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Die Ratgeberin

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Megumi Tadokoro
11.09.2016
11.09.2016
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3.194
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Hallo und danke fürs raufklicken,

tja, ich habe einen Film gekuckt und hatte plötzlich eine randome Idee. Eine wirklich sehr randome Idee und tja, ich dachte mir "Was hab ich zu verlieren? Ich schreib sie einfach mal auf."

Also hier ist sie. Ich bin noch nicht sicher ob ich das weiterführen soll (Ich hätte da nämlich Ideen für die Weiterführung) oder als einen einfachen One-Shot lassen soll. Naja, mal sehen.

Des weiteren, nur ein paar News. Ich hab noch eine Idee für eine andere SnS Fanfic, die ich auf jeden Fall schreiben werde. Außerdem werde ich meine englische Fanfiction höchstwahrscheinlich übersetzten. Nur damit ihr euch nicht wundert wenn diese Seite hier plötzlich mit meinem Usernamen überrannt wird.

Das wars aber von mir,

Viel Spaß beim Lesen

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"Jetzt hör mir doch mal zu...." "Fahr zur Hölle!" Mit diesen letzten Worten stürmte Urara Kawashima aufgebracht aus dem Klassenraum. Die laute, keifende Stimme der Shokugeki-Moderatorin, hatte sogar den Lehrer verstummen lassen. Sie war furchterregend. 
Nur einem schlotterten nicht die Knie, Daigo Aoki, der nun wütend auf den Boden stampfte und die zugeknallte Tür anschrie. "Schön! Dann geh doch! Du blöde Ziege!" Der Schwarzhaarige drehte sich zum blassen Lehrer und blaffte. "Entschuldigen Sie die Störung." Dann begab er sich mit donnerndem Schritt zurück an seinen Platz. 
Während der Lehrer nun verzweifelt versuchte, den Unterricht wieder aufzunehmen, erholten sich die Schüler erst einmal vom Schock. Tuschelei begann und immer wieder wurden Blicke in Richtung Daigo geworfen, der mit zorniger Miene vor sich hin grummelte.

"Die zwei haben sich ja schon oft gestritten, aber so schlimm noch nie." "Habt ihr Kawashimas Blick gesehen? Sie sah aus wie ein Dämon!" "Erinner mich nicht dran! Der Blick wird mich noch in meinen Träumen verfolgen." "Bei den Shokugekis ist sie immer so süß." "Tja, das wars dann wohl für die beiden. Jetzt ist wahrscheinlich entgültig Schluss." "Wurde aber auch Zeit, ich finde die waren noch nie ein gutes Paar." "Du Schwachkopf, willst doch nur Kawashima für dich!" "Lass sie ihm doch! Also meine Anziehung zu ihr, ist heute defenitiv verpufft."

Unter all den Augen die zu Daigo sahen, befanden sich auch die goldenen Augen von Megumi Tadokoro. Dieses Augenpaar war jedoch nicht neugierig oder forschend, sondern besorgt. 

Als die Schulklingel die Schüler vom Unterricht erlöste, stand Megumi sofort auf und lief zu Daigo. Daigo und Megumi wohnten im selben Wohnhaus. Sie kannten sich nicht unglaublich gut, aber waren trotz allem Mitbewohner, die sich jeden Tag sahen und sich mochten. Also war es natürlich logisch, dass Megumi sich bei ihm erkundigte, ob alles in Ordnung sei.
Daigo nickte nur und murmelte: "Ja, alles gut, Tadokoro." 

Es klang nicht wirklich überzeugend.

