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Angel Flower

von Kinira
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Kratos Aurion OC (Own Character) Yuan
18.09.2016
25.11.2016
18
45.626
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24.09.2016 2.526
 
Chapter: 4 - Treffen

Anna wachte auf, gegenüber saß ihr Retter und blickte zur Tür, als würde er befürchten, dass irgendein Desian durch die Tür kam und er nicht rechtzeitig reagieren konnte. Die Frau rieb sich müde die Augen und setzte sich auf.
„Morgen.“, entgegnete Kratos ihr.
„Wie lange habe ich geschlafen?“
„Fast einen ganzen Tag.“
Die Gerettete gähnte. Dann gab ihr Magen ein Grummeln von sich. Ohne weiter zu Zögern gab Kratos ihr ein Stück Brot und sie aß es gierig auf.
„…“
„Was?!“ hakte die junge Frau nach, da der Engel sie anschaute.
„Ich wollte dich etwas fragen.“
„Klar. Schieß los.“, entgegnete Anna mit halbvollem Mund.
„Warum warst du am Anfang zu mir so misstrauisch?“
„Hm? Es liegt daran… Sorry, ich kann es nicht sagen.“, dabei nahm Annas Gesicht einen ängstlichen Zug an.
„Bist du schon einmal einen Engel begegnet?“
„Nein. Du bist der erste Engel, den ich gesehen habe.“, erklang ihre leise Stimme.
Anna konnte die Erinnerung nicht vergessen. Damals vor drei Jahren war sie 19, als es geschehen war. Schon allein der Gedanke ließ sie Zittern.
„Verstehe. Warum hattest du dann so viel Angst?“, fragte Kratos weiter.
//Warum kann er nicht aufhören?//, dachte die Gerettete verzweifelt.
„Es ist sicher etwas schlimmes, oder?“
Anna nickte nur. Nur mühsam konnte sie sich die Tränen zurückhalten. Sie blickte zur Seite.
„Ich sehe, dass du es mir nicht sagen willst, Anna.“
"Sorry…“
„Wir sollten weiter gehen nach Palmacosta.“
Wieder nickte sie nur. Die Frau wollte niemanden von dem schrecklichen Ereignis erzählen, egal ob sie daran zerbrach oder nicht.

---

Als alles fertig war, verließen die zwei das Haus und gingen zum Tor. Anna schaute noch einmal zurück auf die zerstörte Stadt. Sie hatte viele Erinnerungen an diesen Ort. An ihre Verwandten. Ob sie dieses Massaker überlebt hatten? Dann dachte die Frau an ihren älteren Bruder Tasus und an ihre jüngere Schwester Lara. Lebten sie noch? Oder waren sie tot? Die Ungewissheit zerrte an Anna wie ein tosender Sturm an einem kleinen Baum.
„Kommst du jetzt?“, rief der Engel.
„Okay.“
Je länger die zwei wanderten desto besser wurde Annas Stimmung wieder. Naja, bis zum Abend wenigstens. Am Abend war die Frau am Ende ihrer Kräfte und jammerte ziemlich. Mal jammerte sie, dass Kratos zu schnell lief, mal beklagte sie, ihre provisorischen Schuhe und ein anderes Mal beschwerte sie sich, dass sie Hunger hatte. Schließlich entschied sich der Engel mit einem Seufzer für einen Rast. Wenig später schlich sich die junge Frau heimlich davon, um baden zu gehen. Doch das blieb nicht unbemerkt.
„Wo willst du hin?“, fragte der Mann.
„Hier in der Nähe gibt es einen kleinen See. Ich wollte deshalb baden gehen.“, trotzig wollte sie ihren Weg weitergehen, doch der Kratos fasste sie am Arm. Plötzlich kam der Frau ein schreckliches Bild hoch, fuhr mit einem Schrei herum und ohrfeigte den Engel. Dieser sah sie leicht verunsichert an, ehe sein Blick wieder normal wurde. Der Mann ließ den Arm los und schaute sie ruhig an.
„Es ist nichts passiert.“, versuchte er sie zu beruhigen.
„Es… es…“, stammelte die junge Frau, ehe sie davonrann.

