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Tagebuch einer Katastrope

von Phantome
GeschichteDrama, Humor / P12
12.09.2016
04.06.2017
87
35.119
 
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12.09.2016 747
 
Zum ersten Teil (vor zwei Jahren geschrieben, wesentlich lustiger, und mit meinem damaligen Acc veröffentlicht): http://www.fanfiktion.de/s/5417074c000423082f3435d0/1/Tagebuch-einer-Chaotin
Muss man aber nicht zwingend lesen, um mitzukommen, seitdem hat sich so viel verändert - und es werden auch größtenteils andere Leute vorkommen, YAY.
Das hier ist - im Gegensatz zum ersten Teil - eher für mich geschrieben als für andere, also hoffe ich, dass es nicht zu schwer ist, mitzukommen. Ich glaube kaum, dass das hier jemand liest, aber trotzdem wollte ich das gesagt haben. Ich weiß nicht, ob ihr mein Leben als spannend oder langweilig betrachtet, Fluch oder Segen, dass kommt ganz auf euer eigenes Leben an.
Ich kenne mich, am Anfang werde ich noch ziemlich wortkarg sein, aber ich schätze, irgendwann werde ich versuchen, das ganze lustig und unterhaltsam zu schreiben. Hoffen wir nur, ich weiche nicht zu sehr von der Realität ab.
Bis dann,
Phan :)

PS: Alles sind falsche Namen.

12. September
Gestern hatte ich mit Niclas Schluss gemacht, dementsprechend fühlte ich mich freier als die Wochen zuvor. Meine Laune wurde allerdings schon am “frühen Morgen“ (halb 11) getrübt, weil eine unserer Katzen eine Ratte in den Hof gelegt hat, mitten in die Mitte, als hätte sie es Zentimeter für Zentimeter ausgemessen. Jetzt ist es Abend, und ich glaube, die Ratte liegt immer noch da.
Habe den Tag mit Computer und Zimmer aufräumen verbracht, ich wünschte, das wäre alles gewesen, aber Nachmittag bekam ich eine Nachricht von Fynn, er habe zwei Konzertkarten für Avenged Sevenfold gekauft, für mich und ihn. Freuen konnte ich mich nicht so sehr wie es angebracht gewesen wäre, da sich dadurch mein Verdacht bestätigt hat, dass er etwas von mir will. Diese Konzertkarten sind scheiße teuer, so was schenkt man nicht “einfach so“.
Ich bin seit April 2015 von einer Beziehung in die andere gerutscht, in jede mehr oder weniger unfreiwillig, weil sich die Leute in mich verliebt hatten und ich nicht nein sagen konnte. Ich war noch nie verliebt. Und dann, nach meinem vermeintlich vorerst letzten Freund, kam Niclas an, ein guter Kumpel, den ich aus meiner Zeit in der Klinik kenne, und ich Idiotin hab den selben Fehler wie schon genug Male zuvor gemacht und mich auf eine Beziehung eingelassen. Tja, hat super funktioniert, hielt knapp einen Monat lang, bevor ich gestern Schluss gemacht habe. Er hat es gut verkraftet, denke ich, das ganze sachlich gesehen.
Morgen fängt das nächste Schuljahr an. Zeit für so etwas wie einen... Neustart?
Dazu gehört, täglich einen kurzen Bericht über meinen Tag zu schreiben und damit das Ganze überhaupt irgendeinen Sinn macht, lade ich es hier hoch.
Kurz zu eurer Info: Ich nenne mich Phan, bin 16 und gehe jetzt in die zehnte Klasse. Eigentlich wäre ich schon ein Jahr weiter, aber wegen bereits erwähnter Klinik fehlte mir quasi die ganze Zehnte, was ich nicht aufholen konnte, auch wenn ich eigentlich keine schlechte Schülerin bin. Also nutzte ich die Chance für einen kompletten Neuanfang mit Schulwechsel. Einige der Leute dort sind extrem toll und ich verstehe mich gut mit ihnen, aber es sind alles Jungs und ich kann nicht so offen mit ihnen reden wie mit Sara oder Mel  aus meiner alten Klasse (mit denen ich mich übrigens letzte Woche getroffen habe, es waren schöne Stunden, aber ich war auch froh, als es wieder vorbei war).
Gestern habe ich Lima eine Tüte ihrer Lieblingskekse mit einer Postkarte vor die Haustür gestellt und mich sofort danach wieder verzogen, das Letzte was ich im Moment will, ist mit ihr reden, aber ich dachte, dass sie sich zumindest melden würde - wird sie vermutlich die kommenden Tage auch, denn etwas anderes sähe ihr nicht ähnlich.
Ich vermisse die Zeiten mit ihr. Vielleicht greife ich die Freundschaft mit Lima wieder auf. Oder die mit Bea, die ich in der Klinik kennengelernt habe. Und die mit Jonathan - auch Klinik, jetzt Kunst-FOS - unbedingt! Anette kann ich vergessen, sie hat angefangen, Speed zu nehmen, ich will nicht unter die falschen Leute kommen. Außerdem ist sie die dümmste Person die ich kenne, “befreundet“ bin ich nur mit ihr gewesen, weil man mit ihr über alles reden kann, egal wie abstoßend, krank oder pervers es ist.
Manchmal beneide ich sie um ihre Unwissenheit, trotzdem war sie nicht umsonst in der Klinik und musste bestimmt mehr mitmachen als so manch anderer.
Morgen ist der erste Schultag, bin gespannt, wie das alles so wird. Ich kenne die Leute ja schon, aber ich bin doch irgendwie noch... neu.
Protokoll Ende
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