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Blutige Leidenschaft

von SnowArcee
GeschichteAllgemein / P18 Slash
Batman Superman
13.09.2016
21.10.2016
8
15.726
2
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13.09.2016 2.014
 
Die Welt war in diesem Zeitpunkt einfach perfekt gewesen. Zumindest für Hernan der aber von den Medien nur als Superman benannt wurde, diese Tatsache ignorierte er gekonnt und öffnete zufrieden eine weitere gekühlte Bierdose, die bei dieser Tätigkeit ein kleines zischendes Geräusch hergab und ein wenig verlockender Schaum nach außen langte. Dem schwarzhaarige Alien machte zwar die schwüle Hitze nichts aus, da er es gewohnt war das auch die Nächte in der Stadt im Hochsommer keineswegs angenehmer waren.
Umso mehr erfreute er sich das er jetzt ganz in Ruhe sein Getränk zu sich nehmen konnte. Keine Unterbrechung, in denen draußen die Welt unterging und auch keine nervigen Reporter mehr die ihm andauernd Nachrichten sendeten. Einfach himmlische Ruhe die er zu selten hatte, der herbe Geschmack des Bieres der seine Zunge durchflutete und sich eiskalt seinen Rachen hinunterstürzte wie ein Wasserfall und ihm eine kleine Befriedigung schenkte. Ihm machte Hitze nicht viel aus aber mögen tat er sie trotzdem nicht. Nach einen wirklichen langen Schluck stellte er die Dose leicht knallend auf dem Tisch ab und wischte sich mit einer Handbewegung den Rest des Schaumes von seinem dunklen Bart.
Und da war es wieder, kaum das er in Ruhe denken konnte fiel ihm wieder auf wie ungewohnt noch immer die ganze Sache war. Waren wirklich schon zwei Monate vergangen seid Becca alias Wonder Women sich mit Lex Luthor, der unumstritten der cleverste Mann auf diesen Planeten war, gemeinsam auf die Reise begeben hat, um die Gräueltaten ihres Großvaters zu beenden. Über diese Gedanken sah der Held leicht geknickt auf die Dose, an ihr sind Wasserperlen entstanden die einzeln hinab glitten. Seid dem hatte sich auch Kirk beinahe völlig in sein Labor verschanzt.

Er war schon froh das der Wissenschaftler ihm half die letzten Geheimnisse seiner zerstörten Heimat aufzulösen, aber das er diesen dadurch kaum noch sah, störte ihn dann doch sehr. Erst die rothaarige Kriegerin die ihm zwar versprach wiederzukommen, aber wann war nicht vorauszusagen und dann Kirk. Hernan verzog das Gesicht was seine Unzufriedenheit deutlich machte.
Er wollte zwar Ruhe aber nur vor den Medien, nicht vor seinen Kollegen. Er würde es niemals laut aussprechen, aber er fühlte sich einsam.
So manches mal ertappte er sich bei dem Gedanken zurück zu seinen Ziehfamilie zu fliegen. Ein leises Flüstern ertönte immerzu das er doch mal ein Wochenende zu ihnen könnte, aber schnell verwarf er diesen Gedanken wieder. Auch wenn er viel schönes erlebt hatte so musste er auch viel einstecken, was tief in seinem Inneren immer noch die Wut köcheln lies.

Aber am schlimmsten nagte sein Gewissen an ihm. Er war daran Schuld gewesen das seine Schwester Valentina im Rollstuhl saß. Trotz das es sie so schwer erwischt hatte, lies sie sich nicht ihren Glauben an ihm nehmen. Dies hatte sie mit einem Lächeln zu ihm gesagt, während sie im selbem Satz von ihren Mann sprach und ihr Baby bei sich hielt.
Fahrig strich er sich über sein kurzes Haar, vor allem bedauerte er das er sich nicht mehr von seiner Mutter verabschieden konnte. Sie durch den Krebs zu verlieren war ein bitterer Gedanke und zugleich fielen ihm wieder die müden und trauernden Augen seines Vaters ein. Den Druck den er mit den Daumen und Zeigefinger am Nasenbein ausübte minderte ein wenig die aufkommenden Kopfschmerzen. Immerhin hatte er noch jemanden wohin er Fliegen könnte, Kirk hingeben hatte seine zwei besten Freunde verloren.
Der Rotäugige war nie der gesprächige gewesen. Er wusste nichts über ihn, außer das er gelegentlich erwähnte das er zu Professor Magnus wollte. Erst viel später fand der Held heraus das dieser namens Will und seiner Frau Tina seine besten Freunde waren. Hatte Kirk noch irgendwelche Verwandten? Hernan wusste es nicht und aus irgendeinem Grund fühlte er sich deswegen mies.
Mehr als zehn Jahre kannten sie sich und er wusste immer noch nichts über dem stillen Kerl. Auch wenn der Vampire immerzu bestätigte das er dem Tod der beiden verarbeitet hätte, so sah er doch in seinen dunkelroten Augen die tiefe Trauer darin. Generell fand er Batman faszinierend, noch nie wirkte jemand auf ihn so bedrohlich aber auch gleichzeitig so Hilfe suchend.
Es widersprach sich in jeglicher Hinsicht aber so empfand es der Kryptonier. Sein Blick immer noch starr auf die Dose gerichtet grübelte er, bis er sich kurzzeitig entschloss aufzustehen. „Scheiße!“, fluchte er leise und schnappte nach seiner Dose, als er in Richtung der Labore ging.


