7 Days until Christmas

GeschichteHumor, Romanze / P18
Sleepy Ash / Kuro
14.09.2016
22.10.2016
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Hallöle~ ^3^/

Habe ich mich doch ganz spontan dazu entschieden, aus diesen eigentlichen One Shot, doch eine etwas längere FF zu machen XD (Ja... Auf der Toilette hat man eben die besten Einfälle...)

Ich hoffe es ist nicht all zu schlimm, und joa.. Ich wünsche euch hiermit viel Spaß :3

Eure SleepyAshley~


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"Hurra! Es hat endlich geschneit!", rief (y/n) aufgeregt durch das ganze Schlafzimmer und sprang munter aus dem Bett, um sich die schneebedeckte Straßen anzuschauen.

Es war zwar Winter, jedoch hatte sich Frau Holle ordentlich Zeit mit dem Schnee gelassen, denn der war definitiv viel zu spät dran. Das war jetzt das erste Mal in diesem Monat Dezember, dass der Schnee fiel.
Um so mehr freute es (y/n), dass er dann doch noch kam und je länger sie nach draußen schaute, desto ungeduldiger wurde sie.
Sie wollte unbedingt rausgehen und Spaß haben, denn der Winter war ihre Lieblingsjahreszeit und das nicht nur, weil es schön knackig kalt wurde, sondern auch, weil es, neben den Herbst, die einzige Jahreszeit war, wo sich ihr geliebter Servamp auch mal nach draußen traute.
Es war kalt, so wie er es am liebsten mochte, und die dicken, dichten graue Wolkendecken hielten das Sonnenlicht in Schach. So war es für ihn perfekt.

Aufgeregt riss sie ihren Kleiderschrank auf, um sich noch schnell etwas drüber zu ziehen, was sie beinahe vergessen hätte, und flitzte schnurstracks in den Flur.

"Kuro! KURO! Es hat Schnee geschneit!", schrie (y/n) aufgeregt und munter während sie ihren trantütigen Servamp suchte.

Jedoch war ihre Freude von jetzt auf gleich, als wenn eine Nadel eine Seifenblase zerplatzen lassen würde, dahin, als sie in Richtung Küche rannte.

"Was... Zum... Teufel!?", stotterte sie entsetzt und schlug sich beide Hände vor Schreck vor dem Mund.

Um es salopp auszudrücken: Die Küche sah aus wie ein Saustall.
Alle Schränke standen offen und der Kühlschrank ebenfalls. Wenn man auf dem Boden sah, sah man eine wunderschöne Krümelspur, die anscheinend von den leckeren Keksen und Spekulatius stammen musste und wo wir gerade von den Keksen sprachen, die Porzellandose, in denen sie sich eigentlich gemütlich gemacht hatten, war ebenfalls auf den Boden zerstreut; die Scherben lagen überall in Einzelteilen.
Vorsichtig bahnte sich (y/n) einen Weg an den Scherben vorbei, um sich nicht mit ihren nackten Füßen an denen zu schneiden, und schaute mit vor Angst klopfenden Herzen in den Schrank, wo sie normalerweise immer ihre Notration an Schokolade versteckte.
Für schlechte Zeiten eben: Frustfressen, wenn sie gegen Kuro beim videospielen verlor (was ja sehr oft vorkam und es wurde mit der Zeit allmählich viel zu teuer, fand Kuro, weswegen er sie in letzter Zeit öfter gewinnen ließ. Abgesehen davon war es auch das gleiche Geld, wovon (y/n) ihm meistens immer die Chips und die Cola besorgte und wenn das meiste davon immer für ihre "Schoki" drauf ging, blieb für ihn ja nichts mehr), oder einfach nur, wenn sie kurz vor der nervigsten Sache stand, die ein Mädchen nun mal eben einmal im Monat hatte:
Die berühmte Erdbeerwoche.

Jedenfalls schaute sie nach und... Er war leer! Ratzeputz leer! Alles weg!

"... Das. Bedeutet. Krieg."

Sie musste eigentlich gar nicht lange nachdenken, wer der Übeltäter dieses Chaos war. Spätestens dann, wenn sie die kleinen, katzentapsigen Fußspuren auf den Fliesen sah, was sie beim verlassen der Küche auch tat, wusste sie genau wer das war.

Die Krümelspur zog sich tatsächlich bis in den Wohnzimmer, wo sie den Missetäter auch direkt, wie auf einem Silbertablett serviert, auf der Couch fand.

Kuro lag auf der Couch, als sei er Tot: Auf dem Bauch liegend, das Gesicht im Kopfkissen versteckt und eines seiner Arme hingen am Rand der Couch runter wie ein nasser Sack.
(y/n) schlug sich seufzend die Hand vor ihre Stirn und balancierte sich ihren Weg zum Schlafplatz der träglichen Hoheit.