Doch bevor Megumi nachhaken konnte, entschwand Daigo auch schon mit schnellem Schritt durch die Klassentür und in der Menge. 
Megumi seufzte. War Tōtsuki nicht eine Kochschule? Doch seit die Oberstufe begonnen hatte, bildeten sich mehr und mehr Beziehungen. Megumis Mutter hatte schon immer gesagt, dass mit der Pubertät auch die Liebe und das ganze Drumherum kommen würde. Liebeserklärungen hier, Trennungen dort. 
Es hatten sich schon einige Liebespärchen in der Mittelstufe gebildet. Damals war es noch ein großes Highlight gewesen. Doch heute hatte Megumi vollkommen den Überblick verloren. 
Yuki hatte bereits die Theorie aufgestellt, dass viele der Schüler nur rausflogen, weil sie vor lauter Schmeterlingen im Bauch vollkommen den Fokus verloren. 
Aber so waren Teenager nun mal.

Mit diesen Gedanken trat Megumi aus dem Gebäude in die strahlende Nachmittagssonne. Das eben war die letzte Stunde gewesen und so machten sich bereits viele Schüler auf den Heimweg. 
Auch Megumi trat den Weg zum Haus Polarstern an, als sie hinter sich eine Stimme hörte. "He, Tadokoro!" 
Sie kannte diese Stimme nur zu gut. Mit einem freundlichen Lächeln drehte sie sich zum grinsenden Soma Yukihira. "Oh, Soma-Kun. Hallo." 

Soma Yukihira war ein rothaariger Junge in ihrem Alter mit glänzenden, goldenen Augen. Dieses Jahr war er auf die Tōtsuki gewechselt und hatte einiges an Chaos in Megumis Leben gebracht. Doch er hatte ihr auch sehr geholfen. Die zwei waren gute Freunde geworden. Wie Megumi, lebte auch Soma im Polarstern. So sahen sie sich jeden Tag.
"Wollen wir zusammen zum Polarstern? Oder musst du noch wohin?" Fragte Soma sie mit einem Grinsen. "Nein, da wollt ich auch grad hin. Also, gerne." Lächelte Megumi.

"Übrigens, ich hab gehört, Aoki und Kawashima hatten wieder Krach, undzwar diesmal mitten im Unterricht. Kawashima soll rausgestürmt sein." Sagte Soma, als die zwei so nebeneinander hergingen. 
Megumi nickte: "Das stimmt. Ich war dabei." "Wirklich?" Ein weiteres Nicken. "Wow, dass wird Sato sicher freuen zu hören. Er kann Kawashima nicht ausstehen. Ich mag sie auch nicht besonders." Murmelte Soma. Megumi seufzte. "Keiner mochte sie besonders." 
Doch Megumi hatte Aoki gesehen, wie er Urara Kawashima so oft umarmt hatte. Sie hatte das Funkeln in seinen Augen gesehen, wenn sie auch nur an ihm vorbeigelaufen war. 
"Mir tut Aoki-kun trotzdem Leid." Murmelte sie. Soma drehte seinen Kopf zu ihr. "Hm?" "Naja, weißt du", fing Megumi an zu erklären, "wir konnten Kawashima-San vielleicht nicht leiden. Aber Aoki-Kun war verliebt in sie. Wirklich verliebt. Wenn die zwei sich wirklich getrennt haben, ist das sicher schwer."
Soma sah sie mit einem, für Megumi nicht zudeutenen, Blick an, bevor er sich streckte und sagte. "Ach, der steckt das schon weg."
Aber da kam Megumi eine Idee. "Wir wär's wenn ihr ihn etwas aufheitert?" "Aufheitern?" Megumi nickte. "Genau, nur Ihr Jungs. Er braucht jetzt seine Freunde."

❥ · ❥ · ❥

"Okay, los geht's! Die Nacht gehört uns!" Rief Soma so laut, dass es durch das ganze Wohnheim schallte. Im Schlepptau hatte er einen ungewöhnlich stillen Daigo, der dem Rothaarigen jedoch folgte. "Du sagst es, Yukihira!" Brüllte Shoji, welcher hinter den zweien lief. Neben ihm lächelte Satoshi Isshiki mit zwei Flaschen, von Ryoko bereitgestellten, Reissaft in der Hand vor sich hin. Die letzten beiden in der Runde waren Shun Ibusaki und Zenji Marui. Shun hatte bereits jetzt schon ein Glas am Mund und wie es für ihn üblich war, zeigte er kein Anzeichen von Emotion. Er zog einen sich windenden Zenji mit sich, welcher laut protestierend irgendwas von "Ich muss noch lernen" und "Es wird doch sowieso gleich dunkel" erzählte. 