Kirk stand noch immer vor seinem Mikroskop gebeugt und sah sich die verschiedenen Reaktionen der Blutzellen an.
Nach der Aktion „Fair Play“ wollte der blasse Mann herausfinden wieso die Laser Superman so verletzen konnten. Ihm war klar, dass die Laser so ausgerichtet waren das sie wie die Sonne von Krypton nachempfunden wurden. Aber wieso schadet die eigene Sonne dem Mann aus Stahl und ihre schenkte ihm unmenschliche Kräfte? Er hatte unter der Linse normales Blut hingestellt und einige strahlen der Laser dem er sich flink wie er war von der Regierung schnappen konnte ausgesetzt. Doch zur seiner eigenen Überraschung geschah rein gar nichts, als hätte dieser Versuch nie statt gefunden.
Unzufrieden mit dem Ergebnis verschränkte der Wissenschaftler seine Arme, so käme er nicht weiter und das wusste er auch.
„Stör ich bei deinen Date?“, kam die leicht spottende Stimme die wenn er deutlich hinhörte auch dunkler klang. „Bier oder Wodka.“, dachte Kirk nur mit dem wissen dass er es auch gleich an seinen Atem erfahren würde.
Supermann vertrug einiges aber egal wie viel er trank seine Stimme wurde immer dabei dunkler. Kirk warf dieses kleine Phänomen seiner außerirdischen Herkunft zu. „Ich Arbeite.“, kam nur die trockene Antwort und wandte sich nicht mal um. Der Mann mit den roten Augen wusste schon das Hernan gleich wieder zu ihm käme um ihn zu fragen was er da genau tat. Wie prophezeit ging der Bärtige auf ihn zu, lehnte sich mit seinem Gesäß gegen den Tisch und sah neugierig zu seinem Mitstreiter. Kirk schielte nur kurz und schon war seine Frage des Getränkes geklärt da Superman dieses noch in der Hand hielt.
„Ganz unter uns, seid fast vier Tagen bunkerst du dich hier regelrecht ein. Nicht das es mich was angeht aber was könnte so wichtig sein das du sogar fast das Essen vergisst? Deine Plasmabeutel im Kühlschrank werden nicht weniger, es sei den sie vermehren sich von selbst.“
Kirk starrte noch immer stur vor sich hin. Verhungern tat er hier nicht da er sich hier auch immer neues Blutplasma machen konnte. Die im Kühlschrank dienten nur wenn sie zu viele Kämpfe hatten dass er nicht mehr hinterher käme, aber wie er sich selbst kannte verdrängte er auch oft seinen Hunger wenn er grade an etwas dran war. Er wusste wirklich nicht mehr wann er das letzte Mal wirklich was zu sich genommen hatte, aber dies behielt er für sich.
„Du vergisst das hier mein Labor ist. Ich werde dich schon nicht im Schlaf überfallen vor Hunger, deine Haut ist Kugelsicher da kommen meine Zähne niemals an.“ Der Kryptonier sah erst erstaunt seinen Gegenüber an, während sich langsam seine Lippen zu einen Lächeln formten und ein tiefes Lachen erklang. Kirk sah den anderen nur an bis sich der ein wenig größere Kerl beruhigt hatte. Dieser wischte sich noch leicht vom Lachen bebend die ersten Lachtränen weg ehe er erneut ansetzte. „Nun sag schon, woran arbeitest du.“
Tief zog Batman die Luft ein, nur um diese in einen langen Seufzer zu verwandeln. „Du gibst eh keine Ruhe. Nun ich habe die Zellstruktur studiert wie diese auf die Laser die dir schaden konnten reagieren aber das Ergebnis ist bis jetzt nicht viel sagend. Ich bräuchte im eigentlichen Sinne eine Probe von dir um dies genauer zu untersuchen.“, erklang die neutrale Stimme und Hernan sah diesen nur leicht blinzelnd an.
Das der Kleinere die Waffe heimlich mitgenommen hatte wusste er, aber warum untersuchte er diese und seine Auswirkungen? „Erhoffst du dir dadurch ein Heilmittel für dich zu finden.“, kam die direkte Frage und zum ersten mal an diesem Abend sah Kirk direkt zu ihm auf. Er wandte sich leicht mit dem Oberkörper in seine Richtung, sein Blick war äußerst ernst was diese eine Nuance dunkler werden lies.
„Ich habe es aufgegeben. Alles was ich wollte war heraus zu finden wie wir verhindern das diese Waffen dir nichts mehr anhaben können. Aber selbst dies werde ich wohl nie schaffen da, wie ich es bereits erwähnte nie eine Blutprobe von dir bekommen werde.“ Superman hörte überdeutlich aus der Stimme eine Mischung aus Wut, Empörung und Trauer heraus. Wut auf sich selbst weil er trotz seines Wissen und seines Studiums auf kein nennenswertes Ergebnis kam.
Empörung das der größere ihm nur sein Eigenwohl unterstellt hatte und Trauer das er nichts erreichte. Ja, Hernan kannte seinen Freund lange genug um all dies zu merken. Zumindest das wusste er, was er sich zynisch durch den Kopf gehen lies während seine Augen den Tisch durchsuchten.

