaupt wach ist."
Blaue Augen verloren die Fixierung, wanderten im Raum umher wie die eines neugeboren Kindes, den Mund leicht offenen vor Verwunderung.
Die beiden Schwestern mussten fast keine Anstrengung auf sich nehmen, um ihn wieder in das Bett zu tragen. Seine Arme fielen schlaff an seine Seite und auch die zertrümmerte Hand suchte auf dem Rücken der seltsamen  Startvorrichtung Ruhe.
Eine der Schwestern drehte die Hand vorsichtig wieder in die vorhergehende Position.
Marianne stand immer noch geschockt in der Ecke. Sie hatte nicht erwartet , dass der Gobelin so plötzlich aufspringen würde und schon gar nicht, dass er sich so vehement gegen die vereinten Kräfte der Schwestern wehren könnte. Sie hatte ehrlich gesagt überhaupt nicht damit gerechnet, dass er so plötzlich aufwachen würde.
Die Schwestern positionierten alles wieder so wie es sein sollten. Dann wickelten sie die Bandagen ab, holten mit jodversetzes Wasser und behandelten, die teilweise erneut aufgerissenen Wunden.
Die blauen Augen huschten immer wieder durch den Raum ohne wirklich sich an etwas aufzuhängen oder etwas zu fokussieren. Es schien als würde er einfach durch all das hindurch schauen und etwas sehr weit in der Ferne verfolgen.
Es versetze Marianne ein Stich im Herzen und gleichzeitig fühlte sie sich so verdammt hilflos.
Die Schwestern verschwanden wieder. Zack kam und flößte dem Gobelin vorsichtig eine schwarze Flüssigkeit ein.
"Würdet ihr mir den Gefallen tun und weiterhin bei ihm bleiben?“ Die Frage hörte sich in Mariannes Ohren seltsam an.
"Na..türlich.", stotterte sie.
"Nur bis er wieder eingeschlafen ist. Ich hoffe dass ihn eure Anwesenheit beruhigt." Es war ihr schleierhaft, warum Zack so was sagen sollte, aber offensichtlich war es ihm ernst mit seiner Aussage.
Etwas unsicher hob sie den Schemel wieder auf und positionierte ihn erneut an der Seite des Bettes. Sie setzte sich etwas steif hin und Zack verließ die Partielle wieder.
Die blauen Augen fixierten sie langsam.
"Was ist passiert ?" Ein tiefes, ruhiges Flüstern. Ihr Herz übersprang einen Schlag, nur um dann unmerklich schneller wieder in den Takt zu finden .
"Dein Schloss ist über dir zusammengestürzt und du wurdest unter den Trümmern begraben... Gobelins und Feen haben dann zusammen gearbeitet, um alle Verschütteten zu retten. Schließlich haben wir entschieden, alle Verletzten ins Feen Königreich zu bringen und na ja, jetzt bist du hier!" Sie konnte sich ein schräges Lächeln nicht verkneifen.
"Ich bin jetzt also so was wie ein Gefangener?" Die Stimme erstarb fast.
"Nein. Ich bin hier mehr Gefangener als du... Du bist hier ein Gast. Zack meinte du wärst gestorben, wenn man dich erst in eure Einrichtung hätte transportieren müssen." Sollte sie seine Hand greifen oder nicht? Sie hatte das Gefühl, irgendetwas in der Art machen zu müssen, aber gleichzeitig war es ihr bewusst , dass so was höchst unangebracht war.
"Wie kommst du zu dieser Behauptung, Prinzessin?" Er musste zwischen den Worten schwer einatmen. "Ich meine das mit dem gefangen sein."
"Na ja, ich darf eigentlich nicht hier sein. Der Rat hat mir Stubenarrest erteilt.“ Verlegen schaute sie auf den Boden und spielte mit ihren Händen.
"So was darf euer Rat einfach?" Die Verwunderung war nur angedeutet und ging fast mit der gesamten Stimme unter.
"Na ja, sie haben halt Einfluss..." Mehr wusste sie grade nichts zu sagen. Bog verzog das Gesicht. Sie konnte sich nicht entscheiden, ob vor Schmerz oder ob er sich einfach nur nichts unter ihrer Aussage vorstellen konnte.
"Bei uns habe nur ich die Vollmacht. Es gibt keinen Rat... das hängt am der Macht des Zepters!..." Wieder entgleiste ihm die Stimme und ein leichtes Stöhnen schloss sich der Aussage an. Die blauen Augen flackerten.