Diesen Zug beobachteten Megumi, ihre beiden Freundinnen Ryoko und Yuki, und die Haushälterin Fumio. "Also, die sehen wir nicht mehr so schnell wieder." Grinste Yuki, als die Tür zugefallen war. Ryoko drehte sich zur Haushälterin. "Fumio-San, hältst du es wirklich für richtig, die sechs ganz allein in Tokyo rumwanken zulassen?" "Wie du gesagt hast sind sie zu sechst, Ryoko. Außerdem sind die guten jetzt in der Oberstufe und ein siebzehnjähriger ist bei ihnen. Sie sollten zurecht kommen. Und wenn sie das nicht tun, brauchen sie gar nicht mehr hier anzutanzen." Antwortete Fumio. 
Megumi starrte nur leicht fassungslos zur geschlossenen Tür, durch welche der männliche Teil des Polarstern soeben verschwunden war. "So habe ich mir das nicht vorgestellt." Murmelte sie leise. Nicht leise genug. "Was meinst du damit?" Fragte Ryoko und drehte ihren Kopf zu dem blauhaarigen Mädchen. Yuki tat es ihr sofort gleich und selbst Fumio warf Megumi einen fragenden Blick zu.
"Naja", fing Megumi unsicher an zu erklären, "ich dachte, dass Aoki-Kun sicher traurig ist, wegen Kawashima-San und so. Ich meinte zu Soma-Kun, er und die andern könnten ihn ja ein wenig aufheitern. Aber da hab ich eher ermutigende Worte und Rat erwartet." Ein amüsierter Ausdruck schlich sich auf die Gesichter von Ryoko, Yuki und Fumio. Yuki begann zu lachen, Fumio schüttelte lächelnd den Kopf und Ryoko seufzte belustigt: "Ach Megumi, du bist so unglaublich gutherzig." "Von wem genau hast du den Rat erwartet?" Grinste Yuki. "Yukihiras Kopf ist so voll von Tintenfisch, Erdnussbutter und anderen grotesken Dingen, der hat gar keine Zeit sich einen Kopf um Beziehungen zu machen. Sato hatte noch nie irgendwas wirklich richtiges am laufen. Isshiki-senpai ist höchstwahrscheinlich nicht grade an Mädchen interessiert. Ibusaki hat drei Mädchen abserviert während Marui von drei Mädchen abserviert wurde. Keiner von denen hat auch nur irgendwie Ahnung von sowas." "Aber sie könnten es ja wohl versuchen." Sagte Megumi unsicher. Ryoko lächelte ehrlich. "Naja, wer weiß, vielleicht werden sie es ja tun. Bei denen ist alles möglich."
Yuki und Fumio nickten aufmunternd. 

Megumi nickte ebenfalls, blieb aber stumm. Das stellte sie irgendwie nicht ganz zufrieden.
Für Ihre zwei Freundinnen war das Thema jedoch bereits gegessen. 
"So, nun das die Jungs weg sind", rief Yuki begeistert aus, "ist es Zeit für einen....Mädelsabend!"
Fumio drehte sich weg und lief in die Küche. "Ich mach euch drei Grazien dann mal ein paar Snacks. Aber wehe ihr kichert mir zu viel."
"Ist klar, Fumio-San." Lachte Yuki, während Ryoko ihre Hände zusammenklatschte. "Ich hab oben noch Stolz und Vorurteil rumliegen." Sie rief in Richtung Küche: "He, Fumio-San! Können wir den Fernseher benutzen." "Bitte nicht wieder Titanic auf volle Lautstärke! Ich kann so viel Schnulz nicht ertragen!" Kam es von Fumio zurück. "Ich nehme das mal als ja." Freute sich Ryoko und lief in ihr Zimmer. Yuki folgte ihr mit den Worten: "Können wir nicht mal einen Actionfilm gucken?"
Nun stand Megumi alleine in der Eingangshalle vom Polarstern. Es war ihr gleich welchen Film sie gucken würden. Denn sie hatte bereits andere Pläne.
Schleunigst lief sie in ihr Zimmer und holte Papier und Stifte.

