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Angel Flower

von Kinira
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Kratos Aurion OC (Own Character) Yuan
18.09.2016
25.11.2016
18
45.626
1
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20.09.2016 2.106
 
Chapter: 2 - Kratos

Seit Kratos Welgaia verlassen hatte waren schon fast siebzig Jahre vergangen. Aber Jahre zählten für ihn nicht. Er war unsterblich durch den Cruxis-Kristall. Konnte nicht altern. Er hatte nach 4,000 Jahren auch vergessen, wie man Gefühle empfand. Das einzige, was er wollte, war Mithos um jeden Preis aufzuhalten. Der Engel hatte allerdings keinen Plan wie. Er marschierte einfach strikt durch die Gegend, überfiel Menschenfarmen und befreite die Insassen. Die Desians waren überrascht über seine Kräfte und ehe sie sich versahen, war die Hälfte von ihnen besiegt und tot. Eines Tages allerdings fassten ihn die Halbelfen. Er saß gerade auf einem Stein und schliff sein Langschwert. Im Grunde genommen war es ein Anderthalbhänder, obwohl er es locker mit einer Hand führen konnte. Normalerweise musste man die Waffe mit zwei Händen führen. Kratos war in seine Arbeit vertieft und hörte nur ein leises Knacken von Geäst. Sofort stand er auf, drehte sich um und hielt die Schwertspitze an die Kehle des Desians. Hinter ihm hörte er das bekannte Geräusch, wenn Magie auf einem angewandt wird. Der Rothaarige sprang zur Seite, doch bekam von einem anderen eins über den Kopf gezogen. Er kippte zur Seite um und blieb bewusstlos liegen.

Als er wieder zu sich kam, befand er sich in einer Zelle. Zwei Wachen waren vor der Zelle platziert und beobachteten peinlichst genau, wer an ihnen vorüber ging. Nach einer Weile kam ein weiterer Halbelf, der ihnen berichtete, dass sie den Engel in Kvars Raum bringen sollten. Allerdings unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen.