"Das Zepter!" Leise wiederholter er die Worte. Die Augen verloren wieder den Fokus.
"Was ist mit dem Zepter?" Sie bekam keine Antwort, stattdessen suchten kalte Finger Halt und krallten sich in die weiche Oberfläche des Pilzes. Wieder entfloh ein gequältes Stöhnen seiner Kehle. Etwas hilflos legte sie ihre Hand auf seinen Arm.
"Shhhhhhh entspann dich!" Verzweiflung legte sich über ihre versucht ruhige Stimme. Trotzdem entspannte er sich wieder merklich und seine Augen fanden wieder Fokus.
"Da stimmt etwas nicht!" Panik legte sich in seinen Blick. Seine Hand suchte ihre und drückte zu.
"Da war so viel Finsternis in dem Herzen." Marianne war nur noch verwirrt, denn was meinte er damit? Auf einmal hatte sie die volle Aufmerksamkeit des Gobelins.
"Du musst ihn aufhalten. Ich weiß nicht wer es ist oder wieso es die Möglichkeit gibt... Aber er hat die Macht an sich gerissen." Die sterbende Stimme hatte auf einmal wieder diesen herrschenden Unterton.
"Ich kann es spüren, dass er nichts Gutes im Sinn hat und ich vertraue dir, taffes Mädchen!"
"Warum?..was?" Etwas fassungslos starrte sie ihn an.  
Das blau der Augen in die sie starrte schien wie ein Meer das ihr voller Hoffnung entgegen schwappte. Doch dann verloren sich die Wellen und mit einem ächzen schlossen sich die Lieder wieder vor ihnen.
Der Druck seiner Hand erschlaffte und er lies sie ahnungslos da sitzen. Seine Atmung verlangsamte sich und er schien erneut in einen tiefen Schlaf abzudriften, doch diesmal bewegten sich seine Augen hektisch unter den Liedern.
Ihr wurde flau im Magen und ihre Knie schienen nicht mehr vorhanden zu sein. Sie wusste nicht, wie lange sie noch fassungslos dagesessen hatte. Aber als sie sich endlich erhob, war sie wacklig auf den Beinen.
Sie war durcheinander und konfuse Gedanken formten sich nur, um von Zweifeln wieder zerschlagen zu werden. Es verwirrte sie, was Bog gesagt hatte, aber noch mehr verwirrte sie es, wie er es sagte. Es war mehr wie eine melodramatische Prophezeiung gewesen. Wie etwas, was sie vom König des dunkeln Waldes erwartet hätte.
"Wo ist Zack?" Sie stand vor Beta welche sich auch auf einem Stuhl niedergelassen hatte.
"Er hat sich hingelegt!" Kam die knappe Antwort.
"Aber ich werde euch nicht erlauben meinen Kollegen zu wecken. Er war die letzten drei Tage durchgehend wach und aufgrund dessen dass seine Expertise noch weiterhin benötigt wird, werden ihn nun alle in Ruhe lassen!" Marianne seufzte.
"Dann werde ich den Rat konsultierten müssen!" Mit geballten Fäusten sah sie zur Tür.
"Dawn?"
"Eure Hoheit hat sich bereit erklärt, ihrem kleinen Elfenfreund in seinen Aufgaben beizustehen." Verständnislos fixierte Beta sie mit ihrem Blick.
"Gut. Kannst du bitte dafür sorgen, dass sie das Hospiz nicht verlässt?"
"Ja, wie ihr wünscht." Immer noch Verständnislosigkeit. Ungeachtet dessen verließ Marianne  einfach das Hospiz.

Die Flügeltüren des Ratsaals flogen auf. Wie eine Furie stand dort Marianne. Das weiße Nachthemd umspielte durch den flauen Luftzug ihre Figur. Ihre Schwingen zitterten vor aufgeregter Anspannung.
"Meine Herren!" Irritiert fiel ihr Blick auf den leeren Stuhl am Kopfende des Tisches.
"Wo ist mein Vater, der König?" In ihrer Stimme schwang Aggression mit.
"Warum seit ihr nicht in euren Gemächern?" Höhnisch erklang die Stimme der Ältesten Markus.
"Das tut nichts zur Sache. Wie kann es der Rat wagen, ohne die Anwesenheit des Königs zu Tagen?" Erregt begann sie einige Zentimeter über den Boden zu schweben.
"Der König ist der Zeit unabkömmlich!"