❥ · ❥ · ❥

Ryokos rot-violette Augen glänzten regelrecht als der Abspann, begleitet von Klaviermusik, über den Bildschirm lief. "Ich könnte ihn glatt nochmal gucken. Jane Austen war wirklich ein Genie!" Schwärmte sie entzückt.
Yuki war neben ihr bereits tief in die Kissen des Sofas gesunken und grummelte. "Du weißt ich hab nichts gegen Romantik. Ehrlich gesagt mag ich solche Filme auch ganz gerne. Aber du bist regelrecht besessen davon." Sie setzte sich auf und sah Ryoko mit forschendem Blick an. "Steckt da vielleicht noch mehr dahinter?" 
"W...Was? Nein! Was quatscht du denn schon wieder Yuki? Ich mag den Film einfach nur gern." 
Doch es hatte sich bereits ein sehr breites Grinsen auf Yukis Gesicht ausgebreitet und ihre Türkisen Augen funkelten. "Ryoko ist verliebt!" Rief sie in voller Lautstärke aus. "Ich bin nicht verliebt!" Gab Ryoko zurück, doch Röte stieg in ihr Gesicht. Das überzeugte ihre beste Freundin nicht. "Oh! Sag uns wer es ist! Wer ist es? Wer ist es? Jemand in unserem Jahr? Oder eine Klasse höher? Kenn ich ihn?" "Megumi!" Hilfe suchend drehte Ryoko ihren Kopf zu der Blauhaarigen, welche überrascht den Kopf hob. "Der Film ist doch schön oder? Das hat nichts mit Verliebtsein zu tun." 
Megumi hatte nicht mal wirklich auf den Film geachtet. "Jaja, der ist schon toll." "Hat ja auch niemand bezweifelt das er toll ist. Aber das man ihn so gut findet." Grinste Yuki. Sofort drehte Ryoko ihren Kopf in Richtung Yuki. "Unsinn!" Damit waren die beiden sofort wieder in ihrer Diskussion vertieft. 
Megumi wurde nicht beachtet, aber das störte die auch nicht. Sie sagte den beiden, sie würde kurz auf die Toilette gehen und erhielt nur ein flüchtiges "Ja", bevor die beiden weiter diskutierten. 

Megumi jedoch ging nicht auf Toilette. Sie rannte in ihr Zimmer und holte einen Briefumschlag.
Sie hatte während des Films nicht aufgepasst, da sie ein Stück Papier beschrieben hatte. Und eben dieses Stück Papier, steckte sie nun in den Briefumschlag. Dann Schlich sie sich die Treppe runter und zum großen Haupteingang. 
Als ihre Hand über der Türklinge schwebte, zögerte sie kurz. Doch dann nahm sie all ihren Mut zusammen und drückte sie Klinge. Die Hauptür öffnete sich und sofort wehte Megumi die kalte Nachtluft entgegen. Der Himmel war klar und wolkenlos. Die Sterne funkelten am Himmel und der Mond schien einsam auf die Erde hinab. 
Unsicher lief Megumi durch das unter ihren Füßen knirschende Gras, bis sie dann das Tor erreicht hatte. 

Und dort war er!

Der Briefkasten des Polarsterns!

Megumi schluckte nocheinmal. Doch dann warf sie den Brief so hinein, dass der Briefträger ihn nicht erreichen könne, und lief zurück ins Haus.