Leise hockte sie sich vor die Couch und streifte ihm vorsichtig die Kapuze ab. Dann strich sie mit einer zärtlichen Geste Kuro's Haar hinters Ohr und kitzelte ihn dort leicht mit einem Finger.

"Kuro...~", flüsterte sie mit einer lieblichen Engelsstimme und einem Grinsen im Gesicht in sein Ohr.

Sie war sauer.

"Kuro-Schatz...~", flüsterte (y/n) zärtlicher und ihre Hand bahnte sich langsam hinauf in sein Haar und raufte diese sanft; ihr gefährliches Grinsen wurde breiter.

Sie war stocksauer.

Auf einmal presste sie Kuro's Gesicht mit voller Wucht in das Kissen und stand in der selben Bewegung ruckartig mit aller Kraft auf.

"KURO! WACH AUF, FREUNDCHEN! DU HAST JA WOHL NICHT MEHR ALLE LATTEN AM ZAUN!", polterte sie Wut entfacht und durch die auf Kippe geöffneten Fenster hörte man (y/n) bis unten auf der Straße.

"Mrrrmpffhgrmmrrpff!", schrie die arme Trägheit gedämpft ins Kissen und wedelte mit den Armen hin und her, als würde er gerade an einem Ruderbootturnier den 1. Platz erringen wollen.

Als (y/n) losließ, schnellte Kuro mit weit aufgerissenen Augen sein Gesicht aus dem Kissen und japste verzweifelt nach Luft. Nachdem er sich beruhigte hatte setzte er sich in seiner üblichen Schneidersitzposition aufrecht hin und blickte seine Eve mit seinen üblichen trägen Blick an.

"Dir auch einen wunderschönen Guten Morgen, Schatz. Ja, ich habe gut geschlafen und ich liebe dich auch", gab er monoton und träge von sich und gähnte erst einmal ausgiebig, "... Meow."

In dem Moment hätte sie ihn ordentlich an die Gurgel springen können. Jetzt war der Spaß endgültig vorbei.
Mit puterrotem Gesicht, verschränken Armen vor der Brust schimpfte sie Kuro weiter aus.

"Sag mal hast du den Knall nicht mehr gehört!? Hast dir die Küche mal angesehen!? Du hast da drinne ein größeres Chaos hinterlassen als ein schwarzes Loch!"

"Nein, den Knall habe ich nicht gehört, ansonsten wäre ich ja wach geworden", antwortet der Servamp gelassen und wippte leicht hin und her, "wenn du die ganzen Süßigkeiten auch immer versteckst, ist das ja kein Wunder, dass beim suchen solch' ein Chaos entsteht. Hier in dem Haushalt Süßigkeiten zu finden ist schwieriger, als die letzte Errungenschaft bei World of Warcraft freizuschalten..."

Eine vernünftige Aussprache sollte es gerade in diesem Moment wohl nicht geben. Es mussten anscheinend Taten folgen.
(y/n) machte auf ihren Absatz kehrt und stampfte in den Flur, um einen Besen, ein Lappen, einen Eimer und ein Wischmopp aus der Abstellkammer zu fischen.
Neugierig hatte Kuro sich ein Stückchen zur Seite gelehnt, um einen Blick auf das Vorhaben seiner Eve durch die offene Tür zu erhaschen. Spätestens als sie den Eimer und den Wischmopp rausholte, war ihm folgendes klar: Er musste sich verstecken. Und zwar pronto.
Mit aufgerissenen Augen verwandelte er sich in seine kleine, unschuldige Katzenform und flitzte unbemerkt an (y/n) vorbei und verschwand im Bad.

Zurück im Wohnzimmer angekommen, wollte (y/n) Kuro gerade die ganzen Putzutensilien in die Hand drücken und ihren Mecker-Monolog fortführen, da war der Servamp auf einmal verschwunden!
Sie staunte nicht schlecht, denn die Tatsache, dass er eigentlich mördermäßig faul war, schien ihn wohl nicht daran zu hindern, sich so schnell wie möglich aus dem Staub zu machen, wenn es donnerte.

"Kuro! Du brauchst dich jetzt nicht zu verstecken!", rief sie genervt durch die Wohnung, schlenderte aber mit einem gelassenen Tempo durch den Flur.

Der Flur lag nämlich so praktisch, das man von dort aus in jeden Raum gehen konnte. Wie eine Kreuzung oder Gabelung.
Als sie sich umschaute fiel ihr auf, das der Lichtschalter vom Badezimmer umgeklickt wurde.
Seufzend schreitete sie zur Tür und klopfte leise an.