Die Halbelfen hatten Kratos ohne Mühe zu der besagten Ortschaft gebracht, da er selber keinen Widerstand leistete. Auch das Anbringen des Stimulators verlief ohne Probleme. Kurz nach dem Anbringen erschienen seine Flügel. Als die Gruppe den Raum betrat, befand sich noch niemand dort drin. Doch wenig später erschienen drei Halbelfen mit einer Frau. Sie hatte braune, kurze Haare. Trug ein knielanges Kleid, dessen Ärmel allerdings bis zu den Händen reichte. Auf ihrer Brust befand sich ein Exphere ohne Schutzfassung. Anscheinend musterte die Frau ihn ebenfalls. Erst erkannte er Bewunderung, dann aber doch Zorn. //Müsste sie mich nicht bewundern?//, dachte der Engel.
In den Moment trat schließlich auch Kvar ein. Er sah die Gefangene kalt an und raunte: „Du weißt, was jetzt mit dir passiert, A012.“
Diese sah ihn verachtend und zornig an. Der Großfürst ging zu seinem Schreibtisch und holte eine Eisenstange hervor, während seine Untergebenen die Frau an einem Pfosten anbanden. Das bekannte Surr-Geräusch erklang als er auf sie zuschritt. Dann holte er aus und verpasste ihr einen Schlag auf den Rücken. Kratos konnte sehen, dass die Braunhaarige sich auf die Lippen biss, um nicht zu schreien. Je öfter er das Eisen in ihren Rücken reinrammte, desto verzerrter wurde ihr Gesicht. Schließlich bekam sie den letzten Schlag nicht mehr mit und glitt entlang des Pfostens auf den Boden.
„Los. Bringt sie zurück in ihre Zelle. Dort soll sie sich bis morgen ausruhen.“
Drei der anwesenden Halbelfen packten die Gefangene und schleppten sie zurück zu ihrer Zelle.
„So, so. Sie sind also Lord Kratos. Lord Yggdrasill hat einen Haftbefehl gegen Euch eingeleitet. Leider hieß es nur lebendig.“
„…“ //Dieser Kerl. Er würde mich lieber tot als lebendig sehen//, dachte der Engel.
„Sie können sich in der Farm frei bewegen. Allerdings werde ich ihren Cruxis-Kristall in Beschlag nehmen.“
Schon trat er auf ihn zu und entwand ihm den Kristall. Sofort verschwanden seine Flügel.
„Ich möchte gerne die Frau, die vorher da war, besuchen.“
„Ah. Sie wollen sich mit ihr vergnügen? Soll mir Recht sein. Ihre Zellnummer ist 247. Viel Spaß“
Kratos nickte nur, verließ den Raum und begab sich zur Zelle. Dort angekommen sah er die junge Frau auf den Boden liegen. Sie schien zu schlafen oder war sie immer noch nicht bei Bewusstsein? Leise versuchte er die Zell-Tür zu öffnen, doch die Tür war nicht geölt gewesen und quietschte für seine Bedürfnisse viel zu laut. Sofort war die Braunhaarige wach und zischte:
„Was willst du, du Alles-andere-als-gutmütiger-Engel?!“
„Willst du hier raus?“, fragte er gefasst.
Die Fremde nickte.
„Gut.“, setzte er fort. „Aber du musst dich an meine Pläne halten.“
„Welche Pläne? Und warum hilfst du mir, verdammter Engel? Und wie bist du eigentlich davon gekommen?“
Er verdrehte die Augen und setzte fort: „Ich darf mich in der Farm frei bewegen. Ich werde dich Tag für Tag besuchen und dich etwas heilen. Allerdings darfst du keine weiteren Wunden erleiden. Ich kann dir allerdings meine Beweggründe nicht verraten.“
„Und das heißt?“
//Viel Weisheit besitzt sie nicht.//
„Du musst dich den Desians beugen. Keine Auseinandersetzungen und keine Hilf-Aktionen. Befolge einfach den Befehlen.“
„Und was träumst du nachts?!“
Die Braunhaarige sah ihn wütend an, während Kratos etwas verwirrt sie anschaute.
Er fragte sie nun leicht genervt: „Willst du nun hier raus?“.
„Okay.“
Er beäugte die Wunden so gut es ging und beschloss sie etwas zu heilen. Dafür legte er seine Hand über den Rücken und konzentrierte sich. Einen kleinen Anteil an seiner Lebensenergie gab er ihr und wenig später setzte sie sich auf. Die junge Frau schaute ihn direkt in die Augen. Kratos befragte sie, wie sie hieße, wie sie in der Farm gelandet war und ob sie eine Familie hätte. Mehr oder weniger beantwortete sie seine Fragen. Nachdem er sie noch einmal daran erinnert habe, dass sie keine Verletzungen erleiden sollte, verließ der Engel die Zelle und machte mich auf den Weg. In der Nacht schlich er sich zu den Vorräten und schnappte sich die Kleidung von männlichen Häftlingen, ein paar Schuhe von einem Desian und Dörrfleisch und Brot. Er wusste nicht wann die Gelegenheit kam, doch er musste auch so schnell wie möglich seinen Cruxis-Kristall wiederbekommen. Also ging er leise in Kvars Raum. Glücklicherweise war dieser nicht da und die Schubladen des Schreibtisches waren nicht abgeschlossen. Er fragte sich, warum Kvar so unvorsichtig war. Allerdings kümmerte es ihn reichlich wenig. So nahm er seinen Kristall wieder an sich und ging zum Computer. Dort war selbst für den viertausend Jahre alten Menschen etwas Schockierendes dokumentiert.
                                                                                       
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Leblose Wesen Projekt
Nach dem Erhalt eines geeigneten Wirtskörper für Lady Martel wird Lord Yggdrasill das Zeitalter der Leblosen Wesen ausrufen. Derris-Kharlan wird sich entfernen und durch das All streifen, während die Menschen auf Aseria langsam aussterben. Die Bewohner von Derris-Kharlan sind ausschließlich Engel und Leblose Wesen und es wird keine Diskriminierung geben.