Kirk schaute nur entrüstet wieder auf sein Mikroskop, würde es nach ihm gehen so würde er dieses am liebsten gegen die Wand schmeißen, aber dies konnte auch nichts ändern. So vertieft er in seinen Gedanken war, bemerkte er nicht wie der ältere nach jener Waffe griff und sie aktivierte. Erst der stechende Geruch von Blut, Eisen und verbrannten Fleisch ließen Kirk wieder aufsehen.
Geschockt weiteten sich seine Augen als er die verletzten Finger sah und wie aus der Wunde Blut herunter tropfte. Ruhig legte der schwarzhaarige Mann die Waffe weg und streckte lediglich seine Hand näher zu Kirk aus. „Dann nimm dir jetzt deine Blutprobe, es brennt höllisch und ich würde sie doch gerne schnell verbinden.“ Fassungslos sah Kirk noch immer auf die Finger während sein Körper sich wie rhetorisch bewegte. Er bekam nur am Rande mit wie er nach den Fingern griff und diese über eines seiner Reagenzgläser drückte. Als dieses fast voll war, lies er noch immer starr vor Schreck die größere Hand los. Superman sah nun doch noch grinsend zum kleineren. „Mal schauen was du interessantes findest. Ich bin mal weg.“ So verließ er den blassen Mann, der noch immer auf das Glas in seinen Händen sah.
Erst als die Tür zufiel erwachte der Vampire aus seiner geisterhaften Starre, sah blinzelnd auf das Gefäß, wo am Rand etwas Blut hing und auf dem Boden einige Tropfen der kostbaren roten Flüssigkeit verteilt waren. Kurz knurrte er missbilligt auf, stellte die Probe auf den Tisch, nur damit er mit Tüchern diese rasch wegwischte. Er hasste seine eigene Natur das er automatisch Hunger verspürte sobald er Blut sah oder roch.
Es war schon schwer damit zu arbeiten, aber dieses frisch zu riechen, grenzte an Folter. Spürte er schon wie ihm der Geifer vermehrt über die Zunge glitt, wie seine vorderen Zähne schmerzhaft leicht ziehend nach außen drückten. Standhaft unterdrückte er den Impuls über den Boden zu lecken, oh wie er Hernan grade verfluchte. Schweiß gebadet warf er rasch die Tücher weg und wischte sich über die nasse Stirn, auch wenn seine Haut kalt war, konnte sein Körper noch immer schwitzen was meist passierte wenn er gegen den Hunger ankämpfte.
Erschöpft ließ er sich an der Wand zurück auf den Boden gleiten, warf schwer atmend dem Kopf zurück in den Nacken. War er schon so lange ohne Blut das er so stark auf dem Geruch reagierte? Er rümpfte zögerlich die Nase, er roch es noch. Kurz sah er auf seine Hände und sein Zittern nahm an stärke zu. An seinen Fingerspitzen klebte etwas von dem roten Saft, er musste bald was essen und schon hätte er sich mehr unter Kontrolle.
Noch immer bebte sein Körper leicht während er sich erhob und auf seine Finger sah, schmeckte das Blut gleich?
Innerlich nannte er sich einen Narren doch nach kurzen zögern leckte er einmal über seine Fingerspitzen.

Was sich als großer, wirklich großer Fehler heraus stellte!
Es war als würde eine Kettenreaktion von Bomben in ihm ausgelöst sein, sein Herz pochte so laut, so schnell das er nur mit mühe das eigene Rauschen seines Blutes noch vernahm.
Er fühlte sich als würde er am lebendigen Leibe verbrennen und dies geschah auf eine Art und Weise wie er sie noch nicht kannte.
Nicht in diesem Ausmaß.
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