Auch der Älteste erhob sich voller Hohn, mit einem arroganten Schimmer in den Augen und setzte hinzu: "Und in Anbetracht der Vorkommnisse an der Grenze des dunkeln Waldes ist es nötig, dass zumindest einer hier seine Pflichten erfüllt!"
"Was... Was ist an der Grenze los? " Sie fühlte sich auf einmal töricht. Natürlich musste etwas an der Grenze passiert sein. Ein Geschehnis mitten im Wald würde hier niemanden interessieren, sonst hätten die Wachen schließlich nicht so einfach ihre Posten verlassen. Vor allem hätte sie ja jetzt niemand im Ratssaal angetroffen. Im Unterbewusstsein hatte sie es irgendwie gewusst, sonst wäre sie ja nicht so zielstrebig in diese Versammlung geplatzt. Aber jetzt wo sie damit konfrontiert wurde, wusste sie einfach nicht mehr, was in sie gefahren war.
Alle dachten immer seit der Sache mit der Hochzeit würde sie vor selbst Bewusstsein strotzen, doch im Endeffekt hatte sie sich nur hinter einer Fassade verschanzt und sich eigentlich nur gegen alles gewehrt. Aber jetzt war da ein Sprung in der Fassade. Sie hatte Gefühle wieder zugelassen und nun merkte sie erst, wie klein und verletzlich sie eigentlich war.
"Und genau deswegen solltet ihr in euren Gemächern bleiben, meine Prinzessin! Uns, dem Rat ist bewusst, dass ihr in Angesicht der momentanen Situation vollkommen überfordert seid!" Ein selbstgefälliges Grinsen schlich sich über die furchenartigen Falten vom Gesichts des Alten.
Eine Welle des Hasses gegen diese arroganten, engstirnigen und alten Säcke schwappte über ihr Gemüt und lies sie alle Sorgen sofort vergessen.
"Ich verlange augenblicklich einen Statusbericht. Es ist mir egal, was ihr aufgeblasenen Bürokratenschweine meint besser zu wissen, oder auch nicht... Ihr haltet einfach nur an euren verrosteten Mustern fest und alles was anders ist oder ansatzweise nicht in euer begrenztes Bild passt wird denunziert!" Es überraschte sie wie hart ihre Stimme klang. Kaum Spuren von der Hilflosigkeit, die sie eigentlich innerlich fühlte.
"Prinzessin, ihr verfallt der Hysterie!" Es war mehr eine trockene Feststellung, als ein  Vorwurf den sie grade von Markus erwartet hatte.
"Ich verlange einen Statusbericht!" Stauchte sie, während sie langsam wie ein Raubtier um den Tisch herum schlich.
"Es wurde beobachtet wie sich an der Grenze Dornen zu einer Mauer auftürmten und nahegelegene Gewächse verdorrten. Wir haben sämtliche Wachen in Erwartung eines Angriffes um das Schloss selbst positioniert." Gab ein sehr dicklicher Ältester kleinlaut von sich und fing sich darauf hin ein sehr finsteren Blick seitens Markus ein. Marianne meinte zu wissen, dass sein Name Bjandûr war.
"Danke !" Ihre Stimme klang bittersüß. Sie blieb vor dem Thron ihres Vaters stehen und stemmte ihre Hände auf den Tisch.
"Gab es irgendwelche Berichte AUS dem dunkeln Wald?" Elf verwunderte Augenpaare starrten sie an, nur eines funkelte vor Wut. Eine sehr gebrechlich wirkende Fee, deren braunen Schwingen vom Narben gezeichnet waren, hob unsicher die Stimme.
"Wir... Wir haben keine... also wir haben die Gobelinbotschafter, die in den vergangen Tagen um Audienz gebeten haben abgewiesen und... Heute Nacht kam kein Bote über die Grenze."
"Wie konntet ihr es Waagen, die Botschafter abzuweisen?" Ihre Faust landete auf dem Tisch.
"Das Volk ist gegen das Asyl, welches diesen Kreaturen gewährt worden ist. Da brauch es nicht noch mehr Missgeburten, die hier herum streunen!" Fast schon süßlich klang die Stimme von Markus, welche von Selbstgefälligkeit nur so triefte.
"Ihr seid nicht das Volk!", stauchte sie. "Ihr habt keine Ahnung was das Volk will!"