---

Anna hetzte durch das Gebüsch, ignorierte das Seitenstechen, bis sie an einem kleinen Tümpel war. Sie fiel keuchend auf die Knie und atmete schwer.
//Ich habe ihn… ich habe ihn geohrfeigt//, raste es durch ihren Kopf.
Sie zitterte am ganzen Körper. Etwas raschelte neben ihr im Gebüsch. Mit einem lauten Schrei sprang sie einen Satz nach hinten. Wieder raschelte es und ein grün-weißes Etwas kam aus dem Gebüsch. Das grün-weißes Etwas hatte lange Ohren, eine Schnauze und den Körperbau eines zu großgeratenen Hundes. Seine Pfoten waren lila und sein Schwanz ziemlich buschig. Der Hund schaute sie neugierig an und jaulte laut. Dann scharrte es mit der linken Vorderpfote auf den Boden und kam zu der Frau. Es beschnüffelte sie, jaulte noch einmal laut auf und schaute sich um. Es richtete die Nase auf den Boden als suche es nach jemand. Das Etwas erstarrte, winselte und ging schwanzwedelnd auf und ab.
„Du bist vielleicht ein komischer Hund.“, sagte Anna immer noch leicht angespannt.
„Bist du deinen Besitzer davongelaufen? Na komm. Komm her, du Süßer.“, lockte sie.
Der Hund winselte, ging auf sie zu und rieb seinen Kopf an den Bauch der Frau. Entzückt über die Geste konnte Anna nicht anders als es am Kopf streicheln. Das Etwas jaulte laut auf, wedelte erneut mit dem Schwanz und jaulte noch lauter als es jemand bemerkte. Es ging auf den jemand zu und begrüßte denjenigen freudig.
„Ist ja gut, Noishe. Ich habe dich auch vermisst.“, begrüßte der Jemand es.
„Kratos…“, Anna hatte noch immer nicht vergessen, dass sie ihn geohrfeigt hat.
„Es ist nichts passiert. Du hast dich nur erschreckt. Es tut mir leid.“
Die Frau schüttelte den Kopf und wies mit der Hand auf Noishe:
„Du kennst diesen Hund?“
„Er ist kein Hund.“
„Was ist er dann?“
„Ein Protozoon. Eine Lebensform, die sich im Laufe ihres Lebens sich weiterentwickelt.“, beantwortete er die unausgesprochene Frage.
„Aha. Und er folgt dir einfach so?“
„Ja. Ich habe ihn einmal, als er noch jünger war, gerettet und seine Wunden versorgt. Seitdem begleitet er mich auf Schritt und Tritt. Eigentlich mag er keine Fremden.“
„Und warum mag er mich dann?“
„Keine Ahnung. Vielleicht riechst du nach mir.“
Ein Jauler kam.
„Okay. Du riechst nach mir.“
„Ein Grund mehr, dass ich bald Baden gehe.“
Kratos schaute sie etwas komisch an. Noishe gab ein belustigtes Jaulen von sich.
„…“, der Engel schwieg und sah strafend Noishe an. Dieser jaulte noch belustigter.
„Hahaha. Anscheinend macht er sich lustig über dich“, prustete die Frau los. „So geht ihr beide jetzt bitte hinter einem Strauch, Baum oder was auch immer.“
„Okay, okay.“, Kratos pfiff und Noishe folgte ihm hinter einem Baum.
Anna ging nach dem Ausziehen der Kleidung ins Wasser und tauchte unter. Wie sehr sie Schwimmen vermisst hatte. Sie schwebte im Nass und genoss es. Als ihre Lungen nach Luft verlangten tauchte sie wieder auf und sah den Engel an einem Baum lehnen.
„Komm doch ins Wasser, Kratos!“, rief sie.
„Ich verzichte.“
„Dann eben du Noishe.“ Als Antwort kam ein Winseln und Kopfschütteln.
„Dann eben nicht. Ihr Zwei verpasst da was.“
Die Gerettete tauchte wieder unter und wieder auf. Das machte sie ein paar Mal, ehe sie rief:
„Ich bin fertig. Geht ihr wieder hinter einem Baum.“ Gesagt, getan. Nachdem die Zwei hinter einem Baum verschwanden, zog sich die Frau an und folgte ihnen ins Gestrüpp.
„Fertig?“, fragte der Mann.
„Ja. Okay! Auf geht’s nach Palmacosta!“ und prompt zeigte Anna in die falsche Richtung.
„Wenn du unbedingt zurück nach Asgard willst.“, neckte Kratos sie. //Warum necke ich sie eigentlich?//
„Bäh! Du blöder Engel!“, motzte sie und streckte ihm die Zunge raus.
Wobei Anna es selber höchstpeinlich war. Wie konnte sie auch in die falsche Richtung zeigen? So reisten die zwei weiter zum Hakonesia-Pass. Natürlich hatte Anna immer wieder etwas zu beschweren. Mal konnte sie nicht weiter laufen, mal drückte die Blase, ein anderes Mal hatte sie Hunger und Durst. Kratos nahm das alles gelassen hin, obwohl er sich Gedanken machte.
//Wie kann jemand bloß so viel rummeckern? Sie sollte froh sein, dass sie nicht mehr in der Menschenfarm ist. Da habe ich mir ja was Schönes eingebrockt.//, dachte der Engel ironisch.