Dort war Yuki gerade dabei einige männliche Namen aufzuzählen. "Ist es, Takumi Aldini?" Ryoko zog eine Augenbraue hoch. "Dann ist es Kurokiba!" Nun schüttelte Ryoko den Kopf. "Bei dem hättest du sowieso keine Chance." Murmelte Yuki. "Der ist ganz und gar Nakiri Alice verfallen." Dann schnipste sie: "Ich hab's! Es ist Hayama Akira!" Wieder ein Kopfschütteln. 
Megumi kicherte, was die beiden Mädchen veranlasste aufzuschauen. "Ich versuche gerade herauszufinden auf wen Ryoko steht." 
Ryoko verschränkte die Arme und wurde rot. "Nur gibt es da keinen!" Zischte sie. 
"Ist es jemand in unserem Haus?" Versuchte Megumi sich ins Gespräch einzuklinken. Sie wollte so schnell es ging von ihr selbst ablenken. 
Ryoko sah sie an, mit einem Blick der geradezu "ertappt" schrie."
Da schien Yuki ein Licht aufzugehen. "Moment mal." Sie atmete tief ein und sah Ryoko an. "Ryoko. Kann es sein, dass du dich in Ibusaki verknallt hast?"
Ryokos wurde knallrot und sie riss ihre Augen weit rauf. Doch bevor noch irgendjemand was dazu beitragen konnte, hörte man das Öffnen einer Tür und Somas Stimme. "Wir sind wieder da!"
Sichtlich erleichtert über die Unterbrechung stand Ryoko als Erste auf und lief ihn die Eingangshalle. 
Yuki warf Megumi einen Blick zu und flüsterte verschwörerisch: "Okay, es ist eindeutig. Ryoko ist in Ibusaki verknallt." 
Megumi lächelte nur unsicher und meinte: "Die zwei würden doch ein hübsches Paar abgeben."
Die beiden standen nun ebenfalls auf und bewegten sich in die Eingangshalle. 

Dort war Soma bereits in schallendes Gelächter ausgebrochen und redete irgendeinen Wirrwarr. Auch Shoji erzählte lautstark von dem Abend, wobei Megumi auffiel das Daigo immer noch sehr ruhig war. Satoshi lächelte nur fröhlich während Shun genervt einen fast zu Boden fallenden Zenji stützte.
Nun kam Fumio in den Raum gestürmt. "Da seit ihr ja endlich!"
"Fumio-San!" Riefen Soma und Shoji im Chor. "Wo wart ihr?" Fragte Fumio. Soma und Shoji begannen wieder lautstark zu erzählen. Daigo brummte: "Tokyo." Satoshis Lächeln wurde noch breiter. Zenji nuschelte irgendwas von verschiedenen Läden und Shun antwortete wortkarg. "Haben uns nur ein wenig umgesehen."
Fumio seufzte. "Von mir aus. Aber jetzt ab ins Bett mit euch. Auch ihr Mädels! Ich verlier noch irgendwann meinen Job wegen euch."
Damit ging sie zurück in ihr Zimmer. Ihre Worte jedoch duldeten keinen Widerstand. So sagten sich die Schüler gegenseitig Gute Nacht und gingen auf ihre Zimmer. 
Es dauerte nicht lang, da waren alle Lichter aus.