"Ihr lebt in einer Illusion! Gobelins werden niemals mit Feen friedlich koexistieren können. Es wird niemals soweit kommen und selbst wenn es so scheint, ist das alles nur ein hinterhältiger Komplott!" Ärger stach aus Markus Stimme.
"Das Volk besteht nicht nur aus Feen und ich versichere dir, außerhalb dieses Palastes hat niemand etwas dagegen, dass wir unsere Fehler auch mal eingestehen!"
"Fehler? Die Gobelins haben uns angegriffen, sind in unser Territorium eingebrochen und haben unsere Monarchie bedroht!" Zustimmendes Gemurmel folgte.
"Sie haben sich nur verteidigt! Ihr hättet nicht anders gehandelt, wäre ein Gobelin in euer Reich gekommen, euren Gefangen befreit und etwas, dass per eurem Gesetzt verboten ist hergestellt hätte! Das sind Kinderstreitigkeiten! Das wichtige ist nicht wen wir helfen, sondern dass wir helfen und das was grade an der Grenze geschieht, hat nichts Gutes zu bedeuten. Weder für uns, noch für den König der Gobelins, der sich zufälligerweise in unserem Hospiz befindet!" Mariannes Augen funkelten vor Wut.
Bevor sich auch nur noch jemand überlegen konnte, etwas zu entgegnen fuhr sie fort:"Wenn wir nicht wissen was genau dort grade vorgeht, können wir dagegen nicht vorgehen! Sinnlose Gewalt wird nicht die Lösung sein und vor allem dürfen wir nicht immer wie kleine Kinder uns von allem und jedem angegriffen fühlen. Wir müssen endlich anfangen Verantwortung zu über nehmen und nicht einfach nur die Schuld beim anderen suchen! Verfluchte Scheiße unsere Königreiche liegen direkt aneinander. Ewig ignorieren können wir uns nicht und jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir ein Zusammenwirken nicht nur in Erwägung ziehen können, sondern es für nötig befinden sollten!" Sie hatte sich aufgerichtet und ihre Schultern gestrafft. Ihr Blick war finster und ihre Gedanken noch wesentlich finsterer.
"Meine Herren, wir senden einen Boten in den dunkeln Wald, um in Erfahrung zu bringen, was dort genau geschehen ist!" Es war mehr ein Befehl, als ein Vorschlag und mit gebietender Stimme machte Marianne klar, dass sie keine Widerrede akzeptieren würde.
"Aber... !" Der Älteste, Turun meldete sich zu Wort. Seine Schwingen, welche roséfarben waren zuckte unschlüssig.
"Es gibt kein Aber!", fuhr sie ihn an.
"Woher soll der Bote wissen, wohin er sich wenden soll?" Kleinlaut meldete sich der Älteste mit den rosèfarben Schwingen nochmals.
"Der Kobold!"
"Kobold?" Marianne antwortete nicht mehr, stattdessen warf sie ihm einen tödlichem Blick zu.
"Genau der Kobold... Wenn ich mich recht entsinne, kam ein Kobold mit einem Konvoi der Verletzte brachte an... Der Kobold also.", murmelte dieser, während er wie ein verängstigter Hase um sich her schaute und verwirrt seine Nachbarn anlächelte.
"Ich erwarte vor Sonnenaufgang den Bericht! " Bestimmend drehte sie sich Richtung Ausgang und schritt herrisch voran.
Keiner in dem Raum wagte mehr, auch nur ein Wort von sich zu geben. Mariannes Auftritt hatte sie gleichermaßen beeindruckt wie auch verängstigt. Auch wenn keiner ihrer Meinung war, traute doch jeder ihr zu, sie im nächsten Moment mit einem Dolch zu erstechen. Markus ballte die Fäuste unter dem Tisch zusammen. Das würden er so nicht ewig auf sich sitzen lassen, aber vorerst war es wohl besser sich zu fügen. Keine Armee des Reiches würde sich der Prinzessin entgegen stellen wollen und vor allem glaubte er nicht, dass diese Furie das überhaupt aufhalten würde.

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Ein Gobelin in Worms

Der Einbruch: Periode 1

"Was machen wir hier?" Merli sah von der Schulter der rothaarigen Riesin auf ihr Gesicht hoch, welches er fast nicht mehr erkannte.
Sie hatte sich eine seltsame Paste auf das Gesicht aufgetragen und solange daran herum modelliert bis ein komplett neues Gesicht entstanden war. Auch hatte sie sich seltsame farbige Teller in die Augen geschoben und aus den ansonsten blauen Augen zuckte nun eine tief-braune Iris. Auch waren die langen roten Haare unter einer blonden Kurzhaarfrisur verschwunden.