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Kratos schaltete das Gerät aus und verließ den Raum. Während er zu seiner Schlafstatt wanderte durchliefen ihn tausende Gedanken. Eines stand allerdings fest: Er wird Mithos aufhalten, koste es was es wolle.
Am nächsten Tag ergab sich sofort die Gelegenheit zur Flucht und er nutzte diese auch.
Die Flucht endete am Umacy-See und er sank keuchend auf seine Knie, da er die Braunhaarige bei der Flucht getragen hatte. Nach einem kurzen Gespräch tanzte sie und lachte. Schließlich ließ sie sich auf die Wiese fallen und lachte einfach weiter.
//Ist sie so glücklich darüber, dass sie jetzt frei ist?//
Er blieb stumm. Schaute ihr einfach zu. Kratos hatte keine Ahnung wie lange sie auf der Wiese lag und lachte. Schließlich holte sie nach einer Weile die Erschöpfung ein.
„Ich bin müde.“, gähnte sie.
„Wir sollten uns noch etwas weiter von der Farm entfernen.“, entgegnete er ihr.
„Kein Bock die ganze Nacht durchzulatschen.“
„Dann trage ich dich auf den Rücken.“, schlug der Engel ihr vor. Die Frau schüttelte den Kopf.
„Kein Bedarf. Meine Beine können mich bis nach Palmacosta tragen.“, rief sie triumphierend, „Außerdem, du bist immer noch etwas außer Atem, Engel. Oder?“ Jetzt kostete sie ihren Triumph vollständig aus.
„Na schön. Dann gehen wir nach Palmacosta. Ohne Pause.“ Die Braunhaarige sah nun leicht verunsichert aus und seufzte, gefolgt von einem Gähner. Sie war wohl wirklich müde.
„Okay, dann schläfst du hier. Ich halte Nachtwache, aber beschwere dich nicht, wenn ich dich wegen einem Desian wecken muss.“, gab er von sich.
„Super “ Nun grinste sie und streckte sich, aber zuckte plötzlich zusammen.
„Stimmt irgendetwas nicht?“, fragte Kratos nach.
„Es ist nichts…“, sagte sie trotzig und streckte sich erneut, „Autsch!“
„Du bist verletzt. Lass mich mal deine Wunden sehen.“
„Nein. Sicher streust du mir Salz in die Wunde.“
„Das taten die Desians in der Farm?“
„Lebst du hinterm Mond?“, kam eine Antwort.
„Nein.“ //Aber mein zu Hause befindet sich in einer anderen Dimension. Nur erreichbar über dem Turm des Heils// Das ließ er aber aus.
„Sei nicht so stur. Ich will mir nur deine Wunden ansehen und sie…“, weiter kam er nicht.
„Nein, du perverser Engel.“, fauchte die Gerettete.
Jetzt war er auch noch pervers. Kratos holte seine Flügeltasche hervor, ein Gerät, was trotz der kleinen Größe, sehr viel Komfort zu bieten hatte, und packte die Kleidung für männliche Häftlinge und Desian-Uniform-Schuhe aus. Die Größe müsste eigentlich passen und die Schuhe waren recht tauglich. Die Braunhaarige sah ihn mit großen Augen an:
„Wie passt das in eine so kleine Tasche rein?“
„In einer Flügeltasche passt so einiges rein. Würdest du das jetzt bitte anziehen? Keine Sorge, ich gehe hinter einem Baum und schaue nicht.“
Die Gerettete gab ein Grummeln von sich und scheuchte ihn mit einer Handbewegung hinter einem Baum. Sie zog sich rasch an und als er wieder hinterm Baum vorkam, erschrak die Braunhaarige und viel beinahe ins Wasser. Glücklicherweise war Kratos schnell genug und konnte sie gerade noch auffangen. Erst jetzt fielen ihm ihre vielen Schürfwunden und Verbrennungen an den Armen auf. Auch dass sie nur knapp 30 Kilo wog, fiel dem Engel auf.