---

Schließlich erreichten die zwei endlich den Hakonesia-Pass, wo sehr viele Händler gerade dabei waren, weiteren Reisenden ihre Waren anzubieten.
„Schaut liebe Leute. Das ist das Haar der letzten Auserwählten Aithra!“, bot ein Händler feil, „Gut für lange Reisen durch ganz Sylvarant! Gesegnet von den Engeln von Cruxis.“
„Die Auserwählte Aithra ist schon seit gut siebzig Jahren tot! Das ist unmöglich das Haar der Auserwählten!“, schrie ein anderer Händler.
„Es ist das Haar einer Auserwählten, gesegnet durch die Engel! Das kann nicht verwesen!“, rief eine ältere Dame.
„Ich glaube kaum, dass das wirklich das Haar einer Auserwählten ist.“, meinte Anna zu ihrem Begleiter.
Dieser nickte nur und schaute nach einem Kleider-Händler um, da die Gerettete noch immer Kleidung aus der Farm trug und es nicht sicher war, wenn sie es weiter anbehalten würde. Schließlich fand Kratos einen Händler. Er ging zu ihm hin und begutachtete seine Ware.
//Die Kleidung ist robust, genauso wie die Schuhe, die er anbietet.//
Der Engel winkte seine Begleiterin zu sich: „Suche dir bitte zwei oder drei Blusen, vier Hosen und vier paar Schuhe aus.“
Anna suchte nur kurz. Sie fand schnell etwas passendes, verschwand hinter einem Vorhang und zog sich um. Als sie wieder rauskam, bedachte Kratos sie mit einem eindringlichen Blick.
„Was?“, beschwerte sich die junge Frau.
„Das steht dir.“, meinte der Engel knapp.
„Gut, das alles?“, fragte der Händler.
„Ja. Ich nehme alles.“, rief die Gerettete.
„Das macht dann 1,200 Gald.“ Kratos bezahlte die Summe und beide wollten weiter gehen, als sich jemand lautstark beschwerte:
„Sie können mir nicht allen Ernstes dieses Schwert für sage und schreibe 50,000 Gald verkaufen?! Die Waffe ist nicht einmal 10,000 Gald wert.“
„Die Waffe gehörte früher einmal einen großen Krieger namens…“, versuchte der Händler die Ware irgendwie an derjenigen zu verkaufen.
„Papalap. Mich interessiert der Name des Kriegers nicht. Einzig was mich interessiert ist die Qualität, die grottenschlecht ist. Wohlbemerkt noch harmlos ausgedrückt.“
„Dann kaufen Sie doch bei der Konkurrenz!“
„Die bieten auch nicht gerade besseres.“
„Hey, da geht es ja ziemlich heiß her. Wollen wir vorbeischauen, Kratos?“, meinte Anna.
„Puh, wenn du unbedingt willst.“, kam als Antwort.
„Ehrlich, Sie können mir kein Schwert für 50,000 Gald andrehen, das voller Scharten, Rost und Schmutz ist.“, beklagte sich die Fremde.
„Okay, okay. Wie wäre es mit 15,000 Gald?“, versuchte der Händler weiter zu verhandeln.
„12,000.“, sagte die Fremde.