"Du hast in den Bauplänen etwas von einem silbrigen, weichen und vor allem brennbaren Metall notiert. Wenn mich meine chemischen Kenntnisse nicht im Stich lassen, ist das Zirkonium UND das besorgen wir jetzt!" Ihre Stimme klang stolz.
"Und warum hast du dann diese Verwandlung durchlaufen?“ Kritisch beäugte er das unbekannte Gesicht aus dem die bekannte Stimme drang.
"Na ja, sagen wir es so... Das ist nichts, was man unbedingt im nächsten Supermarkt kaufen kann. Also müssen wir es aus dem einzigen Industriebetrieb, von dem ich weiß, dass es auf Lager hat klauen!" Das beantwortete zwar nicht direkt seine Frage, aber er gab sich vorerst damit zufrieden.
Es dämmerte bereits, als große Bauten am Horizont auftauchten und Steffi ihm deutete in die Tasche ihrer Bluse zu verschwinden. Man musste zufügen, dass solche Kleidung für sie sehr ungewöhnlich war. Sie trug sonst nur schwarze Figur betonte Kleidung und die flachsfarbene weite Bluse, welche in ein blaue Jeans gestopft war, passte gar nicht zu ihr und lies sie wie einen fetten Pilz aussehen.
"Ausweis bitte!" Eine gelangweilte Stimme drang durch den dünnen Stoff.
"Alles klar. Bist wohl neu hier!"
"Ja hab grade erst en Praktikum angefangen und hab mein Ladegerät im Lager vergessen!" Es klang scherzend.
"A jo, west noch wo's is ne? Net dass dich im Werk verlofst!"
"I, klar!" Sie setzte sich wieder in Bewegung.
"Bin ich froh, dass ich nicht in so nem großen Betrieb arbeite!" Sie flüsterte nur und Merli hatte Mühe die Worte zu verstehen.
"Kannst rauskommen !" So flink er konnte krackselte er wieder auf ihre Schulter. Hohe Gebäude aus roten Steinen säumten sein Sichtfeld und an einem entdeckte er ein weises Schild auf dem er 'Evonik' lesen konnte.
Er konnte nichts mit dem Begriff Industrie anfangen, aber Steffi hatte ihm zuvor schon erklärt, dass das Orte seien, an den viele Menschen arbeiteten, um an großen Maschinen viel von einer Sache herstellen zu können. Für ihn war das schwachsinnig.
"Mhhh, ich weiß wo Block 8 ist, aber das Material Lager... " Unmerklich bewegte sie ihre Augen, um in die verschiedenen Richtungen sehen zu können, während sie weiter grade aus lief.
Merli bewunderte derweil weiterhin die Architektur.


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OK das Kapitel ist etwas kurz geraten ,Aber ich bin froh dass ich noch eins zu stande gebracht habe ..
Ich bin eh kein Adventszeit und Weihnachts Fan , aber dieses Jahr beruhte das mal auf Gegenseitigkeit .... Erst Handy Totalschaden , dann geht meine Externe kaputte (auf der ich dieses Kapitel schon mal  gespeichert hatte inklusive einem 160 Seiten Fortschritt meines Prosa Projekts !!!!!!!)  und dann spielt mein Pferd noch verrückt und naja Leben halt ... Wasen glückliche dass ich keinen Freund hab , für den hätte ich momentan ja garkeine Zeit xD
Naja nächstes Kapitel geht hoffentlich mal schneller , aber freut euch mal auf etwas brutaler und  es wird auch wesentlich länger .
Gruß und Küsschen fürs erste.

Ps.: Mir ist grade aufgefallen dass es da jetzt schon zwei weitere 'Strange Magic' ff threads da drausen gibt und ich könnte grade heulen ,weil ich mich so wie die Mutter von zwei Kindern fühle ... klingt komisch ? ( Tja so bin ich eben ) ABER gut dann les ich mich heute nacht mal in die Geschichte von meiner lieben SugarCat und den Adventskalender von der lieben SchmokSchmok rein :3 Uhhh ick freu mir ... vlt schaffen wir es ja dass Strange Magic tatsächlich einen eigenen Thread bekommt ^^

PPS: mir ist grade aufgefallen dass ich den Kobolt fehlerhafterweise als Gnom bezeichnet hatte .....-.-
Das ist schon peinlich
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