„Hey, anstelle mich dumm anzuschauen, könntest du meinen Bauch loslassen?!“, zischte die junge Frau.
Er hatte ihren Fall ins Nass vereitelt, indem er seinen Arm um ihren Bauch gelegt hatte. Nun sah sie ihn immer noch mit zornigem Blick an. Und doch erkannte er auch ein bisschen Angst in ihren braunen Augen. War Annas Wut gegenüber ihn eher eine Angst gegen Engel? Er bezweifelte, dass die Menschen unter normalen Umständen einen Engel zu Gesicht bekamen und doch, hatte die Braunhaarige Angst.
„Wirst du mich jetzt gefälligst loslassen.“, gab die Frau zur Auskunft.
„Ins Wasser? Du wirst garantiert ins Wasser fallen, wenn ich dich hier und jetzt loslasse.“, neckte er sie.
Warum neckte er sie eigentlich? Irgendwie war es ja auch amüsant. Kratos ging mit ihr ein paar Schritte zurück und befreite ihren Bauch von seinem Arm.
„Kann ich jetzt bitte deine Wunden sehen?“, fragte er.
„Und warum…“, sprach sie.
„Du bist wirklich eigen. Ganz einfach. Wenn man deine Wunden nicht behandelt, entzünden sie sich. Und eine entzündete Wunde ist kein Spaß.“
„Okay, du hast gewonnen, Engel.“
„Gut setzt du dich bitte hin.“
Fromm wie ein Lämmchen befolgte sie die Anweisung. Der Rothaarige begann mit ihren Armen. Die meisten Wunden waren nicht ernsthaft, brauchten aber sicherlich auch Zeit um zu heilen. Soweit er von ihrem Kleid sehen konnte, hatte sie nur Schürfwunden an den Beinen.
//Ich sollte mir auch ihren Rücken anschauen, obwohl es ihr wahrscheinlich nicht gefallen würde.//, dachte Kratos.
„Könntest du bitte das Oberteil ausziehen?“, bat er.
„Also doch ein perverser Engel.“, maulte sie.
„Das hat nichts mit Pervers-Sein zu tun. Ich möchte mir deine Wunden am Rücken anschauen. Das ist alles.“
Sie gab ein Grummeln von sich und zog das Shirt aus. Ihm stockte der Atem, als er die Wunden sah. Genauer waren es zwei Wunden. Eine war schon verschorft und doch konnte er eine Entzündung erkennen. Die andere war wahrscheinlich noch von heute, da noch etwas Blut hinaus tropfte. Allerdings sollte er sich erst um die ältere Verletzung kümmern.
„Nicht bewegen. Ich entferne den Schorf von einer Wunde. Da sich diese bereits entzündet hat.“, sagte Kratos.
„Ich kann aber nicht solange still sitzen bleiben.“
„Dann lege dich auf den Bauch.“
Gesagt, getan. Sie legte sich hin und der Engel konnte damit anfangen mit einem kleinen Messer den Schorf zu entfernen. Dabei arbeitete er sehr vorsichtig. Nachdem es entfernt war, konnte er genau erkennen wie schlimm die Entzündung war. Es war halb so schlimm, wie er es am Anfang vermutet hatte. Trotzdem holte Kratos eine Salbe heraus und behandelte damit die Wunde weiter. Nach einer Weile bat er die Braunhaarige aufzustehen, damit er letztlich die Verletzung verbinden konnte. Nach der Arbeit legte sich die Frau hin und schlief recht schnell ein. Er beobachtete sie noch eine Weile, dann setzte er sich auf einen Ast und schaute in die Gegend.

Anmerkung:
Eigentlich ist dieser Chapter nur eine andere Variante von Chapter: 1 - Anna. ^^'
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