„Gut einverstanden.“
Die Frau überreichte ihm die Galdmenge und der Händler brach mit seinem Karren und Pferd weiter in Richtung Asgard auf.
„Ha, Trottel!“, flüsterte die Frau vergnügt.
Sie wusste ganz genau, dass das Schwert bei weiten mehr als 50,000 Gald wert war. Man musste nur den Schmutz entfernen.
„Da hat wohl jemand einen guten Deal gemacht.“, stellte Anna fest.
„Jep. Das Schwert ist mindestens 100,000 Gald wert. Tja, wer keine Ahnung von Schwertern hat, sollte lieber keine verkaufen. Wer seid ihr zwei eigentlich?“, fragte die Fremde.
„Ich? Ich bin Anna. Anna Irving.“, rief sie fröhlich.
„Kratos Aurion.“, antwortete ihr Begleiter knapp.
„Ich bin Kinira Eclado. Reisende Söldnerin. Immer auf der Suche nach neuen Aufträgen, die mir richtig viel Gald bescheren.“
„Wow. Du bist eine Söldnerin? Ich habe noch nie welche gesehen.“, freute sich die Gerettete.
Kratos seufzte:
//Sie ist definitiv keine Söldnerin. Eine Halbelfe würde keinen Auftrag bekommen. Egal ob hier oder in Tethe’alla.//
„Naja. Ich muss weiter. Vielleicht finde ich in Luin einen Auftrag. Oder ich gehe zurück zu meinen Boss nach Izoold.“, sagte die Fremde.
„Dein Boss?“, hinterfragte Anna lächelnd. Daraufhin wurde Kinira leicht rot und drehte ihren Kopf weg.
„Wir… äh, ich, äh… ich meine: Ich gehöre der Gilde Schwarzen Federn an. Mein Boss ist ganz… äh… nett. Manchmal etwas mies gelaunt, aber was soll’s. Jeder ist irgendwann mal mies gelaunt.“
„Süß. Hals über Kopf in deinen Boss verliebt, oder?“
„Nein… Er, also … Er hat schon eine Freundin… äh, die schon verstorben ist.“
„Das tut mir leid. Wie auch immer, ich würde gerne einmal deinen Boss…“, begann die junge Frau.
Kratos entdeckte am Hang ein paar Desians und stieß seine Begleiterin in den Arm.
„Hey! Was soll das?!“, rief sie empört.
„Desians.“, raunte er. Schnell wurde Anna klar, dass sie fliehen mussten, wenn beide nicht unbedingt in eine Menschenfarm landen wollten.
Kinira entging den Stoß in den Arm nicht:
„So, so, Desians… Ich muss los. Auf Wiedersehen. Man sieht sich schließlich zweimal im Leben.“, grinste sie und ging fort. // Kratos Aurion. Hmm... Hatte nicht Yuan davon erzählt, dass er ein Bekannter ist? Das könnte interessant werden. Hier gab es auf jeden Fall keine Halbelfen, die sich für Menschen einsetzen würden. Okay, mal schauen wie es in Luin aussieht.//
Damit brach sich in Richtung Asgard auf. Auf halben Weg abwärts des Passes ging sie hinter einem Felsen und machte es sich dort gemütlich. Der Platz war gut für die Nacht.