❥ · ❥ · ❥

"Nie wieder." Zenji hatte seinen Kopf auf den Tisch gedrückt und jammerte melancholisch. "Nie wieder." Neben ihm saß ein wortloser Shun, der aus seiner Tasse trank. 
Das war Yukis Chance. Yuki und Ryoko kamen gerade in diesem Moment rein und in regelrechter Lichtgeschwindigkeit, schubste Yuki ihre Freundin auf den Platz neben Shun. 
Der nahm davon nicht unglaublich viel Notiz, doch Ryoko warf Yuki einen empörten Blick zu. Yuki grinste nur entschuldigend. 
Megumi saß gegenüber von den beiden und hatte einen sich streckenden und gähnenden Soma neben sich. "Hab ich gut geschlafen." Lächelte er zufrieden. "Ich hoffe Isshiki-Senpai zaubert uns was Gutes zum Frühstück."
Nun kamen auch Shoji und Daigo ins Frühstückszimmer geschlürft. Daigo setzte sich nur wortlos neben Soma, während Shoji grinsend neben Zenji Platz nahm. "Das machen wir irgendwann nochmal." 
"Bitte nicht." Kam es von dem bebrillten Jungen neben ihm. Aber der Rest der Anwesenden wusste, dass Zenjis Wünsche nicht wirklich berücksichtigt werden würden. 
Nun kam auch Satoshi ins Zimmer. Auf den Händen einige Tabletts mit dem heutigen Frühstück. Der Geruch von Ei und Tomaten füllte das Zimmer und erfreut sahen die Schüler auf. 
Als sie dann alle so aßen, kam auch Fumio in den Raum. 
"Die heutige Post." Erklärte sie und sagte auf einen kleinen Stapel Briefe in ihrer Hand.
Sofort setzte Megumis Herz aus und beinahe verschluckte sie sich. "Einen Brief für Ryoko. Einen für Satoshi. Dann noch einen für Shoji. Drei Briefe von Takumi Aldink und einer von Mito Ikumi an Soma. Und zu guter Letzt." 
Sie blieb direkt hinter Megumi stehen.
"Einen vor Daigo."
Damit legte sie den weißen Briefumschlag vor Daigo und drehte sich weg um sich auch etwas vom Frühstück zu nehmen. Aus dem Augenwinkel beobachtete Megumi wie Daigo seinen Brief öffnete.

Jetzt gilt's dachte sie für sich.

Als Daigo seinen Brief las wurden seine Augen immer größer und größer. Als er ihn durch hatte, begann er gleich nochmal von vorne zu lesen. Und nochmal. Und nochmal.
"Aoki-Kun, alles in Ordnung?" Fragte Ryoko nun, die das Schauspiel wohl ebenso beobachtet hatte. Nun sahen auch die andern auf und schauten zu Daigo.
"I...ich....habe...dieses Brief gekommen." Stammelte Daigo. "Gib mal her." Sagte Ryoko und Daigo gehorchte. Als der Brief sich in Ryokos Händen befand, beugte sich Yuki vor um ebenfalls einen Blick auf den Zettel werfen zu können. Selbst Shun schien das Stück Papier in Augen Schein zu werfen und neben ihm beugte sich Zenji neugierig ein Stück vor.
Auch die anderen sahen Ryoko gespannt an. "Darf ich vorlesen?" Fragte Diese Daigo. Der nickte nur und so räusperte sich Ryoko und begann:

"Lieber Aoki Daigo,
mir ist zu Ohren gekommen, dass du dich mit deiner Freundin Kawashima Urara zerstritten hast und ihr beide wohl kurz vor dem Schluss machen stehst. Mein Beileid. Wenn du jedoch jetzt nichts tust, wird sie die mit Sicherheit entgleiten. Wenn du sie wirklich liebst. Zeig es ihr. Sei für sie da. Rede mit ihr. Schenk ihr Blumen. Zeige ihr, dass sie dir wichtig ist und mache klar, dass du weiterhin mit ihr gehen willst. 
Aber eine Warnung muss ich dir doch geben. Lass dich nicht von ihr ausnutzen. Bedenke das deine Gefühle genauso zählen wie ihre. Wenn sie sich auch für dich interessiert, dann weißt du, dass sie es ernst meint und es sich lohnt für diese Liebe zu kämpfen. Das ist der einzige Rat, den ich dir mitgeben kann.
Viel Glück und mit freundlichen Grüßen......

die Ratgeberin."
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