"Du brauchst dich jetzt nicht im Bad zu verstecken. Du wirst mit mir jetzt die Küche aufräumen, ohne Wenn und Aber."

"I-Ich...", kam es als wehleidige Antwort von der anderen Seite, "ich habe Magenschmerzen... Ganz ganz dolle... Und ich kann mich auch nicht mehr vom Klo bewegen. G-Ganz schlimm und anstrengend ist das..."

"Siehste, dass kommt davon, wenn man soviel durcheinander isst!", tadelte (y/n) ihren wimmernden Servamp, "jedenfalls werde ich auf dich warten. Ich mach das nämlich nicht alles alleine."

Und mit diesen Worten maschierte sie wieder zurück in Wohnzimmer.

Eigentlich hatte Kuro keine Magenschmerzen, dass wusste (y/n). Er wollte sich einfach nur vor dem Putzen drücken. Aber diese Methode zog bei seinem Eve nicht mehr, denn er hatte es schon viel zu oft bei ihr gemacht, was sie anfangs noch durchgelassen hatte, jetzt aber nicht mehr. Es war genug.
Mit einer Geduld aus eisernen Stahl, die sie sich antrainiert hatte, wartete sie auf Kuro, der es nach geschlagenen 30 Minuten endlich einsah und sich zu ihr begab.

"... Wunderheilung. Ich hab jetzt doch keine Magenschmerzen mehr", gestand Kuro, schaute an (y/n) galant vorbei und errötet vor Scham.

"Ach so? Dann war es wohl doch nur Faulfieber, hm?"

(y/n) stand auf und drückte, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, Kuro die Putzsachen in die Arme und lief in die Küche.
Die Trägheit folgte ihr schweigsam und musste erst einmal vor Schreck schlucken bei dem Anblick des Chaos, das er vergangene Nacht veranstaltet hatte.

"(y/n)...", begann er leise zu sprechen, "es tut mir leid, dass ich alles durcheinander gemacht habe..."

Sie drehte sich um und wollte gerade die Entschuldigung annehmen, da bemerkte sie, dass Kuro sie dabei gar nicht richtig ansah.
Er schaute seitlich zu Boden und kaum fähig, seine geliebte Eve in die Augen zu sehen. So wie immer, wenn er wusste, dass er was falsch gemacht hatte, oder sie sauer auf ihn war.
Er schämte sich, und dass merkte seine Eve.

"Ach Kuro...", seufzte sie und verständnisvolles Lächeln huschten über ihre Lippen und zum ersten Mal am heutigen Tag beruhigte sie sich vollkommen und all ihre Wut verpuffte auf einen Schlag.
Sie konnte einfach nicht lange auf Kuro sauer sein, erst recht nicht, wenn er seine Fehler eingesehen hatte.

Sie ging auf Kuro zu und legte ihre Arme um seinen Nacken und legte ihre Stirn behutsam auf seine.

"Es ist schon okay. Und ich bin froh, dass du es eingesehen hast. Aber wichtiger ist jetzt gerade, dass wir dieses Chaos aufräumen. Zusammen."

Und mit diesen besänftigenden Worten küsste sie Kuro kurz, aber zärtlich mit all ihrer Liebe, die sie für ihn empfand.
Er erwiderte ihren Kuss nur all zu gerne und hätte (y/n) auch gerne in die Arme genommen, hätte er nicht noch die ganzen Putzsachen in der Hand gehabt.

Als der Kuss sich langsam löste, berührten (y/n)'s Hände seine Wangen und streichelte diese, während Kuro dies mit einem schüchternen Lächeln und leisem Schnurren genoss.

"Dann wollen wir mal anfangen, hm?", sagte sie leise und schon fingen beide an, die Küche blitzeblank zu putzen.

Nach vollendeter Arbeit ließen sich beide wieder aufs Sofa plumpsen und fielen erschöpft zur Seite, einer links einer rechts.

"Geschafft...", japste (y/n) und schloss ihre Augen für einen Moment.

"Jaaa... Jetzt brauchst du die Küche für die nächsten 6 Monate nicht mehr putzen...", scherzte Kuro und verwandelte sich wieder in seine Katzengestalt.

Leise tapste er an seiner geliebten Eve hoch, was sie ziemlich zum Lachen brachte, denn sie war durchaus verdammt kitzelig.

"K-Kuro!", presste sie durch ihr Lachen heraus, "i-ich bin doch kein Klettergerüst!"

Kuro erwiderte nichts darauf, sondern blieb einfach auf ihrem weichem Bauch, rollte sich zu einem kleinem, schwarzem Fellbündel zusammen und schlief sofort ein.
(y/n) konnte nicht anders, als zu lächeln und kraulte Kuro sanft in den Schlaf, bis sie selber auch müde wurde und ebenfalls ins Land der Träume fiel.
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