---

Kratos und Anna hetzten zusammen mit Noishe wieder in Richtung Asgard. Nach einer Weile kam der Engel zum Stehen, lauschte, ob die Desians ihnen gefolgt waren, und als er nichts von ihnen hörte sagte er:
„Wir sind in Sicherheit.“
Seine Begleiterin völlig aus der Puste erwiderte:
„Hoffe ich.“
„So leicht kommen wir nicht über den Hakonesia-Pass.“
„Wie wäre es, wenn wir über Norden nach Luin gehen? Und dann nach Hima?“
„Wenn du unbedingt ein Risiko eingehen willst, dass uns Kvars Leute erwischen. Allerdings sollten wir Luin meiden“, meinte der Engel trocken.
"Warum?"
"Luin liegt nah an der Farm. Wir beide wollen doch nicht, dass die Menschen dort Ärger wegen uns bekommen. Liege ich da richtig?"
Statt einer Antwort gab Anna nur ein Grummeln von sich.
„Gut. Allerdings kann ich dich nicht immer vor den Desians oder Monstern beschützen. Darum werde ich dir Schwertkampf beibringen. Keine Widerrede.“
Mit einem weiteren Grummeln gab sie klein bei. Der Engel hatte Recht und das wusste die junge Frau auch, doch sie zweifelte, ob sie überhaupt mit einem Schwert zurechtkam. Schon sah sich der Engel nach zwei stabilen Ästen um, mit dem Anna und er trainieren konnten. Er fand schnell geeignete Äste und erklärte seiner Begleiterin die Kampfhaltung:
„Nimm einen Fuß zurück und halte die Waffe mit beiden Händen vor deinen Körper. Bleib locker in der Schulter und achte auf die Körperhaltung des Gegners.“
Anna nahm sofort Stellung und spürte ein Ziehen in ihren Muskeln. Die ungewohnte Haltung zog sehr in Annas Armen und Beinen. Kratos stand gegenüber, ebenfalls in der Haltung, allerdings war er völlig entspannt:
„Versuche immer gleichmäßig und entspannt zu atmen.“
„Wie soll ich in dieser Haltung entspannt atmen?“, beschwerte sich die Gerettete und stellte sich bequem hin.
Der Engel wusste sofort, wie er die Frau überzeugen konnte: „Wenn du richtig Muskelkater hast, wird dich Noishe tragen. Aber nur dann.“
„Okay! Dann strenge ich mich an!“ Schon nahm sie erneut Stellung. Kratos überprüfte ihre Haltung genau und merkte schnell, dass sie sich sehr verkrampfte.
„Bleibe locker. Du bist völlig verkrampft.“, wies er seine Begleiterin zurecht. Diese entspannte sich sogleich. Jetzt hatte der Engel nichts mehr auszusetzen an der Haltung. Nickend gab er ihr weitere Anweisungen, wie sie zu blocken hatte, wie sie sich fortbewegen müsste und wie sie angreifen sollte. Nach gut einer Stunde lag die Gerettete erschöpft auf ihrem Rücken und atmete schnell ein und aus.
„Für das erste Mal gar nichts schlecht.“, lobte der Schwertkämpfer sie.
„Für… die Tochter eines Schmiedes… muss man manchmal Schwerter schwingen…“, jedes Wort brachte die Erschöpfte nur mühsam hervor. Und schon gesellte sich ihr Magen dazu. „Da habe ich wohl wieder Hunger.“
Kratos musste leicht lachen: „Da hast du recht.“
Anna sah ihn mit großen Augen an. Das war das erste Mal, dass sie den Engel lächeln sah. Es war ein sanftes, fast schon kindliches Lächeln, aber es kam vom Herzen.
„Da hat sich der Unterricht doch gelohnt. Du hast gelächelt.“, sagte sie freudig.
„Hm? Habe ich das?“, schon verschwand das Lächeln wieder. Doch die Frau hat sich den Gesichtsausdruck eingeprägt und musste schmunzeln als sie daran dachte.
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