Kompromisse in Sachen Liebe?

von Ukizilla
GeschichteDrama, Romanze / P16
Kominato Ryosuke Kuramochi Youichi Miyuki Kazuya Narumiya mei OC (Own Character) Sawamura Eijun
13.09.2016
28.09.2016
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Schon immer, so kam es ihr zumindest vor, stand sie im Schatten von ihrem Bruder. Besonders da sie Zwillinge waren wurden sie immer miteinander vergleichen, doch was sollte sie schon groß machen? Er war groß, gutaussehend und sportlich und scheiße noch eins: er hatte sogar die schöneren Augen. Während ihre nur normal braun waren, waren die von Akio grün, was ihn noch mehr zum Schwarm der Mädchen machte. Sicher liebte sie ihren Bruder und sie standen sich auch sehr nahe und doch war es nicht schön seine Fehler und Makel quasi immer wieder aufs Brot geschmiert zu bekommen. Dadurch fühlte sich das braunhaarige Mädchen nur noch unvollkommener.

Ein Schnauben entwich Uki als sie in ihrem Curry rumstocherte und über all dies nachdachte. Wieso war sie auch nur wie sie war? Heute war kein guter Tag in der Schule gewesen, mal wieder. Heftig schüttelte das Braunhaarige Mädchen den Kopf um diese Gedanken los zu werden als sie auch schon die Haustür hörte und wusste, dass Akio Zuhause war. „Hallo Bruderherz. Du bist aber spät. Schon wieder Extratraining?“, rief sie und war gleichzeitig aufgesprungen und ihm entgegen gelaufen in den kleinen Flur. Kaum hatte sie ihn erblickt wurden die Gedanken von eben wieder zurückgeholt, denn ihn so vor Augen zu haben zeigte jedes Mal, dass sie wie Ying und Yang waren und sich dennoch so ähnlich. „Ja, Training.“, kam es knapp während sich der Junge die Schuhe auszog und dann mit Uki zusammen zum Wohnzimmer ging. Wenn Akio so still war, dann hieß es nie etwas Gutes, sondern immer, dass ihn etwas Wichtiges im Kopf rumging.

Uki war Akio ins Wohnzimmer gefolgt und ganz liebende Schwester hatte sie ihm schnell einen Teller mit ihrem Curry vorgesetzt. Es war Lieblingsessen der Beiden und Akio mochte es besonders gerne, wenn seine Schwester es ihm kochte. Ihre Eltern waren wie sehr oft noch auf der Arbeit und Uki setzte sich ihrem Bruder gegenüber hin. „Also… ich kenne dich lange genug um zu wissen, dass du über etwas nachdenkst und wenn du so ruhig bist, dann weiß ich, dass es nichts Gutes heißt. Spuck schon aus.“, meinte die Braunhaarige und Akio, der bis eben noch im Essen rumgerührt hatte, wie zuvor noch seine Schwester, schaute mit einem „Hä?“ auf. Er hatte ihr also nicht zugehört und war so beschäftigt mit dem Denken, dass er nicht mal Hunger hatte. „Erde an Akio: Sag mir was los ist oder du bekommst richtig Ärger.“, maßregelte sie ihn und Akio seufzte laut, jedoch schmunzelte er dabei, denn so etwas erlebte er nur bei seiner Schwester.

„Okay, okay… ich sag es dir, wenn du nicht ausrastest oder etwas in der Art?!“, setzte er an, auch wenn er wusste, dass sie es sicher tun würde, weshalb er auch gleich ohne große Pause weitersprach: „Heute beim Training war ein Scout da und eine Hochschule hat Interesse an mir…“ Weiter kam er nicht, weil Uki sogleich freudig aufgeregt war und halb aufsprang und sich auf dem Tisch abgestützt näher zu ihm lehnte. „WAS? WER? ERZÄHL SCHON!“, rief sie und Akio seufzte. „Ich würde ja, wenn du mich mal ausreden lassen würdest.“ Uki schlug sich sofort ihre Hände über den Mund und wurde leicht rot während sie sich wieder normal hinsetzte. „Also…“, meinte er und schaute sie finster an damit sie ihn nicht wieder unterbrach. „Die Seido möchte mich und die ist ja bekanntlich in Tokyo. Wir könnten dann nicht mehr auf eine Schule gehen.“ Kaum hatte er Seido gesagt kam ein leises Quicken vor Freude von dem Mädchen, doch was er dann sagte war wie ein Stich ins Herz und nun verstand sie wieso er so nachdenklich war. Sie hatten sich immer geschworen die Schulzeit über zusammen zu bleiben und aufeinander aufzupassen doch, wenn er an die Seido ging, dann würde er es nicht mehr können, andererseits durfte sie nicht egoistisch denken und ihn festhalten wegen so einem Versprechen. Sie Beide waren schon immer ins Schwärmen geraten, wenn es um die Seido ging und nun hatte er wirklich die Chance. Ihr Gesichtsausdruck war Akio wohl nicht entfallen, denn sogleich lächelte er sie sanft an. „Aber die Minoko hier in der Nähe hatte auch schon Interesse an mir und da kannst du auch locker hin, dann…“ Doch erneut unterbrach sie ihn und diesmal mit ruhigem und sehr bestimmten Ton: „Nein, Akio. Die Seido ist gut und du bist gut. Du gehörst dahin und nicht auf irgendeine drittklassige Hochschule, die es nie weit schaffen wird, weil du ihr einziger guter Spieler bist. Wir reden heute Abend mit Mama und Papa und dann mit dem Scout.“ Akio seufzte erneut, denn auch wenn er froh war, dass sie ihm diese Chance nicht verbauen wollte, so war er auch traurig, doch Widerworte brachten bei Uki nichts.

Auch wenn Uki sich sicher ungerne von Akio trennen würde, so hatte sie beschlossen ihm in dieser Sache sicher nicht im Weg zu stehen und als später am Abend ihre Eltern Heim kamen, so war es hauptsächlich Uki, die mit ihnen sprach und auf sie einredete. Sie wollte Akio diese Chance nicht verbauen, sondern ermöglichen und schon bald erkannten auch ihre Eltern dies und stimmten zu sich zumindest mal anzuhören was der Scout zu sagen hatte, denn auch wenn es weit weg war, so war die Seido doch wirklich eine bekannte und angesehene Schule auf der ihr Sohn so einiges Wichtiges lernen würde, auch wenn er nicht ins Profigeschäft gehen würde, so hätte er mit einem Abschluss an der Seido mehr Möglichkeiten. Schnell wurde ein Termin mit dem Scout gemacht für den nächsten Tag, denn immerhin hatte sie Akio ja ihre Karte gegeben.